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Need for Speed: UG2  


Info
Autor 2
 2
 1.5
 1.5
Gesamt (108 votes) 2+
 1.5
 1.2
 1.7
Name:Need for Speed: Underground 2
Genre: Racing
Produkt: Vollversion
Release: 2004/11
Publisher: Electronic Arts
Offiz. Sites: Game, Demo
Links: nfsunlimited.net
Hardware: 900Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX9
Steuerung: Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad
Multiplay: Lan/ Internet
FFeedback: ja
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Patch: 1.2
Bemerkung: auch für Xbox, PS2, GameCube
Need for Speed: Underground 2 (review von dark198th)

Nachdem EA der Need for Speed Serie im letzten Jahr mit Underground eine Frischzellenkur verpasste, ist nun der Nachfolger da. Da es in der letzten Zeit Mode ist bei GTA zu klauen und dem Spieler Freiheit vorzugaukeln, bediente sich auch EA bei der beliebten Serie aus dem Hause Rockstar und platzierte NfS: Underground 2 in der frei befahrbaren Stadt "Bayview". Im Gegensatz zum ersten Teil, wo die Rennen nacheinander aus einem tristen Menü gestartet wurden und die Strecken um Grunde immer gleich und aus unterschiedlich aneinander gereihten Streckenabschnitten bestanden, ist die Vielfalt in einer großen Stadt natürlich größer und damit einer der größten Kritikpunkte des ersten Teils eliminiert.

Die Story, genauso unwichtig und belanglos wie in Teil 1, beginnt am Flughafen von Bayview. Wieder schlüpft man in die Rolle des namenlosen Helden des Vorgängers, der aufgrund seiner Erfolge nicht gerade beliebt geworden ist und durch eine miese kleine Intrige sein Auto geschrottet hat. Also wurde ihm von seiner alten Managerin Samantha empfohlen, sein Glück in einer anderen Stadt zu versuchen. Glücklicherweise steht am Flughafen auch gleich ein netter 350Z von Samantha's Freundin Rachel bereit. Dieser Wagen steht uns für die ersten 2-3 Rennen zur Verfügung. Danach kommt das Geld unserer Versicherung, wir können uns einen neuen, wenn auch sehr bescheidenen Serienwagen leisten und mit dem aus den ersten Rennen gewonnen Geld auch ein paar Extras kaufen. Rachel hingegen bekommt ihr Auto zurück, tritt von nun an aber als unsere Managerin auf. Damit genug zur eh nicht gerade wichtigen Story.

Wie Eingangs schon erwähnt ist Bayview eine große frei befahrbare Stadt. Die zur Verfügung stehenden Rennen sind auf der Navigationskarte gekennzeichnet. Fährt man zu einem der Punkte, drückt man am durch ein Auto gekennzeichneten Zielpunkt einfach nur Enter und kann das Rennen starten. Alternativ ist es auch möglich, den Navigationscomputer zu nutzen, welcher dem Spieler durch einen Pfeil den direkten Weg zum Zielpunkt weißt.

Wie auch aus der GTA-Serie bekannt, sind zu Beginn noch nicht alle Bereiche der Stadt befahrbar. Bayview ist unterteilt in 5 Bezirke, welche im Verlauf des Spiel nach und nach frei geschaltet werden.

Zu den aus dem Vorgänger schon bekannten Renntypen Rundkurs, Drift, Drag und Sprint sind nun einige neue hinzugekommen. Zum einem wäre da "Street X", ein Rennen, bei dem vor allem das Handling eines Autos wichtig ist, da es hier auf schmalen Rennstrecken durch sehr viele und enge Kurven geht. Zudem steht hier kein Nitro zur Verfügung. Ebenfalls Abseits von Verkehr und normalen Straßen finden die Rennen der Underground Racing League "URL" statt, sobald man einen Sponsor hat, was ebenfalls neu in NFS:U2 ist. Schon sehr früh im Spiel kann man zwischen verschiedenen Sponsoren wählen. Neben Geld bekommt man natürlich auch diverse Verpflichtungen auferlegt, nämlich Rennen gewinnen. Zum einen muss man, um einen Sponsorenvertrag zu erfüllen, eine gewisse Anzahl zusätzlicher Rennen der üblichen Renntypen gewinnen, sowie erfolgreich in der URL sein. Leider kann ich nicht sagen, was passiert, wenn man seinen Vertrag nicht erfüllt, aber das sollte auch kaum möglich sein, da man in der Regel natürlich jedes Rennen so lange fährt, bis man es gewonnen hat. Weiterhin gilt es, ein Auto zu bauen, das auf eine gewisse Anzahl von DVD-Covern glänzt. Hat man durch Erfolge eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich gezogen, besteht wie auch im Vorgänger die Chance, auf Cover von Zeitschriften und DVD' s zu gelangen. Dieses Mal jedoch muss man dafür zum Teil auch etwas tun. So gilt es nicht selten in einer gewissen Zeit einem bestimmten Ort zu erreichen, da die Fotografen sonst weg sind. Dafür gibt es nun aber auch Geld. Die Höhe der Summe ist abhängig von den Sternen des Fahrzeugs, denn der Ruf spielt natürlich auch in Teil 2 wieder eine große Rolle.

Ebenfalls neu und abwechslungsreich sind die Outrun rennen. Während man durch Bayview cruised, trifft man überall auf der Straße Konkurrenten, welche auf der Karte durch einen orangenen Pfeil gekennzeichnet sind. Fährt man dicht hinter einem, signalisiert dieser einem per SMS, dass er ein Outrun-Rennen fahren will, welches der Spieler durch Drücken der Enter-Taste bestätigen kann. Das Besondere dieser Rennen ist, dass diese ohne Übergang starten und es keinen fest definierten Kurs gibt. Den Kurs gibt der Führende vor. Sieger ist, wer einen Abstand von 300 Meter zum anderen aufbaut. Bedingt dadurch, dass es keine vordefinierte Route gibt, kommt es immer wieder zu ärgerlichen Ungereimtheiten. Zum Beispiel ist es mir nicht selten passiert, dass sich das durch den Computer gesteuerte führende Fahrzeug durch einen Fahrfehler auf der Strecke dreht. Als ich vorbei raste blieb ich trotzdem Zweiter, da sein Fahrzeug in die entgegengesetzte Richtung ausgerichtet war. Auch bei Kopf an Kopf Rennen kann plötzliches Abbiegen in Führung liegend die Folge haben, die Führung wieder zu verlieren. Da will man vor Frust so manches Mal das Pad in die Ecke werfen. Im Großen und Ganzen sind die Outrun Rennen aber eine gute Idee und gelungene Abwechslung. Jedoch viel wichtiger ist die Tatsache, dass man nur über die Outrun Rennen an die wichtigen Unique Parts kommt.

Auch bei den Drifts gibt es Neuerungen. Zum einen sind nun auch Konkurrenten auf der Strecke und zum anderen gibt es noch die sogenannten Downhill Rennen. Hier fährt man nicht wie sonst üblich auf kleinen abgezäunten Strecken ohne jeglichen Verkehr, sondern es geht bergab auf normalen, stark befahrenen und vor allem sehr engen Straßen. Auf den ersten Blick recht schwer, kommt man an bestimmten Stellen locker auf die nötigen Punkte, so dass die Drift-Rennen auch weiterhin der einfachste Renntyp im Spiel bleiben - das passende Auto natürlich vorrausgesetzt :-). Später dann gibt es noch einige Geländerennen.

Um Tuning-Teile zu erwerben, müssen nun Shops aufgesucht werden, welche in ganz Bayview verteilt sind. Dies jedoch ist extrem nervend. Der Grund dafür ist recht einfach. Es gibt mit den KFZ-Händlern insgesamt 5 verschiedene Shops für Tuning, Karosserie, Lack und Spezialteile. Fährt man nun zum Beispiel ganz im Norden von Bayview ein Rennen und ein neues Teil wird freigeschaltet, muss man ewig lang bis zum nächsten Shop fahren. Das macht nicht wirklich Spaß, zumal man eventuell auch verschiedene Läden ansteuern muss. In jedem Stadtteil von Bayview gibt es versteckte Shops, findet man diese, werden zusätzliche Teile freigeschaltet, so dass sich die Suche danach immer lohnt. Realistischer, aber ebenfalls weniger schön ist die Tatsache, dass die erworbenen Tuningteile nur auf das Auto passen, für welches man sie erworben hat. Man kann sicher darüber streiten, ob das nun besser ist oder nicht, ich jedoch meine ganz klar nein. Die Gründe dafür sind vielfältig, aber dazu später. Auch bei den Teilen gibt es mit Kofferraumeinbau, Hifi-Anlagen, Spinners und einigen anderen Parts Neues. Zudem kann und sollte man sein Auto nun auch in der Garage tunen und auf die einzelnen Renntypen abstimmen. Diesen Part halte ich in einem Funracer wie NFS: U2 für weniger gut. Wenn ich mein Auto abstimmen will, spiele ich Colin McRae und Co, aber nicht Underground 2.

Der Fuhrpark sieht zunächst ähnlich aus wie im Vorgänger, doch gibt es eine Menge neuer Wagen, andere hingegen fehlen, wie mein Lieblingswagen aus Teil 1, der Acura. Der jedoch ist in der US-Version vorhanden. Ja, richtig gehört, die europäische und die US-Version unterscheiden sich durch die Auswahl der Fahrzeuge. Zudem wundert man sich zumindest bis zum Ende des Spiels, was die Geländewagen sollen, doch hat man gegen Ende einen solchen in der Garage stehen, kann man diverse Geländewagen-Rennen fahren. Neu ist, dass man nun nicht mehr zwischen den freigeschalteten Wagen hin und her wechseln kann. Pro Sponsorenvertrag bekommt man ein zusätzliches freies Auto. Zwar kann man einen Serienwagen im Shop gegen ein beliebiges Auto in der Garage tauschen, doch liegt das eigentliche Problem ja in der Tatsache, dass sich die teuer erkauften Tuning-Parts nicht auf ein anderes Fahrzeug übertragen lassen. Wer beim Händler seinen teuer getunten Wagen gegen einen der dort angebotenen Serienwagen tauscht, wird sein blaues Wunder erleben, denn er bekommt kein Geld für die Teile und hat auch keine Chance, den Wagen zurück zu tauschen. Der Wagen verschwindet für immer im Nirwana. In meinen Augen einer von vielen derben Designfehlern. Bedingt durch diese Tatsachen ist man gezwungen, sich auf 2, gegen Ende maximal 3 Fahrzeuge festzulegen. Mehr geht finanziell einfach nicht. Realistisch gesehen jedoch läuft das Ganze auf nur einen Wagen hinaus, da es keinen Sinn macht, die Unique Parts in verschiedene Fahrzeuge einzubauen. Hier liegt dann auch der große Schwachpunkt von Underground 2, da man zumindest in der Karriere nicht das Risiko eingeht, einen eventuell schwächeren Wagen zu fahren. Aber welches Fahrzeug ist nun schwach und welches ist gut? Das sollten uns eigentlich die Balken für Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Handling sagen. Dass dem nicht wirklich so ist, haben wir schon in Teil 1 gelernt, in Teil 2 jedoch fällt das Ganze durch die spielerische Einschränkung irgendwie stärker auf. Nehmen wir als Beispiel den TT. Gehen wir nach den Balken, ist der TT sicher eines der besten Fahrzeuge. In Wirklichkeit ist dem aber nicht so, weil er sich aufgrund seines extrem miesen Handlings nur zum Geradeausfahren eignet. In Kurven kriegt er den Hintern einfach nicht rum. Auch auf dem Prüfstand in der Tuningwerkstatt kommt das wohl mit Abstand beste Auto im Spiel, der Corolla, auf die besten Werte, vernünftiges Tuning natürlich vorausgesetzt. Oft habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht sinnvoller wäre, wenn alle Wagen die gleiche Performance hätten und somit jedem Spieler die Möglichkeit gegeben wäre, seinem Lieblingswagen einen individuellen Touch durch Tuning zu verpassen. Aber das ist wohl auch nicht die Lösung. Sinnvoller wäre ein vernünftiges Balancing gewesen. Zudem stößt es zumindest mir übel auf, dass man mit dem Corolla den besten Wagen schon zu Beginn des Spiels wählen kann. Da hat EA wirklich geschlafen. Würde man zu Beginn in lahmen, unhandlichen Kisten durch die Gegend fahren und sich später dann ein tolles Auto leisten können, würde das den Spielspaß sicher stark zugute kommen. Und auch da wäre es sinnvoller, wenn sich die Wagen nicht so eklatant unterscheiden würden, oder sich die Vorzüge bei den unterschiedlichen Renntypen mehr heraus kristallisieren würden und somit ein gewisser Ausgleich geschaffen wäre. So sieht man dann auch online bei den Profis wieder mal nur Corollas und RX7 auf den Straßen.

Technisch hat sich augenscheinlich nichts verändert. Die Grafik sieht aus wie im Vorgänger, ist noch immer schön anzusehen und lief auf dem Testsystem in einer Auflösung von 1280x1024 bei maximalen Details absolut flüssig. Fährt man durch Bayview, fragt man sich immer wieder, warum das aktuelle GTA nicht so aussehen kann. Stattdessen muss man dieses geniale Spiel auf Sonys Popup-Flimmerkasten spielen, aber das ist eine andere Geschichte :-). Auch am Ton gibt es technisch nichts auszusetzen. Leider ist Underground 2 musikalisch eine absolute Enttäuschung. Nicht nur, dass die HipHop Tracks aus Teil 1 deutlich mehr zum Setting des Spiels passten, sie klangen auch einfach cooler als das Gedudel in Teil 2. Die Motorensounds der Autos unterscheiden sich teils stark. Auch neue Tuningteile sind deutlich hörbar. Mit meinem Rumble-Pad hatte ich einige Probleme, weil dieses in den Menüs bei maximaler Stufe rappelte. Aus diversen Foren konnte ich entnehmen, dass ich mit dem Problem nicht allein dastehe. An der Steuerung hat sich nichts geändert. Anspruchsvoller ist das Spiel bedingt durch die abwechslungsreicheren Strecken. Wer trotzdem Probleme hat, kann zwischen 3 verschiedenen Schwierigkeitsstufen wählen, wobei ich hier leider nicht feststellen konnte, wie sich das Verändern des Schwierigkeitsgrads auf das Spiel auswirkt. Stelle ich auf leicht, so ist das Spiel auf jeden Fall deutlich leichter, doch kann ich im Vergleich zum Vorgänger, bei welchem man dann weniger Geld für die Rennen erhalten hat, keine Änderungen feststellen. Das Handbuch, wenn man das "Ding" überhaupt so nennen darf, klärt in dieser Hinsicht auch nicht auf.

Ein Schadensmodell ist auch in Teil 2 nicht vorhanden. Ohnehin stellt sich die Frage, ob ein solches in NFS: U2 überhaupt Sinn macht, da dies auch eine Menge anderer Änderungen im Spiel nach sich ziehen würde. Vielleicht wäre es interessant, seinen Wagen in Werkstätten gegen Geld reparieren zu können, doch denke ich, dass dies in einem Funracer nicht zwingend sinnvoll ist.

Natürlich kann man auch Teil 2 wieder Online spielen. Wichtige Änderungen zum Vorgänger gibt es nicht. Leider sind auch wieder viele Cheater unterwegs.

Insgesamt ist auch Teil 2 ein guter Funracer und Pflichtkauf für jeden Fan des ersten Teils. Wieder motiviert das Spiel vor allem durch den Karriere-Modus und Ausbau des eigenen Wagens. Trotzdem, so ganz zufrieden kann ich aufgrund des Balancing nicht sein. Hier wäre mehr Sorgfalt dem Spiel sicher zugute gekommen. Die Idee der frei befahrbaren Stadt ist sicher nicht schlecht, bringt aber auch Nachteile. Manchmal nervt es schon, ewig lang von einem Rennen zum nächsten zu fahren. Von den Shops mag ich erst gar nicht reden. Zudem geht aufgrund der schwachen Musiktracks, die sicher auch Geschmackssache sind, zumindest bei mir viel Flair verloren. Ein paar Songs mehr hätten sicher auch nicht geschadet. EA hat einiges besser gemacht als im Vorgänger, vieles aber auch schlechter. Für einen weiteren Nachfolger sollte sich EA vor allem um das Balancing kümmern, wobei man sich schon die Frage stellen muss, was ein weiterer Teil noch wirklich Neues bieten soll. Aber was soll es, schließlich haben wir es hier mit EA zu tun. Die verkaufen ja bekanntlich schon seit Jahren regelmäßig Updates als Vollpreisspiel, so dass einem weiteren Ableger eigentlich nichts im Weg stehen sollte.


Geschrieben am 01.01.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, Radeon 9800, 1024MB Ram, SB Audigy
 



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