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Medal of Honor Deluxe
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| Gesamt (34 votes) | | 1 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 2.3 |
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| Name: | Medal of Honor: Allied Assault Deluxe Edition |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/09 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Entwickler: | 2015 |
| Links: | planet MoHAA |
| Hardware: | 500Mhz, 128MB RAM, 16MB Open-GL, HD 1850 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.11 |
| USK: | 18 |
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| Medal of Honor: Allied Assault Deluxe Edition (review von nali_warcow) |
Sparfüchse haben manchmal Glück, dann kommt der letzte Knaller schon
recht bald in einer LowBudget-Version raus, aber manchmal zieht sich die
Wartezeit auch schier endlos hin. So zum Beispiel bei Medal of Honor:
Allied Assault
Anfang 2002 kam das Hauptspiel auf den Markt und wurde bis Ende August
2003 zum Vollpreis verkauft. Nun aber ist es endlich soweit, der preisbewußte
Spieler bekommt nun mehr fürs Geld. Seit dem 01.09.03 ist die "Medal of
Honor - Deluxe Edition" auf dem Markt, welche für etwa 40-45 € nicht
nur das Hautpspiel Allied Assault, sondern auch das AddOn Spearhead beinhaltet.
Ein lohnenswertes Bundle?
Was erwartet man als Spieler eigentlich von einer Deluxe Edition?
Oftmals verbirgt sich hinter solchen schönen Bezeichnungen wie Deluxe,
Gold, etc. Edition nur eine sehr magere Umsetzung des Hauptspiels. Aber
bei Medal of Honor war Electronic Arts sehr großzügig. In einer großen
DVD Hülle befinden sich auf jeder Klappseite 2 CDs, die jedoch nicht gestapelt,
sondern versetzt untergebracht sind. Somit ist jeder Datenträger frei
von Kratzern und außerdem kann die CD einwandfrei erkannt werden (z. B.
Disk 1 oder 2). Moment mal, vier CDs? Eine Besonderheit dieser Deluxe
Edition ist eine Bonusdisk. Auf dieser Bonusdisk befindet sich neben den
beiden Medal of Honor Trailern auch ein etwa 5 ½ Minuten langes "Making
of" zu Medal of Honor, daß einen kleinen Blick hinter die Kulissen
bietet und in sechs Sprachen vorliegt. Dazu gibt es dann auch noch 17
Musikstücke aus dem Spiel, die im MP3 Format auf der CD vorliegen. Abgerundet
wird die Disk von 5 Desktophintergründen in 1024 mal 768 bzw. 800 mal
600. Allerdings lassen sich die CDs nicht so leicht aus der Packung bekommen,
da der "Klemmknopf" etwas fest ist. Aber mit etwas Vorsicht sollte es
kein Problem sein. (Warnung also nur an alle Grobmotoriker ;)) Des weiteren
verzichten viele Spiele auf Handbücher in der ermäßigten Version, doch
auch hier läßt sich die Deluxe Version hier nicht lumpen. Dem Spiel liegt
zum einen eine 16 Seiten starke Referenzkarte bei und außerdem werden
im etwa 40 Seiten starken Handbuch alle wichtigen Punkte angesprochen.
Der späte Käufer hat hier definitiv nicht das Gefühl eine Billigversion
zu kaufen, sondern eher das Gefühl eine kleine Collectors Edition in den
Händen zu halten. Obwohl es sich hier um ein Bundle aus Hauptspiel plus
AddOn handelt, werden beide Anwendungen separat installiert und gestartet.
Melde mich zum Dienst - Worum geht es überhaupt?
Für all diejenigen, die die letzten Jahre in einer Höhle verbracht haben,
hier eine kleine Situationsbeschreibung. Das Spiel versetzt den Spieler
zurück in die Zeit des Zweiten Weltkrieges des Jahres 1942. In der Rolle
des US Elitekämpfers Lt. Mike Powel, einem jungen und vielversprechenden
Ranger, der schon mehrfach gezeigt hat, daß er der Richtige ist, um den
Alliierten bei der Landung in der Normandie entscheidend zu helfen, gilt
es doch, dem Gegner durch Infiltration und Sabotage schwere Schäden zuzufügen.
Im AddOn Spearhead, welches ebenfalls in der Deluxeversion vorhanden ist,
übernimmt man dann die Geschicke von Sergant Jack Barnes, Fallschirmjäger
und Soldat des 501st Parachute Infantery Regiment (PIR). Gekämpft wird
im AddOn in der Normandie, den Ardennen und in Berlin.
So spielt es sich - Mittendrin statt nur dabei
Wer den Film "Der Soldat James Ryan" gesehen hat, dem wird die
Landung in der Normandie "bekannt" vorkommen, diese Mission gehört sicherlich
zu den atmosphärisch besten Leveln des Spiels. Nach einer kurzen Einweisung
geht es los. Der Spieler steht mit seinen Kameraden in einem Landungsboot
und braust in Richtung Küste. Zwar kann man noch nichts sehen, aber es
hört sich schon nicht gut an. Schüsse und Explosionen auf allen Seiten.
Dazu kreisen Flugzeuge und die ersten Abwehrgeschosse schlagen auch bedenklich
nah am Landungsboot ein. Während auf der einen Seite ein Boot zerfetzt
wird ertönt die Stimme des Kommandeurs: "Alles bereitmachen zur Landung".
Und dann ist es auch schon so weit. Die ersten Reihen der Kameraden werden
von den Verteidigern regelrecht durchsiebt und nun heißt es erst mal,
lebend den Kahn zu verlassen. Geduckt hastet man also erst mal durch das
recht tiefe Wasser und von Deckung zu Deckung. Viele ehemalige Kumpels
scheinen es nicht geschafft zu haben, doch die nächsten Wellen rücken
nach. Bis zum befestigen Strandabschnitt sind es zwar nur einige hundert
Meter, doch der Weg dahin wird eine Qual. Die Abwehr ist sehr stark und
die Gesundheit sinkt fast schneller, als der Medic diese regenerieren
kann. Nach einigen Versuchen hat man es fast geschafft. "Nur" noch einige
Bunker und Abwehrgräben sind zu meistern, aber der Strand ist schon mal
hinter einem. Im Kampfeslärm gibt der Kommandeur seine Befehle. "Zaun
sprengen!" Allerdings hat es der Sprengstoffträger nicht geschafft und
so muß ein Glückspilz - der Spieler - die liegengelassenen Sprengkörper
erst noch mal vom Strandabschnitt holen. Doch danach geht alles sehr schnell.
Noch während die Staubwolke in der Luft liegt, hasten die Mannen los in
Richtung Bunker, getreu der Devise: Deckung geben und der Rest stürmt
blindlings los. Der Weg in den Schützengraben ist auch schon bald geschafft.
Doch der Zugang zum Bunker wird gut verteidigt. Ein Kamerad kann einem
gerade noch mit letztem Atemzug davon berichten. Diese Situation ist wie
geschaffen für eine Granate und schon ist der Weg frei. Die Bunkerbesatzung
war dann doch recht überrascht, sozusagen von "innen" auseinandergenommen
zu werden. Schon bald ist der erste Teil des umfangreichen Landeunternehmens
beendet, allerdings warten schon die nächsten Ziele, wie etwa die Beseitigung
von Luftabwehrstellungen, auf den Helden. Doch das ist eine andere Geschichte.
Die Missionen - Gut aber kurz
Das Hauptspiel Allied Assault bietet 6 Missionen mit jeweils etwa 5-6
Unterabschnitten, durch das AddOn Spearhead kommen noch einmal 3 weitere
Missionen hinzu. Nicht alle Missionen von Medal of Honor: Allied Assault
sind so actionreich ausgelegt, wie die oben beschriebene Landung. Oftmals
geht es deutlich ruhiger zur Sache. Die Missionen zeichnen sich zum einen
erst mal durch sehr große Abwechslung aus, sowohl im Setting als auch
in den Zielen. Nicht nur in der Normandie, sondern auch in Algerien und
Norwegen warten sowohl schöne große Außenareale, als auch geheime Anlagen
wie U-Boot Bunker auf den Spieler. Im Spearhead AddOn wird im Wald, Versorgungsdepot
und in Berlin gekämpft. Die Missionsziele sind dabei sehr abwechslungsreich
und gut in die Mission eingebunden. So muß man als erstes in Algerien
mit weiteren Soldaten einen SAS-Agenten finden und befreien. Doch nachdem
das Team enttarnt und aufgerieben wurde, geht es allein weiter. Mit Hilfe
des Agenten schafft man es dann auch zu fliegen und gleichzeitig die Luftverteidigung
lahmzulegen. An Board eines Jeeps, wo der Spieler das MG bedient, geht
es dann in Richtung Flughafen, um diesen in Schutt und Asche zu legen.
Ansonsten werden Gefangene befreit, Unterlagen gestohlen, Sabotageakte
verübt oder Luftunterstützung gerufen. An manchen Stellen, wie etwa im
norgwegischen Trondheim, hat man auch unterschiedliche Möglichkeiten vorzugehen.
Hier kann man sich auch Papiere beschaffen und muß sich dann bei den jeweiligen
Posten nur noch ausweisen. Jedoch spätestens wenn das U-Boot der Deutschen
in die Luft fliegt, werden sie mißtrauisch. *g* Allerdings sind die Missionen
ansonsten immer linear ausgefallen, was zum Glück beim ersten Spielen
nicht so sehr auffällt, da die "logischen" Wege frei bzw. sinnvoll "blockiert"
sind. Diese insgesamt sehr packende und atmosphärische Meisterleistung
setzt sich auch im AddOn Spearhead fort, allerdings ist hier der Balleranteil
in den Missionen deutlich höher und die Gegner kommen viel zahlreicher.
Aber ansonsten gilt auch hier: Spionieren, Infiltrieren und gesund zurückkommen.
Was oftmals leichter gesagt wird, als getan, denn die Maps sind im Spiel
keineswegs tot und unspektakulär, sondern werden durch die vielen Scripts
sehr lebendig. Da kreisen Flugzeuge über Berlin, Verstärkung kommt, Explosionen
räumen den Weg, etc. Im Hauptspiel werden die Missionen alle durch eine
Besprechung am Diaprojektor eingeleitet, wobei die wichtigsten Punkte
per Foto gezeigt werden. Dazu kommt eine sehr passende Kommandeurstimme,
welche das Ganze kommentiert. Das Hauptziel steht von Anfang an fest,
allerdings müssen immer eine Reihe weiterer kleinerer Unterziele erfüllt
werden, um dies zu erreichen. Diese weiteren Anweisungen kommen dann z. B.
von Vorgesetzten in der Mission oder aber über Funk. Allerdings sind die
Missionen nicht miteinander verbunden, sondern nur lose nacheinander präsentiert.
Für besonders erfolgreiche Taten wird der Spieler auch mit Orden ausgezeichnet
und bereits gemeisterte Missionen können jederzeit über eine Karte erneut
gespielt werden (Auch auf anderen Schwierigkeitsgraden). Im AddOn wird
das Ganze durch Videos zusammengehalten. Wie in fast allen anderen Spielen,
so gibt es auch in Medal of Honor ein Tutorial, welches den Spieler sehr
detailliert in alle Eigenheiten des Spiels einführt. Leider ist die SP-Spielzeit
etwas bescheiden ausgefallen. Das Hauptspiel Allied Assault hat der geübte
Spieler am Wochenende durch und für Spearhead sind nur wenige Stunden
nötig. Mit 15 Stunden liegt die Zeit für Hauptspiel plus AddOn nicht gerade
sehr hoch. Aber dafür ist die Atmosphäre jedoch jede Minute wert.
Gegner und Kameraden - Die lassen sich nichts sagen
Im Laufe des Spiel trifft man zum einen eine ganze Reihe an Gegner, aber
ab und zu hat man Verstärkung durch einige Leidensgenossen oder aber es
muß eine Person eskortiert werden. Sehr viele unterschiedliche Gegnertypen
trifft man im Spiel zwar nicht, allerdings ist dies kein Manko des Spiels.
Ein Soldat sieht eben nun mal fast immer gleich aus. Jedoch gibt es dafür
unterschiedliche Bewaffnungen und Heckenschützen sind auch nicht gerade
ohne. Dazu kommt, daß die Gegner des öfteren an Geschützen sitzen oder
sich auch mal ein Panzer in den Weg stellt. Insgesamt verhält sich die
AI recht geschickt. So schreien die Gegner lauthals nach Verstärkung,
die dann auch kommt, oder gehen geschickt in Deckung. Genauso geschickt
gehen sie mit Granaten um, beim Flüchten oder Einsatz von selbiger. Allerdings
macht sich hier das sehr starke Scripten doch bemerkbar. Es sind - bei
erneuten Versuchen - die gleichen Verstecke und Vorgehensweisen, welche
die Gegner nutzen. Da öffnet sich immer in einer bestimmten Situation
eine Tür und neue Gegner kommen. Wenn man weiß, wann sich diese Tür öffnet
und wohin die Gegner gehen werden, ist es ein leichtes, aber beim ersten
Versuch erlebt man dann doch die ein oder andere Überraschung. Wobei Überraschungen
auch manchmal sehr plötzlich auftreten können, wenn in einem eigentlich
leeren Gebiet/Gebäude plötzlich wieder Gegner gespawnt werden, sobald
man eine bestimmte Aktion tätigt. Doch der Kampf gegen die AI gestaltet
sich als recht spannend und abwechselungsreich und da die Gegner ansonsten
recht geschickt und glaubhaft vorgehen, fallen einige Ausnahmen gar nicht
so sehr auf. Ab und zu scheint die AI zu pennen und Gegner reagieren erst
mal gar nicht, wohingegen andere Gegner einen schon auf größte Entfernung
sehen. Wenn man im Spiel auf verbündete Einheiten trifft, so agieren diese
vollkommen selbstständig nach einem Script. Befehle geben kann man ihnen
leider nicht. Aber dennoch sind die Scripts so ausgelegt, daß sie nicht
einfach allein auf der Karte herumlaufen, sondern sie agieren schon recht
glaubwürdig an der Seite des Spielers, ohne daß er etwas dazu tun muß.
Allerdings halten sie nicht lange durch und sind eher Kanonenfutter für
den Gegner bzw. sind ganz hilfreich als Unterstützung, die hinter dem
Spieler herläuft und Gegner aufs Korn nimmt, die man selber übersehen
hat bzw. die einen Überraschen. Im AddOn Spearhead kommt dann noch hinzu,
daß stellenweise eine gewisse Anzahl an Leuten überleben muß, was den
Spieler zwangsläufig zum Kugelfänger für die Begleiter macht. Ansonsten
heißt es schnell "Game over".
Das tödliche Waffenarsenal
Im Laufe des Spiels wird das Waffenarsenal kontinuierlich erweitert.
Angefangen bei verschiedenen Pistolen (auch mit Schalldämpfer), Präzisionsgewehre
(Springfield) über Thomson und Sturmgewehr bis hin zu Bazooka und Granaten
ist alles vorhanden und dazu die entsprechenden Gegenstücke auf Seiten
der Achsenmächte (Walther P38, Mauser, KAR 98-Präzisionsgewehr, MP40,
StG44 Sturmgewehr, MG 42, Stielhandgranate und Panzerschreck). Das Spearhead
AddOn bringt dann eine ganze Reihe neuer Granaten, wie Rauch und Splittergranaten
und neue Pistolen (Webley Revolver & Nagant Revolver), Gewehre (Lee Enfield,
Gewehr 43), Maschinengewehre (Sten Mark 2, PPSh41, Sowjetische 7.62mm)
und ein tragbares MP42 im Mehrspielermodus. Die Waffen sind alle sehr
detailliert realisiert. Das betrifft sowohl die spielerischen Möglichkeiten
(Schäden, etc), als auch die grafisch- und soundtechnische Umsetzung.
Bei den Waffen stimmt alles, von der Nachladeanimation über die Explosions-
und Schußeffekte bis hin zum Sound. So authentisch wurde es in noch keinem
Spiel umgesetzt.
Die Steuerung & Optionen
Steuerungstechnisch geht Medal of Honor: Allied Assault und das AddOn
Spearhead den ganz normalen Ego-Shooter-Weg. Die Steuerung ist natürlich
vollkommen frei belegbar, orientiert sich jedoch am Genrestandard. Die
Bewegung erfolgt über WASD und gezielt wird mit der Maus. Dazu Ducken
(Eine wichtige Sache, um am Leben zu bleiben) auf STRG und Springen auf
Space. Des weiteren noch Nachladen, Benutzen und der Waffenwechsel erfolgt
per Mausrad. Im Spiel reagiert die Steuerung wunderbar und bereitete keinerlei
Probleme. Allerdings fehlt im Spiel eine Taste, um auf die Schnelle eine
Granate zu werfen. Im Kampf erst die Waffen wechseln, zu werfen und dann
wieder zurückzuschalten ist da dann doch etwas kompliziert und in der
Hitze des Gefechts eher störend, als hilfreich. Im Spiel kann jederzeit
gespeichert werden, dazu steht neben dem festen Menüspeichersystem auch
Quicksave und Quickload zur Verfügung. Ein Autosave-System sorgt an wichtigen
Stellen für eventuelle Rettung. Auch wird jeweils ein Screenshot angelegt,
so daß immer Übersicht bei den Savegames existiert. Die Optionsmenüs des
Spiels sind übersichtlich und originell gelungen und ermöglichen viele
Einstellungen. Insbesondere das Grafikmenü bietet eine Fülle an Effekteinstellungen.
Doch da das Spiel mittlerweile schon einige Zeit alt ist, sollte es auf
fast jedem Rechner in akzeptabler Geschwindigkeit laufen. Im Spiel selbst
sorgt ein einfaches aber dennoch sehr übersichtliches HUD für alle wichtigen
Informationen. Zusätzlich können per TAB auch jederzeit die aktuellen
Missionsziele eingeblendet werden. Damit auch auf größeren Karten bzw.
kleinen und versteckten Zielen kein langes Suchen erfolgt, gibt es ein
Radar in der oberen linken Ecke. Dort wird immer die Richtung und ein
Entfernungsbalken zum Ziel angezeigt. Ansonsten zeigt das Radar auch Beschuß
aus den jeweiligen Richtungen an (Mit zusätzlichen Treffereffekten am
Bildschirm). Im unteren Bildschirmrand befindet sich eine kleine und übersichtliche
Waffenanzeige und rechts unten die für die jeweilige Waffe vorhandene
Munition.
Sound & Musik
Bei Sound und Musik gibt es bei Medal of Honor wirklich nichts zu meckern.
Die Musik ist sehr gut gelungen und macht neben dem Setting einen Großteil
der Atmosphäre aus. Immer der Situation angepaßt ist es eine irre Stimmung,
auch wenn gerade mal nichts auf dem Schirm passiert. Stilistisch, wie
auch schon das Spielkonzept, wieder an "Private Ryan" angelehnt,
für den Joh Williams eine ausgezeichente Musik im Americana Stil
komponierte und Michael
Giacchino Spielkomposition ist da sicher ebenbürtig. Mindestens
genauso gelungen sind die Soundeffekte des Spiels. Hier stellen u. a. die
Waffensound noch immer das nonplusultra dar. Noch nie war eine so realistische
Soundkulisse geschaffen worden. Sogar die Deutsche Übersetzung ist bei
dem Sound wunderbar gelungen. Die Sprecher sind alle sehr überzeugend
und wirken nie "künstlich" oder langweilig beim Sprechen. Da werden Befehle
gebrüllt oder aber eine markante Stimme trägt die Einsatzziele vor. Genauso
wissen die Gegner zu gefallen, wenn sie sich unterhalten oder im Kampf
warnen "Granate!".
Die Grafik
Mittlerweile ist die Zeit der Quake 3 Engine langsam vorbei und auch
das Alter des Spiels wird immer deutlicher sichtbar. Die Texturen sind
recht verwaschen und kleine Details sucht man vergeblich. Bei den Innenräumen
herrscht viel Tristes und es existieren nicht sehr viele Dekos. Allerdings
gibt es vereinzelt auch immer wieder Abschnitte, wo die Designer gezeigt
haben, daß es auch anders geht. Dafür gefallen die sehr großen Außenbereiche
recht gut, auch wenn dies keine Stärke der eigentlichen Quake 3 Engine
ist. Hier wurde - bis auf einige wenige Ausnahmen - mit sehr viel Liebe
vorgegangen und die Levels wirken nie leblos. Es ist immer etwas auf der
Map los und seien es nur Kleinigkeiten, wie z. B. Flugzeuge in der Luft.
Der Mehrspielermodus
In Allied Assault gibt es vier Spieltypen. Neben bekannten Sachen wie
Deathmatch und Team Deathmatch gibt es ein Rundeneroberungsspiel (Teamvariante,
wobei man erst in Spiel zurückkehren kann, wenn ein Team die Runde gewonnen
hat) und ein Zieleroberungsspiel. Beim Letztgenannteren gibt es jeweils
für die Achsenmächte bzw. Alliierte ein Ziel zu erreichen. Beispielsweise
der Kampf um ein Luftabwehrgeschütz. Ein Team verteidigt und ein anderes
muß angreifen. An Maps sieht es etwas dünn aus. In DM, TDM und dem Rundenspiel
kann man auf 7 Maps spielen und an Zieleroberungsmaps gibt es 4 Stück.
Mehr als die Seite (Alliierte & Achsenmächte) und die Startwaffe kann
man jedoch nicht wählen. Unterschiedliche Klassen gibt es nicht und auch
die Mehrspieleroptionen enden bei der Möglichkeit eine Karten hintereinander
zu spielen. Der Ingame Serverbrowser ist bei Allied Assault auch ohne
Filteroptionen und man muß auf externe Tools wie "GameSpy" oder "All Seeing
Eye" ausweichen, wenn man etwas spezieller suchen möchte. Durch das AddOn
Spearhead wird der Mehrspielermodus jedoch zum Glück noch etwas erweitert.
Zu den 4 bekannten Spieltypen kommt einer neuer "Tug-of-War ". Hierbei
handelt es sich um einen erweiteren Zielspieltyp. Allerdings gibt es hier
für jede Seite unterschiedliche Zeile, die sich jeweils entsprechend ändern,
wenn der Gegner ein Ziel erreicht hat. So müssen beispielsweise die Alliierten
erst mal einen Konvoi eskortieren, während die Achsenmächte ihren Bunker
abriegeln. Auf insgesamt 4 Karten kann man sich dabei austoben. Dazu gibt
es noch 12 neue Karten für die Spieltypen DM, TDM und das Rundenspiel
(Die Allied Assautl Karten lassen sich auch mit dem AddOn spielen und
werden standardmäßig mit aufgelistet.) Außerdem wurden die MP Möglichkeiten
etwas erweitert. So können nun leichter Maplisten erstellt werden und
es gibt auch Filtermöglichkeiten für den Ingame Serverbrwoser. Ansonsten
hat sich jedoch am MP nichts groß geändert. Spielerklassen gibt es auch
hier noch nicht. Es wurden hier beide Mehrspielermöglichkeiten getrennt
aufgelistet, obwohl Spearhead alles aus Allied Assault bietet, da das
AddOn ein eigenständiges Programm ist und sich die Server für beide unterscheiden.
Zum Testzeitpunkt waren etwa 2200 Server (mit etwa 1300 Spielern) für
Medal of Honor: Allied Assault online und bei Spearhead waren es etwa
700 Server mit 800 Spielern.
Meinung
Bis zum Ende wußte das Spiel zu gefallen. Doch was kommt dann? Ein simples
"Ende", das soll der Lohn für die Mühe sein? So kann eine 1A Atmosphäre
am Ende doch einen Knacks erleiden. Bis dahin war das Spiel mehr als stimmig
und immer motivierend. Sei es durch die sehr abwechslungsreichen Schauplätze
oder die sehr gelungenen Missionsziele. Mal ballern, mal schleichen und
dann Platz nehmen an einem Geschütz oder in einem Panzer. Aber genauso
beeindruckend war auch der Sound, wodurch man wirklich meint, sich tatsächlich
dort zu befinden. Allerdings ist so ein Spiel nichts für den 12 Jahre
alten Sohnemann zum Geburtstag, da die Darstellung doch schon erstaunlich
realistisch ist und die Freigabe "ab 18" (Keine Jugendfreigabe) ist mehr
als verständlich. Dennoch danke an EA für eine so erstklassige Umsetzung.
Hier wurde nur minimal die Schere an der Deutschen Version angesetzt und
die Übersetzung kann sich im Großen und Ganzen wirklich sehen lassen.
Besonders bei der Sprachausgabe gibt es nichts zu meckern. So groß aber
auch die Begeisterung ist, so ist sie leider auch schnell wieder vorbei.
Zwischen 10 und 15 Stunden wird ein Spieler etwa brauchen, um Hauptspiel
plus AddOn durchzuspielen. Das ist nicht viel und in meinen Augen wäre
es optimal gewesen, das aktuelle AddOn Breakthrough mit draufzupacken
und den Preis leicht anzuheben, dann wäre eine 1 bzw. 1+ gerechtfertigt
gewesen. Aber dennoch ist diese "Deluxe Edition" insgesamt sehr ordentlich
gelungen und ausgestattet. Ein ausführliches Handbuch, Bonusdisk und eine
ordentliche DVD Verpackung, die man nicht gleich als Budget Version erkennt.
Der Mehrspielermodus ist dagegen jedoch heutzutage nicht mehr ganz so
überzeugend. Eroberungsmissionen sind mittlerweile Spieleralltag und da
zeigt beispielsweise das kostenlose RtCW AddOn Enemy Territory, wie so
was auszusehen hat, welches auch ein Klassensystem bietet. Aber dennoch
ist der Multiplayerpart eine nette Dreingabe zum Spiel und sowohl Server,
als auch Spieler findet man genügend im Netz. Die Grafik ist zum einen
nicht mehr so überzeugen und außerdem haben Spiele wie RtCW
gezeigt, daß die Quake 3 Engine es auch besser kann, aber das stört mich
im Einzelspielermodus herzlich wenig. Da stimmt die gelungene Mischung
auch so. Wer Wert auf einen entsprechenden Mehrspielermodus legt, der
sollte einfach Enemy Territory oder Battlefield spielen.
Geschrieben am 24.09.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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