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Resident Evil
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 | Info |
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| Autor | | 1 |
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| Gesamt (79 votes) | | 1 |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 1 |
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| Name: | Resident Evil - Rebirth |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2002/04 |
| Publisher: | Capcom |
| System: | GameCube |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| USK: | 18 |
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 | | Herstellerscreens |
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Mit Resident Evil brachte Capcom eines der ersten Horror-Survival Games
für die PS One auf den Markt. Im Laufe der Jahre folgten dann noch weitere
Teile, dessen Fortsetzungen wir auch noch in unserer Re(tro)view Reihe
berücksichtigen werden.
Ein paar Jahre später kam dann eine neue Version für den Gamecube auf
den Markt, welche vor allem mit einer neuen, verbesserten Grafik in diversen
Trailern auf sich aufmerksam machte. Da ich bereits auf der PS One von
diesem Spiel fasziniert war, wollte ich mir die Neuauflage, die in Amerika
sinnigerweise unter dem Namen Resident Evil Rebirth vertrieben wird, keinesfalls
entgehen lassen. Obwohl ich storymäßig inzwischen eigentlich mit Resident
Evil Zero anfangen müsste, habe ich mich dafür entschieden, mit dem Klassiker
anzufangen, zumal dieser auch lange vor Zero auf den Markt kam. Das Review
ist in zwei Bereiche aufgeteilt. Anfangen möchte ich mit der Story an
sich, gefolgt von den Unterschieden zwischen der PS One und der Gamecube
Version und einem abschließenden Fazit.
Der Spieler kann sich zunächst zwischen den Charakteren Chris Redfield
und Jill Valentine entscheiden, deren Steuerung er dann übernimmt. Hierbei
sollte zunächst berücksichtigt werden, dass die Eigenschaften der Beiden
unterschiedlich sind und somit Einfluss sowohl auf die Story, als auch
auf die Taktik des Spielers haben. Jill ist als Frau gegenüber Angriffen
nicht sehr widerstandsfähig, kann dafür aber mehr Gegenstände gleichzeitig
tragen. Unterstützt wird sie ab und an im Spiel durch ihren Kameraden
Barry, der ihr überwiegend mit Munition, Passwörtern und Hinweisen aushilft.
Chris dagegen ist körperlich robuster, kann aber nicht so viel tragen
wie Jill. Er bekommt im Laufe des Spiels Unterstützung von Rebecca Chambers,
dem wohl einzig wirklich unversehrten Mitglied des Bravo Teams und Hauptcharakter
von Resident Evil Zero. Sowohl Barry als auch Rebecca unterstützen den
Spieler aber nur selten mit Feuerkraft. Der ganze Horror beginnt mit einem
Intro, in dem gezeigt wird, dass in einem Ort namens Racoon City seit
einiger Zeit grausame Morde stattfinden, welche sich niemand erklären
kann. Um diese Vorkommnisse aufzuklären, wird die Bravo-Einheit der S.T.A.R.S.
zum Ort des Geschehens geschickt. Leider stürzt der Hubschrauber mit dem
Bravo Team mysteriöserweise ab. Daher wird entschieden, das Alpha Team
einzusetzen, um die Kameraden zu suchen. Am Wrack des Helis angekommen,
werden nur noch die Leichen einiger Kameraden geborgen, kurz darauf wird
die Gruppe von mutierten, hundeähnlichen Kreaturen angegriffen. Nur vier
Personen überleben den Angriff und können sich in ein riesiges Anwesen
retten. Und genau dort beginnt das eigentliche Spiel.
Nachdem der Ernst der Lage erörtert wurde, macht ihr euch auf den Weg,
das riesige Anwesen zu erkunden. Dieses ist gespickt mit Zombies, mutierten
Hunden, Riesenschlangen, Haien etc. die immer nur darauf aus sind euch
zu töten. In dem so genannten Herrenhaus gibt es zudem viele verschlossene
Türen, zu denen erst der richtige Schlüssel und Code gefunden werden muss.
Hierbei gibt es eine Menge Rätsel zu lösen, welche vom Schwierigkeitsgrad
gar nicht mal ohne sind. Das Spiel beschränkt sich dabei aber nicht nur
auf das Herrenhaus. Ist der größte Teil erstmal erledigt, geht es weiter
in einen Garten, in dem die nächsten Quests zu lösen sind, die dabei genial
miteinander verknüpft sind. So kann der Rest des Herrenhauses erst gelöst
werden, wenn ein bestimmter Schlüssel im Außenbereich gefunden worden
ist. Hier wiederum verbergen sich dann Gegenstände, welche benötigt werden,
um in den Residenz-Bereich zu gelangen, usw. Damit das Hin- und herlaufen
nicht zu langweilig wird, werden die Wege immer wieder mit alten und neuen
Gegner gespickt, die mit der Zeit immer stärker werden. Wer jedoch herausfindet,
mit welcher Waffe welche Kreatur am besten zu meucheln ist, kann sich
einiges an Zeit und Munition ersparen. Im Laufe des Spiels erhaltet ihr
mehr und mehr Hintergrundinformationen darüber, was eigentlich passiert
ist. Die Umbrella Corp. hat in geheimen Labors in Racoon City ein Virus
entwickelt, welches alle Lebewesen mutieren lässt. Bei den Experimenten
sind ein paar Unfälle passiert, welche zunächst unter den Wissenschaftlern
und anschließend in der Bevölkerung grausame Spuren hinterlassen haben.
Hintergrund für die Experimente war die Entwicklung des T-Virus, welches
die ultimative biologische Waffe entstehen lassen soll. Nachdem das Virus
ausgebrochen ist, beschloss Umbrella, die S.T.A.R.S. als Versuchskaninchen
gegen ihre neue Waffe einzusetzen und somit das Kampfverhalten ihrer Kreaturen
studieren zu können. Um das zu verwirklichen braucht es natürlich einen
Verräter, welcher gegen Ende des Spiels auch entlarvt wird. Das Spiel
endet in einem großen Finale gegen das Flaggschiff der Umbrella Corp.,
den Tyrant. Dieser Hauptgegner ist ebenfalls in den Resident Evil Teilen
Zero und 2 (die anderen habe ich noch nicht gespielt) zu finden und irgendwie
nicht klein zukriegen. Jedoch reichen zumindest zwei Siege im ersten Teil,
um das Spiel erfolgreich zu beenden und dann im Sonnenuntergang davon
zu fliegen :).
Was das Spiel ausmacht ist neben der exzellenten Story vor allem die
Atmosphäre, die mir doch des Öfteren einen Schrecken bereitet hat. Die
düstere Musik unterstreicht das Ganze. Das Inventar bietet wie gesagt
nur beschränkt Platz. Dinge, die gerade nicht benötigt werden, können
in Truhen abgelegt werden, jedoch wirklich nur dort. Habt ihr etwas aufgehoben,
was ihr doch nicht haben wollt, könnt ihr es nur noch in einer dieser
Truhen wieder ablegen. Jedoch gelten die Truhen für jeden Ort, soll heissen,
was ihr in Truhe A ablegt, könnt ihr in Truhe B wieder rausholen. Zudem
bietet das Spiel eine Speicherfunktion, die ich mir bei manch anderen
Spielen auch wünschen würde. Diese funktioniert so, dass Speicherungen
nur an Schreibmaschinen durchgeführt werden können. Diese sind im Spiel
an Schlüsselpunkten platziert. Damit jedoch nicht genug. Um dann speichern
zu können, muss der Spieler ein Farbband bei sich führen. Diese müssen
jedoch erstmal gefunden werden. Zugegeben, es liegen eigentlich genug
rum, aber oft kommt es vor, das kein Platz mehr im Inventar ist und der
Weg zur Schreibmaschine immer dann von den stärksten Gegnern bewacht wird,
wenn die Munition knapp geworden ist und auch keine "Medipacks" mehr vorhanden
sind. Apropos Heilung. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, a) der Einsatz
von Heilungssprays und b) der Einsatz von Kräutern, welche Ihre Wirkung
noch verbessern, wenn sie untereinander gemischt werden. Was leider nicht
so toll ist, ist das oft umständliche Rumgerenne von A nach B nach C,
zurück nach A dann wieder nach C usw. Solange noch Gegner da sind, ist
das ok, wenn aber alles gesäubert wurde, kann dies dann doch schon mal
in große Langeweile ausarten und zu Unachtsamkeiten führen, weil auf einmal
dann doch ein neuer Gegner vor einem steht. Sofern nicht gespeichert wurde
und der Gegner schon 2-3 Treffer gelandet hat, ist das Zeitliche nicht
mehr weit entfernt, dafür aber das Joypad, was dann kleine Flugversuche
im Zimmer unternimmt, zumindest in meinem Fall :). Ebenfalls sind die
festen Kameraeinstellungen gewöhnungsbedürftig und verschaffen oft in
Ecken wenig Übersicht, was wiederum in wilden Beißattacken der Gegner
endet.
Was unterscheidet nun Resident Evil für die Playstation von Resident
Evil für den Gamecube. Ist es nur eine grafische Aufwertung? Ändert sich
überhaupt irgendetwas? Lohnt sich der Kauf?
Hierzu: Nein, Ja, Ja!
Das Spiel beginnt schon mit einem leicht veränderten, blutigeren Intro.
Die Grafik ist tatsächlich um ein Vielfaches besser und das nicht nur
in den Videosequenzen. Hier wurde streckenweise mit einer unglaublichen
Liebe zum Detail gearbeitet, jedoch leider nicht immer. Die Animationen
der Charaktere sind sehr gut gelungen, die Bewegungen sind das realistischste,
was ich persönlich bisher gesehen habe. Neuerungen gibt es aber auch im
Spiel selber. Sehr früh wird klar, dass das Herrenhaus weitaus größer
ist, als zu PS One Zeiten. Es gibt neue Gänge, mehr Stockwerke und ein
zusätzliches Untergeschoss. Daneben wurde auch der Außenbereich stark
erweitert, was mit einem komplett neuen Handlungsstrang zu tun hat. Hier
gibt es eine weitere Gegnerin (auch wenn nicht wirklich zu erkennen ist,
dass es eine Gegnerin ist :)), welche einfach nicht sterben will. Die
Story lässt noch mehr Rückschlüsse auf die ganzen Experimente zu und was
noch alles passiert ist und passieren wird, wie die Anspielung auf den
Nachfolger des T-Virus deutlich erkennen lässt. Ich war davon zutiefst
begeistert. Auch die Rätsel haben sich größtenteils geändert. Natürlich
braucht man immer noch diverse Schlüssel, muss Gegenstand A nach B bringen,
aber fast alles wurde geändert, so dass frühere Lösungswege nur noch im
Ansatz möglich sind. Und genau das war in meinem Falle fatal, da ich mich
deshalb des öfteren verrannt hatte und nicht mehr wusste, wie es nun weitergehen
soll. Ein kleines Beispiel hierzu. Wahrscheinlich kann sich noch jeder
Resi-Spieler an den Essraum ganz zu Anfang des Spiels erinnern. Hier gab
es am Kamin ein Emblem, welches man einsteckte, anschließend in den Raum
mit der Bar und dem Klavier ging, die Noten aus dem Schrank holte, am
Klavier die Mondschein-Sonate spielte, den Geheimgang öffnete die Embleme
vertauschte usw. Diese Sequenz findet nun erst viel später statt da der
Klavierraum diesmal verschlossen ist und dummerweise nützen die Noten
in dem Raum alleine gar nichts, da es noch weitere Noten gibt, welche
erstmal gefunden werden müssen. Und so was passiert wie gesagt in Rebirth
sehr häufig, denn fast nichts ist mehr wie es war. Durch diese Umstellung
und die Erweiterungen hat sich die Spielzeit in Rebirth auch erhöht. Es
gibt sicherlich weitaus schnellere Spieler, aber meine Zeiten sollen ja
auch nur zur Orientierung dienen. Die Netto-Spielzeit auf der PS-One liegt
bei 2-3 Durchgängen bei ca. 7 Stunden, auf dem Gamecube bei ca. 8,5 Stunden.
Mehrfaches Spielen lohnt sich durchaus, da wie gesagt jeder Charakter
eine leicht veränderte Story durchlebt. Erwähnenswert ist auch, dass es
neben den Standardwaffen nun auch Selbstverteidigungswaffen gibt, welche
Angreifer i.d.R. automatisch schweren Schaden zufügen, ohne dass man selbst
etwas abbekommt. Diese liegen verteilt im Spiel herum und müssen nur eingesammelt
werden. Sie verbrauchen dabei noch nicht einmal einen Platz im mageren
Inventar. Je nach Charakter stehen dabei unterschiedliche Waffen zur Verfügung.
Sowohl Chris als auch Jill können Dolche einsetzen. Lustig wird es, wenn
Chris Granaten findet und sie seinen Gegner in den Rachen stopft. Dadurch
alleine passiert zwar noch nichts, aber schießt dann mal :). Jill hingegen
findet Batteriepacks, welche einen Stromschlag auslösen und den Gegner
dadurch leicht zum Brutzeln bringen. Diese Selbstverteidigungswaffen sind
aber auch nötig, da bei den Gegner auch eine gravierende Änderung zum
Tragen kommt. Waren Zombies, welche in Rebirth übrigens nicht alle gleich
aussehen, früher spätestens dann tot, wenn eine Blutlache zu sehen war,
muss man nun etwas rabiater zur Sache gehen. Denn leider stehen die Todgeglaubten
sonst irgendwann wieder auf und sind dann auch noch deutlich agiler als
vorher. Wie man die Zombies aber endgültig zur Strecke bringt, erfahrt
ihr in einem der zahlreichen Hinweise der längst verstorbenen Wissenschaftler.
Weitere sehr nützliche Hilfen sind zudem die Auto-Aiming Funktion, sowie
eine Verbesserung bei den Karten, welche farblich kennzeichnen, ob noch
nützliche Gegenstände in einem Raum vorhanden sind.
Fazit:
Wer Resident Evil schon auf der PS One mochte, sollte sich das Spiel
auf dem Gamecube ebenfalls zu Gemüte führen, zumindest wenn gerade irgendwo
ein Gamecube zur Verfügung steht. Ich persönlich habe mir nur wegen Resident
Evil einen GC zugelegt, leider als dieser noch nicht für 90€ zu haben
war :). Rebirth ist inzwischen als Low-Price für ca. 20-25€ zu haben und
auf jeden Fall sein Geld wert, denn zusammen mit der neuen, erweiterten
Story erlebt ihr ein völlig neues Resident Evil.
Geschrieben am 08.01.2004, Testkonfiguration: GameCube
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