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Restricted Area
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 | Info |
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| Gesamt (47 votes) | | 3 |
 |   | | 1.4 |
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| Name: | Restricted Area |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/10 |
| Entwickler: | Master Creating |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 800Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 1.1 |
| Bemerkung: | nur auf DVD |
| USK: | 12 |
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| Restricted Area (review von ronin) |
Diablo und dessen Nachfolger verstanden
es hervorragend, RPG-Flair, Charakteraufstieg und Itemsuche zu einem einfach bedienbaren und
süchtigmachenden Konzept zu vereinen. Auch ich konnte von diesen Hack & Slay Rollenspielen
nie wirklich genug bekommen. Wie bei jedem erfolgreichen Spiel folgten sehr viele Nachahmer,
auch Clone genannt. Sacred war eines
der prominentesten und besseren der letzten Monate. Mit Restricted Area versucht ein kleines
deutsches Entwicklerstudio namens Master Creating am Erfolg des großen Vorbilds Diablo anzuknüpfen.
Mit dem Unterschied, dass an die Stelle des typischen Fantasyflairs ein düsteres an Fallout
erinnerndes Endzeitszenario getreten ist.
Bevor ich auf die Gameplayelemente und die Story eingehe, wie immer vorab die technische
Präsentation des Spiels.
Grafik
Kenner von Hack & Slay Rollenspielen haben eine gewisse Toleranz für die grafischen Präsentationen
innerhalb dieses Genres entwickelt. Diablo2
war schon zu seiner Zeit grafisch recht veraltet und ebenso lieferte Sacred
für diesen Bereich nicht gerade Glanznoten ab. Auch Restricted Area setzt diese zweifelhafte
Tradition fort. Vorgerenderte Umgebungen und holprige Animationen unterfordern jede Grafikkarte.
Zwar ist es möglich, ins Geschehen hinein zu zoomen, aber ich rate stark davon ab. Es sei denn,
man möchte unbedingt den Wert von Pixel pro Charakter ermitteln. Die NPCs, Gegner und auch die
eigene Figur sind Bitmaps, die sehr grob und regelrecht schwebend über die 2D-Landschaft humpeln.
Auch die Vielfalt der anzutreffenden Feinde ist nicht gerade berauschend. Unterschiede sind
meistens nur beim Level und der Farbe gegeben. Hier hatte Sacred bei weitem mehr zu bieten.
Leider sieht es auch bei den Effekten mehr als trübe aus. Mein "Flammenwerfer-Johnson" wedelte
von Anfang bis Ende der Singleplayer-Kampagne mit dem gleichen grafischen Effekt vor den Gegnern
herum. Höchstens Faß- und Granatexplosionen bieten ein wenig Abwechslung. Spielt man die beiden
etwas ausgefalleneren Charaktere (Victoria, Jessica) kommt man noch in den Genuß von recht unspektakulären
Zaubersprüchen (Psikräfte genannt) oder der witzigen Cyberspaceumgebung, die vom Flair her ein
wenig an den Film Tron erinnert. Ein
weiterer Knackpunkt bei dieser Art von Spielen, ist die grafische Anpassung des Charakters an
die jeweilige Ausrüstung. Konnte man bei Diablo 2 nicht wirklich jedes Ausrüstungsteil individuell
erkennen, war dies bei Sacred der Fall. Ob neue Handschuhe oder leuchtender Dolch, alles war
am Charakter sichtbar. Das fördert einerseits den eigenen Stolz seinen mühsam gelevelten Charakter
immer pompöser ausstatten zu können und andererseits macht es die Charaktere untereinander "unterscheidbar".
Bei Restricted Area fehlt dieser Part vollständig. Lediglich die Waffen sind individuell am
Charakter veränderbar. Kenji läuft die ganze Zeit mit nacktem Oberkörper herum und Johnson trägt
bei jeder Aktion einen Matrixmantel
für Arme. Zwar macht es das Setting nicht unbedingt einfach, da es keine Rüstungen, sondern
lediglich Implantate gibt, allerdings hätte man hier mit etwas Fantasie das Spielerlebnis steigern
können. Leider völlige Fehlanzeige. Im Gegensatz zur Ingame-Grafik sind die Videos, welche die
Story vorantreiben, ordentlich in Szene gesetzt worden. Was ich abschließend noch kritisieren
muss, ist die Eintönigkeit der Levelgrafik. Die meisten Dungeonkarten werden per Zufallsgenerator
immer neu kreiert, aber außer den Umgebungen Labor, Ruine, Fabrik und Kanalisation gibt es nicht
wirklich viel Abwechslungsreiches zu bestaunen. Vor allem bei den optionalen Missionen rennt
man immer wieder in der gleichen Umgebung herum. In Verbindung mit der tristen Grafik nicht
gerade ein motivationssteigernder Mix.
Sound
Dieser Bereich ist einer der positivsten. Die von Dynamedion (Interview
mit Demos) umgesetzten Soundtracks sind toll anzuhören und untermauern recht gut die Endzeitstimmung
innerhalb der düsteren Levels. Leider kann man selbiges nicht von den Kampfgeräuschen behaupten.
Immer das selbe Gegrunze und Geratter. Besonders schlimm sind die wirklich dümmlichen Kommentare
der Charaktere. Der Spruch von Johnson " .. endlich Feierabend" erschallte eindeutig zu oft
aus meinen Boxen. Allerdings kann man zur eigentlichen Qualität der Sprachausgabe nichts Negatives
sagen. Mit der Synchronstimme von Sylvester Stallone hat man sich prominente Sprecher ins Boot
geholt. Die abgelieferte Arbeit ist professionell und angenehm anzuhören. Für das inhaltliche
Desaster der gesprochenen Passagen können schließlich die Sprecher nichts. Sie machen das Beste
draus!
Steuerung
An der Steuerung gibt es nichts zu meckern. Die wenigen Spezialfunktionen lassen sich einfach
und komfortabel auf beliebige Tasten verteilen und die Steuerung des Charakters erfolgt genretypisch
per Maus. Zwar wurde hier viel aus vergleichbaren Titeln übernommen, aber da die Umsetzung stimmt
gibt es daran nichts auszusetzen.
Story
Kommen wir nun zur Story des Spiels. In nicht allzu ferner Zukunft wurde die Erde von mächtigen
Konzernen in einzelne Machtbereiche aufgeteilt. Jeder der vier spielbaren Charaktere hat seine
eigenen negativen Erfahrungen mit diesen gemacht und flüchtet deshalb in die Slums, um sich
als Freelancer seinen Lebensunterhalt zu verdienen. So weit, so bekannt. Selbstverständlich
sind die Schicksale der Probanten miteinander verknüpft. Ich möchte hier nicht zuviel vorweg
nehmen, zumal man nach wenigen Stunden das Spiel zum ersten Mal erfolgreich beendet haben wird.
Die Story ist leider so flach, austauschbar und teilweise nicht einmal nachvollziehbar umgesetzt,
dass man die wenigen Dialoge und Videos einfach nur wegklicken möchte. Das relativ frische Science-Fiction-Setting
und die eigentlich recht spannend zu lesende Konzernsgeschichte (Das Handbuch bietet hier eine
nette Einführung) werden durch diesen hanebüchenen Nonsens verheizt bzw. ungenutzt gelassen.
Ein Beispiel was mich besonders schockiert hat. Johnson und Victoria, beide kennen sich kaum,
außer, dass sie gerade einen Sprengsatz gemeinsam in einer feindlichen Fabrik angebracht haben.
Auf ihrer Flucht müssen sie mit einem klapprigen Jeep vorlieb nehmen und der Rowdy Johnson drückt
beherzt aufs Gas. Folgender Dialog wird auf den Spieler losgelassen:
V: "Johnson bitte, wir haben doch Zeit" (man bedenke, sie fahren durch eine postapokalyptische
Wüste voller Mutanten) J: gibt noch mal richtig Gas "Yieppiieihooo (undefinierbarer Grunzlaut)"
V: "Immer das gleiche mit den Männern!"
Klasse! Und das setzt sich leider so fort. Oftmals weiß man nicht, warum Victoria gerade
jetzt ihr Herz ausschütten muss oder Johnson plötzlich auf Nivea-Werbungsniveau umschwenkt.
Vergleicht man die recht guten, aber natürlich auch klischeebehafteten Stories von Spielen wie
Diablo2, Dungeon
Siege oder Sacred, macht Restricted
Area leider gar keine gute Figur.
Gameplay
Das süchtigmachende Hack & Slay Konzept der Action-Rollenspiele greift auch bei Restricted
Area. Nach der Demo stand für mich fest: kaufen! Man ballert, hackt und zaubert sich von Ebene
zu Ebene und sammelt Geld, Erfahrung und Items. Mit jedem neuen Level, den der Charakter aufsteigt
(bei 100 ist Schluß) erhält er Punkte für Attribute (z. B. Geschick, Stärke, etc.) und Fähigkeiten.
Neben einem allgemeinen Fertigkeitsbaum, den alle vier Charaktere gemeinsam haben, besitzt jeder
einen speziellen. So ist Johnson ein Fernkampfspezialist, der vor allem im Umgang mit Waffen
aller Art (Plasmawerfer, Maschinengewehr) umzugehen weiß, seine Kollegin Victoria hingegen ist
mit sogenannten Psikräften gesegnet und geht damit als Pendant der Zauberin durch. Der Nahkampfspezialist
Kenji ist ein Katanafetischist und die junge Hackerin Jessica kann sich, per in den Levels verteilten
Terminals, in den Cyberspace einlogen oder eine Drohne zu ihrer Verteidigung rufen. Dem Szenario
entsprechend sind die Klassen recht konservativ und bieten für jeden etwas. Lediglich die Hackerdame
sticht dabei etwas innovativer hervor. Alles in allem fand ich das Fertigkeitssystem gut umgesetzt
wobei sich natürlich erst über die Zeit zu starke, bzw. zu schwache Fertigkeiten auftun und
per Patch nachgebessert werden können. Der Flammenwerfer von Johnson zum Beispiel war, meiner
Meinung nach, mit seinem hohen Streuschaden völlig überpowert (zumal ich die Gegner einfach
durch die Wand totbrutzeln konnte). An die Komplexität eines Diablo kommt Restricted Area aber
nicht heran, das verhindert schon der immer gleiche Fertigkeitsbaum für die allgemeinen Fähigkeiten
und die recht wenigen aktiv nutzbaren Fähigkeiten. Johnson hat als Standardangriff immer seinen
Flammenwerfer, einen Spezialangriff für diese Waffe sucht man vergebens. Auch solche spaßfördernden
Mittelchen wie das Kombosystem von Sacred gibt es nicht. Trotz allem muss man sagen, dass genug
Raum für individuelle Eigenkreationen und Experimente bleibt. Die Systematik des Itemsystems
war bis zum Zeitpunkt des ersten Durchspielens noch nicht so recht ersichtlich. Wobei die Auswahl
sehr umfangreich ausfällt. Implantate für Beine, Arme, Augen, Hirn, sowie drei weitere für den
Torso. Das Konzept ist sehr unverbraucht und bietet viele Möglichkeiten um seinen Charakter
aufzubauen. Beim slumeigenen Arzt kann man sich Gliedmaßen sogar von links nach rechts richten
lassen ;-). Manche Items lassen sich auch individuell zurechtbasteln, die nötige Finanzkraft
vorrausgesetzt. Der Körper des Helden hat allerdings immer nur eine bestimmte Implantattoleranz.
Biomodifikationen sind deshalb leichter verträglich als ihre mechanischen Pendants. Auch bei
den Waffen besteht die Möglichkeit, etwa den Griff zu verbessern oder den Schaden durch Modifikationen
zu erhöhen. Leider geht die Auswahl über Flammen- und Plasmawerfer nicht über das übliche Equipment
hinaus. Raketenwerfer oder gar Laserwummen (nimmt man die modifizierte Maschinenpistole mal
aus) sucht man vergebens. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, den Charakter zu verbessern und mit
den Toleranzwerten zu spielen. Lediglich die eindeutige Einteilung in "magische", Set- und Unique-Items
fehlte mir etwas. Schade, dass man die ganze Implantatpracht nicht am Charakter erkennen kann.
Die zu erfüllenden Aufträge unterscheiden sich bei Restricted Area in zwei Bereiche. Die
storyrelevanten und die optionalen. Letztere dienen mehr dem Erfahrung Sammeln und Geld Verdienen
und sind auch sehr unpersönlich und langweilig umgesetzt. Die schon bemängelte, wenig abwechslungsreiche
Umgebungsgrafik macht diese Aufgaben zum immer gleichen Einerlei. Die storyrelevanten Missionen
sind auch nicht sonderlich abwechslungsreich geraten. Mal muss ich einen Bunker vor Mutanten
säubern, mal ein paar Sprengsätze legen. Die anschließende Flucht durch eine Kanalisation sind
die wenigen Lichtblicke dieser Aufträge. Auch startet man immer auf die gleiche Weise in sein
Abenteuer. In der Stadt rüstet man sich beim einzigen Waffenhändler aus, kauft Implantate beim
Doc oder redet zum Zeitvertreib mit dem Klischeepenner oder der Prostituierten von nebenan.
Überraschender Hinweis am Rande. Softi Johnson rettet die Gute natürlich aus ihrem Elend, weswegen
sie ihm in jeder Nacht dankbar ist. Per Shuttle (das Townportal von morgen) fliegt man dann
ins Einsatzgebiet und kommt genauso leicht in die Stadt zurück. Die Eintönigkeit der Aufträge
wird manchmal durch die wenigen, aber recht knackigen, Zwischengegner unterbrochen. Ansonsten
heißt es von Ebene eins bis Ebene vier (manchmal auch fünf ;-) ) durchkämpfen. Gegner KI ist
quasi nicht vorhanden. Man unterscheidet nur in Nah- und Fernkampf. Erstere rennen schnurstraks
auf den Spieler zu, was bei Hindernissen wie Kisten oftmals zum Problem wird (Hängenbleiben
etc.) und letztere ballern halt von ihrer Postition aus auf den Spieler ein. Besonders schlimm
fand ich, dass man Gegner so an einer Wand festnageln konnte, so dass sie nicht an einen herankamen
und man per Flammenwerfer durch die Wand schießen konnte.
Der Schwierigkeitsgrad richtet sich dabei eher an Einsteiger, wobei man nach dem ersten Mal
durchspielen mit einem neuen Schwierigkeitsgrad von vor ne beginnen kann. Dem Erreichen der
Stufe 100 steht also nichts im Wege. Nach ca. zehn Stunden flimmert dann aber auch schon zum
ersten Mal die Endsequenz über den Bildschirm.
Multiplay
Der Multiplayerpart, Garant für langanhaltenden Spielspaß, fehlt natürlich auch in Restricted
Area nicht. Allerdings ist eine eigene Onlineplattform wie das Battle.net
nicht verfügbar. Aber per lokalem Netzwerk ist ein kooperatives Spielen mit bis zu vier Spielern
möglich. Die Erfahrung wird gerecht untereinander aufgeteilt und man ist von Beginn an in einer
Gruppe. Deathmatch oder ähnliches gibt es nicht. Auch spielt man nicht die Hauptstory gemeinsam
durch, sondern muss mit den langweiligen optionalen Aufträgen vorlieb nehmen. Nichtsdestotrotz,
ein Coop-Modus ist noch immer etwas Seltenes und ich freute mich mit Freunden gemeinsam meinen
Charakter zu leveln. Leider stellte sich das praktisch als undurchführbar heraus. Selbst mit
dem neusten Patch (zum Zeitpunkt des Reviews Version 1.09) war es nicht möglich, länger als
15 Minuten gemeinsam einen Level zu bestreiten. Synchronisationsfehler und Komplettabstürze
vermiesen einem die gemeinsame Monsterhatz. Oftmals sah mein Mitstreiter für mich unsichtbare
Gegner, die er nicht angreifen konnte, ich dagegen schon. Oder wir bewegten uns in völlig unterschiedlichen
Levels und sahen nur die Position des Anderen auf der Minimap. Zwar muss man den Support der
Entwickler loben, denn auf berichtete Fehler in den Foren wird relativ schnell eingegangen,
aber ein wichtiger Bestandteil des Spiels funktioniert einfach noch nicht.
Fazit
Mir ist nicht klar, warum renommierte Zeitschriften und auch bekanntere Onlinemagazine so
glimpflich mit diesem Spiel umgegangen sind. Restricted Area ist ein durchschnittlicher Diablo
Clone, der sich durch nichts aus der Masse hervorhebt. Zwar ist das süchtigmachende Charakterlevel-
und Itemkonzept auch hier vorhanden, aber man muss große Abstriche machen, um an diesem Spiel
Spaß zu haben. Die schlechte Grafik, die grottige Story und das langweilige Missionsdesign hemmen
einfach zu stark den Spielspaß. Leider funktioniert auch der kooperative Multiplayermodus nicht,
womit ein weiteres wichtiges Kaufargument wegfällt. So leid es mir tut einem mutigen deutschen
Entwicklerstudio einen Strich durch die Rechnung zu machen, aber Restricted Area ist definitiv
nicht empfehlenswert und schrammt nur ganz knapp an der 4+ vorbei.
Geschrieben am 28.12.2004, Testkonfiguration: AMD2400+,Radeon 9800, 1024MB Ram, SB Audigy
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