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Neverwinter N. 2 MoB
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 | Info |
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| Autor | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (24 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 2.3 |
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| Name: | Neverwinter Nights 2 - Mask of the Betrayer |
| Genre: | Rollenspiel |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2007/09 |
| Publisher: | Atari |
| Entwickler: | Obsidian Entertainment |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 2.4Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 6600 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Multilingual |
| Serie: | ja |
| Patch: | Dialog Hotfix |
| USK: | 12 |
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| Neverwinter Nights 2 - Mask of the Betrayer (review von ronin) |
Vor einem knappen Jahr erschien, im Schatten des Gothic
3 Debakels, eher still und heimlich der zweite Teil des erfolgreichen Dungeon&Dragon-Rollenspiels
Neverwinter Nights. Als einziges Partyrollenspiel 2006 bot es ungewohnt glaubwürdige Charaktere,
liebevoll designte Quests, eine zwar lineare, aber mitreißende Story sowie eine komplexe und
abwechslungsreiche Charakterentwicklung auf Basis des schon erwähnten Regelwerks. Leider knüpfte
auch Neverwinter an die ruhmlose Tradition der verbuggten Verkaufsversionen an. Plotstopper,
sporadische Abstürze, dümmliche Begleiter-KI und umständliche Menü- und Kameraführung vermiesten
dem willigen Spieler ein ums andere Mal das ansonsten so intensive Spielerlebnis. Mit Mask of
the Betrayer erschien Ende September die erste Erweiterung - aber sorgt es neben dem üblichen
Questnachschub auch für eine bessere Beleuchtung der eher schattigen Seiten des Hauptspiels?
Die üblichen Verdächtigen
Addon-typisch werden neue Rassen, Klassen und Fähigkeiten in die schon komplexe Welt von
Niewinter eingeführt. So stehen neben der Unterklasse Wildelf auch die so genannten Berührten
auf dem Programm. Während ersterer einfach ein noch tiefer im Wald lebender Legolasvertreter
ist, erscheinen letztere, ganz ihrem Element entsprechend, feurig, luftig muffig oder nass.
Diese Exoten zeichnen sich durch langsamere Aufstiegschancen aus, da diese Rassen mit vielen
Boni starten, weswegen man sie als Gelegenheits-D&D'ler besser außen vorlassen sollte. Mit der
Einführung von epischen Heldenklassen (das hat zufällig nichts mit World of Warcraft zu tun)
erweiterte man das ansonsten auf zwanzig Stufen begrenzte D&D Universum auf zehn zusätzliche
Level. Hier entscheidet man, ob der alte Recke aus dem Hauptspiel reanimiert werden soll, oder
man auf Stufe achtzehn einen kompletten Neuanfang wagt. Meinen verskillten halbelfischen Druiden
wollte ich nicht aus seiner verdienten Ruhe reißen, weshalb mir ein frisch aus der Klonfabrik
stammender Wildelfen Hexenmeister gute Dienste leistete.
Vor dem Start der eigentlichen Story erschafft man sich seinen Charakter ganz nach Wunsch
- wohl dem, der sich mit dem komplexen D&D Regelwerk auskennt. Neue Talente, Prestigeklassen
und Gegenstände sind ebenfalls Bestandteil des Addons. Erwähnenswert, und leider auch nicht
besonders gut umgesetzt, ist die neu eingeführte Gegenstandsverzauberung. Was tun, wenn das
Inventar immer zugemüllt und die glorreiche Heldengruppe ständig überladen durch die Landschaft
stapft? Ganz einfach, man lässt die Gegner keine Gegenstände mehr droppen. Stattdessen ärgert
man sich mit einem Haufen gesichtsloser Essenzen herum, die umständlich per Zauberspruch Verbesserungen
auf Gegenstände zaubern.
Ein Schlag auf den Kopf wirkt manchmal Wunder
Zumindest scheinen das die meisten Entwickler derzeit als bevorzugte Methode für einen Storyeinstieg
zu missbrauchen. S.T.A.L.K.E.R., The Witcher und nun auch mein wilder Wildelf in Mask of the
Betrayer. Völlig orientierungslos erwacht er in einer muffigen Höhle zwischen seltsamen Säulen
und wird von einer Frau mit Glatze belagert. Sie faselt etwas von Splittern, Aufgaben und schnell-raus-hier.
Gesagt getan, der Hexenmeister und die Magierin machen sich auf, diese alte Höhle zu erkunden.
Ziemlich früh fällt auf, dass der Schwierigkeitsgrad erstaunlich zugelegt hat. Ohne vorsorgliche
Charakterstärkung (auch buffen genannt) sollte man sich nicht in die zahlreichen Scharmützel
wagen, zumal neue Charaktere erst nach und nach die Heldentruppe verstärken. Ansonsten ist alles
beim Alten geblieben. Die Menüführung erscheint umständlich wie eh und je: Eine Gegenstandsvergleichoption
fehlt, das Erteilen von Befehlen erfolgt über verschachtelte Klappmenüs und das Inventar bleibt
trotz Sortierfunktion und dem schon erwähnten Gegenstandsmangel unübersichtlich. Auch die Begleiter-KI
hat sich nicht verbessert. Mein Kampfbär Okku, quasi der bärische Verwandte des Zwergs Khelgar,
steht ein ums andere Mal dämlich in der Gegend herum, während die Stoffträger fröhlich verdroschen
werden. Selbst manche manuelle Eingabe wird nicht korrekt umgesetzt. Gleiches gilt für die Zauberauswahl
meiner "Helden". Eigenständige Heilung konnte ich von meiner engelsgleichen Klerikerin leider
selten erwarten. Dafür war sie erstaunlich geschickt darin, sich selbst bis in die Flügelspitzen
mit Verstärkungszaubern voll zu pumpen (vornehmlich für den Nahkampf). Noch ein Wort zur Kameraführung.
Die Auswahl besteht aus Charakteransicht (3rd-Person-like) und Strategieansicht (Vogelperspektive).
Erstere eignet sich hervorragend, um Screenshots zu machen, letztere erfordert ständige manuelle
Mitarbeit. Kurz um, in den genannten Bereichen Steuerung, KI und Kameraführung hat sich rein
gar nichts verändert. Schade.
Storyentwicklung, Aufträge und Charakterinteraktion, welche das Hauptspiel auszeichneten,
wurden weitestgehend auf hohem Niveau ausgebaut. Gewohnt umfangreich gestalten sich die missionsartigen
Quests und die komplexe Geschichte. Entscheidungen Richtung gut oder böse ziehen unterschiedliche
Konsequenzen nach sich und bringen dem Spiel die nötige Würze, und durch die vampirismus-ähnliche
Fähigkeit des "Hungers" (ich will nicht zuviel spoilern) werden diese Entscheidungen noch wichtiger.
Leider muss auch hier schon wieder ein großes Aber eingeworfen werden. Zwar ist das Addon enorm
umfangreich, ich tippe auf locker dreißig Stunden, aber die Charakterinteraktion, die Schauplätze
und vor allem die wenigen Nebenquests lassen eine gewisse Lustlosigkeit seitens der Entwickler
vermuten. Vor allem in der ersten Spielhälfte kommt die Story nicht so richtig in Gang, man
rätselt als Spieler zu oft über Sinn und Unsinn des Gesagten und ärgert sich über die umständliche
"Hunger" Fähigkeit. Man hat ständig das Gefühl, unter Zeitdruck zu stehen, was für ein Rollenspiel,
welches von der Erforschung der Umgebung lebt und ruhiges, überlegtes Handeln voraussetzt, unangebracht
erscheint. Auch wiederholen sich die Schauplätze anfänglich zu sehr, denn durch die storybedingten
Besuche in der grauen Schattenwelt bewegt man sich ständig in den gleichen Umgebungen. Allerdings
ändert sich das in der zweiten Spielhälfte. Der Besuch in der Akademie der Magier von Tyr birgt
viele witzige Dialoge und anspruchsvolle Rätsel. Lediglich die Beziehungen zwischen den Charakteren
hätte ich mir umfangreicher gewünscht. Die möglichen Entscheidungen, die meine Gruppenmitglieder
kommentieren, lassen zu wenig Spielraum, und die persönliche Geschichte meiner Begleiter bleibt
zu sehr auf der Strecke. Wenn ich an die komplexe Nebenstory meiner Tieflingsschurkin aus dem
Hauptspiel denke, frage ich mich, warum die Entwickler im Addon so sparsam waren. Ich will nicht
behaupten, dass Okku und Co. gesichtslos bleiben, aber verglichen mit dem Hauptspiel wirken
sie blass und fad.
Auch auf das Äußerliche kommt es an
"Unverändert gut" fasst die grafische und musikalische Präsentation des Addons kurz und knapp
zusammen. Die Charaktere und Zaubereffekte sehen wie gehabt hervorragend aus; die Umgebungsgrafiken
sind jedoch weiterhin durchwachsen. Den Dungeons merkt man die Editorlastigkeit an, da immer
gleiche Elemente wie Möbel, Türen, Fackeln etc. verwendet wurden. Es fehlt hier völlig das Individuelle.
Musikalisch erscheint die Präsentation storybedingt düsterer und hat nichts von ihrer Qualität
eingebüßt. Die Sprecher leisten gewohnt professionelle Arbeit und verleihen den Dialogen Glaubwürdigkeit.
Auch die vielen Zauber sind wieder traumhaft vertont. Es ist eine Wonne, den eigenen Recken
beim Zaubern zu zuhören. Was Bugs betrifft, kann ebenfalls Entwarnung gegeben werden. Plotstopper
oder ähnliche Spielspaßkiller gehören der Vergangenheit an. Lediglich bei der Installation kam
es zu einem unangenehmen Problem. Es war nicht möglich, das Addon über ein vollständig gepatchtes
Hauptprogramm zu installieren (im Spiel fehlten Texte und Dialoge). Erst die komplette Neuinstallation
und das Aufspielen auf diese ungepatchte Version half, die Erweiterung zum laufen zu bringen.
Mittlerweile wurde dieses Problem per Patch behoben.
Fazit
Kurz und gut: In Niewinter nichts Neues. Die Neuerungen halten sich in addon-typischen Grenzen
und gewähren dem willigen Neverwinter-Fan umfangreiche, aber gewohnte Kost. Die taktischen Kämpfe,
der komplexe Storyverlauf und die Beziehungshändel meiner Begleiter zeichnen auch die Erweiterung
aus. Leider wurden die zahlreichen Mängel des Hauptspiels nicht konsequent ausgemerzt und die
vielen Stärken zum Teil nicht beibehalten. So vermiesen der Zeitdruck erzeugende "Hunger" Aspekt,
die blassen Begleiter und der anfänglich zu zähe Einstieg das ansonsten solide Spielerlebnis.
Fans des Hauptspiels können bedenkenlos zugreifen, wer jedoch schon vorher wenig mit diesem
Rollenspiel anfangen konnte, wird hier seine Meinung nur bestätigt finden. Leider ein kleiner
Rückschritt, deshalb nur eine yiya´sche 2.
Geschrieben am 18.10.2007, Testkonfiguration: Intel Dual Core E6750, 4GB, GeForce 8800GTS
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