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Operation Matriarchy
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| Team (2 votes, siehe hier) | 3 |
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| Name: | Operation Matriarchy |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/12 |
| Publisher: | Frogster Interactive |
| Entwickler: | MADia |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 1.5Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 4000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Englisch |
| zensiert: | nein |
| USK: | 18 |
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| Operation Matriarchy (review von yak) |
Ein Spiel für Frauenhasser? Feinde bestehen nur aus dem holden Geschlecht? Ziemlich krank,
will man meinen, doch die Erklärung ist recht einfach, auch wenn sie eher an einen schlechten
C-Movie der 50er Jahre erinnert und "Cat-Women of the Moon" oder "Attack of the 50 Foot Woman"
zu cineastischen Meisterwerken erheben. Ed Wood lebt! Aber Spaß muss sein, haben sich die Entwickler
sicher mit einem Augenzwinkern gedacht und entweder man akzeptiert das trashige Szenario oder
winkt naserümpfend ab, würdigt das Spiel mit keinem Blick und straft es mit einer 7% Endbewertung
ab, wie es mal wieder die lieben Printmagazine vormachen. Dass selbige Magazine selbst einen
Dolly Buster Bildschirmschoner besser bewerten würden, passt zumindest zu ihrem ansonsten recht
frauenfeindlichem Schreibstil... und dabei würde doch gerade die Hintergrundstory von Operation
Matriarchy ihnen unsagbare Möglichkeiten bieten, ihren Hormonen mal wieder freien Lauf zu lassen,
denn alleine einige Screenshots würden sich gut als Coverphoto für den unteren Teil des
großen Boulevardblättchens mit den vier Buchstaben eignen.
Aber zurück zum Spiel der russischen Entwickler MADia (Echelon, Echelon: Wind Warriors).
Ein unbekannter außerirdischer Virus machte sich auf dem Planeten Velian breit, achtete aber
vorsorglich darauf, nur die weibliche Bevölkerung zu befallen. Das Ergebnis ist zumindest anatomisch
interessant, ihre Körper mutierten, eine fremde Spezies kontrollierte sie dadurch und sie agierten
im bester Star Trek Borg-Manier im Kollektiv. Die neue Version einer Frauenvereinigung. Emanzipation
einmal anders. Durch die Mutationen ergaben sich schreckliche Veränderungen. Frauen, deren Unterleib
eher einer Hühnergestalt glich oder ihr Kopf in einem spinnenähnlichen Kampfroboter als Schaltzentrale
diente oder im Bauch eines riesigen Kampfgolems. Die weibliche Bevölkerung dort gewann Oberhand
und wurde mit ihren biomechanischen Kreuzungen die neue Bedrohung im All. Im 24ten Jahrhundert
verlor dann die galaktische Förderation eine hohe Anzahl an Transportschiffen durch Angriffe,
die allem Anschein nach im Velian System ihren Ursprung hatten. Als Paratrooper darf der Spieler
nun Ursachenforschung mit Waffengewalt betreiben, um die Geschehnisse der seltsamen Mutationen
auf Velian zu ergründen. Also den Schießprügel in die Hand und mit vollem Magazin ins Gefecht.
Technik:
Vorweg sollte erwähnt werden, dass man dem Spiel seinen Etat ansieht, was aber nicht zwingend
negativ gedeutet werden muss. Es ist aufgrund seiner Herkunft und dem damit zur Verfügung stehenden
Mitteln noch als durchaus gelungen zu bezeichnen. Sicher ist es zu einem Preis entstanden, der
locker aus der Quake4 Portkasse hätte
bestritten werden können. Der erste Eindruck, der auch sicher einige der Reviewer "geprägt"
hat, liegt sicher an dem durchwachsenen Beginn. Die eher tristen Innenräume eines Raumschiffes
und die etwas lächerlich wirkenden Gegner mit ihren spärlich wirkenden Animationen scheinen
eher einem 3D Gamemaker Spiel entsprungen, doch der Eindruck täuscht, denn man ist von den ganzen
auf High-End Graphik gezüchteten Blenderprodukten optisch schon etwas fehlgeleitet. Ein anderer
Aspekt ist, dass die Animationen der Figuren hölzern und unfreiwillig komisch wirken, was aber
nur auf den ersten Blick so wirkt, denn Operation Matriarchy ist ein schnelles Spiel, das von
der Ablaufgeschwindigkeit eher an einen Multiplayershooter erinnert, statt den heute eher üblichen
langsameren Singleplayershooter. So scheinen die Figuren in Operation Matriarchy anfangs eher
zappelig und hölzern, was aber hauptsächlich an der Gesamtgeschwindigkeit liegt, wie z. B. karatewütige
Assassinenladies, die schnell wie der Blitz durch die Level brausen, um den Helden im Nahkampf
einzuheizen. Die Animationen erreichen zwar keine Qualitäten, die mit heutiger Motioncapture-Technologie
möglich wären, sind aber dennoch nicht wirklich so grottig, wie andere Reviewer es beschreiben.
Komisch hingegen wirken einige Gegner-Designs. Zum Beispiel die fleischklopsigen Mutanten, die
wie eine Mischung aus dem Marshmellowman und einem Berliner Baller wirken. Er bewegt sich so
minimalistisch wie möglich, was auch mit den kurzen Armen und Beinen kaum anders zu bewerkstelligen
ist, zudem auch in Zeitlupe. Hier wirkt die Graphik in Verbindung mit der kaum vorhanden Animation
dann doch sehr lächerlich. Er sieht nicht wirklich böse aus und kommt zudem schon recht früh
im Spiel vor, so dass man die negative Auffassung der Quick-Reviewer, die bei solchen Games
kaum mehr als eine Stunde investieren, schon verstehen kann. Doch im fortlaufenden Spielverlauf
ändert sich das, auch wenn der Klops seine Auftritte beibehält. Dafür ist die Detailtreue an
den Figuren höchst gelungen und detailliert. Die metallischen Implantate schimmern im Licht,
Frauenköpfe sind in einem Konstrukt aus mechanischen Spinnenbeinen eingearbeitet oder im Bauch
eines Golems, mit dem sie zusammengewachsen sind, so dass hier eindeutig der Mutant aus Total
Recall als Vorbild gedient haben muss. Riesige Kampfkolosse, die statt Arme Raketenwerfer besitzen
haben dann auch etwas den Look der Roboter aus Quake2. Hier hat man sich viel Mühe gegeben.
Etwas merkwürdig ist hingegen die Physik. Die Entwickler haben ihr sogenanntes "Stoffpuppenprinzip"
zum Einsatz gebracht, das es erlauben soll, authentisch wirkende Bewegungen beim Dahinscheiden
zu realisieren. An vielen Stellen wirkt das auch recht passend, wenn sie durch die Detonation
explodierender Fässer durch die Luft geschleudert werden, aber genauso lächerlich wirkt es teilweise,
wenn man z. B. die mopsigen Fleischklößchen erwischt und ihnen mehr oder weniger nur die Beine
einknicken und sie nur etwas zusammensacken, ansonsten aber fast so aussehen wie vorher, so
dass man ihnen oft noch gegen besseres Wissen, zusätzliche Luftlöcher verpasst. Auch die gertenschlanken
Damen fallen dann schon mal "stoffpuppenhaft" (daher sicher der Name der Technologie) zusammen,
dass es so aussieht, als ob man einer Marionette die Strippen abgeschneidet. Hier hätte man
sicher noch ein wenig Feintuning einfließen lassen müssen. Da wir das Ganze aber auch nicht
zu ernst nehmen wollen, weil wir ja schon zu Beginn akzeptiert haben, dass Operation Matriarchy
als Hommage an die 50ziger Jahre SciFi's dient, ist das schon ok :-).
Mehr Mühe hat man sich bei der Levelgestaltung gegeben. Der Held wird in einem Raumschiff
wach, um festzustellen, dass sich die mutierte Alienbrut dort bereits eingenistet hat. Seine
Abenteuer lassen ihn Raumschiffe durchforsten, entsprechend große Lagerhallen, Sektionen der
Mannschaftsräume, einen Hangar, er flieht mit einem Gleiter, der ihn in einer orbitalen Raumstation
notlanden lässt, in die er im Sturzflug hineinrast, im Raumanzug geht es auf die Außenhülle,
er landet auf dem Planeten, kämpft sich durch eine wüstenähnliche Landschaft, dringt in den
Untergrund ein und findet sich in einer Umgebung wieder, die aus der Feder von Alien Designer
H.R. Giger stammen könnte. Organisches verbunden mit Industriellem. Dabei liefert die Engine
stets eine gute Performance bei hoher Sichtweite und sie präsentiert die Umgebung auch nicht
wie viele andere Shooter als Hintergrundscreen, sondern als 3D Objekt. So kann man in abgrundtiefe
Schächte schauen, der Turm, den es zu erklimmen gilt, scheint fast unendlich und am Fenster
des Raumschiffcockpits sieht man andere monumental erscheinende Schiffe. Die Texturqualität
ist erstaunlich hoch. Die Alienlevel wirken organisch und wie "gewachsen" und Metallschleusen
schimmern glänzend im Licht. Es gibt jedoch zwei wirkliche Kritikpunkte dabei. Dynamische Lichteffekte
gibt es kaum, es sieht zwar alles sehr schön designt aus, ist aber weitestgehend, von den Waffeneffekten
abgesehen, statisch und mittels Lightmaps realisiert. Statisch wirkt leider auch das "Drumherum".
Es bewegt sich kaum etwas in den Leveln. Ab und zu ein Kran oder eine bewegliche Plattform,
aber das war es dann auch schon. Die Engine kann das sicher umsetzten, doch wurde es zu selten
genutzt. Hier vermisse ich ein paar bewegliche Objekte, polternde Maschinen, Windräder oder
Ähnliches. In diesem Punkt hat man leider auf Kosten der Atmosphäre zu sehr gespart, die Level
hätte dadurch glaubwürdiger und atmosphärischer erscheinen können. Genau wie
bei seltenen Zwischensequenzen, obwohl die wenigen durch die Engine erzählten Sequenzen durchaus
gelungen sind und das Figurendesign recht ansprechend und detailliert wirkt. Ansonsten zeichnet
sich aber wie schon erwähnt, die Engine durch ihre Darstellungsgeschwindigkeit aus, es läuft
wie geschmiert.
Viel weniger geschmiert ist der Sound, hier scheint den Entwicklern entweder der Fachmann
oder das Geld ausgegangen zu sein. Die russischen Sprecher, die versuchen englisch zu sprechen,
sind da noch das kleinste Übel. Schlimm sind Musik und Soundeffekte, die so gut wie gar nicht
vorhanden sind. Piepsige Waffengeräusche wirken hier eher wie Platzpatronen auf dem Kindergeburtstag.
Zur Entschuldigung kann man zumindest sagen, dass die Entwickler realistische Geräusche umsetzen
wollten und nicht die aus Spielen und Filmen bekannte Hollywoodvertonung, die nichts mit der
Realität zu tun hat. Aber man ist es halt so gewohnt.
Gewohnt ist auch die frei konfigurierbare Steuerung, die sich an Shooterstandards hält und
problemlos ihren Dienst erfüllt, jedoch lies sich das Mausrad nicht zum Dienst verpflichten,
was heutzutage nicht mehr vorkommen dürfte. Gespeichert werden kann jederzeit. Das Spiel
legt auch zu Levelbeginn jeweils ein Autosave an, was zum Glück auch die zwei Gamestopperbugs
weniger ärgerlich machte. So verweigerte auf dem Alienlevel ein Tor den Dienst, obwohl man die
notwendigen Spinnenmonster bereits gekillt hatte. Hier musste der Level neu gestartet werden.
Auch im Endkampf gab es ein ähnliches Problem. Die zuvor aufgenommenen Gegenstände, um den Kampfanzug
zu aktivieren, waren nach dem Neuladen nicht im Inventar und konnten auch nicht erneut aufgenommen
werden.
Zur Wahl stehen drei Schwierigkeitsgrade, wobei normal für geübte Spieler fordernd,
aber nicht zu schwer ausfällt.
Gameplay:
Operation Matriarchy erfindet das Egoshooterspielprinzip natürlich nicht neu, enthält aber
alle Zutaten der bekannten Suppe. Der Spieler kämpft nicht gegen eine hochintelligente Spezies,
sondern muss sich eher gegen Monsterhorden zur Wehr setzten, die nicht auf gewitzte Taktik,
sondern auf Masse und Geschwindigkeit plädieren. Und so wird der erste Arbeitstag, indem der
gelernte Paratrooper aus seiner Cryokammer kriecht, auch zugleich die Suche nach geeigneten
Abwehrkräften, die nicht in Form von Vitamin C, sondern eher in der Variante B wie Ballern zu
finden ist, denn mit dem Armeemesser schafft er zwar die ersten Mutanten die sich ihm in den
Weg stellen, doch gesund ist dies auf Dauer nicht. Also die noch schläfrigen Beine unter die
Arme genommen und das nächste Waffenlager aufgesucht. Gesagt getan, zugleich einen Healthpack
und eine Rüstung dazu und es kann losgehen. Über verwinkelte Gänge, Aufzüge und durch Computerräume
muss versucht werden, das dem Untergang geweihte Schiff zu verlassen. Dass dazu natürlich Codekarten
für die Sicherheitstüren notwendig sind, muss man keinem Shooterfan mehr erklären. Eine kleine
Karte mit Richtungsanzeige zum nächsten Ziel hilft hier weiter. Dabei stellt unser russischer
Held schnell fest, dass man sich wie gewohnt in den Shootern der östlichen Hemisphäre noch weitestgehend
vom "Tunnelcharaktersystem" der "berüchtigten" Übershooter fern hält. Zwar sind die Wege doch
recht linear, aber das Leveldesign und dessen Größe lässt zumindest etwas mehr Bewegungsfreiraum
zu, um sich als Spieler nicht zu sehr gegängelt zu fühlen. Vielleicht noch nicht so sehr in
den Raumschiffabschnitten, doch in dem Höhlensystem der Aliens gibt es auch schon einmal alternative
Wege, die es auch erlauben, mit etwas Kundschafterei eine strategisch bessere Position einzunehmen
oder Feinde zu umgehen. Alleine die Größe einiger Bereiche, wie z. B. eine riesiger Hangar oder
die Alienbrutstätte, vermitteln hier nicht nur imposante Atmosphäre, sondern auch die mir notwendige
Beinfreiheit, wenn letztendlich auch alle Wege zum gleichen Ziel führen. Jedoch lohnt sich das
Suchen, denn neben netten Waffen-, Healthpack- und Munitionsdepots kann man auch schon mal einen
der schlagkräftigen Kampfanzüge finden, mit denen sich richtige fette Gegner viel besser erledigen
lassen, denn die Raketen und der Schutzpanzer wirken hier Wunder. Schön ist, dass man bei sparsamen
"Verbrauch" des Anzuges selbigen auch mit in den nächsten Level nehmen kann, etwas, das viele
Spiele beim Laden eines neuen Settings unterbinden. Zudem lässt sich der Kampfanzug auch noch
mit einem Jetpack tunen, so dass man auf höhere Ebenen vordringen kann. Rätselkost gibt es mit
Ausnahme des Auffinden von Keycards und dem Aktivieren bestimmter Knöpfe weniger, "gefordert"
wird man dann aber noch durch die in den Alienleveln vorhandenen Teleporterpunkte, wobei man
da allerdings kaum etwas falsch machen kann.
Das Waffenarsenal bietet das shooterübliche Repertoire, wobei man jedoch fragen muss, warum
man in der fernen Zukunft immer noch mit einer Shotgun auf Alienjagd gehen muss. Daher gibt
es auch wie gewohnt die Kalashnikov, eine Maschinenpsitole, ein Sniper- und ein Plasma-Gewehr,
ein Raketenwerfer und später auch noch ein paar nette Alienwaffen, wie Säurewerfer und Sniperrifle.
Für die vielen dunklen Ecken auf der Reise hilft dazu eine Infrarotbrille.
Doch jetzt zu den Gegnern. Eine gesunde/ kranke ;) Mischung aller Varianten, von schnellen
Angreifern, die den Helden mit Fußtritten und Nahkampfwaffen einheizen, bis hin zu den trägen
Fleischklöpsen, die mit ihren Schüssen jedoch ernsthaften Schaden anrichten, darf man sich aber
auch auf schwergepanzerte Kampfmaschinen, Riesenspinnen aus dem Borglabor oder 10 Meter Riesenroboter
als Levelbosse freuen und daher ist schon ein taktisches Vorgehen von Nöten, auch wenn die Gegnerintelligenz
niemals in Richtung Nobelpreis geht. Wobei hier viel durch die Geschwindigkeit und gute Wegfindungsroutinen
der fixen Ladies kaschiert wird und es so dennoch fordernd bleibt. In einem Reaktorraum gibt
es z. B. ein nettes Arrangement von Gängen, Räumen, Leitern auf mehreren Etagen, das gut aus
einem beliebten Multiplayergame stammen könnte und sich auch so fordernd spielt. Zum Glück/
Unglück verrät hier das Radar die nahenden Feinde und sorgt zwar so für die nahende Bedrohung
rechtzeitig zu erkennen, nimmt aber auch ein wenig Spannung. Schade, dass der Sound so schlecht
und blechern ist, dass man die kommende Gefahr nicht recht orten kann. Taktisch klug sollte
man sich auch für die Wahl der Waffen entscheiden, denn man kann lediglich 4 Schusswaffen plus
Messer (jedoch so gut wie unbrauchbar) gleichzeitig tragen. Hier sollte man entscheiden, welche
Waffe man mit auf die Reise nimmt, um möglichst die durchschlagkräftigsten für den jeweiligen
Gegnertyp dabei zu haben, auch im Hinblick auf die im Level zu findenden Munitionsvorräte. Zu
berücksichtigen gilt noch, dass die Feinde Trefferzonen haben und so an ihrer sensiblen Stelle,
zumeist der Kopf, wenn er auch nicht immer zwingend auf den Schultern sitzt, zu treffen.
Da Spiel kommt in englischer Version auf zwei CDs in einer DVD Hülle, das englische Handbuch
ist lediglich als PDF auf der CD, was bei einem Preis von unter 20 Euro vertretbar ist. Einen
Kopierschutz hat man sich gespart und das Spiel fragt auch beim Spielstart nicht nach der CD.
Auf einen Mehrspielerpart hat man verzichtet.
Anzumerken sei noch, dass die Hardwaremindestanforderungen auf der Packungsrückseite
absolut nicht mit denen im Handbuch zu vereinen sind (auf der Packungsrückseite soll bereits
ein P3 800, statt des notwenidgen 1.5 Gig-Prozessors, reichen).
Fazit:
Wieder ein Spiel, das von der Fachpresse bodenlos eingestampft wurde. Dabei macht es Spaß,
auch wenn man ihm sein geringes Budget zweifelsohne ansieht. Ein altbewährtes Spielprinzip,
das auch nicht mehr sein will, als es ist. Ein Funshooter, der mit seinem abgedrehten Szenario
schon fast Kulttrash-Qualitäten besitzt. Mutierte Frauen auf Hühnerbein! Hört sich eher
nach einem Kochbucheintrag an. Wer wenig erwartet wird auch nicht so schnell enttäuscht und
so ging es mir bei Operation Matriarchy ähnlich wie bei Land
of the Dead. Ein unterhaltsamer Shooter ohne viel Brimborium, der für gut 12 Stunden Ballerorgien
in abwechslungsreichen Schauplatzen liefert. Wer Spiele dieser Art mag und von den viel zu hochgezüchteten
Hypeshootern einmal Pause machen möchte, findet hier eine günstige Ablenkung, auch wenn auf
Seiten der technischen Realisierung Abstriche zu machen sind, als Budgettitel für 20 Euro aber
ok.
Geschrieben am 16.12.2005, Testkonfiguration: P4-3Gig, GeForce 6800GT, 2GB Ram, Creative X-Fi Extreme
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