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Metroid Prime
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 | Info |
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| Autor | | 1 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (52 votes) | | 1+ |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 2.3 |
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| Name: | Metroid Prime |
| Genre: | Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/03 |
| Publisher: | Nintendo |
| Entwickler: | Retro Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Walkthru bei mag64 |
| Hardware: | GameCube |
| System: | GameCube |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| USK: | 12 |
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 | | Screens by Nintendo |
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Wenn ein klassisches 2D Spiel plötzlich im 3D Gewand daher kommt, werden
besonders Fans der Vorgänger äußerst skeptisch.
Bei Metroid Prime aber, ist diese Skepsis völlig unangebracht, denn Nintendo
ist zusammen mit den RetroStudios eine hervorragende Frischzellenkur des
alten NES Klassikers gelungen.
Auch wenn die Ego-Perspektive dem Spieler etwas Anderes glauben lassen
will, so handelt es sich bei Metroid Prime um keinen Shooter, sondern
um ein reinrassiges Action-Adventure.
Die Heldin Samus Aran trifft auf dem Planeten Tallon IV, welcher vormals
von den hochentwickelten Chozo bewohnt wurde, auf eine Basis der Space-Piraten.
Diese treiben dort eine Reihe Experimente, welchen Samus ein Ende setzen
wird.
Sobald das Spiel startet, merkt auch der letzte Spieler, dass er es bei
Metroid Prime nicht mit einem normalen Shooter zu tun hat. In First-Person-Perspektive
findet sich der Spieler unter dem Anzug von Samus wieder. Das Hud des
Helms hat eine Reihe von Anzeigen zu Equipment und Energie. Zunächst ist
man neben dem Kampf-Visor nur mit dem Scan-Visor sowie einer Waffe ausgestattet.
Im Verlauf des Spiels findet man immer neue Ausrüstung. Diese ist auch
dringend notwendig, weil nur sie es möglich macht, in bisher unerforschte
Bereiche eines Levels vorzudringen. Sei es nun, weil sich eine bestimmte
Tür nur mit einer speziellen Waffe öffnen lässt, oder man durch eine kleine
Öffnung nur mit dem Morph-Ball kommt. Vielleicht benötigt man aber auch
einfach nur ein Paar Jump-Boots, um auf eine höher gelegene Plattform
springen zu können.
Insgesamt gibt es neben Raketen noch 4 Waffen, sowie 4 Visoren. Mit dem
Scan Visor wird man einen großen Teil des Spiels verbringen, weil es nur
mit ihm möglich ist, die Vielzahl von Schaltern zu bedienen. Viele lassen
sich zudem nur mit dem Scan-Visor sehen. Über die Z-Taste des Kontrollers
lässt sich die Karte aufrufen. An der Farbe der Türen erkennt man, welche
Waffe benötigt wird, um diese zu öffnen. Wie ich schon erwähnte, benötigt
man das gefundene Equipment, um in unerforschte Bereiche vorzudringen.
Dazu gehören eben auch die 4 Waffen und Raketen. Später dann findet man
noch den Thermal- und den X-Ray-Visor. Diese machen Gegenstände, Schalter
und Gegner sichtbar, die man sonst nicht sehen kann.
Ein weiterer wichtiger Aspekt in Metroid Prime ist der Morph-Ball. Hat
Samus diesen gefunden, ist sie fähig sich in einen Ball zu verwandeln
und so durch enge Gänge und Schächte zu rollen. Die Kamera wechselt dann
in 3rd-Person-Perspektive. Manchmal jedoch, läuft das Spiel aber auch
in klassischer 2D-Sicht ab.
Auch für den Morph-Ball gibt es eine Reihe Power-Ups, die gefunden werden
müssen. Insgesamt gesehen ist der Morph-Ball sicher das interessanteste
und ausgefallenste Feature im Spiel. Das Level-Design ist durchweg abwechslungsreich.
Zudem gibt es im ganzen Spiel kein Level-Ende. Die einzelnen Regionen
sind durch Fahrstühle verbunden. Jede der Regionen wird man im Verlauf
des Spiels mehrmals besuchen und durchlaufen. Darum tauchen getötete Gegner
auch jedes Mal auf ein Neues auf, wenn man einen Bereich oder Raum wieder
betritt. Auf der einen Seite ist das ständige Durchlaufen der Levels zuweilen
recht nervig, andererseits trägt das aber auch zur Atmosphäre bei. Irgendwann
kennt man die schon erforschten Bereiche wie seine Westentasche.
Überhaupt verbringt man den Großteil des Spiels mit dem Erforschen der
Levels und dem Lösen von Rätseln. Letzteres kann manchmal schon etwas
frusten, weil man nicht immer genau weiß, wo man als nächstes hin muss.
Desto mehr man vom Spiel erforscht hat, desto komplizierter wird das Ganze.
Die Wege, die man von einem Bereich des Spiels zum anderen zurücklegen
muss, liegen teilweise bei 5-10 Minuten Spielzeit. In vielen Levels stehen
eine Reihe von Sprungpassagen im Vordergrund, welche mit ein wenig Übung
aber recht leicht zu meistern sind.
Auch die Gegner sind Abwechslungsreich und müssen zudem teils mit unterschiedlichen
Strategien und Equipment bekämpft werden. In jedem Level finden sich ein
bis zwei Speicherräume, in welchen man das Spiel abspeichern und seine
Energie auffüllen kann. Insgesamt gesehen geht das Speichersystem in Ordnung.
Ab und an jedoch, wird der Spieler aber auf eine harte Geduldsprobe gestellt,
und das ist meist immer dann, wenn einer der Levelendgegner an der Reihe
ist. Es ist schon so nervig etliche Male vor dem gleichen Gegner zu stehen,
bis man ihn endlich besiegt hat. Wenn man dafür aber vorher noch eine
Reihe von Gängen und Sprungpassagen bewältigen muss, ist das schlicht
und einfach nervend und stellt die Geduld des Spielers auf eine harte
Probe.
Die Steuerung mag zunächst etwas gewöhnungsbedürftig sein, ist aber perfekt
an den Controller angepasst und ebenfalls wieder ein Beweis, dass Metroid
kein Ego-Shooter ist. Mit dem linken Analog-Stick steuert man Samus. Über
die linke Taste werden Gegner automatisch ins Ziel genommen und auch das
Strafen ist nur beim Drücken dieser Taste möglich, während man sich mit
Drücken der Rechten-Taste umsehen kann oder Ziele manuell anvisiert. Die
4 Visoren lassen sich über das Steuerkreuz anwählen und die 4 Waffen über
den rechten Analog-Stick. Wie schon erwähnt, muss man zum Strafen eine
extra Taste drücken. Ansonsten dreht sich Samus einfach nach links oder
rechts, wenn man den Stick in die entsprechende Richtung bewegt.
Die Grafik zeigt eindrucksvoll, was in dem kleinen Würfel von Nintendo
steckt. Neben tollen Lichteffekten sind es vor allem die bunten und sehr
abwechslungsreichen Farben der Levels, welche zur Atmosphäre beitragen.
Da kommt man z. B. von einem unterirdischen Lava-Level in eine beeindruckend
schöne Eiswelt. Auch ein 60Hz Modus wird vom Spiel unterstützt. Einen
16:9 Modus gibt es aber nicht.
Der Sound kracht in Dolby Surround ProLogic II. Für jeden Level gibt
es eine eigene, futuristisch klingende Musikuntermalung, welche grandios
zur Atmosphäre beiträgt.
Alles in allem ist Metroid Prime bisher sicher der Kaufgrund für den
Gamecube. Die tolle Atmosphäre, die Jagd nach Power-Upgrades, die Rätsel
sowie die Endgegner runden das Spiel ab. Wer allerdings einen Shooter
erwartet und/oder keine Rätsel mag, sollte einen riesigen Bogen um Metroid
Prime machen, weil er mit diesem Spiel definitiv nicht glücklich werden
wird. Das Ballern steht hier eindeutig im Hintergrund!
Geschrieben am 13.04.2003, Testkonfiguration: GameCube
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