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Nexus
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
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| Gesamt (29 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2 |
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| Name: | Nexus - The Jupiter Incident |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/12 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Mithis |
| Hardware: | 1Ghz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 1.01 |
| USK: | 12 |
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Manchmal passieren Wunder, nachdem sicherlich viele nicht mehr gerechnet haben, das Imperium
Galactica 3 jemals einen Weg in die Händlerregale findet. Genaugenommen ist das auch nicht ganz
so, da sich das Spiel gewandelt hat und wenig bis gar nichts mehr mit der Ur-Serie zu tun hat.
Auf ein "echtes" Galactica 3 müssen Fans wohl noch 'ne Weile warten, aber dafür gibt es nun
ein weiteres grafisch sehr gelungenes Weltraumstrategiespielchenl. Aus dem geplanten Imperium
Galactica 3 wurde mit "Nexus - The Jupiter Incident" eine starke Konkurrenz für Homeworld
und Co.
Ausgeliefert wird das Spiel in einer DVD Hülle, die zwei CDs enthält, die sich jedoch glücklicherweise
nicht gestapelt, sondern separat an beiden Seiten in einer festen Halterung befinden. Das schwarzweiße
Handbuch ist zwar kompakt gehalten und man vermisst etwas die Hintergrundinfos, wie z. B. zu
Charakteren, Story, etc. , doch dafür wird die gesamte Bedienung und Handhabung verständlich
beschrieben. Weder der Kopierschutz noch Bugs trübten den Spielspaß, allerdings waren beim verwendeten
CD-Key 0 und O oder 1, i und L schlecht zu unterscheiden. Da ist eventuell - je nach Code -
etwas Knobelei gefragt.
Auch im 22. Jahrhundert nichts gelernt
Wo schön könnte doch das Leben in der Zukunft sein, aber bekanntlich haben Menschen schon
immer eine Schwäche gehabt, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Im Jahre 2033 begann die
eine Ära der Kolonialisierung des Weltraums, die erste Marskolonie wurde gegründet und es folgte
schon wenig später der erste "Mord im Weltraum". Durch die folgenden KI-Kriege verloren ganze
Kontinente den Zugang zu Information und Energie. Richard Cromwell verkörperte die gesamte Hoffnung
für eine friedlichere Zukunft der Menschheit. Als 2067 ein Wurmloch entdeckt wird, startet ein
Erkundungs- und Kolonialisierungsschiff unter der Richards Führung. Sein Sohn Marcus beschließt
Astronaut zu werden und heuerte bei der Flotte der Föderation an. Doch das zu einem sehr ungünstigen
Zeitpunkt. Zwischen den sich gebildeten Mega-Konzernen stieg die Spannung und ein weiterer Krieg
bahnte sich an. Dabei wurde Marcus bei Phobos abgeschossen und kreiste 10 Jahre als "Tiefkühlkost"
im Weltraum, bis er gefunden und aus ihm wurde ein Held gemacht wurde. Einige Jahre später bekommt
er wieder einen Auftrag und macht sich in Begleitung einiger Transportschiffe am 03.09.2111
auf den Weg zum Jupiter auf. Noch ahnt er nicht, was sich nach dem acht Monate andauernden Flug
alles verändern wird und welche wichtige Rolle er noch spielen wird. So beginnt die Story zu
"Nexus", erzählt durch zwei umfangreichen und nett gemachten Filmsequenzen. Doch
damit ist längst nicht Schluss. Auch im weiteren Verlauf des Spiels gibt es immer mal wieder
längere Zwischensequenzen und die Story nimmt einige sehr interessante Wendungen, was bis zum
Ende durchweg begeistern kann. Zwar ist "Nexus - The Jupiter Incident", ähnlich wie
beispielsweise Homeworld, ein Echtzeitstrategiespiel im Weltraum, allerdings legt das Spiel
keinen Wert darauf, dass der Spieler irgendwelche Rohstoffe abbaut oder Einheiten ausbildet.
Das Spiel setzt auf Forschung, Taktik und Kampf, was zwar komplex, aber sehr einfach gestaltet
ist, weil man die Raumschiffe nicht im 3D Raum bewegen muss, sondern dies durch einfache Klicks
auf Übersichtslisten und Icons arrangiert. Einfach das eigene Schiff in der linken Spalte markieren,
Befehl anklicken und ein Klick auf das Ziel in der rechten Liste. Simple Handhabung, aber viel
Tiefgang. Wem das in Echtzeit zu fix ist, der kann auch jederzeit das Spiel pausieren.
Forschungsauftrag
Eigentlich sollte es - wie so oft - ein ganz einfacher Auftrag werden. Es gilt die in einem
Asteroidenfeld verborgene Shukenja Basis zu untersuchen. Doch wie es das Protokoll verlang,
kann man nicht gleich einfach drauflos fliegen, sondern es wird mit Hilfe einiger Navigationspunkte
erst mal das Gebiet abgeflogen und Daten gesammelt. Schon bald macht sich diese Vorsicht bezahlt,
da der Spieler mehrere Entdeckungen macht. Es wird das Wrack der Ashigaru, scheinbar Opfer einer
Abwehranlage, gefunden. Die hier befindliche Verteidigungsplattform stellt für das große Schlachtschiff
jedoch glücklicherweise keine sehr große Gefahr dar und somit kann wenige Augenblicke später
eine Commandoeinheit im Transporter zum Schiffswrack übersetzen. Diese findet erstaunlicherweise
auch noch einen Überlebenden, der sich als sehr informative Quelle erweißt und Näheres über
das Abwehrsystem der Station zu erzählen hat. Diese wird durch einen doppelten Abwehrgürtel
an Verteidigungsplattformen geschützt. Während die "Inneren Plattformen" Raumjäger und
Transporter angreifen, sind die "Äußeren Plattformen" dank Raketen eine ernsthafte Gefahr für
das Schiff. Doch es gibt, wie so oft, eine Schwachstelle im System und eine Möglichkeit das
System zu deaktivieren. Also geht es nun in sicherer Distanz zum neuen Navigationspunkt. Auf
dem Weg dorthin entdeckt man den Kreuzer Bushi, der es einer Kommandoeinheit ermöglichen sollte,
die Verteidigungsplattformen zu deaktivieren. Leider ist die Zeitspanne jedoch nur sehr kurz
und während sich die Commandos zur Station, dem eigentlichen Ziel der Mission, begeben, säubert
man die gröbsten Gefahrenquellen und kümmert sich dann darum, dass auch die Plattformen um die
Station herum keine Gefahr für die später zurückkehrende Commdo-Einheit darstellen. Doch den
Weg werden sie nicht nehmen müssen, wie sich bald herausstellt, weil sie auf der Station eine
erstaunliche Entdeckung machen…
Abwechslungsreiche Kampagne
In insgesamt 26 Missionen erlebt der Spieler abwechslungsreiche Missionen, entdeckt allerlei
Dinge und erlebt eine zwar nicht überwältigend innovative, dafür jedoch sehr schön präsentierte
Story. Die Missionen laufen niemals auf die gleiche Strategie hinaus, wie man sie aus vielen
anderen RTS Games kennt, bei denen man einfach allein durch Masse den Gegner überrennt und die
Basis plätten muss. Hier gibt es, wie schon angesprochenen, keinen Basisbau, sondern überwiegend
taktisches Vorgehen/ Kämpfe, wo es auf den sinnvollen Einsatz aller Einheiten hinausläuft. Wie
ein "echter" Kommandant, so kann man sich auch hier keine allzu großen Fehler erlauben. Da sollte
man sich schon einige Gedanken machen, welches gegnerische Schiff zuerst angegriffen wird, wie
es um die Schäden bei den eigenen Schiffen steht und welche Ziele Priorität haben. Auch wenn
es in der Kampagne drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade gibt, so ist das Spiel dennoch
leider eher was für erfahrener Spieler, die sich intensiver mit dem Spiel beschäftigen und auch
bei einer Niederlage nicht gleich das Handtuch werfen. Hier hat man nicht in wenigen Augenblicken
einen Erfolg und etliche gegnerische Schiffe explodieren in Massen auf dem Schirm. Hier ziehen
sich die Kämpfe hin und selbst wenn nur Drei gegen Drei kämpfen, kann es etliche Minuten dauern,
bis die Schilde zusammengebrochen sind oder der Antrieb ausgeschaltet ist. Auch sollte man nicht
gleich von Anfang an epische Schlachten erwarten, in denen der Weltraum nur so mit Schiffen
vollgestopft ist. In "Nexus" ist weniger oft mehr. Da besteht beispielsweise eine
Mission daraus, mit einigen Schiffen einen Frachter gegen vier Angreifer zu beschützen.
Das klingt simpel, aber eben weil ein Kampf nicht schnell vorbei ist, gilt es etliches dabei
zu beachten und geschickt zu reagieren. Im genannten Beispiel "verbinden" sich die Angreifer
beispielsweise zu einer schlagkräftigeren Einheit, die mit einem besonders starken Geschütz
den Frachter angreift. Hier gilt es die eigenen Einheiten dann fix entsprechend zu koordinieren,
so dass sie eines der Schiffe in der Formation angreifen und der Gegner so den konzentrierten
Angriff abbrechen muss. Auch wenn das Briefing am Anfang einer Mission eigentlich sehr ausführlich
ist und alles Wichtige sagt, so verläuft dennoch kaum eine Mission so, wie sie geplant war.
Es gibt immer Änderungen, mal mehr und mal weniger drastisch, bis hin zu kompletten Kehrtwendungen
und auch die Allianzen der unterschiedlichen Rassen werden mitunter neu gemischt, so dass ein
ehemaliger Feind der beste Verbündete wird. Da muss eine Welt verteidigt werden, es gibt Spionageaufgaben,
Sabotage und den ein oder anderen Hinterhalt. Nicht alle Ziele müssen erfüllt werden, wer möchte
kann die Sekundärziele auch ignorieren, wodurch man jedoch nicht nur Auszeichnungen verpasst,
sondern mitunter das Leben auch deutlich einfacher hat.
Kampfsteuerung
Ein großes Problem bei Echtzeitstrategiespielen im Weltraum ist die Steuerung. Im Gegensatz
zu einem RTS a la C&C oder Rise of Nations musste man sich in z. B. Homeworld
auch um die dritte Dimension kümmern und alles überblicken, was die Sache mitunter doch recht
kompliziert macht. Wie steuert man da die Einheiten vernünftig, wie werden Befehle gegeben,
wie findet man eigene und gegnerische Einheiten im Weltraum? Bei Nexus haben sich die Entwickler
da etwas sehr Einfaches ausgedacht, was vielleicht einigen Hardcorezockern mißfällt, doch sich
ansonsten einfacher steuern lässt, als in einem 2D Game. Der Spieler bestimmt nicht direkt die
Position im All, sondern die Schiffe steuern vollkommen automatisch. Alles was der Spieler machen
muss ist, ein Ziel vorgeben, das ein Raumschiff, Raumstation oder ein Navigationspunkt (auch
selbst definierbar) sein kann. Wer will, kann jedoch auch die Schiffe vollkommen frei im Raum
positionieren. Um alle Einheiten leicht und schnell zu finden, gibt es zwei "Listen" im Spiel.
Auf der linken Bildschirmseite werden die bis zu zehn Großkampfschiffe aufgelistet, die der
Spieler kontrolliert. Hier sieht man, ohne das Schiff anwählen zu müssen, wie es um den Status
der Schild/ Rumpfhülle steht. Entsprechende kleine Raumschiffe werden in Gruppen (Man kann nur
Gruppen steuern) unter dem jeweiligen Raumschiff angezeigt. Somit muss man nichts auf der Karte
suchen. Auf der rechten Seite des Screens findet man eine ähnliche Liste für gegnerische Schiffe.
Je nachdem, welches Schiff bzw. welche Gruppe von Schiffen man ausgewählt hat, ändert sich die
Befehlsleiste im HUD Bereich, wie z. B. Schilde schwächen oder Hülle angreifen. Doch das ist
nur der Anfang für die sehr komplexen Möglichkeiten im Kampf. Es ist nicht nur möglich, bei
der Energieverteilung Prioritäten zu setzen, sondern auch für jedes einzelne Gerät (Waffen,
Sensoren, etc.), Kampfverhalten, Reparaturen, etc. Doch der Kampf läuft nicht einfach darauf
hinaus, nur ein Ziel vorzugeben. Nicht nur für Erkundungsaufgaben, sondern auch bei feindlichen
Schiffen, hilft ein Scan erheblich weiter. So kann man danach spezielle Bauten des Schiffs avisieren.
Ein schweres Kampfschiff kann noch so dicke Schilde haben, wenn beispielsweise erst mal die
schweren Waffen zu Schlacke geschossen sind, ist die Bedrohung deutlich geringer. Oder aber
der Spieler nimmt sich die Energiezellen vor und legt das feindliche Schiff lahm. Wer nur einfach
ein Ziel vorgibt, ohne taktisch vorzugehen, wird kaum einen Sieg davontragen können. Lediglich
etwas umständlich bzw. schwer einsehbar und verwun derlich ist es im Kampf manchmal, wieso das
Schiff, das man gerade Gegner A als Ziel gegeben hat noch Gegner B beschießt oder warum das
Schiff nun gerade nichts mehr macht. Es kann durchaus eine Weile dauern, bis ein Raumschiff
die nötige Position und Entfernung hat, um überhaupt den Befehl ausführen zu können. Auch wäre
es schön gewesen, wenn bei einem Rechtsklick auf ein feindliches Schiff automatisch dieses angegriffen
würde. Wem es dennoch mal zu hektisch werden sollte, der kann auch jederzeit pausieren und in
aller Ruhe Befehle geben.
Zwischen den Missionen
Nicht nur in den Missionen ist nachdenken gefragt, sondern auch nach dem Briefing sollte
man sich einige Gedanken machen. Die Einheiten werden nicht einfach wieder in die nächste Schlacht
geworfen, sondern können bzw. sollten entsprechend aufgerüstet werden. Je nach "Erfahrung" des
Schiffes stehen mehr oder weniger Punkte dazu zur Verfügung. Jedes Schiff hat eine Anzahl an
Halterungen für unterschiedliche Waffen, Schilde, Antriebe, Energiezellen, etc. Von der sehr
umfangreichen Palette an Auswahlmöglichkeiten stehen von Anfang an natürlich nicht alle zur
Verfügung und je besser etwas ist, desto mehr "Punkte" kostet es. Da man schon bald mehr als
ein Schiff kommandiert, sollte man auch bedenken, dass in der Basis die Teile nicht in unendlichen
Mengen vorrätig sind. Da bringt es nichts, wenn man die vier guten Laser in ein Schiff
einbaut und die drei anderen bekommen nur schwache Waffen. Genauso sollte man darauf achten,
Waffen zu haben, die gut gegen Schilde wirken, wenn die Missionen dies erfordert und man dann
nicht "ohne" dasteht. Leider gestalteten sich diese Umbaumaßnahmen doch als recht fummelig.
Angefangen bei dem leider sehr kleinen Infofenster für die Waffen bis hin zur unübersichtlichen
Auflistung, die auch für das Schiff nicht ausrüstbare Gegenstände aufführt.
Für so manchen Anfänger wäre ein automatischer Konfigurationsvorschlag keine schlechte Idee
gewesen. Wie auch beim Start der Missionen, gibt es ebenso im Ausrüstungsbereich unangenehm
lange Warte- bzw. Ladezeiten, wenn man von einem Schiff zum nächsten springt und der Sound währenddessen
stottert.
Einsame Mehrspielerpartien
Wer keine Lust mehr auf die Einzelspielerkampagne oder diese durchgespielt hat, kann sich
ggf. auf den virtuellen Weltraumschlachtfeldern online und im LAN vergnügen. Obwohl das Spiel
hier eine ganze Reihe an Spieltypen, die mit simplen Sachen wie "Jeder gegen Jeden",
"Teamgames", "COOP gegen die CPU" bis hin zu "Eskorte" und "Domination"
und dazu eine ganze Reihe an unterschiedlichen Optionsmöglichkeiten in Sachen Ziele, Technologien,
Start- und Siegeinstellungen, etc. bietet, so trüben leider zwei Dinge erheblich den Spielspaß.
So gibt es leider nur sehr wenige Server im Netz (max. 4 Stück in der Reviewphase gefunden)
und auch die müssen nicht zwingend gefüllt sein. In ruhigen Augenblicken findet man auch gar
keinen Spieler an. Sehr ärgerlich ist auch der recht hohe Ping, der fast nie unter 200 lag.
Wer im LAN spielt, den stört das alles nicht, wenn man einige Kumpels zum Spielen hat. Wer jedoch
ansonsten zumindest darauf gehofft hat, Skirmish allein gegen die CPU spielen zu können, wird
ebenfalls enttäuscht. Da wird dem Soloplayer nichts weiter als die Kampagne angeboten. Aber
vielleicht macht sich ja der ein oder andere Spieler mit Hilfe des Editors an die Arbeit und
stellt einige schöne Maps bereit. Die nötigen Tools und Beschreibungen sind auf der Spiel CD
enthalten und werden auf Wunsch gleich mitinstalliert.
Grafik & Sound
Grafisch gibt es am Spiel fast nichts zu meckern. Der Weltraum sieht mit den unterschiedlichen
Planeten, Nebeln, Astroiden- und Trümmerfeldern sehr überzeugend aus. Da heulen die Treibwerke
auf (Ja, kann man realistisch gesehen nicht hören), das Schiff kommt langsam in Bewegung, die
Triebwerke glühen und man bemerkt deutlich sichtbar den plötzlich erhöhten Energieoutput. Raketen
und Laser fliegen umher, es kracht und donnert bei Einschlägen und so mancher Treffer erhellt
den ganzen Schirm. Oder aber die Schilde der schweren Kampfschiffe leuchten auf, wenn sie die
Energiemengen der Geschosse abwehren. Es gibt unterschiedliche Demolierungen an den Schiffen
und da der Weltraum nicht viele Polygone frisst, warten die Raumschiffe auch mit einigen Details
auf. Lediglich die Texturen hätten in der Nahansicht besser sein können. Insgesamt lief das
Spiel wunderbar flüssig und es gab keinerlei Performanceeinbrüche. Die Menüs sind zwar schlicht,
aber dafür sehr übersichtlich. Als musikalische Unterstützung gibt es einen überwiegend recht
dezenten orchestralen Soundtrack, der recht gut die Stille des Alls widerspiegelt. Allerdings
nicht immer sehr passend zum Spielgeschehen. So dudelt die Musik im heftigsten Kampf sehr dezent
und "beruhigend" im Hintergrund, während die eigenen Schiffe zu Klump geschossen werden und
wenn gerade nichts passiert, dann hört es sich mitunter deutlich bedrohlicher an. Sehr viele
Sound selber gibt es im Spiel jedoch nicht. Waffen und Triebswerksgeräusche sind da fast die
einzigen Begleiter. Dazu kommen dann lediglich die unterschiedlichen Charaktere und die automatische
Computeransagen (Wir werden angegriffen, Schild ausgefallen, etc.). Insgesamt sind die Sprecher
überwiegend durchweg positiv und verleiten mitunter auch zu einem Grinsen, wenn der Admiral
gerade noch groß tönt, man solle nun doch mal die echten Kerle die Arbeit machen lassen und
er dann wenig später um Hilfe schreit, weil er in die erstbeste Falle getappt ist.
Meinung
Wer anspruchsvolle Echtzeitstrategiespiele mag, vorzugsweise im Weltraum, kommt an "Nexus"
nicht vorbei. Im Einzelspielermodus kann das Spiel durchweg überzeugen. Die Missionen sind sehr
abwechslungsreich, es gibt viele Wendungen, die Story wird wunderbar präsentiert und überrascht
immer wieder. Die Steuerung ist sehr durchdacht und ermöglicht es, sich voll und ganz auf das
Geschehen zu konzentrieren. Dank Pausenfunktion kann man auch jederzeit in Ruhe planen, analysieren
oder aber einfach die klasse Grafik aus allen möglichen Richtungen bewundern. Leider ist das
Spiel jedoch, wie so manches RTS Games, nichts für Einsteiger, die schnell Erfolge wollen. Hier
hat man zwar Zeit im Überfluss, was die Kämpfe für manche vielleicht zu zäh macht, doch wer
nicht bereit ist, sich einzuarbeiten und einen Kampf durch Taktik statt "Haudaruf" zu gewinnen,
wird schnell frustriert. Leider ist der Mehrspielermodus umfangreich, aber online recht schlapp
präsent. Es wäre sicherlich keine schlechte Idee gewesen, die Kampagne zusammen spielen
zu können. Mal schauen, was der Editor in naher Zukunft daran noch ändern kann. Einzelspielerstrategen
sollten jedoch auf jeden Fall die Demo antesten, ansonsten verpassen sie in dem Bereich eine
echte Perle.
Geschrieben am 07.03.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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