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Rayman 2
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1 |
 |   | | 2 |
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| Gesamt (35 votes) | | 1 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 1.4 |
 |   | | 1.8 |
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| Name: | Rayman 2 - The Great Escape |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 1999/10 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | rayman-fanpage.de |
| Hardware: | 133Mhz, 32MB RAM, 3D-Karte, HD 220 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX6 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.0 |
| Bemerkung: | auch für Dreamcast, N 64, PS 1 |
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 | | Kanonenfutter |
 | | Das Dach der Welt |
 | | Entführte Globox-Kids |
 | | Rayman On The Run |
 | | Piranha-Attacke |
 | | Fly, Rayman, Fly |
 | | Tauchexpedition |
 | | So grün war mein Tal |
 | | Der Regenmacher |
 | | Rückkehr der Rayman-Ritter |
 | | Lum-Liane |
 | | Dornenattacke |
 | | Clark, Kleinling und Rayman |
 | | Polokus, Familie Globox & Granätchen |
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| Rayman 2 - The Great Escape (review von yak) |
Aus aktuellem Anlass zum Release von Rayman
3 ist es sicher nicht verkehrt, sich den Vorgänger noch einmal genauer
anzusehen, war er doch vor fast 4 Jahren das Non-Plus-Ultra Jump & Run
auf dem PC.
Oft hat man bedingt durch die nostalgische "Früher war alles besser Brille"
einen etwas verklärten Blick und hat für Dinge, die man früher als großartig
empfand, heute nur noch ein müdes Gähnen übrig.
Aber oft hat man auch genau den gegenteiligen Eindruck. Reizüberflutung
macht es möglich, dass wir nicht zwingend kritisch zu den uns angebotenen
Medienereignissen sind, sei es Kino, Film oder Fernseh und gibt sich mit
guter Graphik/ Spezialeffekten zufrieden. Gameplay und Handlung bleiben
dabei häufig auf der Strecke. So beobachtet man nicht selten, kramt man
mal alte Software oder das Videofilmarchiv durch und begutachtet seine
alten "Schätzchen", dass man in vielen Bereichen eine Rückentwicklung
feststellen muss.
Vertrauen heute Film- und Spielschaffende hauptsächlich auf High-End
Technik, war man vor ein paar Jahren eher darauf angewiesen, den Spieler
mit gutem Charakterdesign, ausgefeiltem, stimmigen Gameplay und guter
Geschichte vor den Screen zu bannen.
Nicht umsonst finden sich unter den All-Time-Classics häufig Titel, die
diesen Anspruch für sich geltend machen können. Selten sind es Spiele,
die damals hauptsächlich durch ihre fortschrittliche Technik auf sich
aufmerksam machten. Der Kult um Spiele wie Fallout ist dagegen auch heute
immer noch ungebrochen. Sollte als "Bonus" sozusagen auch die technische
Realisation angemessen sein, um so besser.
Kann aber ein Spiel, das bereits 4 Jahre auf dem Buckel hat, was für
die schnelllebige Computerspielezeit fast einem halben Jahrhundert nahe
kommt, auch heute noch begeistern?
Ein gutes Indiz dafür ist die Verfügbarkeit eines Titels. Welche der
damals gehypten Spiele sind heute noch "allgegenwärtig" verfügbar. Oft
machen sie noch die Zweitverwertung im Budgetbereich durch und sind dann
bereits ein Fall für das Museum.
Anders Spiele, die einen wahren Kultcharakter bewahrt haben und so ist
es nicht verwunderlich, dass wir in den Budgetregalen immer noch Spiele
wiederfinden, die diesen Anspruch verdienen, auch wenn einige Perlen aufgrund
des Publishersterben ins Walhalla der Bits & Bytes eingekehrt sind.
Rayman 2 bliebt dieses Schicksal jedoch verdienter Weise erspart, gehört
der Knirps ohne Arme und Beine doch zu den schönsten Games des Genres.
Problemlos vollführte er nicht nur den Sprung vom 2D zum 3D Format, sondern
bringt zudem jede Menge frische Ideen mit.
Robo-Piraten aus dem Weltraum starten die Invasion, um die Welt zu beherrschen.
Widerstand ist sozusagen zwecklos und so wird Rayman auf dem Piratenschiff
gefangengenommen und all seiner Kräfte beraubt. Doch es kommt noch schlimmer.
Die Piraten haben das Herz der Welt zerbrochen, alle Helden gefangengenommen.
Die Welt wurde zu einem düsteren, unheimlichen Ort und die Bewohner allesamt
versklavt. Doch Globox, Raymans bester Freund, wurde als Gefangener ins
Piratenschiff eingeschleust und mit Hilfe von ein wenig Magie der Fee
Ly erlang Rayman einen Teil seiner Fähigkeiten zurück und konnte mit Globox
vom Piratenschiff fliehen. Das Abenteuer kann beginnen...
Graphisch kann Rayman 2 mit aktuellen Produkten immer noch mithalten
und das trotz des Alters. Comics sind halt zeitloser als Unreal &
Co. Bunt, bunter, Rayman wäre wohl die richtige Steigerung. Die Level
sind liebevoll und abwechslungsreich gestaltet, ob es dunkle Geisterhöhlen,
versunkene Schiffe, Sümpfe oder Wälder sind. Schöne Lichteffekte und gute
Animationen der Figuren sorgen für das richtige Comic-Ambiente. Besonders
gelungen sind die unterschiedlichen Figuren. Alle haben ihren eigenen
Charme und passen großartig zur Story. So z. B. Raymans Freund Globox,
der ein wenig dumm scheint und sich oft ängstlich aus dem Staub macht.
Die Kleinlinge, von denen sich keiner so recht entscheiden mag, wer wohl
König ist und deswegen auch die Krone minütlich untereinander ausgetauscht
wird, der gutmütige und kräftige Clark oder der Erzbösewicht Admiral Klingenbart
mit seinen Robotern, nicht zu vergessen die Zombiehühner im Sumpf des
Schreckens. Die Entwickler haben es geschafft, eine völlig glaubwürdige
und stimmige Atmosphäre allein durch die Figuren zu vermitteln.
Unterstützt wird das Spielgeschehen noch durch die einmalige Musik, die
alle Register des Möglichen zieht. So gibt es richtige Swashbuckler-Adventure-Musik,
Passagen mit E-Gitarren Einsatz und auch Melodien, die an die Screwball-Komödien
der 60ziger erinnern. Das Spektrum scheint groß, passt aber absolut zum
Geschehen und ändert sich auch entsprechend dem Spielgeschehen. Die Geräuschkulisse
gibt wenig Anlass zur Beschwerde. Schöne Effekte und Ambientesounds wie
Vogelgezwitscher, Lavabrodeln oder die Hilfeschreie der Gefangenen ergänzen
das Rundumerlebnis. Die Sprache beschränkt sich auf "Comic-Dialekt". Bis
auf Eigennamen ist so gut wie kein Wort zu verstehen, aber dennoch weiß
jeder was gemeint ist, was nicht nur an den Untertiteln liegt ;).
Gesteuert wird Rayman wahlweise über Tastatur oder Gamepad, wobei man
ersteres getrost vergessen sollte, denn in hektischen Spielsituationen
wird man dabei kaum erfolgreich sein. Leider lässt sich die Steuerung
nicht frei konfigurieren und das ist auch schon fast der einzige Kritikpunkt,
den ich an Rayman 2 äußern kann. Unser gliederloser Held lässt sich jedoch
problemlos und effektiv über das Gamepad steuern, wenn man auch einige
Sonderfunktionen wie z. B. Rundumblick nicht in der Standardpadbelegung
findet. Besonders erwähnenswert sei noch die automatische Kameraführung,
die das Spielgeschehnen meist optimal in Szene setzt und nur selten Nachjustierung
erfordert.
Bugs gab es erfreulicherweise keine und das Spiel lief auch auf neuen
High-End Rechnern und Win XP ohne Probleme. Aufgrund des Programmalters
können auch Besitzer alter System aufatmen, denn der kleine Held
flitzt auch ab einem Pentium 133 mit 3D Karte munter über den Screen.
Kommen wir nun zum schönsten Teil, dem Gameplay.
Rayman 2 ist im Grunde ein klassisches Jump & Run Spiel geblieben, setzt
jedoch gekonnt neue Ideen in die 3D Welt, gewürzt mit einer Prise Adventureanteil,
um. Vergleichbar ist es im Prinzip mit dem Konsolenkonkurrenten Mario
64, jedoch braucht er sich sicher nicht dahinter zu verstecken. Raymans
Aufgabe ist es, die Gefangenen zu befreien und das Herz der Welt wieder
zusammenzufügen. Dazu braucht er jedoch Hilfe von Polokus - Erschaffer
der Welt, der jedoch leider dahingeschieden ist und nur durch die Kraft
der vier magischen Masken ins Reich der Lebenden geholt werden kann. Ein
Handbuch braucht man eigentlich nicht, denn dafür gibt es Murfy, die fliegende
Enzyklopädie, der uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. So lernt
Rayman seine Fähigkeiten, wie er z. B. seine Haare als Propeller einsetzt,
seine Fäuste als fliegende Geschosse verwendet, taucht, schwimmt, hangelt
und klettert. Rayman 2 ist kein Spiel, wo es auf Pixelarbeit ankommt,
wie es oft andere Jump & Runs vorbeten. Selten gibt es Passagen, die absolute
Millimeterarbeit erfordern und somit den Spielspass gefährdet. Knapp
daneben ist also nicht gleich vorbei, denn dann klammert sich Rayman erst
einmal am Vorsprung fest und schwingt sich gekonnt nach oben.
Doch ist Rayman 2 kein einfaches "ich hüpfe bis zum Levelende durch Spiel".
Das Game sprüht nur so vor Ideen. So erlernt Rayman im Spielverlauf weitere
Fähigkeiten. Er kann z. B. später mit seiner Hand nach violetten Lums greifen
und sich wie Tarzan durch die Level schwingen oder er erlernt einen stärkeren
Schlag. Schafft man es, in dem jeweiligen Level alle Lums und Gefangene
zu befreien, wird man zudem mit einem Bonuslevel beglückt.
Rayman lebt aber auch von den vielen kleinen Details, die das Spiel so
abwechslungsreich machen. So sind Endbosse jeweils nur mit einer entsprechenden
Taktik auszuschalten, wie z. B. den von Klingenbart "rekrutierten"
ferngesteuerten Clark, den man in eine Energiebarriere locken muss oder
wie man die Maschine, die Ly gefangen hält mit Pulverfässern zu bewerfen
hat. Rayman bietet aber noch viel mehr. So kann unser kleiner Held beispielsweise
eine Granate auf Beinen reiten, nachdem er sich gezähmt hat, und damit
unüberwindliche Dornen passieren. Es ist einfach unglaublich, wie viel
Spaß es gemacht hat, solange im Kreis vor ihr herzulaufen, bis ihr schwindelig
wird und sie völlig außer Atem schnaubend und erschöpft zusammenbricht
und sie dann für Rayman gefügig wird. Oder ein Ritt auf einem fliegenden
Pulverfass, das wir für kurze Flüge nutzen können, nachdem wir es angezündet
haben. Auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Pflaumen sollte
nicht unberücksichtigt bleiben. So eignen sie sich hervorragend, um sie
in brodelnder Lava als Transportmittel zu verwenden oder auch, um gegen
unsere Schüsse resistenten Gegner vorzugehen, in denen wir sie damit bewerfen
und sie auf ihrem Kopf stecken bleiben. Einfach großartig, was die Designer
daraus gemacht haben und wie passend sie es in den Rätselteil des Games
eingebaut haben.
Doch das ist noch lange nicht alles. So können wir mit unserem Freund
der Seeschlange eine furiose Wasserskifahrt durch die Sümpfe absolvieren,
eine Achterbahnfahrt, eine Riesenspinne, die uns durch ein Risennetz jagdt
oder eine apokalyptische Reise auf einer fliegenden Granate durch das
Piratenschiff, dass selbst Luke Skywalkers "Ritt" in den Todesstern alt
aussehen lässt. Dass Rayman auch ein gekapertes fliegendes Piratenschiff
zur Rettung von Globox Kindern, die in den Minen gefangen gehalten werden,
manövrieren muss, sollte nicht unerwähnt bleiben oder die Rettungsaktion
von der Waldame Carmen, die uns dann aus Dankbarkeit den Weg durch die
Unterwasserhöhlen zeigt und wir aus ihren Sauerstoffblasen die nötige
Luft zum Atmen erhalten. Solche Intermissionen, die immer für Abwechslung
sorgen, machen Rayman 2 zu etwas wirklich Besonderem. In Kombination mit
den humorvollen Zwischensequenzen und den vielen kleinen Details, die
gar nicht im Einzelnen erwähnt werden können, ist ein wirklich stimmiges
Spiel geworden. Alleine schon zu beobachten, wie Globox, der uns eine
Zeit im Spiel nach seiner Befreiung begleitet und bei einigen Spielpassagen
hilft, ist eine wahre Wonne. So vollführt er einen indianisch geprägten
und artikulierten Regentanz, der Blumen wachsen oder Feuer erlöschen lässt.
Auch das "Tänzchen", das Rayman vor Verlassen mit dem letzten
befreiten Kleinling je Levelende veranstaltet, darf nicht fehlern.
Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen und steigert sich langsam. Gespeichert
wird automatisch pro Level, in denen es ausreichend und fair verteilte
Rücksetzpunkte gibt. Selten kommt zum Frust und man erhält genügend virtuelle
Chancen, den Knackpunkt der Gegner im "learning by doing Verfahren" zu
erkunden. 12-15 Stunden Spielspass sind gewiss.
Rayman 2 ist nach vier Jahren immer noch das beste Jump & Run auf dem
PC. Wer es bis jetzt noch nicht hat, sollte es sich langsam aber sicher
einmal zulegen. Ein Spiel für jung und alt, mit Suchtfaktor und Wiederspielpotential,
denn man kann nach Absolvieren jeden Level erneut aufsuchen und Jagd auf
die verbliebenen Secrets, Lums und Gefangenen machen. Rayman 2 ist der
Beweis für ein Spiel, dass auch Jahre nach der Erstveröffentlichung nichts
an Charme verloren hat. Das Leveldesign lässt niemals das Gefühl der Langeweile
oder der Wiederholung aufkommen, worunter viele andere Jump & Run Games
zumeist leiden. Ein Paradebeispiel für gutes Gamedesign.
Geschrieben am 06.04.2003, Testkonfiguration: AMD2100+, Radeon 9500 Pro, 512MB Ram, SB Audigy
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