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N+
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (11 votes) | | 1 |
 |   | | 2.1 |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 1.6 |
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| Name: | N+ |
| Genre: | Puzzle/Knobel Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/02 |
| Publisher: | Metanet Software |
| Entwickler: | Slick Entertainment |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Multiplay: | SplitScreen /Lan/Inet |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für PC, Mac,Sony PSP, Nintendo DS |
| USK: | 12 |
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 | | Herstellerscreens |
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Auch Spiele zum kleinen Preis und Titel ohne DirectX 10-Effekte können unglaublich viel Spaß
machen. Nicht nur auf dem PC gibt es zahlreiche schöne Softwareperlen im Low-Budgetbereich oder
der Free- und Shareware-Ecke, sondern auch die neuen Konsolen von Microsoft, Sony und Nintendo
bringen Spielspaß zum kleinen Preis direkt ins Wohnzimmer. Ein wenig "komisch" ist es dann zwar
schon, wenn eine 400 €-Konsole, die Hardwarepower vom Feinsten hat, dafür verwendet wird, um
ein Game zu spielen, das problemlos auch auf einem Amiga möglich wäre. Aber Spielspaß hat nicht
zwingend was mit Optik, verbrauchten Festplattenspeicher oder Millioneninvestitionen zu tun.
Wer also noch einige Euros übrig hat, zu Ostern ein nettes Spielchen für die ganze Familie sucht,
keine 50€ für den nächsten Hype-Titel ausgeben will oder einfach ein wenig Abwechslung möchte,
wird mit dem kryptisch klingenden Titel "N+" ein sehr gelungenes und süchtig machendes Spielprinzip
bekommen.
Der hier veröffentlichte Test von N+ bezieht sich auf die Xbox Live Arcade-Version, die über
den Onlinemarktplatz der Xbox 360 zu beziehen ist. Neben einer Fassung für Xbox Live Arcade
sind auch Versionen für Nintendo DS und PSP für April 2008 angekündigt. Wer zudem einen Rechner
(Mac, Windows oder Linux) mit installierten Flash-Player sein Eigen nennt, kann sich auf der
offiziellen N+ Webseite
auch eine kostenlose Flash-Version des Spiels herunterladen. Diese beinhaltet 500 Level und
einen Editor, aber keinen Mehrspielermodus.
Xbox Live Arcade - Spielspaß zum "kleinen Preis"
Während die DS und PSP-Versionen ganz normal beim Händler des Vertrauens zu beziehen sind,
werden die Xbox Live Arcade-Spiele ausschließlich über die Onlineanbindung der Xbox 360-Konsole
vertrieben. Jeder Besitzer einer 360, egal ob Core, Arcade, Premium oder Elite kann - sofern
die Xbox über DSL (oder vergleichbar) ins Internet kommt, auf die Xbox Live Arcade-Spiele zugreifen.
Im Fall von N+ fallen lediglich 13 MB an Downloadvolumen an. Wie bei allen Arcadespielen üblich,
so gibt es auch von N+ eine kostenlose Anspielversion, um sich einen Eindruck vom Spiel zu verschaffen.
Entweder direkt aus dem Spielmenü oder über den Xbox Marktplatz kann man für 800 MS Points die
Vollversion erwerben. Um entsprechende MS-Points zu bekommen, kann der Spieler diese über eine
Kreditkarte erwerben oder eine von einer im Handel erhältlichen Prepaidkarten einlösen.
Einmal herunter geladen können alle Personen auf der 360-Konsole die Vollversion spielen und
es muss zum Spielen auch keine Verbindung mit dem Internet bestehen.
Simpel, aber fesselnd
Das Spielprinzip von N+ ist unglaublich simpel: Der Spieler kontrolliert ein kleines Männchen,
genauer gesagt einen Ninja, der einfach nur zum Ausgang gebracht werden muss. Was im ersten
Level lediglich eine Sache von wenigen Sekunden ist, wird im weiteren Spielverlauf immer verzwickter.
Dabei wird gar nicht erst der Versuch unternommen, das Spielprinzip in eine 3D-Welt zu verpacken,
wo es Kamera- und Übersichtsprobleme gibt. In N+ kann der Spieler im rechteckigen Kästchen-Leveln
lediglich nach links oder rechts laufen und entsprechend springen / fallen. Wie sollte es auch
anders sein, so liegen Startpunkt und Ausgang des Levels nicht immer beieinander und die Ausgangstür
ist zu Spielbeginn grundsätzlich verschlossen. Es gilt also zuerst den Schalter für den Ausgang
zu betätigen und den Ausgang dann noch lebend zur erreichen. Auch in N+ haben nämliche zahlreiche
Feinde, Fallen und Tücken im Leveldesign etwas dagegen, dass der Ninja lebend zum Ziel kommt.
Entsprechend gilt es durch geschickte und gut getimte Sprünge Abgründe zu überwinden und waghalsige
Klettereinlagen einzulegen. Der Spieler kann sich nämlich an jedem glatten Vorsprung oder an
Wänden festhalten, davon abspringen, nach oben "hocharbeiten" oder zwischen zwei Wänden durch
"Wandsprünge" nach oben hopsen. Während sich Anfänger vorsichtig an der Wand herunter gleiten
lassen, legen Profis ein höheres Tempo an den Tag und lassen sich an der Wand runterfallen und
greifen erst im letzten Moment zu. Durch den Einsatz unterschiedlicher Bodenoberflächen (flacher
Boden, Schräge oder gekrümmte Oberfläche) ändert sich zudem das Lauftempo des Ninjas. So lässt
sich vor langen Sprüngen Anlauf nehmen, eine "gemeine" Kante sorgt dafür, dass unvorsichtige
Spieler in den nächsten Abgrund schlittern und Profis federn hohe Sprünge an schrägen Untergründen
ab und überleben so auch einen tiefen Fall. Allein die Sprung-, Turn- und Klettermöglichkeiten
bieten zahlreiche Varianten und Kombinationsmöglichkeiten. Doch dazu kommen noch weitere Objekte
und Spielelemente, die das Gameplay sehr abwechslungsreich und fordernd gestalten. Es gibt Plattformen,
die fallen von oben herab, sobald der Ninja unter ihnen ist, andere "wackeln" lediglich ein
wenig bei Berührung, es gibt "Einwegplattformen", die den Spieler nur in eine Richtung durchlassen
und zahlreiche Gegner haben es ebenfalls auf den waffenlosen Held abgesehen. Egal ob der Spieler
mit einer Mine kollidiert, vom Laser- oder Raketengeschütz erfasst wird oder von im Level herum
fliegenden Drohnen erwischt wird, in allen Fällen ereilt ihn der virtuelle Bildschirmtod. Die
einfachen Drohnen, die nur einen festen Weg abfliegen, sind noch kein so großes Problem, sondern
erfordern primär gutes Timing. Minen sind auch recht friedliche Gegner, so lange der Ninja den
Kontakt scheut. Meist befinden sich die Sprengkörper an fiesen Stellen, wie Rampen, Abgründen,
baumeln an der Decke oder versperren den direkten Weg. Hektischer wird es da schon, wenn die
Drohnen Bewegungssensoren haben oder aber unterschiedliche Geschütztürme den Kletterkünstler
auf's Korn nehmen. Insbesondere die Raketentürme treiben den Puls nach oben und sorgen für einen
kleinen Adrenalinstoß, wenn das zielsuchende Geschoss hinter dem Spieler herfliegt und sich
nicht so einfach abschütteln lässt.
Langzeitspaß für Solisten und Mehrspielerfreunde
Aufgrund des durchaus knackigen Schwierigkeitsgrades wird der Spieler somit mehrfach und
in einigen Leveln auch unglaublich oft ins virtuelle Gras beißen. (Die Auszeichnung für 1.000
Bildschirmtode wird man daher schneller bekommen, als einem lieb ist.) Aber das Suchtprinzip
von N+ funktioniert so wunderbar, dass der Bildschirmtod schnell vergessen ist und ein neuer
Anlauf unternommen wird. Außerdem kann der Spieler auf unendlich viele Leben zurückgreifen und
entsprechend ausgiebig an einigen Stellen probieren. Um die Sache allerdings nicht zu leicht
werden zu lassen, sitzt dem Spieler auch noch ein wenig der Zeitdruck im Nacken. Jeweils fünf
Spiellevel sind in einer so genannten "Episode" zusammen gefasst, die gemeistert werden muss,
um den Fortschritt speichern zu können. In Level eins einer Episode gibt es jeweils ein Start-Zeitpolster
von 90 Sekunden. Ist die Zeit abgelaufen, dann stirbt der Pixelheld. Um mehr Zeit zu bekommen
gilt es zusätzlich die im Level verstreuten gelben Punkte einzusammeln, die jeweils wieder einige
Sekunden hinzufügen. Wer also in Level eins, zwei und drei fleißig sammelt, der kann Level vier
und fünf ein wenig ruhiger angehen. Allerdings haben die Leveldesigner die Zeitpünktchen auch
nicht immer an den einfachsten Stellen platziert. Nimmt man das Risiko in Kauf und holt sich
einige weitere Sekunden und riskiert einen Bildschirmtod und damit den Neustart des Levels oder
sprintet man lieber ins rettende "Ziel"? Die Entscheidung liegt beim Spieler. Entsprechend der
Endzeit, die auf dem Zähler am Ende einer Episode verbleibt, landet der Spieler weiter vorne,
im Mittelfeld oder im hinteren Bereich der Online-Bestenlisten. An diesen Listen kann man nicht
nur ganz genau sehen, wie gut (oder schlecht) man sich in einer Episode gegen die weltbesten
Spieler geschlagen hat oder was die Kumpels für Zeiten errungen haben, es lassen sich sogar
von den jeweils Top10 der Bestenliste die Replays anzeigen. Gerade wer einmal an einer Stelle
keinen blassen Schimmer hat, wie es weitergeht, wird solche kleinen Denkanstoße zu schätzen
wissen und teilweise ist es auch atemberaubend, den Top-Spielern bei einigen wirklich knackigen
Leveln über die Schulter schauen zu können.
Zum leichten Einstieg gibt es für Solisten fünf sognannte Übungsepisoden. In 25 Leveln (fünf
pro Episode) werden dabei alle Grundlagen erlernt. Kleine Infofenster tauchen an den jeweils
wichtigen Stellen auf und zeigen die verschiedenen Möglichkeiten des Ninjas. Nach der kleinen
Aufwärmung, um sich mit dem Spielprinzip anzufreunden, kann der Spieler die eigentlichen N+
Episoden in Angriff nehmen. 49 Stück - wieder jeweils fünf Level - befinden sich von Anfang
an im "Lieferumfang" von 800 Points. Bis die knapp 250 Level perfekt gemeistert sind, jeder
Highscore gebrochen und alle Hindernisse beseitigt, vergeht jedoch viel Zeit. Zahlreiche Tode
wird die kleine Spielfigur sterben und unzählige Male wird der Spieler zwischen Frust und Lust
schwanken. Die Entwickler haben insgesamt unglaublich viele Ideen gehabt, teils sehr interessante
Levels gebaut und sich immer wieder um Abwechslung bemüht, aber an einigen Stellen ist das Balancing
ein wenig ins Wanken geraten und der Level wäre eher was für die höheren Spielstufen, sprich
späteren Episoden, gewesen.
Man muss N+ jedoch nicht allein Spielen. Bis zu vier Spieler können lokal im Splitscreen,
über System Link / LAN oder über Xbox Live mit- und gegeneinander antreten. Wer will, kann die
etwa 250 normalen Level mit einem Freund im Coop-Modus absolvieren. Außerdem gibt es zehn spezielle
Coop-Episoden, die sich merklich vom Coop der "SP-Maps" unterschieden. Auf den 50 speziellen
Team-Karten gibt es nämlich zahlreiche "Rätsel" und Aufgabenstellungen, die nur im Team zu lösen
sind. So sind beispielsweise die Spieler räumlich getrennt, weshalb etwa Spieler A den Ausgang
für Spieler B öffnen muss. Oder aber ein Spieler muss sich opfern und einen Durchgang von Minen
befreien, damit der Kollege unbeschadet durchkommt. Entsprechend reicht es dann auch, wenn im
Coop-Modus ein Spieler lebend den Ausgangspunkt erreicht. Während der Coop-Modus auf den normalen
Karten eine Erleichterung ist (Im Prinzip hat man "zwei Leben", bevor neu gestartet werden muss),
sind die "echten" Coop-Episoden durchweg sehr stark auf fortgeschrittene Spieler ausgelegt.
Wer jedoch nicht mit, sondern gegen seine Freunde spielen will, kann sich in zwei zusätzlichen
Spielmodi austoben. In 9 Episoden, die jeweils auf Rennen ausgelegt sind, gilt es - wie der
Name schon andeutet - vor den Mitspielern im Ziel zu sein. Aber auch hier greift das spezielle
N+-Spielprinzip mit allen Fallen, Tücken und Gemeinheiten. Man muss nicht immer der Erste sein.
Warum nicht einfach den Konkurrenten vorlaufen lassen, so dass der Geschützturm einen nicht
erfasst? Oder nachdem der Vordermann einen Fehler gemacht hat und geradewegs ins Minenfeld gelaufen
ist, ist der Weg für die nachfolgenden Spieler frei. Die ehemalige Nr. 1 wird dagegen wieder
an den Levelstart zurück geworfen. In weiteren 45 Leveln können die Spieler außerdem im Überlebensmodus
antreten. Wer hier als letzter Spieler noch lebt und nicht von den Fallen und Feinden beseitigt
wurde, hat gewonnen.
Da es aber immer Spieler gibt, die einfach nicht genug bekommen und auch mit mehreren Hundert
Leveln Lust auf mehr haben, steht zudem ein Editor zur Verfügung. Damit lassen sich Karten
für alle Spieltypen erstellen. Mit wenigen Tasten lassen sich anspruchsvolle Hinderniskurse
bauen und zudem auf Knopfdruck direkt auf Spieltauglichkeit testen. Nachdem jedoch bislang fast
immer nur Positives zu berichten war, kommt nun ein kleiner Dämpfer: Aktuell sträubt sich Microsoft
dagegen, dass die Spieler einfach so Level und Episoden verteilen können. Zu groß sei die Möglichkeit
des Missbrauchs, so dass diese Funktion kurz vor dem Release entfernt wurde. Es bleibt daher
nur zu hoffen, dass Microsoft in nicht all zu ferner Zukunft wieder daran denkt, dass immer
wieder auf Messen und Veranstaltungen von Community gesprochen wurde und User-Content in Spielen
wie Halo 3 oder Forza 2 möglich ist und dort auch wunderbar klappt.
Schlicht, aber funktionell
Wenn N+ etwas nicht hat, dann ist es eine bombastische Optik, bei der Polygone in Tausenderpacks
aufgefahren und Texturen mit unzähligen Shadereffekten nachbearbeitet werden. Aber so eine Grafikpracht
braucht der Titel auch gar nicht. Das Gameplay funktioniert, fesselt und es sind gar keine High-End-Grafikeffekte
notwendig, um Längen im Gameplay zu vertuschen. Die gräuliche, eher farbarme Grafik ist durchgehend
auf Funktionalität ausgelegt und lenkt den Spieler auch nicht ab. Der Levelaufbau ist in allen
drei Zoomstufen gut zu erkennen, Gegenstände und Feinde heben sich farblich gut ab und es gibt
keine störenden Lade-/Zwangspausen. Dazu gibt es einen stimmigen, wenn gleich nach mehreren
Stunden Spielzeit auch leicht dudeligen, Soundtrack, der an die "schönen C64-Zeiten" erinnert.
Die Steuerung ist zudem schnell erlernt und bietet mit nur einem notwendigen Knopf eine sehr
einfache Handhabung. Mit dem Stick wird der Ninja durch die 2D-Welt dirigiert und über X oder
RT wird gesprungen. Optionale Tasten pausieren das Spiel oder starten den Level direkt neu.
Meinung
N+ hat mich wirklich unglaublich positiv überrascht. Bei 13 MB und der "C64-Optik" war ich
anfangs sehr skeptisch. Aber nach den ersten Gehversuchen waren alle Bedenken verflogen. Für
800 MS Points bekommt man zwar keine tolle Geschichte, aber ein unglaublich gut durchdachtes,
fesselndes und motivierendes Spielprinzip mit sehr viel Inhalt, mit dem man lange Zeit Spaß
haben wird. Ganz gleich, ob man nun an den Einzelspieler-Levels knobel und probiert, mit Freunden
den Coop-Modus unsicher macht, online Multiplayerpartien austrägt oder selbst mit dem Editor
ein wenig rumprobiert. Wer eine Xbox 360 sein Eigen nennt, der sollte auf jeden Fall einen Blick
auf die kostenlose Anspielversion werfen. Es lohnt sich wirklich und ist die knapp 10€ mehr
als wert.
Geschrieben am 21.03.2008, Testkonfiguration: Xbox360
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