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Project Goth. Racing 2
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| Gesamt (14 votes) | | 2+ |
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| Name: | Project Gotham Racing 2 |
| Genre: | Racing |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/11 |
| Publisher: | Microsoft Game Studios |
| Entwickler: | Bizarre Creations |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Infosite |
| Hardware: | Xbox |
| System: | Xbox |
| Multiplay: | SplitScreen /Lan/Inet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | nicht kompatibel mit Xbox360 |
| USK: | 6 |
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 | | Herstellerscreens |
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| Project Gotham Racing 2 (review von dark198th) |
Project Gotham Racing, einer der Launch-Titel für die Xbox, überzeugte
seinerzeit mit der sehr detaillierten Darstellung der Fahrzeuge, aber
enttäuschte bei den Umgebungsdetails. Viel schlimmer jedoch war der auf
die schlechte Pal-Anpassung und dem fehlenden Pal60-Modus zurückzuführende
Schwierigkeitsgrad, welcher es schier unmöglich machte, die vorgegebenen
Zeiten zu fahren. Mit solchen Problemen hat man beim Nachfolger nicht
zu kämpfen, denn Bizarre Creations hat aus den Fehlern der Vergangenheit
gelernt und liefert mit Project Gotham Racing 2 ein technisch perfektes
Rennspiel ab. Sowohl im Pal50, als auch im jetzt verfügbaren Pal60 Modus
lassen sich die gleichen Zeiten fahren. Zudem hat man dem 2. Teil nun
auch einen 16:9 Modus spendiert und das noch aus dem Vorgänger auffällige
Kantenflimmern weitestgehend eliminiert. Auch mit den Strecken hat man
sich diesmal sehr viel Mühe gegeben, aber dazu später.
Kudos? Was ist das?
Die Hauptaufgabe von Project Gotham Racing 2 ist das Sammeln von Kudos
-nach ein wenig Recherche konnte ich in Erfahrung bringen, dass Kudo ein
japanisches Kunstwort ist, welches sich am ehesten mit Respekt übersetzen
lässt-. Dafür muss man zum einen bestimmte Aufgaben erfüllen, wie z. B.
eine gute Platzierung oder eine gute Rundenzeit hinlegen, zum anderen
aber auch einen möglichst rasanten Fahrstil darbieten. Durch Driften,
dem Einhalten der Ideallinie, im Sog des Vordermanns fahren, oder dem
Fahren auf 2 Rädern sowie dem Abheben von der Piste, erhält man zusätzliche
Kudos. Kombiniert man die einzelnen Möglichkeiten, gibt es Kombinationskudos.
Die eingesammelten Kudos sind am ehesten mit Erfahrungspunkten zu vergleichen.
Hat man eine gewisse Anzahl erreicht, steigt man einen Kudorang auf und
erhält sogenannte Kudo-Tokens, welche man ins Freischalten neuer Fahrzeuge
investieren kann. Wieviel Kudos man zum nächsten Rang benötigt, wird im
Spiel ebenfalls angezeigt.
Die Spielmodi
Neben dem Modus "Action sofort", in welchem man jedoch keine Kudos sammeln
kann, gibt es im Einzelspielermodus die Optionen Einzelrennen und Zeitfahren,
welche ich hier wohl nicht näher erläutern muss. Das Hauptaugenmerk des
Spiels liegt jedoch in der Kudo-Meisterschaft. Diese besteht aus insgesamt
14 Serien, welche nach und nach freigeschaltet werden. Angefangen bei
der Sport Mittelklasse Serie, über die Geländewagen-, Sport Coupe- und
Oldtimer Serie bis hin zur Extrem Serie. Jede einzelne Serie besteht aus
bis zu 14 Aufgaben wie Straßenrennen, Fahrerduell, Heiße Runde, Blitzgerät,
Rennen mit Zeitvorgabe, Überholen und Slalom Parcours. Ich denke, die
meisten Aufgaben sind selbsterklärend, so dass ich nicht näher darauf
eingehen werde. Für jede Aufgabe gilt es 5 Schwierigkeitsmodi von "Einfach"
(Stahl) bis "Profi" (Platin) zu bewältigen. Desto höher der
Schwierigkeitsgrad, desto mehr Kudos gewinnt man. Der Vorteil bei der
ganzen Sache ist, dass es nun für jeden Spielertypen eine Schwierigkeitsklasse
gibt und es auch im einfachsten Modus möglich ist, weiter zu kommen und
die nächsten Serien freizuschalten, ohne dass großer Frust aufkommt. Natürlich
ist es aber ratsam, die höheren Schwierigkeitsgrade mit besseren Autos
zu fahren, für welche man natürlich genug Kudo-Tokens benötigt. In jeder
Serie stehen bestimmte Fahrzeugtypen zur Verfügung, wovon zu Anfang jedoch
immer nur 2 zur Auswahl stehen. Aber auch der eben schon erwähnte Arkademodus
mit Einzelrennen und Zeitfahren bietet mit über 20 Rennen schon mehr als
so manch anderer Racer.
Die Strecken
Hier bietet Project Gotham Racing 2 nicht nur sehr viel mehr als der
Vorgänger, sondern mehr als die meiste Kunkurrenz. Mit über 100 verschiedenen
Strecken in den Städten Florenz, Stockholm, Barcelona, Edinburgh, Moskau,
Sidney, Hongkong, Chicago, Yokohama, Washington und dem Nürburgring mit
Nordschleife hat PGR2 einiges im Aufgebot. Für jede Stadt wiederum gibt
es eine ganze Anzahl unterschiedlicher Strecken, welche bei Tag, Nacht
und Regen gefahren werden. Bei der Darstellung hat sich Bizarre Creations
außerordentlich viel Mühe gegeben. Über 70.000 Fotos wurden vor Ort geschossen,
um die Strecken so detailgenau wie möglich darzustellen. Schade nur, dass
man vergessen hat, dem ganzen auch ein wenig Leben einzuhauchen, denn
während des gesamten Spiel fährt man durch Geisterstädte. Kein einziger
Passant oder Zuschauer ist auszumachen. Da hätte man der Atmosphäre willen,
etwas mehr machen können.
Die Autos
Nicht kleckern, sondern klotzen ist wohl das Motto bei Bizarre Creations
gewesen, denn neben den über 100 Strecken werden dem Spieler auch noch
mehr als 100 Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, welche sich alle sehr unterschiedlich
fahren. Die Darstellung der Fahrzeuge ist hervorragend. Ebenso hat man
jedem Fahrzeug einen eigenen sehr echt wirkenden Motorensound spendiert.
Da zunächst nicht alle Fahrzeuge freigeschaltet sind, hat man die Möglichkeit,
diese in einem virtuellen Ausstellungsraum zu begutachten und auf einer
Teststrecke Probe zu fahren. Der Ausstellungsraum ist ein witziges Feature.
Im 3D-Modus läuft man durch ein riesiges Autohaus. Für jeden Fahrzeughersteller
gibt es eine eigene Galerie. Bei der Wahl der Fahrzeuge ist neben der
Höchstgeschwindigkeit und der Beschleunigung auch das Handling und vor
allem die Möglichkeit für Powerslides ein wichtiges Auswahlkriterium.
Ein Fahrzeug, das stark zum Driften neigt, ist zwar sehr schwer zu beherrschen,
bietet aber auch die Möglichkeit, mehr Kudos zu sammeln, worauf es ja
letzten Endes ankommt. Die Steuerung des gesamten Spiels ist insgesamt
hervorragend. Jedes einzelne Fahrzeug reagiert anders, was sich vor allem
beim Bremsen vor Kurven bemerkbar macht.
Die Technik
Project Gotham Racing 2 sieht bombastisch aus und kann in dieser Hinsicht
zweifelsohne als plattformweite Referenz bezeichnet werden. Die Gebäude
in den Städten sind aufwendig texturiert und auch die Fahrzeuge sehen
sehr realistisch aus und erstrahlen in Echtzeit-Enviroment-Mapping. Licht
und Schattenwürfe sind außerordentlich realistisch dargestellt, wie auch
das Wasser in den Flüssen und Seen. Das Ganze läuft zudem absolut flüssig.
Bizarre Creations hat PGR2 auf 30fps gelockt, so kommt es zu keinerlei
Schwierigkeiten. Insgesamt gibt es vier Kameraperspektiven. Zwei, bei
welchen man das Fahrzeug aus unterschiedlich großer Entfernung sieht,
eine aus Sicht der Stoßstange und eine etwas höhere aus Sicht der Windschutzscheibe.
Eine richtige Cockpitperspektive fehlt aber leider. Auch soundtechnisch
bekommt man einiges geboten. Neben einer Fülle von Songs wurde, wie bereits
erwähnt, jedem Fahrzeug ein eigener, sehr authentischer Motorensound spendiert.
Je nach Kameraperspektive, klingen auch diese unterschiedlich. Zudem wird
die Möglichkeit geboten, auf einen eigenen Soundtrack auf der Xbox Festplatte
zurückzugreifen. Die Gegner-Ki wurde im Vergleich zum Vorgänger verbessert,
weißt aber noch immer Potential für Verbesserungen auf. Trotzdem halten
sie nicht blind die Spur, sondern fahren stellenweise doch recht intelligent,
weichen Hindernissen bei Unfällen aus und sind gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden
auch recht aggressiv.
Multiplayer
Das Problem bei Project Gotham Racing 2 ist, dass man es ja irgendwann
mal durch hat. Doch auch für dieses Problem wurde gesorgt, denn es wartet
mir einem beispielhaften Multiplayer-Support auf. So wurde der Onlinemodus
unter anderem mit dem Offlinemodus verknüpft. Die Bestzeiten anderer Spieler
werden übertragen. Von den Allerbesten wird zusätzlich ein Geist übertragen,
der bei den eigenen Rennen mitfährt. Online geht ihr zudem mit bis zu
7 anderen Spielern ins Rennen.
Fazit
Project Gotham Racing 2 ist aktuell sicher die Referenz plattformübergreifend
unter den Straßenrennspielen. Mit den vielen Strecken, Fahrzeugen und
Spiel- sowie Schwierigkeitsmodi bietet es allein für reine Single-Player
schon unendlich viel Spielspaß. Wer zudem noch Xbox Live hat, dürfte für
sehr lange Zeit versorgt sein. Wer auch nur ein geringstes Interesse an
Rennspielen hat, kommt um diesen Titel nicht herum. Was Besseres gibt
es zumindest auf der Xbox derzeit nicht.
Geschrieben am 14.12.2003, Testkonfiguration: Xbox
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