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Piraten - H.d.Karibik
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 | Info |
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| Autor | | 2 |
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| Gesamt (8 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.3 |
 |   | | 1.6 |
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| Name: | Piraten - Herrscher der Karibik |
| Genre: | Klassiker |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Take 2 |
| Entwickler: | Ascaron |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 450Mhz, 64MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| USK: | 6 |
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| Piraten - Herrscher der Karibik (review von dark198th) |
Würde ich diesen Test nur für Spieler älteren Semesters schreiben, wären
ein paar Sätze wohl ausreichend. Man nehme das Deutsche Wort Piraten und
übersetze es ins Englische. Schon haben wir den alten Sid Meier Klassiker
Pirates (siehe auch unser Special).
Das Ganze in zeitgemäßer Präsentation und um die Fechtduelle erleichtert.
Dazu nun 16 Kampagnen und ein paar kleine Änderungen hier und dort. Anzumerken
wäre vielleicht noch, dass das Reisen über die Karte nun angenehmer und
vor allem auch schneller möglich ist. Jeder, der das Original kennt, weiß,
wie nervig und langwierig es war, so manche Stadt zu besuchen, da man
während der Reise dorthin permanenten Gegenwind hatte. Orte wie Villa
Hermossa habe ich im Original nur sehr ungern besucht. Sonst hat sich
eigentlich nicht viel geändert, denn, soviel sei schon jetzt gesagt, der
enorme Suchtfaktor des alten Klassikers findet sich auch in Ascaron's
Piraten wieder. Aber was hilft das, es gibt ja nun mal reichlich Spieler,
die den Vorgänger nicht kennen. Sei es nun wegen des Alters, oder weil
sie ihn damals nicht gespielt haben. Letzteres ist für mich allerdings
kaum nachvollziehbar :-). Die Idee, welche Ascaron hier hatte, ist denkbar
simpel und genial. Man nehme das bereits vorhandene, ohnehin schon von
Pirates inspirierte Port Royal und erleichtere es um den Handels- und
Wirtschaftsteil. Ein paar kleine Änderungen hier und da, schon ist das
Ergebnis die Neuauflage eines Klassikers, welche für nun gerade mal 25
EUR in den Läden steht. Ob sich die 25 EUR für dieses Spiel lohnen, erfahren
alle, welche Pirates noch nicht kennen, in diesem Review. Für alle anderen
sollte im ersten Absatz eigentlich schon alles gesagt sein, trotzdem lohnt
es sich sicher, weiter zu lesen. :-)
Das Spiel selbst besteht aus 16 Kampagnen, von denen zu Anfang jedoch
vorerst nur eine zur Verfügung steht. Ebenso kann man zu Beginn auch nur
eine der vier Nationen (Spanien, Frankreich England, Holland) wählen,
nämlich Spanien, welche in der ersten zur Verfügung stehenden Epoche von
1570-1580 noch die absolute Übermacht in der Karibik war. Ziel einer jeden
Kampagne ist es, in einem Zeitraum von 10 Jahren Städte zu annektieren.
Das bedeutet, der Spieler muss eine Stadt angreifen, erobern und eine
neue Regierung einsetzen. Letzteres kann er aber nur, wenn er dafür den
Auftrags eines Gouverneurs erhält, was wiederum voraussetzt, dass man
sich sowohl mit der Nation als auch mit dem jeweiligen Gouverneur sehr
gut stehen muss. Sind es zunächst nur 3 Städte, welche erobert werden
müssen, so steigt die Zahl in den weiteren Kampagnen. Ebenso werden die
Nationen Frankreich, Holland und England in den weiteren Kampagnen immer
stärker, während Spanien von seiner Macht einbüßt. Der Schwierigkeitsgrad
steigt mit jeder Kampagne stetig und im späteren Spielverlauf kommen neue
Schiffe hinzu.
Jede Kampagne startet man mit einem kleinen Schiff sowie einer kleinen
Mannschaft und es gilt, Held der Karibik zu werden. Dies kann man auf
unterschiedliche Art und Weise tun, unter anderem auch als Pirat. Doch
Vorsicht, um sein Ziel zu erreichen, muss man sich mit zumindest einer
Nation gut stehen, welches in der Regel die eigene sein sollte. Ansonsten
hat man so ziemlich alle Freiheiten. So darf man selbst als Pirat aktiv
werden, diese jagen, Kaperbriefe von diversen Nationen erwerben, Handels-
und Schatzflotten überfallen, oder gar ganze Städte. Dafür jedoch benötigt
man selbst erst mal eine größere Schiffsflotte sowie eine entsprechend
große Mannschaft. Daher gilt es zunächst in jedem Spiel, Schiffe zu überfallen.
Wobei hierbei natürlich zu beachten ist, dass der Ruf, welchen man bei
einer Nation genießt, natürlich fällt, wenn man deren Schiffe kapert.
Gleiches gilt für Verbündete dieser Nation.
Die Schlachten selbst laufen in Echtzeit ab und sind, wie ich finde,
bis auf eine Sache sehr spaßig und gut gelöst. Ärgerlich ist, dass, auch
wenn man mehrere Schiffe hat, man immer nur eines für den Kampf wählen
kann, während der Gegner gleich mit mehreren angreift. Nur beim Angriff
auf eine Stadt hat man zumindest die Möglichkeit mit einem Schiff zu flüchten
und ein neues für den weiteren Angriff auszuwählen. Zudem fällt auf, dass,
wenn man einen Konvoi nach einer Flucht gleich wieder angreift, alle zerschossenen
Segel plötzlich wieder repariert sind. Zumindest aber bleibt die dezimierte
Mannschaft so klein, wie sie nach dem letzten Angriff war. Das ausgewählte
Schiff wird per Maus gesteuert. Dabei muss man versuchen das Schiff zum
einen in Windrichtung zu drehen und zum anderen in eine geeignete Schussposition
zu bringen. Es gibt 3 Arten Munition. Die eine verursacht große Schäden
am Schiff selbst, die nächste zerstört die Segel und macht das feindliche
Schiff so manövrierunfähig und die dritte besteht aus Streukugeln, welche
vorwiegend die Mannschaft dezimiert. Das Entern läuft dann automatisch
ab und ist von der Mannschaftszahl abhängig.
Bei der Eroberung von Städten müssen die Türme erledigt werden. Sind
alle Türme zerstört, ist der Kampf vorbei und die Stadt erobert. Gerade
hier hätte ich mir aber etwas mehr gewünscht, denn selbst das uralte Original
hatte in dieser Hinsicht schon mehr zu bieten. Die Möglichkeit an Land
zu gehen, fehlt gänzlich, ebenso wie die Stadt Panama.
In jeder Stadt gibt es neben einer Werft noch einen Markt, wo zum einen
nötige Vorräte für die Mannschaft eingekauft werden können, damit die
Moral eben dieser möglichst lange oben bleibt und zum anderen, um das
Schiff auszurüsten und neue Mannschaftsmitglieder anzuheuern. Außerdem
findet man noch eine Wirtschaft, wo man sich im Glücksspiel versuchen
kann. Gouverneursstädte haben zusätzlich noch ein Gebäude, in welchem
selbiger zu finden ist. Zudem gibt es noch ein Tafel mit den am meisten
gesuchten Piraten und eine Schatzkiste. Klickt man auf diese, kann man
seine Beute aufteilen. Aufteilen der Beute? Genau, alles was man im Laufe
der Zeit so mit seiner Mannschaft erbeutet hat, will irgendwann aufgeteilt
werden. Tut man dies nicht, beginnt die Mannschaft zu meutern. Man kommt
um diesen Schritt nicht herum. Was man jedoch tun kann, ist, den Zeitpunkt
so weit als möglich nach hinten zu dehnen, indem man die Moral der Mannschaft
möglichst lange oben hält. Dies tut man durch erfolgreiche Kaperfahrten
und gut gefüllte Lebensmittelspeicher. Als Kaptain erhält man natürlich
immer den dicksten Batzen, welcher dem privaten Konto gutgeschrieben wird.
Das private Konto spielt bei der schlussendlichen Punkteverteilung natürlich
auch eine große Rolle. Ebenso wie der erreichte Rang, die Anzahl der gekaperten
Schiffe, gefangene Piraten etc.
Die Missionen sind fast immer gleich und wiederholen sich ständig. Es
gibt 2 Möglichkeiten, an Missionen zu kommen. Zum einem beim Gouverneur
einer Nation, die einem zumindest neutral gesinnt ist und zum anderen
per Zufall, wenn man eine Stadt betritt. Bei den Zufallsmissionen muss
man zumeist eine Person innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums in eine
gewünschte Stadt bringen. Alternativ können das anstelle von Personen
auch mal Medikamente sein. Beim Gouverneur hingen gibt es schon ein paar
Missionen mehr, welche sich aber schon nach kurzer Zeit ebenfalls wiederholen.
Der Gouverneur bietet maximal 2 Missionen an. Eine für das Land, welches
er vertritt und eine, die ihn persönlich betrifft. Erstere ist sehr wichtig,
will man das eigentlich Kampagnenziel erreichen. Denn bevor ein Gouverneur
den Spieler los schickt, eine Stadt für sein Land zu erobern, muss man
sich erst mal einen gewissen Ruf erarbeitet haben. So bekommt man zunächst
nur Aufträge, bestimmte Städte zu besuchen, Handelsrouten zu blockieren
und so bestimmte Städte in die Rezession zu treiben (damals gab es Rot/Grün
noch nicht ;-)). In anderen Missionen muss man etwa Piraten in einem
bestimmten Gebiet stellen, Ware in einer bestimmten Menge bis zu einem
bestimmten Stichtag von a nach b bringen usw. Auch die Möglichkeit zum
Handel hat man noch in den Städten. Wirklich Reich kann man damit aber
nicht werden. Wer handeln will, soll Port Royal spielen. Technisch ist
Piraten, wie eingangs schon erwähnt, absolut identisch mit Port Royal.
Die Grafik ist hübsch und die Hintergrundmusik atmosphärisch. Sprachausgabe
gibt es keine. Auf dem Testsystem lief das Spiel absolut flüssig ohne
jeden Aussetzer. Auch die Ladezeiten sind nur sehr kurz.
Wer das Original gerne gespielt hat, sollte hier auf jede Fall zugreifen.
Das Spielprinzip ist zwar schon uralt, aber noch immer genial und bedarf
eigentlich kaum Neuerungen. Umso neugieriger bin ich, wie die unlängst
von Sid Meier persönlich angekündigte Fortsetzung seines alten Klassikers
aussehen mag, denn ein Grafikupdate brauchen wir dank Ascaron's Piraten
nicht mehr. Hier wünsche ich mir dann gerade bei den Landschlachten und
Städteeroberungen deutlich mehr. Genau wie damals vergeht die Zeit im
Flug und man erwischt sich nicht selten dabei, wie man sich ständig sagt:
"Nur eben diese Stadt angreifen, oder diesen Konvoi" etc. Ein Ende findet
man nur schwer :-). Wer das Spielprinzip noch nicht kennt, kann gerade
bei diesem Preis bedenkenlos zugreifen, auch wenn es einige kleine Mankos
hat, die eigentlich nicht hätten sein müssen.
Geschrieben am 06.11.2003, Testkonfiguration: AMD2000+, GeForce 4, 512 MB Ram, SB Audigy
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