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Majin a.t. F. Kingdom
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 | Info |
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| Gesamt | | 2 |
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| Name: | Majin and the Forsaken Kingdom |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2010/11 |
| Publisher: | Namco Bandai |
| Entwickler: | Game Republic |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für PS3 |
| USK: | 12 |
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 | | Herstellerscreens |
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| Majin and the Forsaken Kingdom (review von yak) |
In der Vielzahl vorweihnachtlicher Veröffentlichungen gehen unweigerlich einige Spiele unter,
ob an mangelndem Bekanntheitsgrad, kleinerem Werbebudget, der Menge der Titel oder alles überschattende
Megareleases, die wenig Platz für andere Dinge lassen. So geschehen bei Majin and the Forsaken
Kingdom. Die Foren zu dem Titel waren leer und selbst Spieltipps von den Achievement und Trophyhuntern
waren auf einschlägig bekannten Seiten nicht zu finden. Ein eindeutiges Indiz für einen Schläfertitel.
Da wundert es nicht, dass der Titel in UK bereits für die Hälfte angeboten wird und für unter
25 € den Besitzer wechselt. Schade, denn Majin ist ein wirklich schöner Titel geworden, dessen
Gameplay sich erfrischend anders spielt, als die meisten neu erschienenen Games.
Verantwortlich für das Spiel ist Yoshiki Okamoto von Game Republic (Folklore und dem mittelmäßigen
Clash of the Titans), der bereits an Resident Evil beteiligt war. Die Geschichte handelt von
einem Königreich, das der Dunkelheit anheim gefallen ist und von bösen Kreaturen bedroht wird.
Ein Dieb soll die Dunkelheit bezwingen, was er jedoch nicht alleine kann. Er bekommt eine von
den Göttern gesandte Kreatur namens Majin zur Seite gestellt, die ihm dabei helfen soll. Doch
der Majin ist schwach und ausgezehrt und muss erst seine alten Kräfte wiedererlangen, um sich
mit dem Dieb gemeinsam gegen das Böse zu stellen.
Nach dem Durchhänger namens Clash of the Titans hatte ich Befürchtungen, dass Majin, trotz
der schönen Trailer und des Spielkonzeptes, in die Hose gehen könnte, doch das hat sich zum
Glück nicht bestätigt, wie das folgende Review hoffentlich zeigen wird.
Technik
Der riesige Koloss Majin kann sicher ohne Probleme Bäume ausreißen, graphisch kann das Spiel
dies jedoch nicht. Graphikfetischisten kommen hier nicht wirklich auf ihre Kosten, dazu sieht
Majin ein bisschen so aus, als ob es noch für die vorherigen Konsolengenerationen geplant
war: etwas zu verwaschene Texturen und die Charaktere hätten ein paar mehr Polygone vertragen
können. Da der Graphikstil jedoch nicht auf Photorealismus, sondern viel mehr auf bunte
Märchenwelt setzt, darf man dieses Defizit jedoch nicht überbewerten, da ansonsten das Design,
besonders der Riese Majin, wirklich schön umgesetzt wurde. Er sieht aus wie ein lebender Berg,
auf dessen Armfelsen Gras und Blumen wachsen und sein gutmütiger Blick lässt ihn uns gleich
ins Herz schließen. Die Umgebungsgraphik ist einfalls- und abwechslungsreich und vor allem auch
farbenfroh umgesetzt. Es gibt Wälder, Wüsten, Lavahöhlen, alte Schiffe und dunkle Gemäuer zu
erkunden. Der Minimalismus von Majin setzt sich auch in den Zwischensequenzen fort, in denen
die Vergangenheit der Figuren erzählt werden. Hier protzt man nicht mit aufwendig gerenderten
Filmen und es wird ein dem Scherenschnitt ähnlicher Stil eingesetzt, der dadurch fast pantomimenhaft
der Geschichte sehr viel mehr Gewichtung und Nachdruck verleiht. Klasse!
Die Soundkulisse wurde ordentlich realisiert, ebenso die Musik, die sehr aufwendig produziert
und hervorragend umgesetzt wurde. Die Musik und deren Themen sind so eindrucksvoll, dass sie
dem Spieler fast wie ein zusätzlicher Charakter durch das Spiel begleiten. Musikalisch reicht
das Spektrum von heroischen Hymnen bis hin zum Ethno-Klang, abwechslungsreich orchestriert und
vor allem: Die Musik unterstützt die Atmosphäre und die Handlung enorm. Eine Soundtrack-CD wäre
hier wirklich wünschenswert.
Weniger Mühe hat man sich jedoch leider bei den Sprechern gegeben, allen voran das Spieler
Alter Ego names Tepeu. Der Sprecher klingt bisweilen lustlos und handlungsfremd. Sätze werden
eingesprochen, als ob man dem Sprecher weder Handlung noch Motivation erklären konnte. Schade,
da gerade die Dialoge zwischen Tepeu und Majin in gut eingesprochener Form das i-Tüpfelchen
für die Soundqualität gewesen wären. Der Koloss Majin hingegen kling gut, was aber vielleicht
auch daran liegt, da er eine recht naive Figur darstellt und die Sätze auch nur in gebrochener
Aussprache äußert. Da fällt es dann zwangsweise auch nicht so auf, wenn es etwas deplaziert
wirkt, weil es hier ja zum Charakter passt. Fast amateurhaft wirken die Stimmen der Tiere, die
Tepeu auf seiner Reise mit Rat und Tat zur Seite stehen, sodass der Gesamteindruck der Sprachversion
über ein durchwachsen leider nicht hinauskommt. Die englische Sprachfassung, die mit auf der
Game-DVD enthalten ist, habe ich mir jedoch im Vergleich dazu nicht angehört.
Die Steuerung geht problemlos von der Hand, alle Funktionen sind gut durchdacht und unkompliziert
anwendbar, was von Vorteil ist, da man im Prinzip ja zwei Figuren steuert, bzw. dem Majin Kommandos
erteilt. Das haben die Entwickler gut hinbekommen. Ein wenig unpräzise fallen jedoch ein paar
Jump & Run Abschnitte aus, da sich der Held Tepeu nicht ganz pixelgenau steuern lässt. Das Springen
auf schwingenden Plattformen klappt dann nicht so ganz. Da das Spiel aber nur ein paar Jump-Stellen
dieser Art besitzt, ist das noch zu verschmerzen. Insgesamt gibt es hier sonst nichts zu beanstanden.
Das Spiel hat keinen wählbaren Schwierigkeitsgrad und fällt insgesamt aus kampftechnischer
Sicht recht moderat aus, alle Rätsel und Secrets zu finden, ist da schon schwieriger. Dadurch
bleibt es aber für Einsteiger wie auch für Hardcoregame gleichermaßen interessant. Gespeichert
kann nur an speziellen Speicherstatuen, die jedoch ausreichend und fair verteilt angeboten werden.
Gameplay
Majin and the Forsaken Kingdom präsentiert sich als 3rd Person Action Adventure mit einer
gesunden Mischung aus Rätsel- und Kampfeinlagen und der Möglichkeit, durch viele versteckte
Gegenstände, die Fähigkeiten des hünenhaften Begleiters Majin zu verbessern. Doch um das Königreich
vor der Dunkelheit zu bewahren, muss der Dieb, der scheinbar der einzige Mensch ist, der mit
Tieren reden kann, erst einmal den Majin finden. Unter Anleitung seiner Tierfreunde erlernt
er auch die zum Überleben wichtigsten Dinge. Wie man klettert, springt und sich an den Gegnern
vorbeischleichen kann, denn in einem offenen Kampf hat er ihnen bis jetzt noch nichts entgegenzustellen,
er kann sie nur kurzzeitig betäuben, jedoch nicht vernichten. Und so bahnt der Dieb sich seinen
Weg durch das Gemäuer auf der Suche nach dem Majin. Als er ihn schließlich findet und ihn von
seinen Ketten befreien konnte, war er jedoch all seiner Kräfte beraubt. Dieb und Kreatur schließen
Freundschaft und machen sich gemeinsam auf, das Königreich zu retten und die verlorengegangenen
Majin-Kräfte zurückzuerlangen. Und ab jetzt bekommt das Spiel gameplaytechnisch eine Komponente,
die es von den meisten Action-Adventure unterscheidet. Majin wird zum Beschützer und zur Exekutive
fürs Grobe. Der Dieb kann dem Riesen kurze Befehle geben, indem er Gegenstände oder Gegner anvisiert
und entsprechende Anweisungen zur weiteren Verfahrensweise anordnet. Treu und zuverlässig macht
dieser sich dann auch, soweit es ihm möglich ist, daran, seinem Freund Tepeu diesen Wunsch zu
erfüllen. Er haut Gegner um, öffnet schwere Tore und beseitigt, je nach wiedererhaltener Fähigkeit,
Hindernisse. Zu Majins einzigartigen Fähigkeiten gehört auch, dass er die besiegten Dunkelgestalten
für immer entsorgen kann: er saugt sie einfach auf. Jetzt kann also auch Tepeu aktiv am Kampf
teilnehmen, denn er muss sich keine Sorgen mehr darum machen, dass die üblen Gestalten wieder
aufwachen. Im Team sind die beiden stark und in bestimmten Situationen auch zu schlagkräftigen
Komboangriffen fähig. Das Handling und die KI des Majin klappt auch problemlos und es kam nie
zu wirklich unpassenden Eigenhandlungen oder einem "Dumm-in-der-Gegend-rumstehen-Situation",
sodass man den Majin wirklich schnell als kooperativen Begleiter akzeptieren konnte und nicht
als Ding, das nicht macht, was man will.
Um seine Gesundheit muss sich Tepeu auch nicht ernsthaft sorgen, denn der Majin kann ihm
seine Lebensenergie zurückgeben oder ihn sogar wiederbeleben, wenn er Tepeu rechtzeitig erreichen
kann und Tepeu nicht auf einem für den Riesen unzugänglichen Bereich in die Knie geht. Majin
kann selbst aber Schaden nehmen und ist auf Tepeu angewiesen, der seinem Freund bei Bedarf mit
Heilsamen wieder auf Vordermann bringen kann. Die Fähigkeiten, die der Majin besitzt oder im
weiteren Spielverlauf erlernen kann, sind auch im Kampf zu gebrauchen. So kann er mit seinem
starken Atem Gegner wegwirbeln und damit für kurze Zeit besinnungslos werden lassen. Er lernt
auch Feuer und Blitze zu spucken und die Dunkelheit in sich aufzusaugen. Der richtige Einsatz
der Majinkräfte auf entsprechend anfällige Gegner sollte schon geplant sein, auch wenn das Kampfsystem
recht einfach gehalten ist und nicht zu schwer ausfällt. Große Komplexität im Kampfsystem
darf man aber nicht erwarten. Der Majin kann auch für einige Fallen genutzt werden. So kann
er hinter eine Mauer oder einen Felsbrocken dirigiert werden, dann lockt man die Feinde in den
Gefahrenbereich und befiehlt dem Majin, den Felsbrocken herunterzurollen oder die Mauer zum
Einsturz zu bringen.
Anspruchsvoller werden die Kämpfe dann aber eindeutig bei den Bossfights. Hier kommt man
mit der Hau-Ruck-Methode nicht zum Ziel sondern muss Schwächen der Gegner erkennen und das Umfeld
entsprechend nutzen. So z. B. eine Art Kronleuchter durch die Windfähigkeit des Majin in Schwung
zu bringen, um eine Riesenspinne von der Wand zu holen und sie abstürzen zu lassen, oder man
muss Bomben aufheben und sie in den Schlund eines Eisungetüms werfen. Hier haben sich die Entwickler
nette Sachen einfallen lassen.
Genauso wichtig sind aber Majins Kräfte beim Lösen der Rätsel, um in den Leveln weiterzukommen.
So muss man Brückenbausteine richtig arrangieren, damit der Majin dem Helden folgen kann und
sein Weg nicht blockiert ist, die Blitzkräfte des Majin müssen dafür sorgen, Maschinen in Gang
zu bringen, wozu Tepeu den Weg geschickt mit Blitzableitern präparieren muss , damit die Energie
auch bis zur entsprechenden Maschine reicht. Oder der Majin muss eine Plattform mit seinem Atem
in Schwung bringen, damit Tepeu durch die schwingende Plattform bisher nicht erreichbare Abschnitte
erreichen kann. Schön auch die Idee, den Majin Wasser aufsaugen zu lassen, um das Wasser dann
in einem Behälter als Gegengewicht wieder ausspucken zu lassen, um eine Fahrstuhl in Gang zu
bringen. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass ein mit Wasser vollbeladener Majin jetzt
sicher keine Pustefunktion ausüben kann. Tepeu kann auch die menschliche Kanonenkugel spielen
und sich vom Majin mittels eines Katapultes in unerreichbare Höhen schleudern lassen, entsprechende
Ausrichtung und die richtigen Gegengewichte vorausgesetzt. Oder er nutzt Majin als Leiter und
klettert auf seinen Rücken, um an höhere Bereiche zu gelangen. Er kann später
auch Feuer inhalieren und so Brände löschen. Hier haben sich die Leveldesigner ein
paar wirklich schöne Dinge einfallen lassen. Schön auch weitere Secrets für Hardcorekniffler,
die zwar für den Spielablauf nicht zwingend sind, aber einen netten Bonus darstellen. Sie sind
schwieriger zu erhalten, bieten dann aber auch entsprechende Entlohnung in Form von Kraft oder
Gesundheitsupgrades oder neue Kleidungs-/Ausrüstungsstücke für Tepeu, die ihm im Kampf verbesserte
Fähigkeiten und Resistenzen ermöglichen. Die Level bleiben dabei recht übersichtlich und sind
im späteren Spielverlauf auch durch Teleporter zu erreichen. Sollte man dennoch Orientierungsprobleme
haben, hilft eine übersichtliche Karte, die das nächste Ziel und auch den Stand der gefundenen
und noch zu findenden Items enthält.
Die Story ist nett umgesetzt und wird zum Teil durch Flashbacks, in denen Majin sich an die
Vergangenheit erinnert, präsentiert. Auch nach jedem gewonnenen Bossfight erhält man mehr Aufschluss
über die Geschichte und die darin involvierten Figuren. Eine insgesamt recht ansprechende Realisation.
Fazit
Majin and the Forsaken Kingdom ist ein schönes und unterhaltsames Action Adventure geworden,
das für gut 12-15 Stunden gelungene Unterhaltung bietet. Es lebt besonders durch die Kombination
der beiden Spielfiguren und den damit verbundenen Gameplayelementen, mit gemeinsamen Kräften
die Gegner und Rätsel bewältigen zu müssen. Das ist zwar kein vollständig neues Konzept,
es ist aber dennoch schön, dass dieses Spielprinzip nicht gänzlich in Vergessenheit geraten
ist. Wer noch Project Eden kennt, weiß
, wie interessant ein solches Spielkonzept ausfallen kann. Schade, dass Majin jedoch an einigen
Kleinigkeiten leidet. Die graphische Darstellung hätte etwas besser ausfallen dürfen, das Sprungverhalten
des Charakters räziser ausfallen sein dürfen und die deutsche Synchronisation ist zum Teil miserabel,
was den ohnehin etwas charismaarmen Helden noch blasser aussehen lässt, da kann auch der charmante
und knuffige Majin nicht alles herausreißen. Dennoch macht das Spiel eine Menge Spaß und lässt
die kleinen Defizite schnell vergessen. Besonders das Ausknobeln, wie man an alle Secrets gelangt
oder wie man im Level vorankommt, ist mehr als gelungen. Hinzu erlaubt der moderate Schwierigkeitsgrad
auch Neueinsteigern ein unbeschwertes Spielerlebnis. Profies können sich dafür dann auf die
Suche nach allen Geheimnissen machen. Insgesamt gibt es für Majin and the Forsaken Kingdom eine
solide 2.
Geschrieben am 07.01.2011, Testkonfiguration: Xbox360
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