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Project I.G.I.
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 | Info |
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| Gesamt (27 votes) | | 2+ |
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| Name: | Project I.G.I. |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2000/12 |
| Publisher: | Eidos |
| Entwickler: | Innerloop |
| Hardware: | 300Mhz, 64MB RAM, 3D-Karte, HD 500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, DX7 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Englisch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| USK: | 16 |
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"I'm going in!" - Zutreffender kann ein Titel nicht sein.
In der Rolle des britischen Elitesoldaten David Llewelyn Jones müssen Sie die schwierigsten
Aufträge im Gegensatz zu Genrekollegen wie Swat3 oder Rainbow Six im Alleingang bewältigen.
Das Ganze zudem in wirklich sehr abwechslungsreichen Missionen, welche aneinander anschließen
und die eigentliche Story weiterbringen.
Zur Story: Terroristen haben eine Atombombe gestohlen. Einer von ihnen, Josef Pribori, ist
übergelaufen und hat ausgepackt. Leider wurde er von der russischen Mafia entführt. Ihre Aufgabe
ist es nun, ihn aus den Händen der Mafia zu befreien und sicher außer Landes zu bringen. Vor
und nach jeder Mission werden Story und Missionsziele in Form von Videos in Spielgrafik dargestellt.
Die Missionen sind sehr unterschiedlich. Unter anderem muß man zum Beispiel einen LKW stehlen,
eine Radarstation ausschalten, eine Geisel befreien oder einem anderen Eliteteam als Scharfschütze
Deckung geben.
Der Weg zum Erfolg kann von Mission zu Mission sehr verschieden sein. Mal macht es Sinn,
sehr ruhig und bedacht vorzugehen, beim nächsten Mal ist der Einsatz von schweren Waffen nützlicher.
Meist ist es von Vorteil, möglichst unbemerkt zu bleiben. Um dies sicherzustellen, kann man
sich z. B. in Computer hacken und die Sicherheitskameras ausschalten. Man kann diese auch zerschießen,
doch kann dieser Weg unter Umständen auch den Alarm auslösen. Gleiches gilt für die Benutzung
von Waffen. Das Arsenal beginnt bei einem Messer, geht über Handfeuerwaffen wie Glock und Desert
Eagle über MP5 und M16 zum Scharfschützengewehr Druganov sowie einer schweren Panzerfaust. Auch
die fallengelassenen Waffen der Gegner wie Uzi's und Ak47 können aufgehoben und verwendet werden.
Wer möglichst unbemerkt sein möchte, sollte bei der Wahl seiner Waffe sehr bedacht vorgehen.
Zusatzgeräte wie eine elektronische Navigationskarte, auf welcher alle Ziele der Mission markiert
sind und ein hochmodernes Fernglas helfen ebenfalls. Gerade letzteres kann sehr nützlich sein,
weil es jeden Gegner im Sichtfeld rot markiert. Stellt man sich mit diesen auf einen Berg in
der Nähe, kann man die ganze Basis ausspionieren und sich seine Taktik ausdenken.
Zu den Bewegungsmöglichkeiten gehören neben dem Erklimmen von Leitern auch das Erklettern
von Zäunen oder das Runterrutschen einer Stromleitung in das gegnerische Lager. Das geschieht
jedoch alles nicht in der üblichen 3D-Shooter Ansicht: Man drückt den Benutzen-Knopf und betrachtet
das Ganze dann aus der 3rd Person-Perspektive. Als einzige Unterstützung kann der Spieler jedoch
auf den sogenannten Kartencomputer zugreifen, ein satellitengestützes Überwachungsgerät, welches
nicht nur einen guten Überblick über das Zielgebiet inkl. aller sichtbaren Gegner verschafft,
sondern auch die Einsatzziele beschreibt und Logbuch über alle geführten Gespräche führt.
Die Gegner verhalten sich teils sehr merkwürdig. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass
die KI mit das Dümmste seit langem ist. So kommt es nicht selten vor, dass man einen von 2 Soldaten
angreift und der zweite nicht im geringsten darauf reagiert. Andere tanzen völlig orientierungslos
um einen herum, anstatt auf einen zu schießen. Das ist aber nicht unbedingt ärgerlich, kaum
auszudenken wie schwer dieses Spiel mit einer besseren KI wäre. Denn wie bei anderen Spielen
dieses Genres auch kann man während einer Mission nicht speichern. Der große Unterschied bei
Project I.G.I ist jedoch, dass hier eine Mission durchaus mal eine ganze Stunde dauern kann.
Um so ärgerlicher sind auch andere kleine Ungereimtheiten. So kann man alle in einer Baracke
befindlichen Gegner ausschalten, nur damit beim nächsten Alarm im Minutentakt Gegner aus eben
dieser gelaufen kommen. Mit Speicherfunktion wäre es jedoch zu leicht und würde dem Spiel die
eigentliche Spannung nehmen.
Die Missionsziele - in der Regel Militärstützpunkte - sind trotz unterschiedlicher Szenarien
immer recht ähnlich aufgebaut. Meiner Meinung nach ist das nicht nur realistisch, sondern auch
spielerisch sinnvoll. Ein wenig mehr Kreativität hätte aber sicher auch nicht geschadet.
Die Grafikengine basiert auf der des Flugsimulators "Joint Strike Fighter" - Das sieht man
auch sehr schnell. Die weitreichenden Terrains mit riesigen Bergen wirken unglaublich realistisch
und solch hohe Sichtweiten wie in I.G.I kennt man sonst nur aus wenigen Flugsimulationen. Die
Gegner sind dafür stellenweise weniger gut animiert. Gerade auf größere Entfernungen scheint
es, als würden sich sich auf Schienen bewegen.
Während jeder Mission läuft eine mehr oder weniger stimmungsvolle Musik im Hintergrund. Die
Soundeffekte, besonders die der Waffen, klingen sehr realistisch. Die Dialoge sind, wie für
Eidos in letzter Zeit leider üblich, nicht synchronisiert sondern untertitelt. Gesteuert wird
Project I.G.I komplett mit Tastatur und Maus, die Konfiguration ist selbstverständlich frei
belegbar. Das Handbuch gibt einen groben Überblick über die Steuerung und die verschiedenen
Waffen sowie einige Tipps zum Spiel.
Alles in allem ist Project I.G.I. ein gutes Game, auch wenn es einige Schwächen insbesondere
im Bereich KI hat. Die fehlende Speicherfunktion in Verbindung mit den doch recht langen Missionen
kann so manchen Spieler sicher ziemlich frusten, weshalb nur Fans des Genres blind zugreifen
sollten. Alle anderen sollten erst mal ein Testspiel wagen.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines bereits auf der Site 'GUN' veröffentlichten
Reviews.
Geschrieben am 04.03.2001, Testkonfiguration: keine Angabe
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