 |
Medal of Honor Breakt.
|
|
 |
 | Info |
|---|
| Autor | | 2 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
 |  |  |  |
| Gesamt (13 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2 |
|
| Name: | Medal of Honor: Allied Assault Breakthrough |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Links: | planet MoHAA |
| Hardware: | 500Mhz, 128MB RAM, 16MB Open-GL, HD 1850 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 2.40b |
| USK: | 18 |
|
|
| Medal of Honor: Allied Assault Breakthrough (review von nali_warcow) |
Es ist doch irgendwie immer so: Wenn auch das Hauptspiel
nur einigermaßen erfolgreich ist, dann wird ein AddOn nachgeschoben. Wenn
dieses sich dann noch immer gut verkauft, kommen weitere dazu. Die Sims-Spieler
können davon ein Lied singen. Jede kleinste Änderung wird als neu verkauft
und im AddOn für um die 30€ einzeln herausgebracht. Eigentlich übelste
Abzockerrein bei manchen AddOns. Zu Medal of Honor: Allied Assault ist
nun nach Spearhead das zweite Erweiterungspack mit dem Namen Breakthrough
erschienen. Aber lohnt es sich auch für Spieler, die schon etwa 75€
für Allied Assault und Spearhead ausgegeben haben? Sollen Spieler der
Deluxe
Edition zugreifen? Oder sollten die Spieler lieber auf Call of Duty
warten? Dieses Review soll es klären.
Die Handlung
Im zweiten AddOn verschlägt es den Spieler, Sergant John Baker, zur 34.
"Red Bull" Infanteriedivision. Hier kann er nun zeigen, daß er seinem
Ruf gerecht wird in Sondereinsätzen einen kühlen Kopf zu behalten und
die Einsatze erfolgreich und lebend zu beenden. Diese drei neuen Einsätze
sind dabei alles andere als einfach zu absolvieren. So muß der Feind in
den Wüsten Nordafrikas zurückgedrängt werden, die Panzer des deutschen
Afrikakorps stellen sich einen in den Weg und abschließend muß die Landung
der alliierten Truppen in Sizilien unterstützt werden und die Stürmung
der Festung Monte Battaglia ist das Endziel im schweren Kampf.
Rundreise: Afrika bis Italien
In insgesamt elf neuen Missionsabschnitten kämpft sich der Spieler durch
drei neue Einsätze. Der Schwierigkeitsgrad ist stellenweise sehr hoch
und die Erstürmung von Monte Battaglia ist alles andere als einfach, aber
der Reihe nach. Die erste Mission führt den Spieler in die Wüsten Nordafrikas,
hier muß den Truppen geholfen werden, gegen die Deutschen vorzurücken,
welche sich auf einer Paßhöhe verschanzt haben. Neben Luftabwehrgeschützen
haben die Deutschen auch eine ganze Reihe an Minen verbuddelt, die es
zum einen gilt mit einem Minendetektor zu finden und zu umgehen und zum
andern muß später ein Minenräumungsfahrzeug bei der Räumungsaktion beschützt
werden. Aber bis dahin muß der Spieler erst durch einen Sandsturm kämpfen
(In dem auch einige Gegner stecken), Panzer fahren und einen Bunker erobern.
Doch in Tunesien wartet außerdem noch ein deutsches Versorgungsschiff
in der Hafenstadt Bizerte, welches infiltriert und danach sabotiert werden
muß. Die anschließende Flucht ist dann gar nicht mehr so einfach, weil
der Kahn enorme Schlagseite hat und zum Teil unter Wasser steht. In Sizilien
hat der Spieler erst einmal Pech, da das Flugzeug von Luftabwehrstellungen
heruntergeholt wird. Auf sich allein gestellt gilt es nun, sich durch
die Umgebung zu schlagen und alle Abwehrstellungen auszuheben und sich
letztendlich wieder einem Trupp anzuschließen. Nach einer sehr tempo-
und actionreichen Wagenfahrt - wo mit dem Bord-MG ordentlich geballert
werden darf - gilt es einen Flughafen still und heimlich zu infiltrieren.
Da muß sich der Spieler an Suchscheinwerfer vorbeischleichen und Flugzeuge
sabotieren. Mit den letzten Lebenspunkten erreicht kann man zwar am Ende
noch flüchten, doch ein Panzer sitzt einem im Nacken und die 82. Lufteinheit
braucht am Boden Unterstützung, da das kleine Dorf Gela von den Deutschen
überrannt wird. Es gilt am Ende den Panzervorstoß aufzuhalten. In Italien
kommt es schließlich zum großen Showdown. Hier muß man sich erst einmal
in die Basis durchschlagen und danach geht es zusammen mit einem Sani
in die umkämpfte Stadt Monte Cassino. Hier steuert der Sani den Wagen,
sucht Verwundete auf und der Spieler hat alle Hände voll zu tun die vielen
Gegner (auch Scharfschützen) in den Häusern und auf der Straße abzuwehren.
Zum Glück springt auch mal eine kurze medizinische Versorgung dabei raus.
Danach gilt es sich weiter durch die Stadt zu kämpfen und verwundete und
gefangene Kameraden zu retten. Als wenn das noch immer nicht schweißtreibend
genug war, gilt es im nächsten Abschnitt einen Konvoi der Deutschen in
einen Hinterhalt zu locken und sich danach bis zu einem gigantischen Eisenbahngeschütz
durchzuarbeiten. Die Gegner haben einiges dagegen. Als Fluchtmöglichkeit
bleibt dann nur ein Schienenpanzer, mit dem sich der Spieler bis zu einer
weiteren großen Kanone durchschlagen muß. Abschließend steht noch die
Erstürmung des Gipfels Monte Battaglia auf dem Programm. Doch bis der
Gipfel erreicht ist, ist es ein weiter Weg. Der Spieler hetzt von Bunker
zu Bunker und muß dort mit wenigen Leuten wahre Gegnermassen abwehren
und gleichzeitig überleben. Über einen gut sortierten Weinkeller gelangt
man schließlich über Kellergewölbe zum Turm auf dem Gipfel. Doch die Gegnermassen
reißen nicht ab. Wie schon an der Zusammenfassung zu sehen ist, so bietet
Breakthrough in den elf Missionen wieder sehr viele abwechslungsreiche
Schauplätze. Mal im Sandsturm durch die Wüste, dann eine Panzerfahrt und
später einen Minenräumer beschützen. Sehr gut umgesetzte Missionen wie
ein sinkendes Schiff machen Lust auf mehr. Dazwischen kommen immer mal
wieder eingestreute Standardeinsätze wie jemanden beschützen oder Geschütze
auszuschalten. Kleine Minispielchen wie die Abwehr eines Panzervorstoßes
mit einem Mörser runden die Missionen ab. Aber auch einen Kollegen beschützen,
während dieser das Schloß knackt, macht Spaß ist aber nicht einfach. Warum
die Tür nicht einfach gesprengt werden kann ist ein Rätsel. Für jeden
Abschnitt sollte man etwa 30 Minten einplanen, bei den späteren etwas
mehr. Somit hat man etwa 6 Stunden SP-Spielspaß mit dem AddOn.
Allerdings sind mir im Laufe des Spiels auch eine ganze Reihe an Schwächen
in den Missionen aufgefallen. So fällt im AddOn - im Gegensatz zum Hauptspiel
- doch die sehr starke Linearität unangenehm auf. Es gibt nur einen Weg,
den der Designer vorgesehen haben, und oftmals dauert es einen Moment,
bis man diesen gefunden bzw. verstanden hat. Aber auch die vielen Scripts
geben Anlaß zur Kritik. Da sollte in der Wüste die Luftabwehr beseitigt
und zum Trupp vorgestoßen werden. Der Trupp gibt einem zwar den Befehl
den Bunker zu erobern, doch danach geht es nicht weiter. Die Lösung: Es
wurde ein Soldat bei den Luftabwehrgeschützen übersehen (Die Geschütze
selber mußte / konnte man nicht zerstören) und erst danach geht am Ende
des Bunkers plötzlich eine - vorher verschlossene - Tür auf. Geschütze
lassen sich nur in einer bestimmten Reihenfolge sprengen und Verbündete
verschwinden in schwarzen Räumen, welche der Spieler nicht betreten kann.
Am Ende der vierten Tunesien Mission ein ähnlicher Scriptfehler: Hier
muß man aus der Stadt entkommen. Aller sichtbaren Gegner sind beseitigt
und der Spieler steht mit dem Begleiter vor dem großen Holztor. Kein Schalter,
keine Granate hilft. Erst nach langem Suchen stellt sich heraus, daß ein
Soldat so feige war sich am Fenster neben dem Tor (er kann den Spieler
vor dem Tor praktisch gar nicht sehen) zu verstecken. Lediglich der Helm
war kurzzeitig zu sehen. Erst wenn auch dieser Angsthase beseitigt ist,
öffnet der Begleiter das Tor. In späteren Missionen sollte man zu einer
Truppe stoßen, dessen Haus vom Feind unter Feuer genommen wird. Mitdenkende
Spieler würden sich erst einmal die Gegner im Nebenhaus vornehmen. Aber
leider sieht das die Mission nicht vor. Die Haustür ist verschlossen und
jeder Gegner, der drinnen abgeschossen wird, wird sofort durch einen neuen
ersetzt. Erst NACHDEM man mit dem Kollegen gesprochen hat geht die Holztür
im Nebenhaus auf und man kann stürmen. Solche "Tür" Scipts gibt es leider
an sehr vielen Stellen im Spiel. Erst nach einer bestimmten Aktion kann
man durch eine Tür. Und da es leider sehr viele Türen gibt, ist es oftmals
recht unspektakulär die richtige zu finden.
Aber auch das Spawnen von Gegner in bereits gesäuberten Bereichen, wenn
man eine bestimmte Aktion macht, ist nicht so schön. Ein weiteres Manko
ist der sehr unausgewogene Schwierigkeitsgrad. Die Heilpacks sind mehr
als ungleichmäßig verteilt. In manchen Situationen hat man mehr als genug
und ein anderes Mal fast gar keins. Weiterhin sind manche Stellen in den
Missionen sehr schwer geraten, beispielsweise wenn man über einen Acker
muß, wo die Gegner zwischen Weinreben auftauchen und den Spieler praktisch
immer sehen und unter Feuer nehmen. Doch am schwerwiegensten ist der durchgehende
Munitionsmangel im AddOn. Die gefallenen Gegner hinterlassen keine Munition
oder Waffen, sondern diese lösen sich sofort auf. Bug? Lediglich ab und
zu findet man die ein oder andere verstreute Munitionskiste. Da läuft
man stellenweise ohne auch nur eine Patrone rum.
Neue Gegner, Waffen & Fahrzeuge
Im Laufe des Spiels bekommt man eine ganze Reihe neuer Waffen in die
Hände. Allerdings handelt es sich genaugenommen überwiegend nur um Variationen
bekannter Waffen. Statt der Stabgranate findet man eine Handgranate Modell
35 oder aber bei den Pistolen nun eine Beretta Modell 34. Insgesamt gibt
es das Pendant des Waffenarsenals für die italienische Seite bis zur PIAT
Panzerabwehrwaffe. Im Laufe des Spiels bekommt der Spieler auch immer
wieder bedienbare Geschütze wie z. B. Haubitzen oder Panzerabwehrkanonen
in die Hände. Dazu bietet sich ab und zu noch die Gelegenheit mit Fahrzeugen
etwas herumzufahren. In Sachen Gegnern wird man nicht so viel neues finden.
Diese erscheinen nun im jeweiligen Outfit für die Wüste, Italien, etc.
Ansonsten sieht ein Soldat wie der andere aus. Die KI ist mittlerweile
auch nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Gegner nehmen zwar Deckung,
aber auch nur nach festgelegten Scrips (Ist beispielsweise sehr gut im
letzten Abschnitt zu sehen, wenn die Gegner einen Bunker einnehmen wollen
und immer zur gleichen Deckung laufen.). Manche Gegner erblicken einen
auf große Entfernung durch Büsche wenn man schleicht und andere reagieren
fast erst gar nicht, wenn man ankommt. Wurde beispielsweise ein MG Schütze
ausgeschaltet, dann rennt sofort ein Kamerad dorthin und kümmert sich
gar nicht um den Spieler. Eine leichte Beute. Und wenn sich Panzer selber
zerbröseln, weil sie gegen eine Mauer feuern, die nicht per Script zerstört
wird, dann ist es schon recht schwach.
Was hat sich bei Grafik, Sound & Steuerung getan?
In Sachen Grafik und Steuerung ist bei Medal of Honor alles beim Alten
geblieben. Die Grafik wurde um einige neue Texturen erweitert und die
ein oder andere kleine Änderung vorgenommen. Doch dadurch ist Medal of
Honor nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit, wenn man das Spiel mit
andern Spielen auf der Q3 Engine vergleicht wie z. B. Call of Duty. Insbesondere
die sehr schlechte Weitsicht mit dem künstlichen Nebel sind nicht gerade
sehr spielspaßfördernd. Die akustische Untermalung ist, wie auch schon
im Hauptspiel und dem ersten AddOn, wieder wunderbar gelungen und gibt
keinen Anlaß zur Kritik.
Neues im Mehrspielermodus
Im Mehrspielermodus hat sich dagegen schon etwas mehr getan. Nun können
auch Fahrzeuge gesteuert werden und es gibt zum einen einige neue Maps
für die bekannten Spieltypen und dazu gibt es noch den Spieltyp "Befreiung".
Dieser ist vergleichbar mit dem "Jailbreak" Mod für UT und Quake. Jedes
Team hat ein Gefängnis in der eigenen Basis. Immer wenn nun ein Spieler
stirbt landet er im Knast (beim Gegner) ohne Waffen. Jedes Team muß nun
zum einen das eigene Gefängnis beschützen und gleichzeitig beim Gegner
eindringen und die eigenen Leute befreien. Sobald ein Team komplett eingesperrt
ist, hat es verloren. Ein sehr spaßiger Mehrspielermodus.
Meinung: Kaufen oder nicht kaufen?
Sicherlich keine leichte Frage. Anfänger sollen sich den Kauf auf jeden
Fall zwei mal überlegen, da das AddOn alles andere als leicht ist. Neben
dem penetranten Munitionsmangel und den kleinen Fehlern im Script sind
einige Passagen richtig heftig geworden. Allerdings hat das zweite AddOn
doch eine bessere Atmosphäre als Spearhead. Hier stimmt die Gegnerdosierung
besser und lediglich in manchen Situationen fragt man sich wo die alle
herkommen mögen. Der Angriff auf die Festung in der letzten Mission ist
zwar sehr viel Geballere, doch sehr glaubwürdig und fesselnd. Allerdings
stört doch die extrem schlechte Sicht. Die Gegner poppen aus dem Nebel
auf oder aber man sieht sie noch gar nicht, sie im Gegensatz uns aber
schon. Doch ansonsten stimmt für mich die sehr gelungen Mischung aus alten
und neuen Missionszielen. Der Mehrspielermodus bietet zwar einige Neuerungen,
doch hier bietet Battlefield einfach mehr und sieht auch besser aus. Lediglich
der neue Modus fällt sehr positiv auf. Also kaufen oder auf Call of Duty
warten? Hardcorfans des Spiels werden auf jeden Fall eine sehr gelungen
Mischung bekommen. Wenn man dann auch noch vor hat im Mehrspielermodus
online zu spielen, dann kann man guten Gewissens die etwa 28€ hinblättern.
Wer jedoch nur auf SP steht, sollte es sich genau überlegen. Für etwas
mehr gibt es demnächst Call of Duty. Wer gerade erst die Medal
of Honor Deluxe Edition gekauft hat, wo das AddOn leider nicht enthalten
ist, der sollte es sich gut überlegen, ob er für einige neue Missionen
noch mal zahlen will.
Geschrieben am 08.10.2003, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
|