 |
Need for Speed: UG
|
|
 |
 | Info |
|---|
| Autor | | 1 |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 1 |
 |   | | 2 |
 |  |  |  |
| Gesamt (65 votes) | | 2 |
 |   | | 1.7 |
 |   | | 1 |
 |   | | 1.6 |
|
| Name: | Need For Speed - Underground |
| Genre: | Racing |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/12 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Links: | nfsunlimited.net |
| Hardware: | 700Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/Gamepad/ Lenkrad |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | auch für Xbox, PS2, GameCube |
|
 | | PC Screens |
|
| Need For Speed - Underground (review von dark198th) |
"The Fast and the Furios"
Dieser Film stand für den neusten Teil der Need for Speed Serie offensichtlich
Pate. In NfS: Underground startet der Spieler eine Karriere in der Straßenrennszene
und fährt Rennen ausschließlich bei Nacht. Zudem spendierte EA diesem
Spiel einen motivierenden Karriere-Modus.
Renntypen
In Underground fährt man 4 verschiedene Renntypen. Da wäre zum einen
der Rundkurs, bei welchem man einen bestimmten Kurs über mehrere Runden
fährt. Die nächste Variante heißt Sprint, in der man innerhalb einer bestimmten
Zeit von Punkt A zu Punkt B fahren muss. Etwas ganz anderes hingegen sind
die Drag-Races. Hier gilt es auf gerader Strecke so gut als möglich zu
beschleunigen und am Ende als erster durch die Ziellinie zu fahren. Ganz
neu in der NFS-Serie sind die Drift-Rennen. Hier muss der Spieler, ähnlich
wie im kürzlich getesteten Project
Gotham Racing, möglichst imposant fahren und durch Driften Punkte
gewinnen. Jeder Fahrer ist beim Drift allein auf der Strecke. Sieger ist
der Fahrer, der am Ende die meisten Punkte hat.
Die Boliden
Gefahren wird insbesondere mit den in der Straßenrennszene so beliebten
japanischen Modellen der Hersteller Mazda, Nissan, Mitsubishi und Toyota,
aber auch andere Hersteller wie VW, Peugeot, Dodge und Acura sind dabei.
Viele der besseren Fahrzeuge muss man sich im Laufe der Karriere erst
freispielen. Alle Autos unterscheiden sich zum Teil deutlich, was Leistung
und Handling betrifft. Zudem macht es oft auch Sinn, die Autos ab und
an zu tauschen, weil ein Auto, welches z. B. gut bei Straßenrennen ist,
nicht unbedingt auch optimal für Drags oder Drifts ist. Daher lassen sich
die Autos im Karriere-Modus auch ohne finanziellen Verlust tauschen.
Tiefer, breiter, schneller
Viel wichtiger noch als die Autos selbst, sind die Tuning-Teile. Denn
jedes Fahrzeug bekommt der Spieler zunächst in langweiliger Werksausstattung
ausgeliefert. Mit so einem Wagen jedoch, kann man in der Prollo-Straßenrennszene
nicht viel reißen. Also gilt es, seine Kiste regelmäßig aufzumotzen und
zwar sowohl was die Leistung betrifft, als auch optisch, denn Styling
hat im NfS-Underground eine große Bedeutung. Nur so kommt man auf die
Titelseite der Tuning Magazine und kann all die hohlen Tussis beeindrucken
:-) . Wie schon erwähnt, ist das Tuning in 2 Bereiche unterteilt. Zum
einen gibt es die Teile, welche die Leistung des Fahrzeugs verbessern,
wie z. B. bessere Motoren, Antrieb, Reifen etc. Auf der anderen Seite haben
wir den optischen Bereich. Dieser ist ausgesprochen umfangreich. Neben
dem üblichen Kram, wie Felgen, Motorhauben, Front- Seiten- und Heckschürzen,
Heck- und Dachspoilern, gibt es auch sehr ausgefallene Sachen, wie z. B.
Fensterfolien und Neonpuls Lichter. Dazu kommt ein ganzer Bereich mit
Decals und Venyls, welche es möglich machen, sein Fahrzeug mit bis zu
5 Schichten zu bekleben. Durch das optische Aufmotzen steigt der Multiplikator
für die Stylingpunkte nach den Rennen. Durch die Stylingpunkte wiederum
werden bessere Upgrades freigeschaltet. Wenn man am Ende des Spiels erst
mal alle Teile freigeschaltet hat, sind die Autos kaum noch zu erkennen.
Der Karriere-Modus
Im Karriere-Modus startet der Spieler als namenloser Underdog in der
Straßenrennszene. Ziel ist es, in allen 4 Klassen (Rundkurs, Sprint, Drag,
Drift) nach insgesamt 112 Rennen am Ende den 1. Platz zu belegen. Der
Weg dort hin ist lang, hart und vor allem auch teuer, denn um nach vorne
zu kommen, benötigt man neben einem guten Auto vor allem auch die teuren
Upgrades, welche man sich nur durch in den Rennen teuer verdientes Geld
leisten kann. Außerdem muss man diese durch möglichst viele Styling Punkte
zunächst mal freischalten. Alle Rennen können in 3 verschiedenen Schwierigkeitsmodi
gefahren werden. Desto höher der Schwierigkeitsgrad, desto höher die finanzielle
Belohnung. Da die Tuning-Teile teuer sind und der schwerste Schwierigkeitsgrad
durchaus lösbar ist, empfiehlt es sich, möglichst im höchsten oder auch
mittleren Schwierigkeitsgrad zu fahren. Ab und an bekommt man von diversen
Konkurrenten auch besondere Uniques angeboten, für welche man einen Sprint
innerhalb einer bestimmten Zeit erledigen muss. Neben normalen Einzelrennen
gibt es auch Turniere für jeden der Renntypen, welche zumeist aus insgesamt
3 Rennen bestehen. Gewinner ist der Fahrer, der am Ende die meisten Punkte
hat. Die Story, wenn überhaupt vorhanden, ist völlig belanglos, ebenso
wie die sehr kurz eingespielten Videos. Der Karriere-Modus lebt in erster
Linie vom Tuning der Fahrzeuge und ist dadurch wirklich ausgesprochen
motivierend und spaßig.
Steuerung
Die Steuerung geht relativ leicht von der Hand, wobei hier von Lenkrädern
offensichtlich abzuraten ist. Das Spiel wurde eindeutig auf Pad-Steuerung
ausgelegt, aber auch mit Tastatur oder Joystick ist vernünftiges Fahren
möglich. Underground ist ein reiner Arcade-Racer. Unfälle haben keine
Auswirkung, leider gibt es aber auch kein Schadensmodell. Bremsen muss
man während der Rennen nur selten, meist reicht es, vor Kurven einfach
vom Gas zu gehen. Ausnahme sind hier die Drifts, wo der Handbremse eine
besondere Bedeutung zukommt. Aber auch hier kommt man bedingt durch stärkere
Motorkraft vor allem in den späteren Rennen völlig ohne Bremse aus. Neben
einer Stoßstangenperspektive gibt es noch 2 Außenansichten. Auf Grund
des bei Underground unwahrscheinlich genial vermittelten Geschwindigkeitsgefühls,
ist die Stoßstangenperspektive eindeutig vorzuziehen.
Strecken
Es gibt zwar eine Vielzahl von verschiedenen Strecken in Underground,
doch bestehen diese aus den immer gleichen Streckenabschnitten, die im
Grunde nur unterschiedlich aneinander gereiht wurden und mal vorwärts,
mal rückwärts gefahren werden. Nach einiger Zeit kennt man jeder Variation
auswendig. Ich empfinde das als nicht wirklich störend. Würde es mehr
Strecken geben, wäre das auf der einen Seite zwar schön, auf der anderen
hätte dies aber auch einen deutlich höheren Schwierigkeitsgrad zur Folge.
Künstliche Intelligenz
Die KI der Computergegner ist ausgesprochen gut und passt sich den eigenen
Fahrleistungen individuell an. Gerade in den späteren Rennen, wo auch
der Schwierigkeitsgrad selbst auf "einfach" höllisch hoch ist, merkt man
dies besonders. Startet man ein Rennen und fährt fehlerfrei am Limit in
Führung, drehen auch die Gegner richtig auf, so dass man in der letzten
Runde meist doch noch überholt wird. Geht man das Rennen in den ersten
Runden jedoch etwas ruhiger an und lässt gegebenenfalls auch seine Gegner
überholen, sind diese, gibt man in der letzten Runde richtig Gas und fährt
am Limit, plötzlich völlig überrascht und machen Fehler. Zumal dann, wenn
2 Computergegner vor einem in Führung liegen und um die Spitze kämpfen,
immer die Möglichkeit besteht, dass sie sich gegenseitig aufhalten. Aber
nicht nur die eigenen Fahrkünste haben Auswirkung auf die KI, auch die
Leistung des eigenen Fahrzeugs. So bin ich in einem der schwersten Rennen
des Spiels (Rennen 95) nach zahllosen Versuchen einfach hingegangen, und
habe alle Tuningteile ausgebaut. Das Ergebnis war, dass die Gegner im
anschließend neu gestarteten Rennen keineswegs davon gefahren sind, sondern
von der reinen Motorleistung her der meinen entsprachen. Nur mit dem Unterschied,
dass das Rennen an sich auf Grund der deutlich niedrigeren Höchstgeschwindigkeit
einfacher zu meistern war. Insgesamt muss man aber schon anmerken, dass
der Schwierigkeitsgrad in den letzten 20 Rennen stark anzieht. Wobei ich
festgestellt habe, dass es oft sinnvoller und einfacher ist, ein Rennen
auf "schwer" statt auf "einfach" zu fahren, weil auch die Computergegner,
bedingt durch mehr Verkehr, deutlich mehr Fehler machen als auf "einfach".
Grafik
Grafisch wird bei Underground ein wahres Effektfeuerwerk abgeschossen.
Bedingt dadurch, dass alle Rennen bei Nacht stattfinden, lebt Underground
vor allem von den aufwendigen Lichteffekten und Spiegelungen auf den stets
nassen Fahrbahnen. Die Spiegelungen sehen fantastisch aus. Ebenso die
Glanz- und Spiegeleffekte auf den Autos. Besonders hervorzuheben ist das
vermittelte Geschwindigkeitsgefühl, welches durch den im Optionsmenü verfügbaren
Punkt "Bewegungsunschärfe" noch weiter in die Höhe getrieben werden kann.
Um es mal kurz und bündig auf den Punkt zu bringen, NFS: Underground ist
grafisch absolut top und lief auf dem Testsystem in 1280x1200 auch absolut
flüssig. Schade nur, dass man auf ein Schadensmodell verzichtet hat.
Sound
Nicht nur bei der Grafik, sondern auch was den Sound und die Musik betrifft,
hat man sich bei EA Mühe gegeben. Neben dem gelungenen Motorensound kommt
die Atmosphäre vor allem durch den coolen und zum Spiel passenden Hip-Hop
Soundtrack auf. Auch hier lässt Underground keine Wünsche offen.
Multiplayer
Auch im Multiplayer kann Underground punkten. Über EA-Online kann man,
ähnlich wie im Karriere-Modus, um Punkte in den einzelnen Disziplinen
mitfahren und somit in den Ranglisten aufsteigen. Jedoch stehen dem Spieler
hier gleich alle Fahrzeuge und Tuning Teile zur Verfügung, die im Solo-Spiel
freigeschaltet wurden. Das Ganze läuft zudem recht flüssig und ohne Lags
ab. Leider jedoch, sind auch einige spaßtötende Cheater unterwegs. Aber
auch hier gibt es schon erste Tools, um Cheater zu entlarven. Neben dem
Fahren von Rennen gehört das Präsentieren des eigenen aufgemotzten Autos
aber auch zum MP-Alltag. Ein wahrer Proll will schließlich zeigen, was
für einen Dicken er hat :-)
Xbox-Fassung
Die Xbox Fassung ist spielerisch identisch mit der PC-Version, fällt
grafisch jedoch deutlich ab. Auch im Vergleich zur PS-2 Version, welche
ich jedoch nur anspielen konnte. Zudem hat der Xbox Spieler mit für mich
völlig unverständlichen Rucklern zu kämpfen, welche so auf dieser Konsole
sicher nicht hätten sein müssen. Zumal selbst die PS-2 Version, die zudem
noch besser aussieht, deutlich flüssiger läuft. Auf eine 16:9 Unterstützung
wurde ebenfalls verzichtet. Auch um den Multiplayerteil hat man die Xbox
Version erleichtert, während PC und PS-2 Spieler online gegeneinander
fahren können. Dafür jedoch, hat man der Xbox Fassung zumindest die Möglichkeit
spendiert, einen eigenen Soundtrack zusammen zu stellen. Der Sound in
5.1 kommt auf der Xbox gelungen rüber. Trotzdem ist die PC Version in
jedem Falle allen anderen Versionen vorzuziehen.
Fazit
Nachdem ich erst vor Kurzem mit Project
Gotham Racing eine wahre Rennspielperle testen durfte, setzt EA nun
mit NfS: Underground noch einen oben drauf. Der dezent prollige Flair
des Spiels mit seinem motivierenden Karriere-Modus ist auch für Leute
interessant, die Rennspiele sonst eher meiden. In jedem Fall war das ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung und obwohl Underground zweifelsohne
eines der besten zurzeit erhältlichen Rennspiele ist, gibt es für die
garantiert kommenden Nachfolger noch viel Potential für Verbesserungen
und somit Grund zur Freude. Reine Xbox Besitzer sollten aufgrund der recht
lieblosen Umsetzung trotzdem zu Project Gotham Racing greifen und Underground
erst dann kaufen, wenn es Budget ist. Sicher ist der Spielspaß auf der
Xbox noch immer da, wird aber durch die ständigen Framerateeinbrüche deutlich
geschmälert. Zudem lebt Underground auch von der tollen Grafik. PC Spieler
hingegen finden keinen Weg an diesem Spiel vorbei, wenn sie einen Arcade-Racer
suchen. Aber auch alle anderen Gamer sollten mal einen Blick riskieren.
Für mich war NfS: Underground sicher die größte positive Überraschung
des letzten Jahres.
Geschrieben am 18.02.2004, Testkonfiguration: AMD2000+, GeForce 4, 512 MB Ram, SB Audigy
|