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Prince of Persia Revel.
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (14 votes) | | 2+ |
 |   | | 2.1 |
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| Name: | Prince of Persia - Revelations |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/12 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Sony PSP |
| System: | Sony PSP |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | Nahezu 1:1 Kopie von Warrior Within, extreme technische Mängel |
| USK: | 16 |
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 | | Herstellerscreens |
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| Prince of Persia - Revelations (review von nali_warcow) |
Warum eine Lizenz oder Spiel nicht ordentlich ausschlachten, wenn sich die Gelegenheit dazu
bietet? Nachdem Rockstar Games schon eine Grand Theft Auto Variante auf Basis von GTA 3 für
Sony's PSP auf den Markt brachte, setzt Ubi Soft in Sachen simplen Portierungswahn eins drauf.
Während für PC und Konsole die beiden Vorgänger von "The
Two Thrones" schon einige Zeit zum Tiefstpreis im Budgetregal liegen, kommt eine zusätzliche
Einnahmequelle - vor Weihnachten - gerade richtig, um den Zockern ein Prince of Persia für die
PSP zu präsentieren. Allerdings ist bei der Umsetzung einiges schief gegangen und irgendwie
wurde wohl eine erste Betaversion ausgeliefert. Wie sich das im Detail darstellt, soll das folgende
Review klären.
Wofür gibt es eigentlich Namen, könnte man sich bei dem Spiel fragen. Prince of Persia -
Revelations klingt scheinbar unverbraucht und nach frischen Ideen. Aber nur bis der geneigte
Käufer die Bilder auf der Packungsrückseite gesehen oder sich im Internet genauer informiert
hat. Was wie ein neuer Teil klingt, beinhaltet lediglich ein verändertes Warrior
Within. War da der Publisher zu scheu das Kind beim Namen zu nennen und will so zusätzliche
Käufer gewinnen? Das mitgelieferte Handbuch beinhaltet alle wichtigen Infos über Charaktere,
Schlagkombinationen und die Sandmächte. Farbigen Druck darf man selbstverständlich bei einem
Preis von 40 € und mehr nicht erwarten.
Neuer Name, gleiche Story
In Prince of Persia - Revelations hat sich die Hintergrundgeschichte zu Warrior Within nicht
geändert. Auch in der PSP Version macht sich der Prinz von Persien auf, die Insel der Zeit zu
erreichen und dort die Erschaffung des Zeitsandes zu verhindern. Was Nichtkennern der Story
verborgen bleibt, sind die Auswirkungen von "Prince
of Persia: Sands of Time". Da hatte der namenlose Held versehentlich den Sand der Zeit befreit
und alle Personen in der näheren Umgebung in Sandbestien verwandelt. Mit viel Glück, der Hilfe
von Farah und einem magischen Dolch war es jedoch gelungen, die Dinge wieder ins rechte Lot
zu bringen. Alles war überstanden, dachte zumindest der Prinz, wurde jedoch schon bald vom Gegenteil
überzeugt. Manipulationen an der Zeitlinie sind überhaupt nicht gern gesehen und deshalb wird
der Held vom Wächter der Zeit gejagt. Die einzige Lösung, die sich bietet, ist somit, zur Insel
der Zeit zu reisen und dort die Erschaffung des Sandes zu verhindern. Genau wie in der PC und
Konsolenvorlage "Warrior Within" endet das Unternehmen schon recht früh auf hoher See, wenn
das Schiff des Prinzen geentert und er außer Gefecht gesetzt wird. Schließlich erwacht der Held
wieder am Strand und muss sich nun allein um sein Problem kümmern. Schon bald stellt sich dabei
heraus, dass die Lösung nicht so einfach sein wird, wie anfangs vermutet wurde. Die Herrscherin
und ihre Wachen haben eigene Pläne. Wie in Warrior Within, so erwartet den Spieler auch in Revelations
eine Mischung aus Sprungeinlagen, zeitkniffligen Passagen und ordentlichen Kämpfen. All das
verpackt in stimmiger Grafik, einen Heavy Metal Soundtrack und dem abenteuerlich hohen Schwierigkeitsgrad.
Da Warrior Within und Revelations sehr viele Gemeinsamkeiten haben, wird hier primär auf die
Änderungen und PSP spezifischen Besonderheiten eingegangen. detaillierter Informationen zu einigen
Punkten befinden sich im Review zur PC Fassung
von Warrior Within.
Die Insel der Zeit, Version 1.04B(eta)
Nach der actionreichen Einführung auf dem Schiff beginnt das Abenteuer auf der Insel der
Zeit deutlich geruhsamer. In bekannter Art und Weise kämpft sich der Held zu seinen Zielen vor.
Mal gilt es einige Kletterpassagen in sehr imposant gestalteten Räumen zu meistern, noch durch
eine Tür hindurchzurutschen, bevor die Zeitspanne abgelaufen ist, Fallensystemen auszuweichen
und den Kampf gegen allerlei Sandkreaturen zu meistern. Der Schauplatz ist von den Entwicklern
dabei so gestaltet worden, dass das Spiel nicht allzu linear wirkt und der Spieler jederzeit
zu fast jedem Punkt wieder zurück kann, was insbesondere für die Secrets eine nicht zu unterschätzende
Möglichkeit darstellt. So kann der Spieler sich auch noch kurz vor dem Ende dazu entschließen,
alle geheimen Lebensverlängerungen zu finden und so ein alternatives Ende zu sehen. Die Mischung
des Gameplays ist - wie gehabt - sehr ausgewogen und abwechslungsreich gehalten. Immer wieder
lockt die ansprechende Architektur zu Klettereinlagen und die sehr gekonnt eingesetzten Fallensysteme
erfordern die unterschiedlichsten Taktiken und Strategien des Spielers. Zwar wird immer mal
wieder Recycling betrieben und die Grundlagen wiederholen sich, doch bis zum Ende hin gibt es
unterschiedlichste Variationen und neue Kniffe. Mal balanciert der Prinz einfach nur über eine
schmale Stange, ein anderes Mal kommt einem ein Gegner entgegen oder in der Mitte fehlt ein
Stück und dafür dreht sich dort ein großes Rad, das in Abständen Lücken hat, durch die gesprungen
werden kann. Da gilt es die Fähigkeiten des Prinzen möglichst geschickt einzusetzen. In dieser
Hinsicht gibt es am Anfang ein schön ins Spiel eingebettetes Tutorial, das den Spieler durch
die mannigfaltigen Möglichkeiten der Spielfigur führt. Nur laufen und springen ist ja nichts
mehr für aktuelle Helden. Da sind dann auch Spezialmanöver wie an Wänden entlanglaufen oder
zwischen zwei Mauern hochspringen ganz normaler Alltag. Entsprechende Anwendungen in Kombination
mit anderen Aktionsmöglichkeiten wie Springen, Schlagen und Co entlocken die beeindruckendsten
Manöver. Wenn das alles nicht ausreicht, dann kann der Spieler auch noch auf die Möglichkeiten
des Sandes zurückgreifen, wovon der Held einige Behälter voll mit sich herumtragen kann. Aber
nicht nur im Kampf können damit einige besonders mächtige Angriffe eingesetzt werden, sondern
auch bei Fehlern und kniffligen Passagen offenbart sich der Sand als gute Hilfe. Damit lassen
sich Steuerungsfehler einfach rückgängig machen, indem die Zeit zurückgespult wird oder aber
für kurze Zeit das Geschehen verlangsamt abläuft. In dieser Zeit kann beispielsweise eine sich
schließende Tür noch erreicht, Fallen umgangen und Feinden ordentlich eingeheizt werden. Gerade
die ab und zu auftauchenden größeren Zwischengegner sind alles andere als leichtes Futter und
sorgen für schweißtreibende Kämpfe. Aber auch der Kampf gegen die normalen Gegner weiß zu gefallen,
wenngleich aufgrund der doch recht langen Spielzeit von etwa 30 Stunden ruhig einige Variationen
mehr ins Spiel hätten integriert werden dürfen. Eine ganz besondere Herausforderung stellt der
Dahaka dar. Der Wächter der Zeit kann nicht besiegt werden und es heißt somit immer Flucht für
den Prinzen, wenn das Ungetüm ihn wieder gefunden hat. Um nicht gefangen zu werden, gilt es
eine mehr oder weniger lange Passage aus Kletter- und Sprungaufgaben schnell zu meistern, bevor
das Biest ihn von hinten erwischt. Untermalt wird diese Hatz durch eine entsprechende grafische
Untermalung mittels eines Zweifarbsystems. Auch in Revelations gilt es wieder, sich durch Zeitportale
beider Epochen der Insel der Zeit zu Nutze zu machen. Ist in der Gegenwart die Treppe zum Eingang
eingestürzt oder ein Gang nicht passierbar, einfach das nächste Portal finden und die Passage
in der Vergangenheit absolvieren, wo eingestürzte Brücken noch im Urzustand sind und auch das
eine oder andere Fallensystem noch funktionstüchtig ist. Aber Ubi Soft hat bei der Portierung
von Warrior Within die Insel der Zeit nicht nur einfach 1 zu 1 kopiert, sondern auch etwas erweitert.
Das klingt wie eine gute Idee, doch die Umsetzung ist alles andere als homogen zum Rest des
Spiels. Die Entwickler haben einfach an einigen Stellen Passagen verlängert, wie beispielsweise
den Gang von der großen Halle zum Thronsaal. Da wurde einfach der Verbindungsgang unterbrochen
und eine neue Passage eingeführt, während die Fallen und Kletteraufgaben durchaus zu gefallen
wissen, da sie auch neue Taktiken und Strategien erfordern, wirkt die Präsentation sehr mau
und der Schwierigkeitsgrad unausgewogen. Die Abschnitte wurden so lieb- und detaillos hingelatscht,
dass diese überhaupt nicht mehr mit dem Rest des Spiels harmonieren. Da wäre es sicherlich eine
bessere Idee gewesen, einfach den Vorgänger Sands of Time mit zu integrieren, damit der Spieler
eine durchgehende Handlung und nicht nur einen Storyfetzen des Spiels erlebt.
Und schon wieder runter gefallen!
Mit Sands of Time führten die Entwickler eine grandiose Steuerung ein. Diese ging so einfach
von der Hand, es konnten die kompliziertesten Manöver ausgeführt werden und der Spieler scheiterte
fast nie aufgrund der Handhabung an einer Passage. Die Steuerung hat viel verziehen, nachjustiert
und mit Automatikmöglichkeiten dem Spieler tatkräftig unter die Arme gegriffen. Der Spieler
braucht nicht exakt an der Kante auf die Sprungtaste zu drücken oder genau aufzupassen, dass
der Charakter nicht runter fällt. Mit Gamepad bewaffnet spielten sich die Prinz-Teile auf PC
und Konsole wie Butter, so dass sich der Spieler voll und ganz auf das Gameplay konzentrieren
konnte. Nur dieses "locker von der Hand" hat es nicht in die Handheldversion geschafft. Die
Steuerung ist deutlich hakeliger. Allein die fehlende Möglichkeit dauerhaft die Kamera exakt
mit einem zweiten Stick zu justieren, um das Geschehen optimal im Blick zu haben, stört ungemein.
Aber auch ein manuelles Nachjustieren, bringt nicht immer den gewünschten Erfolg. Gerade dadurch
werden schon die kleinsten Sprünge, aber auch Fallen, zu großen Herausforderungen. Wie oft der
Held allein deswegen sterben muss, weil ein simpler Sprung nichts wird, da der Charakter im
Sprung zur Seite abdriftet oder der kurze Anlauf nicht ganz gelungen ist, kann man sich nach
den Konsolenversionen überhaupt nicht vorstellen. Da werden lauter enge und schmale Tunnel als
Zusatz ins Spiel gebracht, aber nicht mal da für eine ordentliche Kameraansicht gesorgt. Das
Spiel ist somit auf der PSP eine ganze Ecke schwerer als der große Bruder Warrior Within. Aber
die ganzen Probleme bei der Steuerung wären ja nicht ganz so gravierend, wenn die Entwickler
bei der Portierung mitgedacht hätten. Wenn es sich umständlicher spielt, deutlich mehr Frustmomente
hat und schon in der Urversion der Schwierigkeitsgrad nicht von schlechten Eltern war, dann
sollte so etwas doch bei der Portierung berücksichtigt werden. Schon einige zusätzliche Checkpoints,
mehr Lebensenergie bzw. geringerer Schaden oder einfach nur mehr Vasen mit Sand zu platzieren
wäre eine Leichtigkeit gewesen, die auch der Praktikant hätte machen können, der das Spiel
durch den Konverter hat laufen lassen.
Präsentation
Leider enden jedoch die Ärgernisse nicht bei der Präsentation. Ubi Soft hat außerdem recht
viel -fast alles- vermurkst, was überhaupt möglich war. Einzig positiv an Revelations sind die
doch recht ansehnlich, leicht runtergerechneten Texturen. Gerade die bekannten Räume haben nichts
von ihrer Faszination verloren und das Spiel macht einen ordentlichen Eindruck. Nur sind die
Entwickler wohl lediglich mit einem Tool durchgegangen und haben alle Texturen stärker komprimiert.
Als wären die doch leider dafür sehr detailarmen Charaktere nicht genug, so hat sich leider
auch über ein Jahr nach Warrior Within noch immer kein Grafiker erbarmt und die Haartextur von
Kaileena verbessert. Extrem ungünstig sind auch die zum Teil kaum zu erkennenden Fallen, wie
Sägeblätter und Co, die auf dem Display nahezu nicht zu erkennen sind. Neben merklichen Slow-Down
und Rucklern hat sich Ubi Soft außerdem die Freiheit genommen und das Spiel, wie die europäische
Version von The Two Thrones, zu zensieren. Doch es gibt noch weitere Ärgernisse im technischen
Bereich. Die komplette Welt wird gestreamt und nach und nach jeweils von der UMD nachgeladen.
Weshalb laufend lautstark nachgeladen wird. Allerdings in einer Art und Weise, dass immer wieder
mit langen Ladepausen auch während Sprüngen und Fallensystemen zu rechnen ist. Da läuft
der Spieler die Wand entlang, will gleich abspringen und muss dabei der nächsten Falle exakt
ausweichen und mitten im Lauf hält das Spiel an und lädt nach. Mal kann eine recht lange Passage
ohne Beeinträchtigung gespielt werden und dann wird in einem simplen Gang schon nach drei Metern
wieder nachgeladen. Weiter "unterhalten" wird der Spieler durch Clippingfehler und Soundbugs.
Da fehlt immer mal wieder der Sound von Fallen, Sprachtexte werden in Zwischensequenzen nicht
ausgegeben (Untertitel können nicht eingeschaltet werden) und die Lippensynchroniät hat
auch schon bessere Tage erlebt. Das Highlight ist dann noch ein Hänger bzw. kompletter Absturz
der PSP nach einer schweren Stelle, nachdem es keinen Speicherpunkt gab. Das Gerät muss durch
das Rausnehmen des Akkus neu gestartet werden - der temporäre Checkpoint nach der Passage ist
natürlich weg.
Meinung
Ubi Soft, was habt ihr da bitte abgeliefert? Ich hätte gern die finale Version und nicht
die erste Alpha. Dass hier nur mit einem anderen Namen versucht wird, zusätzliche Käufer zu
finden ist eine Sache, aber wie kann man sich auch nur trauen ein Spiel in diesem Zustand auf
den Markt zu werfen? Es war einfach nur extremer Frust sich durch diesen Bugberg zu quälen.
Nachladen, wenn gerade eine Sprungkombination oder Falle ansteht oder Systemabstürze sind nur
zwei Dinge, die neben der Steuerung gegen einen Kauf dieses Spiels sprechen. Scheinbar ist das
Weihnachtsgeschäft wichtiger, als auch nur annähernd zufriedene Käufer und Spieler. Da nützt
die längere Spielzeit, durch ein noch stärker vermurksten Schwierigkeitsgrad kaum etwas. Lediglich
Hardcorezocker, die auf der Suche nach einer Herausforderung sind und über viel Frustpotential
verfügen, kann man diese Version ans Herz legen. Alle anderen sollten einen weiten Bogen um
den PSP Ableger machen und sich eher die preiswerten PC und Konsolenfassungen kaufen. Ganz schwache
Leistung Ubi Soft!
Geschrieben am 06.02.2006, Testkonfiguration: Sony PSP
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