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MotorStorm
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (6 votes) | | 3+ |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.7 |
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| Name: | MotorStorm |
| Genre: | Racing |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/03 |
| Publisher: | Sony |
| Entwickler: | Evolution Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | PlayStation3 |
| System: | PlayStation3 |
| Multiplay: | Internet |
| Sprache: | Multilingual |
| USK: | 12 |
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Nicht nur mit Killzone konnte Sony auf der E3 2005 für offene Münder sorgen, auch der MotorStorm-Trailer
war höchst beeindruckend. Zu beeindruckend für so manche Zweifler, die es nicht für
Ingame Graphik hielten. Nach der ersten großen Ankündigung, beeindruckender Grafik und großen
Versprechungen (u.a. 1080p) war es dann einige Zeit recht still. Wie es dann aber vielen Hypetiteln
ist, kommt die Ernüchterung im Nachhinein. Im Fall von MotorStorm sogar noch vor dem Kauf, als
erste Bilder und Videos erschienen, die das Game "spielbar" zeigten. Die Frage ist, wie nah
das Spiel den Versprechungen kommt und wie viel Spielspaß im Wüstenrenner steckt? Zwar ist die
Verpackung nicht alles, doch gerade wenn man für ein Konsolenspiel 60€ und mehr auf den Tisch
legt, sollte man als Käufer zumindest das Gefühl haben, etwas von Wert erworben zu haben. Nur
leider fällt dies bei den Playstation 3 Verpackungen schwer. Die Plastikbox, die ein wenig kleiner
ausgefallen ist als eine normale DVD-Hülle, wirkt sehr billig. In der Hülle findet der Käufer
neben einem farbigen Sony-Werbeflyer lediglich ein sehr dünnes S/W-Handbuch.
Quer durch die Wüste
Eine richtige Handlung hat MotorStorm nicht. Als Schauplatz dient Monument Valley in Arizona
an einem Rennwochenende. Mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen gilt es dabei möglichst als
erster den Weg durch die staubigen und matschigen Kurse zu meistern. Besondere Regeln oder Vorschriften
gibt es dabei nicht. Insgesamt acht Strecken haben die Entwickler auf den Datenträger gepackt,
weitere Kurse sind per Download angedacht, wobei bislang noch nicht feststeht, ob diese zusätzlichen
Strecken etwas kosten werden, was recht wahrscheinlich ist. Acht Strecken klingt auf jeden Fall
nicht nach viel und langanhaltendem Spielspaß, allerdings sollte besser von acht Arealen gesprochen
werden. Die Strecken haben nämlich an einigen Stellen Verzweigungen, Abkürzungen und alternative
Routen. Die unterschiedliche Wegführung hat selbstverständlich auch einen Sinn, da es mehrere
Fahrzeugklassen gibt. Jede Klasse hat bestimmte Vor- und Nachteile. Sich mit einem Motorrad
in einen matschigen und schlammigen Bereich zu wagen, ist nicht so sonderlich schlau. Dicke
Brummer, wie die LKW-Klasse, drücken die Zweiräder einfach zur Seite und preschen auch durch
die tiefste Matschkuhle. Da wäre es schon geschickter als Motorradfahrer den sicheren Weg über
Rampen "oberhalb" der Strecke zu suchen, wo auch ein schnelleres Vorankommen möglich ist.
Dazu stehen noch Quads, Bugys, Rally-Autos, Renntrucks und Geländewagen zur Auswahl. Jedes Fahrzeug
hat dabei eigene Schwerpunkte, von Streckentauglichkeit bis zum Schadensmodell. Bei MotorStorm
haben die Entwickler glücklicherweise die vollständige Verschrottung des Fahrzeugs implementiert.
So werden die Wagen durch Rempler in Mitleidenschaft gezogen und bei Kollisionen mit Felswänden
oder explodierenden Antrieben fliegen Bleche, die Karosserie, Reifen und allerlei Kleinteile
durch die Luft. Im Gegensatz zu Flat Out
darf hier sogar der Fahrer fliegen und braucht keinen Dummy für die deutsche Version. Je nach
Fahrzeugklasse gilt es an einer optimalen Route zu feilen, um die Stärken des jeweiligen Wagens
möglichst gut ausnutzen zu können. So manches Hindernis ist auf der Strecke auch so platziert,
dass Erfahrung wichtig ist, um nicht beim nächsten Sprung in der Felswand zu landen oder in
den Abgrund zu stürzen. Nicht immer ist der Spieler zwischen Felswänden eingeengt, einige Streckenpassagen
sind am Hang oder einer Bergeseite angesiedelt, an der es tief nach unten geht. Neben Fahrzeugen
können auch einige Streckenelemente bedingt in Mitleidenschaft gezogen werden. Allerdings gibt
es davon nur recht wenige. Hier und da mal eine einen Reifenstapel, einige Fässer oder andere
kleinere Objekte. Sehr viele Objekte auf der Stecke sind "felsenfest", selbst wenn es sich nur
um ganz schliche Anzeigetafeln am Streckenrand handelt. So war eine etwa 50cm hohe Absperrung
durch kleine Banner auf einer Rampe unzerstörbar und das wenig später am Streckenrand stehende
Fahrzeug lies sich auch keinen Pixel bewegen.
Die Strecken in MotorStorm sind zwar recht unterschiedlich und stellen den Fahrer vor diverse
Herausforderungen, doch die Abwechslung fehlt. Die ohnehin wenigen Strecken wirken aufgund des
gleichen Schauplatzes alle recht ähnlich. Es gibt zwar die unterschiedlichsten Elemente wie
Berghänge, Schluchten, enge Spuren, etc. , doch es ist immer wieder das gleiche Rot/Braun zu
sehen.
Um das Balancing zwischen den unterschiedlichen Fahrzeugklassen in den Griff zu bekommen,
haben die Entwickler eine Gummiband-KI integriert, wie sie leider bei vielen Spielen üblich
ist. Ganz gleich wie gut man sich auch schlägt, in der ersten Runde auf den ersten Platz vorrückt
und immer fleißig den Booster verwendet, die Computergegner sind immer dicht dahinter. Ein Fehler
kurz vor dem Ende des Matches kann somit ein Durchreichen auf die hinteren Plätze bedeuten.
Als Spieler kämpft man da eher gegen die eigene Leistung - die CPU passt sich immer nur an -
was in etwas kuriosen Ergebnissen endet. So landet man bei einem Versuch auf Platz 1 und beim
nächsten Mal reicht die gleiche Zeit mit dem gleichen Fahrzeug auf der gleichen Strecke gerade
mal für die hinteren Ränge.
MotorStorm kommt mit sehr wenigen Tasten auf dem Gamepad aus. Beschleunigen, Bremsen und
Boost reicht neben der Lenkung aus, um den Wagen über zu steuern.Gas gibt man per R2-Trigger.
Aufgrund des Triggers lässt sich zwar die Geschwindigkeit gut dosieren, da die Taste jedoch
nach unten wegkippt, ist das Spielen allerdings auf Dauer nicht ganz angenehm. Optional kann
zwischen einer Außen- und Innenansicht gewechselt werden und es steht dem Spieler frei, jederzeit
im Menü die Sixaxis-Steuerung zu aktivieren. Dann wird die Lenkung nicht mit dem Stick, sondern
über den Bewegungssensor gesteuert. Auf Anhieb bekommt man damit zwar keine Bestzeiten und auch
keinen der ersten Plätze, doch mit ein wenig Übung kommt man recht weit. Wer jedoch ernsthaft
spielen will und um gute Platzierungen kämpfen möchte, wird schnell wieder zur traditionellen
Steuerung zurückkehren, da diese doch deutlich genauer ist. Trotzdem ist die Steuerung der Fahrzeuge
nicht immer eine Freude. Das liegt an den zahlreichen Objekten auf der Strecke und am Streckenrand,
die das Fahrzeug bei höherer Geschwindigkeit in einen Schrotthaufen verwandeln oder zum Stillstand
bringen. Dazu zählen kleinste Steine, Masten von Fahnen und Schildern. Mit einem schweren LKW
ist es möglich, sich zu verkeilen, so dass der Wagen erst mühsam wieder herausgefahren oder
zurückgesetzt werden muss. Die Fahrzeuge sind zudem mit einem Booster ausgerüstet. Dieser
kann jederzeit genutzt werden und verbraucht auch keine spezielle "Booster-Energie". Allerdings
muss die Motortemperatur im Auge behalten werden, damit das Fahrzeug nicht explodiert. Hier
gilt es dann entsprechend den Motor kurzzeitig wieder abkühlen zu lassen, was im Schlamm schneller
geschieht.
Allein oder mit Freunden?
Aber was bietet MotorStorm für Online und Offline-Zocker an Spielmodi? Spieler ohne Breitbandanbindung
oder mit wenig Interesse an Onlinerennen können lediglich auf einen Einzelspielermodus zugreifen,
der schlicht "Spielen" heißt. Dieser Modus stellt die "offiziellen Rennen" dar und ist in insgesamt
21 "Tickets" unterteilt, die nach und nach durch Punkte, die man durch die erfolgreiche Teilnahme
- sprich Platz 1 bis 3 - freischalten kann. Jedes Ticket beinhaltet ein bis vier Rennen, die
in beliebiger Reihenfolge angegangen werden können. Maximal winken dabei 60 Punkte, sollte der
erste Platz erreicht werden. In einigen Rennen ist die Fahrzeugklasse fest vorgegeben, in anderen
kann der Spieler frei wählen. Sehr viel mehr gibt es dann auch nicht zum Einzelspielermodus
zu sagen, da dieser leider nur aus einer Aneinanderreihung von 39 Einzelrennen besteht. Präsentiert
wird das Geschehen um die ganzen Wüstenrennen überhaupt nicht. Da nicht einmal ein "freies Rennen"
möglich ist, schwindet der Spielspaß recht schnell, wenn man allein gegen die CPU antritt. Anders
sieht es da im Mehrspielermodus aus. Je nach Tageszeit findet man in den unterschiedlichen Zonen,
welche noch nach Sprache sortiert werden, immer einige Zocker, um einige Runde drehen zu können.
Der Host hat dabei zahlreiche Optionen, um für Abwechslung zu sorgen. Es können entweder alle
Fahrzeugklassen zugelassen oder die Auswahl beschränkt werden. Optional kann auch eine "Aufholen-Funktion"
aktiviert werden, so dass Spieler, die ein wenig zurückgefallen sind, nicht so schnell einen
uneinholbaren Rückstand haben. Im Einzelspielermodus sorgt die schon angesprochene "dynamische
KI" dafür, dass die Fahrzeuge möglichst alle beieinander bleiben. Auch ist es möglich, zwischen
sechs unterschiedlichen Tageszeiten (Morgens, Mittags, Nachmittags, Abends, Dämmerung und Nachts)
zu wählen. Wer will, kann auch nur mit seinen Freunden spielen und dafür eine entsprechende
Optionen aktivieren. Im Gegensatz zum Einzelspielermodus bietet MotorStorm online schon deutlich
mehr und auch eine längere Motivation. Allerdings haben die Entwickler auf einen Splitscreenmodus
verzichtet, da dies angeblich die Hardware nicht schaffen würde. Außerdem gibt es ein sehr ärgerliches
Detail, welches gerade im Mehrspielermodus dafür sorgt, dass sich der Spielspaß nicht ganz entfalten
will. Kollidiert der Spieler mit einem Objekt, dann wird das Fahrzeug recht ansehnlich zerlegt.
Mitunter wird zur besseren Darstellung der Vorgang auch in Slow-Motion dargestellt. Für einen
Zuschauer mag dies ja eine gute Präsentation sein, aber im Mehrspielermodus will der Spieler
ja möglichst schnell wieder ins Geschehen eingreifen. Insbesondere bei den langsameren Fahrzeugen
dauert es eine ganze Weile, bis der Wagen wieder Geschwindigkeit aufgenommen hat. Leider dauert
es jedoch immer unterschiedlich lange, bis die Crashanimation vorüber ist und der Spieler wieder
auf die Strecke gesetzt wird. Abbrechen lässt sich die Sequenz nicht und einen Teil oder gar
das ganze Fahrerfeld vorbeiziehen zu lassen, weil das Spiel meint, den Fahrfehler nun möglichst
eindrucksvoll zeigen zu müssen, ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Auf das Spiel wirkt es sich
dann so aus, dass man möglichst kurz vor der jeweiligen Kollision auf die Zurücksetzen-Taste
hämmert, um nicht zu viel Zeit zu verlieren.
Wie nah kommt es dem Trailer?
Von den großen Versprechungen und Ankündigungen sind am Ende, wenn man den Titel im Playstation
3-Laufwerk hat, nicht mehr viele übrig geblieben. Statt in 1080p mit 60 FPS zu laufen, wurde
hier schon vor dem Release offiziell auf 720p und 30 fps zurückgeschaltet. Ein Splitscreenmodus
konnte laut Aussage der Entwickler ebenfalls nicht implementiert werden, da die Performance
dies nicht hergeben würde. Optisch ist der Titel dann auch längst nicht so eindrucksvoll ausgefallen,
wie angekündigt. Schlecht sieht es jedoch nicht aus. Die Umgebung ist recht ansprechend in Szene
gesetzt und die Fahrzeuge wurden sehr detailliert gestaltet. Insbesondere wenn die Fahrzeuge
in Mitleidenschaft gezogen und gar in die unterschiedlichen Einzelteile zerlegt werden, dann
wird fürs Auge einiges geboten. Auch Staub, Dreck und Matsch wurde ansehnlich umgesetzt. Hier
wurde nicht auf kurzzeitige optische Effekte gesetzt, wenn die Fahrzeuge durch die Wüste rasen,
sondern nach und nach verdrecken Fahrzeug und Fahrer mit jeder weiteren Schlammkuhle auf der
Piste - entsprechende Reifenabdrücke inklusive. Diese sehen jedoch ein klein wenig künstlich
aus und heben sich ein wenig vom Untergrund ab. So lange der Spieler nicht den Booster verwendet,
wirkt das Tempo aller Wagen jedoch eher gemäßigt. Mit dem Booster kommt ein wenig mehr Speed
ins Game, allerdings wirkt es insgesamt trotzdem alles ein wenig träge. Dafür läuft das Spiel
überwiegend gut und ohne nennenswerte Ruckler. Lediglich hier und da ist ein Popup im Hintergrund
zu sehen. Unschön sind auch die Ladezeiten, wenn sich der Spieler nur ein Fahrzeug auswählen
möchte. Soundtechnisch präsentiert sich das Spiel dagegen wieder besser. Die Soundeffekte sind
passend und wirken überzeugend. Der rockige Soundtrack sorgt außerdem für eine angenehme Rennspielatmosphäre.
Das Abspielen eigener Soundtracks ist allerdings nicht möglich.
Meinung
MotorStorm wurde ein wenig Opfer des eigenen, vollmundigen Trailers. Weder die Grafikpacht
noch die Inszenierung hat es ins endgültige Spiel erreicht. Aber das macht ja nicht so viel,
wenn das Endprodukt stimmig ist. Oder in diese Fall eher "wäre". Immer wieder macht sich beim
Spielen das Gefühl breit, dass die Entwickler unter Zeitdruck standen und zahlreiche Sachen
in der finalen Fassung fehlen oder noch nicht ganz ausgearbeitet sind. Der Einzelspieler-Modus
fasziniert nicht lange, mit der Gummiband-KI macht es nicht sonderlich viel Spaß und acht Strecken
sind für ein Spiel zu wenig, das mit 60€ über den Ladentisch wandern soll. Kein freies
Rennen, kein Splitscreen und kein LAN-Modus. Da wird die Luft dann langsam dünn. Doch zum Glück
rettet der Onlinemodus einiges und könnte durchaus den ein oder anderen Käufern spaßige und
spannende Partien bescheren. Aufgrund den nicht abzubrechenden, zufallsbedingten Crashanimationen
(während das übrige Fahrerfeld vorbei zieht) reicht es dann im Endeffekt aber maximal für eine
3.
Geschrieben am 04.05.2007, Testkonfiguration: PlayStation3
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