 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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| Gesamt (200 votes) | | 1 |
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 |   | | 1.9 |
 |   | | 2.4 |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 2+ |
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| Name: | Morrowind: Tribunal |
| Genre: | Rollenspiel |
| Produkt: | Add-In |
| Release: | 2002/12 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Entwickler: | Bethesda |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Planet Morrowind |
| Hardware: | 500Mhz, 256MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.4.1313.1.1 |
| USK: | 12 |
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Morrowind
war für viele RPG-Fans sicher eines der absoluten Highlights des Genres
der letzten Jahre, auch ich selbst zähle mich seit einer geraumen Weile
zu den Skooma-Süchtigen.
Dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das erste offizielle Expansion
Set namens "Tribunal". Ob es Bethesda damit gelingt, die durch das Originalspiel
sehr hoch gelegte Messlatte zu überspringen, versuche ich im folgenden
Review herauszufinden.
Voraussetzung ist natürlich zunächst die Installation von Morrowind,
welches durch Tribunal auch gleich auf die neueste Version gepatched wird.
Im Spiel aktiviert sich die Erweiterung nach der ersten Rast, da man durch
einen Attentäter recht unsanft aus dem Schlaf der Gerechten geweckt wird
und nachdem man sich des Problems entledigt hat, startet ein neuer Hauptquest.
Dieser führt den Spieler jetzt von der Insel Vvardenfell, auf der sich
Morrowind zunächst abgespielt hat auf das Festland und in die Hauptstadt
des Reiches namens Mournhold. Dort wird man mehr und mehr Zeuge einer
ganzen Reihe politischer Verwicklungen, die zum einen durch die zweifelhafte
Art und Weise, wie der neue König Helseth zu seiner Krone gekommen ist
und zum andern durch die wachsenden Gegensätze zwischen König und der
ebenfalls in Mournhold residierenden Tribunal-Göttin Amalexia bestimmt
werden.
Erfahrene Morrowind-Spieler werden jedoch wissen, dass man in diesem
Spiel lieber nicht sklavisch der Mainstory folgen sollte, sondern stattdessen
lieber die dem Spielsystem zugrunde liegenden Freiheiten ausnutzt. Ich
möchte an dieser Stelle nicht zu viele Worte über grundsätzliche Details,
die sich gegenüber Morrowind nicht verändert haben, verlieren und verweise
dafür auf das entsprechende Review.
Relativ wenig Neues gibt es beispielsweise von der Grafik- und Soundfront
zu berichten. Der bereits herausragenden Optik Morrowinds wird in Tribunal
quasi ein neue Zone beiseitegestellt. Die Hauptstadt Mournhold weist,
analog zu den verschiedenen Gegenden auf Vvardenfell, einen durchaus eigenen
Stil auf, wobei die reine Größe und Bevölkerung für eine Hauptstadt trotzdem
etwas mickrig erscheint. Hinzugefügt werden außer den verschiedenen oberirdischen
Distrikten Mournholds vor allem eine ganze Menge darunter befindlicher
Dungeons, in denen sich auch die meisten der Quests abspielen. Diese sind
in der Regel im Vergleich zur Masse der Vorgänger relativ groß, ansprechend
und voneinander unterscheidbar umgesetzt. Trotzdem hätte ich mir einige
zusätzliche Außenlevel gewünscht. Ähnliches trifft auf die Musik zu, bei
der ich schlicht gar nichts Neues entdecken sollte, was die Qualität des
Soundtracks zwar nicht schmälert, aber zwei oder drei Tracks mehr hätten
sicher nicht geschadet.
Einige wichtige und von der Community gewünschte Änderungen im Bereich
der Steuerung wurden dagegen sehr gut umgesetzt. Die Übersichtskarte lässt
sich jetzt mit eigenen Notizen versehen und das im Lauf der Zeit vollkommen
unübersichtliche Questverzeichnis wird jetzt anschaulich und nachvollziehbar
gegliedert.
Die Umwandlung des alten Logs dauert zwar eine kleine Ewigkeit, ist das
Warten aber zweifellos wert. Natürlich gibt es außer neuen Gebieten auch
neue -allerdings wenige- Monster, wie beispielsweise Goblins, bei denen
mir aufgefallen ist, dass sie mehr Bewegungen und Animationen besaßen
als die altbekannten.
Auf dem Basar der Hauptstadt kann man sich außerdem jetzt eine witzige
Packratte kaufen, deren praktischen Sinn ich allerdings angesichts der
Tatsache, dass sie sehr schnell das Zeitliche segnet, sobald sie angegriffen
wird, eher in Frage stellen möchte.
Ähnliches gilt, aus anderen Gründen, auch für den Söldner, den man jetzt
anwerben kann. Die KI ist nicht gerade einer der vielen Glanzpunkte Morrowinds,
was sich speziell auch in Tribunal besonders negativ auswirkt, weil viele
der Gebiete innerhalb von Gebäuden liegen, so dass einem oft der Weg durch
Patrouillen oder NPCs versperrt wird. Das sollte man vor dem Anheuern
eines potentiellen Ecken- und Türenhängenbleibers im Hinterkopf behalten.
:)
Auch im Hinblick auf Waffen und Ausrüstung überhaupt ist für die verschiedenen
Charaktere mehr oder weniger Nützliches hinzugekommen und im Museum für
Artefakte kann man sich eine schöne Liste aller verschollenen Artefakte
geben lassen. Allerdings sind diese Dinge zwar nett, aber eigentlich nicht
wirklich nötig.
Da Tribunal nur mit einem bereits gespielten Charakter angefangen werden
kann und die meisten Spieler daher wahrscheinlich mit dem Helden oder
der Heldin, den oder die sie sie bereits in Morrowind so weit wie möglich
ausgebildet haben, das Addon bestreiten werden, dürfte der Anspruch an
die entsprechenden Fähigkeiten relativ gering sein. Die Gegner sind zwar
etwas stärker bzw. passen sich an das Level des Spielers an, mit einem
halbwegs ausgebildeten Charakter setzt sich meines Erachtens aber auch
das fort, was gegen Ende von Morrowind ein wenig den Spaß trüben konnte:
es gab einfach keine kämpferischen Herausforderungen mehr. Man kann das
eigentlich nur dadurch umgehen, dass man Waffen bzw. Zaubersprüche einer
Schule benutzt, in denen man noch nicht perfekt geschult ist. Wenn ich
dagegen meine enchantete Heavy Armor trage und mit Sunder (Bluntwaffen
geskillt auf 100), der Endwaffe von Morrowind, kämpfe, fällt auch in Tribunal
jedes Monster nach ein oder zwei Schlägen um.
Das ist zweifellos wieder dem Skillsystem geschuldet, was mich aber ein
wenig verwundert hat, ist, dass auch im Addon die Charakterwerte nicht
über 100 trainiert werden können. Levelaufstiege lohnen sich daher im
Grunde gar nicht, wenn man im Originalspiel die wichtigen Werte wie Stärke
oder Intelligenz schon aufs Maximum gebracht hat.
Unterm Strich bleibt daher ein dem Originalspiel absolut angemessenes
Addon, dessen größter Pluspunkt vor allem ein sehr guter neuer und ins
Grundkonzept passender Hauptplot ist. Eine ganze Reihe schön gemachter
neuer Dungeons, witziger Nebenquests und netter neuer Gegenstände komplettieren
den positiven Gesamteindruck, den auch das etwaige Fehlen der Motivation
der weiteren Charakterausbildung nicht schmälern kann. Für alle, die Morrowind
mochten, ist Tribunal sowieso ein Pflichtkauf, für die Spieler, die das
Erlebnis noch vor sich haben, bietet sich ein Bundlekauf zweifellos an,
auch wenn das Addon erst für höherstufige Charaktere empfohlen wird.
Geschrieben am 07.03.2003, Testkonfiguration: AMD2000, GeForce3, 512MB Ram
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