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Rise of Nations: T&P
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| Name: | Rise of Nations: Thrones & Patriots |
| Genre: | Echtzeitstrategie |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2004/04 |
| Publisher: | Microsoft Game Studios |
| Entwickler: | Big Huge Games |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 500Mhz, 128MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 750 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 03.02 |
| USK: | 12 |
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| Rise of Nations: Thrones & Patriots (review von nali_warcow) |
Man nehme die Einfachheit eines Command & Conquer Spiels und kombiniert
dies zusammen mit der Komplexität und dem Umfang eines Civilization und
schon hat man eine mehr als gewagte Mischung. So geschehen etwa Mitte
2003, als von Big Huge Games das Echtzeistrategiespielchen "Rise of Nations"
erschienen ist. Das Spiel beinhaltete Massen an Technologien & Einheiten,
viele Zeitalter und eine unheimlich intelligente Bedienung. So umfangreich
das freie Spiel auch war, so wenig wurde doch im Kampagnenmodus geboten.
Nun steht seit dem 10. Mai das AddOn "Thrones and Patriots" in den Händlerregalen.
Was bietet es und was bekommen Spieler ohne Internet- und LAN-Zugang?
Vorweg sei zu diesem Review gesagt, dass hier nicht nur die Neuerungen
des AddOn angesprochen werden, sondern für Neueinsteiger im Genre und
Interessenten am Hauptspiels ein Rundumreview geboten wird. Inzwischen
kostet das Hauptprogramm auch nur noch etwa 25 € und das AddOn bekommt
man für den gleichen Preis, wodurch man etwa eine "Gold Version" hat.
Sehr viel umfangreicher als beim Hauptspiel ist die Ausstattung des AddOns
nicht geworden. Im recht dünnen farbigen Booklet werden die neuen Einheiten
und Technologien vorgestellt. Eine Kompaktübersicht gibt es - wie im Hauptprogramm
- leider nicht. Da im Spiel jedoch zu allen Buttons, Einheiten und Technologien
umfangreiche Popupinfos vorhanden sind und man leicht ins Spiel kommt,
kann man damit zur Not auch leben.
Mal wieder Zeit sich die Köpfe einzuschlagen
Die Menschen waren noch nie sehr friedliche Zeitgenossen und haben sich
schon seit der Altsteinzeit die Köpfe eingeschlagen und machen es heutzutage
noch immer. In Rise of Nations ist es die Aufgabe des Spieler, eine Nation
von der Antike bis hin zum modernen Informationszeitalter zu begleiten,
zu vergrößern und aus den zahlreichen wirtschaftlichen und militärischen
Konflikten als Sieger hervorzugehen. Gespielt wird, wie in allen anderen
Echtzeitstrategiespielen auch, aus einer leicht schrägen Vogelperspektive.
Neben dem Kampf spielt die wirtschaftliche Entwicklung und der Rohstoffabbau
eine wichtige Rolle. Der Einzelspielermodus spielt sich wie eine Mischung
aus Risiko und Echtzeitstrategie.
So funktioniert das Spiel
Im Gegensatz zu vergleichbaren Spielen wie Age of Empires, Empire Earth
und anderen Echtzeitstrategiespielen mit unterschiedlichen Epochen, besitzt
Rise of Nation ganz eigene Besonderheiten, die nicht nur für eine einfache
Handhabung sorgen, sondern auch spannende Spiele garantieren. Ein einfaches
Überrennen des Gegners ist nicht so einfach, wie in vielen andern "Rush-Games".
Am Beispiel einer Siedlung am Anfang der technischen Entwicklung und minimalster
Ausstattung wird beschrieben, wie man sich eine Runde RoN vorstellen kann:
Phase 1 - Der Anfang
Da steht also das Stadtzentrum auf einer hübschen grünen Wiese und nur
wenige Gebäude sind vorhanden. Da wäre die Bibliothek für wissenschaftliche
Weiterentwicklung, drei Farmen zur Nahrungsbeschaffung und ein Holzfällerlager.
Die fünf Arbeiter sind auch schon eifrig am Ackern und lediglich der Scout
wartet auf die ersten Befehle. Durch Einschalten der Auto-Erkundung deckt
dieser nach und nach die Karte auf, während man sich selbst um den Basisaufbau
kümmern kann. Um weitere Gebäude zu errichten und Rohstoffe abzubauen,
werden in der Stadt einige Arbeiter "ausgebildet" und dann erst mal einige
weitere Farmen gebaut. Da Holz knapp wird, will man eigentlich auch mal
einen Arbeiter zum nächsten Holzfällerlager schicken, doch die schlauen
Untertanen sehen selber, dass dort noch Arbeitsplätze frei sind und gehen
nach einer kurzen Weile Inaktivität automatisch dorthin. Da der Wald nicht
sonderlich groß ist, kann dort jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Leuten
arbeiten, was beim Anklicken angezeigt wird bzw., wenn man mit der Maus
über dem Gebäude verweilt, was bei allen Gebäuden so funktioniert. Wie
man nun an den Zahlen neben dem Rohstoffvorrat oben Links sehen kann,
hat man nun einen stetigen Zuwachs an Holz und Nahrung. Da die Rohstoffe
alle unbegrenzt lange halten, muss man auch damit nicht sparen.
Phase 2 - Die Ausbreitung und Forschung
Doch was ist das? Da will man eine weitere Farm bauen und es geht nicht?
Nach fünf Farmen in der Nähe einer Stadt ist Schluss. Und außerhalb des
rot angezeigten Radius kann man auch nichts bauen. Also muss wohl eine
neue Stadt her. Damit man jedoch eine neue Siedlung gründen kann, muss
man entsprechende Technologien erforschen. Für Städte ist es das Staatswesen
(Hellblau) in der Bibliothek. Ein Klick auf die Schaltfläche und wenige
Augenblicke später springt der Stadtcounter von 1/1 auf 1/2. In der neuen
Stadt können nun wieder bis zu fünf weitere Farmen gebaut werden. Aber
schon wieder gibt es eine Bremse. Mehr als +70 Nahrung pro Minute kann
man nicht sammeln. Damit man mehr Rohstoffe pro Minute sammeln kann, muss
im Bereich Handel geforscht werden, um das maximale Limit zu erhöhen.
Phase 3 - Gold und Zeitanstieg
Doch es gibt noch weitere Rohstoffe als Nahrung und Holz. Gold ist ein
weiterer Rohstoff, den man über den Handel bekommt. Gehandelt wird dabei
von Stadt zu Stadt und zusätzlich produzieren Märkte auch eine gewisse
Goldmenge. In der Nähe jeder Stadt kann ein Markplatz gebaut werden. Zwischen
den Städten pendelt dann immer eine Karawane und sorgt für eine Anhäufung
des Reichtums. Doch es können nicht beliebig viele gebaut werden, sondern
nur so viele, wie man auch Stadtverbindungen hat. Also bei 2 Städten eine
Karawane, etc. und bei 10 Städten 9 Karawanen. Um neue Technologien zu
erforschen und das Volk weiter zu entwickeln, muss man in die nächste
Zeitstufe voranschreiten. Der erste Schritt erfolgt vom Altertum zur Klassik.
Etwa 250 Nahrung und zwei in der Bibliothek erforschte Technologien und
wenige Augenblicke später ist man in der nächsten Zeit.
Phase 4 - Wissen, Forschung und Optimierung
In der Klassik bekommt der Spieler nun die nächste Rohstoffquelle. In
den Universitäten, wovon man in jeder Stadt eine bauen kann, können bis
zu sieben Wissenschaftler daran arbeiten, "Wissen" zu erzeugen. Wissen
wird für die technologische Weiterentwicklung benötigt und stellt einen
nicht zu unterschätzenden "Rohstoff" dar. Zu den bereits genannten Technologien
Staatswesen und Handel kommt noch das Militär (Wodurch u. a. das Bevölkerungslimit
angehoben wird) und die Wissenschaft, welche Grundvoraussetzung für weitere
Technologien ist. Jede dieser vier Forschungszweige kann bis zu 7 mal
verbessert werden. Dabei spielt die Zeitepoche keine Rolle. Theoretisch
kann man also auch in der Klassik (Epoche Zwei) alle 7 militärischen Punkte
erforschen. Da sich im Laufe des Spiels durch weitere Epochen jedoch auch
die Wirtschaft stark verbessert, ist es nicht gerade die klügste Wahl
;) Sollte man jedoch in einem Szenario oder freiem Spiel nur bis zum zweiten,
dritten oder vierten Zeitalter spielen, so kann man dennoch den Handel
so weit verbessern, dass man auf Stufe 7 über +600 eines Rohstoffes erwirtschaften
kann. Es gibt jedoch nicht nur Technologien, wodurch die Grenzen angehoben
werden, sondern in allerlei Gebäuden kann auch die Abbaurate verbessert
werden. Baut man in einer Stadt beispielsweise einen Kornspeicher, so
sammelt ein Arbeiter mehr. Genauso kann man auch den Abbau der anderen
Rohstoffe (auch Wissen) in mehreren Stufen steigern.
Phase 5 - Was gibt es noch in Sachen Wirtschaft und Aufbau?
Zu den genannten Rohstoffen Nahrung, Gold, Holz und Wissen kommt noch
Erz (aus den Bergen) und Öl (aus Ölquellen, die man erst im Industriezeitalter
sieht und auf dem Land und im Wasser zu finden sind). Hat der Spieler
das Informationszeitalter erreicht und alle Technologien in der Bibliothek
erforscht, stehen noch vier sehr teure Möglichkeiten an. Durch die Erforschung
der künstlichen Intelligenz werden Einheiten beispielsweise sofort fertiggestellt
und kommen damit direkt nach dem Klick aus dem Gebäude und ein Raketenabwehrschild
schützt vor Nuklearschlägen. Neben den Technologien, welche die Wirtschaft
verbessern und die Produktion steigern, kann auch in jeder Stadt ein Weltwunder
gebaut werden. Es stehen 17 Wunder zu Auswahl, die jedoch immer erst ab
einem bestimmten Zeitalter möglich sind. Wie andere Gebäude auch, so kann
in einer Stadt nur ein Wunder errichtet werden und hat der Gegner beispielsweise
den Eifelturm gebaut (erhöhte Ölproduktion), so kann kein anderer dieses
Wunder mehr erbauen. Die Weltwunder ermöglichen sehr viele "Bonusfeatures".
So zeigt einem das Weltraumprogramm die komplette Karte oder aber die
Pyramiden erhöhen die Sammelgeschwindigkeit. Sollte eines der Wunder zerstört
werden, kann es nicht wieder gebaut werden.
Phase 6 - Vorbereitungen zum Kampf
Irgendwann ist aber immer der Punkt erreicht, wo kein Frieden mehr hilft,
die Grenzen stoßen aufeinander und es liegt Ärger in der Luft. Spätestens
jetzt sollte man an die Aufstellung eines Heeres denken und sei es nur
zur Verteidigung. Wie man es aus anderen Spielen kennt, kann man in Kaserne,
Stall, Flughafen und Dock die unterschiedlichsten Einheiten ausbilden
und auch verbessern. Im Laufe der Zeit wandelt sich so ein einfacher Reiter,
zum Lanzenträger und schließlich zum Panzer. Diese Militärgebäude, u. a.
auch Burgen, in denen man Spione ausbilden kann, die Gegner zum Überlaufen
"überreden", können überall im eigenen Gebiet des Spielers
errichtet werden. Damit die Einheiten auch gleich wissen, wo es lang geht,
kann man den Sammelpunkt nicht nur auf den Boden setzen, sondern auch
auf Gruppen. Dadurch schließen sich Einheiten dieser Gruppe an und gehen
dorthin, wo die Gruppe sich gerade auf der Karte befindet. Dadurch hat
man immer die Einheiten dort, wo man sie braucht. Da sich das Spiel vom
Altertum bis in die Moderne erstreckt, ist die Anzahl der Einheiten sehr
groß. Von einzelnen Fußtruppen mit Keulen bis MGs und Flammenwerfer, über
Kavallerie, Katapulten bis Flaks, Doppeldeckern bis Tarnkappenbombern
und Flößen bis Flugzeugträgern und U-Booten ist alles dabei, was es so
an Variationen gegeben hat. Jede Einheit besitzt individuelle Stärken
und Schwächen. Generäle verfügen über "Bonusfunktionen", so dass sich
der Trupp tarnen oder beispielsweise verschanzen kann. Aber auch auf durchschlagende
Raketen - auf Wunsch auch in Nuklearform - kann zurückgegriffen werden.
Diese haben, wie Flugzeuge auch, eine bestimmte Reichweite für ihr Einsatzgebiet.
Phase 7 - Angriff
Der alte Trick, den Gegner gleich einfach mit 20 billigen Einheiten zu
überrennen, klappt nicht so ganz. Dies liegt zum einen daran, dass man
Alarm geben kann, wodurch sich die Arbeiter in den nächsten Türmen, Burgen
und Städten verschanzen und die Gegner angreifen. Außerdem muss bzw. sollte
ein Angriffsherr mindestens ein Versorgungsfahrzeug dabeihaben. Ansonsten
erleiden die Truppen "Verschleißschaden", sprich: ohne Vorräte kann kein
Trupp im Feindesland überleben. Und der letzte wichtige Punkt ist, dass
die Einheiten teurer werden, je mehr des gleichen Typs bereits existieren.
Dies gilt nicht nur für alle zivilen und militärischen Einheiten, sondern
auch für Gebäude. Bezahlt man für den ersten Wissenschaftler noch 26 Gold,
so zahlt man einige Dutzend später deutlich über 100. Wenn man jedoch
Einheiten oder Gebäude wieder verliert, dann sinkt auch wieder der Preis.
Irgendwann steht man also beim Gegner und dann greift man alles an, was
einem in Reichweite kommt? Nein, nach Möglichkeiten greift man lediglich
Militärgebäude und Einheiten an. Sobald man eine Stadt auf 0 Hitpoints
gebracht hat und sich dann mit einer Fußeinheit der Stadt nähert, dann
wird die Stadt und alle Gebäude im Einflussbereich der Stadt eingenommen.
Dies geschieht nicht sofort, sondern es dauert schon gut 2,5 Minuten.
In dieser Zeit muss man immer mindestens eine Einheit neben der Stadt
haben und dafür sorgen, dass der Gegner dort keine hat, ansonsten hat
dieser die Stadt zurückerobert. Doch auf diese Weise läßt sich
auch wunderbar einfach und bequem ein neuer Stützpunkt in der Nähe des
Gegner errichten. Aber was macht man, wenn der Gegner auf einer Insel
ist? In vielen anderen Spielen verfrachtet man mühselig die Einheiten
in kleine Gruppen, beordert diese in Transporter und lädt sie an einer
anderen Stelle wieder aus. Wenn man dann noch Nachschub holen muss, artet
das in einer Stressorgie aus. Doch Rise of Nations zeigt, dass es auch
viel einfacher geht. Sobald man einen Hafen hat, verwandeln sich alle
Einheiten automatisch in Landungsboote, wenn sie ins Wasser kommen. Damit
lassen sich auch erstmals in einem Echtzeitstrategiespiel gigantische
Landungsschlachten ausführen und eine Küste ist nicht so uneinnehmbar.
Phase 8 - Analyse
Ist das Spiel dann vorbei, kann man sich die Karte in aller Ruhe anschauen
und auch auf eine sehr umfangreiche Statistik zurückgreifen. Wer war wann
zuerst in welcher Epoche. Wer hat am meisten gesammelt und wie sieht das
alles in unterschiedlichen grafischen Tabellen aus? Außerdem wird jedes
Spiel aufgezeichnet und man kann sich die Replays zwecks Fehleranalyse
bzw. zum Lernen bequem ansehen.
Was ist neu?
Bislang war es ja nur eine Erklärung für Einsteiger und dem Spielprinzip,
Interessenten am AddOn werden viel mehr nach den Neuerungen vom AddOn
"Thrones and Patriots" fragen. Zum einen gibt es 4 neue Welteroberungskampagnen
(mehr dazu etwas weiter unten). Die 18 Kulturen (Deutsche, Inder, Griechen,
Azteken, etc.) aus dem Hauptspiel bekommen Zuwachs. Die Amerikaner haben
u. a. sehr preiswerte Lufteinheiten, preiswerte Militärtechnologie und
errichten das erste Weltwunder sofort. Die Niederländer haben enorme Handelsvorteile
und bekommen Boni beim Handeln und Forschen. Die Inder haben das Glück,
dass Gebäude nicht teurer werden und die Karawanen beispielsweise mehr
erwirtschaften. Bei den Irokesen sammeln die Holzfäller mit an der Nahrung
und die Einheiten haben Boni in befreundetem Gebiet (Heilung + Versteck).
Die Lakota dagegen brauchen gar keine Farmen, hier sammeln Bürger und
Kavallerieeinheiten automatisch, so lange sie nicht in einem Gebäude sind.
Außerdem können sie in allen nicht feindlichen Gebieten bauen. Die Perser
haben eine Art zweite Chance im Spiel und können auf eine zweite Hauptstadt
zurückgreifen und besitzen automatisch immer die maximale Karawanenanzahl.
(Dies sind jetzt nur einige der Boni gewesen.) Zwecks Balancing wurden
auch einige Boni und Eigenschaften der "alten" Völker verändert (Auch
diese haben eine breite Palette unterschiedlicher Boni und Besonderheiten).
So erhalten die Briten Gratisbogenschützen und Pyramiden machen Städte
neuerdings günstiger. Es gibt außerdem drei neue Weltwunder, welche jede
Nation bauen kann. Die hängenden Gärten erhöhen die Wissensproduktion
(sehr gefragt im MP), die "Verbotene Stadt" ist eine verbesserte
Hauptstadt mit starker Verteidigung und darf überall gebaut werden. Ebenfalls
überall gebaut werden kann das "Red Fort" eine sehr starke Festung.
Durch den abgeschlossenen Bau des "Red Forts" werden u. a. auch
alle Festungen verbessert. Ganz neu mit dem AddOn ist das Regierungssystem.
Die Stadt mit diesem Gebäude ist die Hauptstadt (Durch Schleifen des Gebäudes
+ Neubau in einer anderen Stadt kann man die Hauptstadt verlegen) und
im Senat kann sich der Spieler dreimal zwischen jeweils zwei unterschiedlichen
Regierungsformen entscheiden. Jede Form bringt wirtschaftliche und oder
militärische Besonderheiten und einen militärischen Anführer. Anfangs
kann man sich zwischen Despotismus (günstigere militärische Forschung
und Einheiten) und Republik (erhöhte Handelsobergrenze) entscheiden. Die
Monarchie begünstigt die Kavallerie und die Demokratie dagegen bringt
preiswertere Technologien außerhalb der Bibliothek. Zuletzt steht noch
die Wahl zwischen Sozialismus (Dock, Fabrik und Flughafen werden schneller
gebaut) und Kapitalismus (+100% Ölproduktion). Außerdem hat sich unter
der Spieloberfläche noch einiges getan. Wählt man nun beispielsweise eine
Ölplattform zum Bauen aus, so springt der Bildschirm automatisch zur nächsten
freien Ölquelle. Das lästige Suchen entfällt damit. Aber auch die Bibliotheksforschung
und Epochenentwicklung ist einfacher geworden. Am oberen Bildschirmrand
findet man nun in der Mitte durch 5 Icons den Stand in der jeweiligen
Epoche/Technologie angezeigt und mit einem Klick schreitet man voran.
Wie im Gebäude wird einem hier angezeigt, welche Rohstoffe man benötigt,
allerdings werden einem diese leider nicht angezeigt, wenn man kein Gebäude
oder keine Einheit markiert hat. (Bug?)
Die Kampagnen & sonstige Einzelspielermöglichkeiten
Bekannt aus dem Hauptspiel ist schon die Weltkampagne. Hier startet man
mit einer Nation und einigen wenigen Gebieten. Wie in Risiko bewegt man
seine Einheit über die Länder, kann Gebiete angreifen und der Kampf findet
dann jeweils im RoN Spiel statt. Diesen Modus bis in alle Kleinigkeiten
zu erklären, würde den Rahmen sprengen, doch die wichtigsten Punkte sind:
| - |
Jedes Land bietet unterschiedliche "Werte"
(z. B. Weltwunder, Armeen, etc.), was durch kleine Icons angezeigt
wird. |
| - |
Durch eingenommene Ländereien bekommt
man Tribut |
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Durch Tribut kann man Städte
aufwerten (Man hat mehr Einheiten / Gebäude / Städte bei der Verteidigung),
man kann Bonuskarten kaufen (z. B. 20% geringere Forschungskosten für
ein Spiel) und man kann durch Tribute den Gegner beschwichtigen Frieden
zu schließen oder einen nicht anzugreifen |
| - |
Nach und nach schreitet die Epoche auf
der Weltkarte voran und man startet dann immer in selbiger |
| - |
Durch taktisch kluges Platzieren der
Einheiten auf der Karte kann man Verstärkung in einer Schlacht bekommen
bzw. den Gegner überrennen, wenn man 2 zu 1 vor einer Schlacht überlegen
und muss dadurch nicht kämpfen |
Im Vergleich zu andern SP-Echtzeitstrategiespielen ist damit zwar der
Wiederspielbarkeitswert höher (jede Nation startet woanders auf der Karte
und man kann Zufallsereignisse/ Verteilung einschalten, auf der anderen
Seite kann man auch mal eine Schlacht verlieren und das Spiel ist deswegen
nicht gleich vorbei. Im Hauptspiel hat dieser Modus nur bedingt Spaß gemacht.
Man startete immer nur auf leeren Karten und es gab eigentlich nur zwei
Missionstypen. Das hat sich nun in den 4 neuen Kampagnen geändert.
Es sind nicht einfach nur Zufallsbegegnungen, sondern fast alle Länder
sind kleine Missionen und je nach Gegner und besetzten Gebieten ändern
sich diese. Dazu gibt es eine ganze Reihe an Ereignissen und Interaktivität
auf der Karte und da man mitunter zwischen mehreren Völkern wählen kann,
spielt man diese Kampagnen jeweils durchaus mehrfach. Der Schwierigkeitsgrad
ist knackig, auf unterster Stufe jedoch auf für Einsteiger schaffbar,
und wenn man auf einem fordernden SG spielt, so kann man mindestens gut
20 Stunden pro Kampagne rechnen.
Alexander der Große Die einfachste Kampagne
Hier zieht man als Alexander durch Makedonien und spielt durchgehend
nur in der "Klassik" und spiel viele Schlachten, die auf historischen
Gegebenheiten beruhen.
Napoleon
Hier hat man nur ein Volk, die Franzosen, zur Auswahl, allerdings ist
es schon eine ganze Spur schwerer. Die Gegner sind stark und zahlreich.
In den 21 Zügen in der Klassik wird einem schon einiges abverlangt, wenn
man als Napoleon seine Macht festigen will.
Die Neue Welt
Die neue Welt kann auf drei Arten mit jeweils unterschiedlichen Völkern
vom Schießpulver bis zur Aufklärungszeit erobert werden. Entweder als
Europäer (Franzose, Niederländer, Brite, Spanier oder Portugiese) will
man seine Macht festigen, als indische Nation (Lakota, Irokesen, Azteken,
Maya oder Inka) die Europäer vertreiben, oder aber man fordert als Amerikaner
seine Unabhängigkeit.
Der Kalte Krieg
Der Kalte Krieg zwischen Amerika und den Russen zieht sich von der Modernen
bis zum Informationszeitalter hin. Hier wird nicht gekleckert, sondern
geklotzt und alles vom Spieler abverlangt, wenn man einer Seite zum Sieg
verhelfen will. Nuklearwaffen spielen auf der Karte eine wichtige Rolle.
Wer noch nicht so viel Erfahrung in Sachen RoN hat, der kann auch jederzeit
auf ein sieben Missionen umfassendes Tutorial zurückgreifen und alles
nacheinander erlernen. Da hat man Zeit und Ruhe sich mit den Technologien
und stetig zunehmenden Möglichkeiten vertraut zu machen. Außerdem gibt
es eine ganze Reihe an Geschicklichkeitsaufgaben mit Highscore. Wie schnell
schafft man es zur Klassik zu kommen? Wie schnell zur Modernen? Wie schnell
kann man den Gegner besiegen? Dazu gibt es dann auch ein Highscoresystem,
so dass man sich auch als Einzelspieler viel Skill antrainieren kann.
Das freie Spiel
Das freie Spiel unterscheidet sich kein bisschen von den Möglichkeiten
im LAN oder Internet (GameSyp bzw. MS InternetZone). Hier gibt es so viele
Möglichkeiten, wie drei andere Spiele der Konkurrenz zusammen nicht bieten.
Wer sich nicht für eine der 24 Kulturen entscheiden kann, der kann diese
zufällig auswählen lassen. Doch selbst dabei kann man noch Entscheidungen
treffen. Aus allen Kulturen? Nur welche aus dem AddOn? Kulturen mit Schwerpunkt
Wirtschaft oder Militär? Bis zu 8 Spieler können sich aus beliebigen Kombinationen
(auch in Teams) aus Computern und Menschen ins Gefecht stürzen. Die KI
ist so gut, dass auch Offlinespieler lange Spaß haben werden. Durch zufallsgenerierte
Karten steht etliches zur Auswahl. Unterschiedlichste Land- und Wassermassen
mit jeweils unterschiedlichen Bedingungen, wie Wüste, Eis und Grünland.
Je nach Landschaft sind die Vorkommen an Bergen oder Bäumen sehr unterschiedlich.
Mit verschiedenen Geschwindigkeiten, Kartengrößen und Spieltypen stürzt
man sich in die Schlacht. Neben den bekannten "Jeder gegen Jeden"
und Teamgames gibt es auch wirtschaftliche Wettstreits. Sehr spaßig spielt
sich "Attentäter". In diesem Spieltyp bekommt jeder Spieler einen Gegner
zugewiesen. Sobald man diesen besiegt hat, gibt es einen neuen aus den
noch im Spiel übrigen Spielern. Hier wird der nahe Freund schnell
zum Feind und man muss jederzeit damit rechnen, angegriffen zu werden.
Ebenfalls sehr spaßig ist der "Barbaren vor den Toren"-Modus. Hier spielen
zwei Teams gegeneinander. Team 1 ist der Verteidiger und muss eine festgesetzte
Zeit (von 30 Minuten bis 4 Stunden) überleben. Team 2 spielt die Barbaren
und hat gegenüber dem anderen Team immer einen Technologienachteil und
startet mit weniger Rohstoffen. Wie viel besser es den Verteidigern geht,
kann individuell festgelegt werden. Zusätzlich kann man in allen Spieltypen
noch massig Optionen verändern, wie Bevölkerungslimit, Startzeitalter,
Endzeitalter, Rohstoffe beim Spielstart, Geschwindigkeit und Kosten für
Technologien, ab wann man sich bekämpfen kann (ab einem Zeitalter oder
nach einer gewissen Zeit). Dazu kommen noch die unterschiedlichsten individuellen
Siegbedingungen für freie Spiele, wie Wirtschaft, Weltwunder, etc.
Durchdachte Steuerung
Wer Screenshots von Rise of Nations sieht bzw. von den vielen Features
gehört oder gelesen hat, der hat meist Bammel und hält das Spiel für alles
andere als einsteigerfreundlich. Doch dem ist nicht so. Man hat alle wichtigen
Informationen auf dem Schirm, auf Wunsch kann man Infos wie Marktpreise/Tauschen
am Markt, Anzahl de Arbeiter auf den Farmen, etc. ein oder ausblenden.
Die Iconübersicht kann zwischen Kompakt und Experte umgeschaltet werden
und außerdem gibt es in drei Stufen Popuptips für alle Einheiten, Icons
und Objekte. Hier wird einem neben dem Rohstoffpreis auch immer eine Erklärung
und die Eigenschaften angezeigt, so dass man nichts auswendig lernen muss,
was jedoch denoch zu empfehlen ist. Da einem auch immer gesagt wird, woran
jetzt gerade etwas scheitert (zu wenig Rohstoffe, fehlende Technologien,
etc.) kommt man als Einsteiger sehr schnell hinter die grundlegende Technik
des Spiels. Viele, denen ansonsten Echtzeitstrategiespiele nicht liegen
bzw. davon wenig halten, sind bei Testspielen sehr schnell zurecht gekommen
und hatten viel Spaß.
Grafik & Sound
Bei der Grafik gibt sich Rise of Nations etwas schwächlich, aber das
ist nicht so schlecht, wie man meint. Sicherlich mit einem Age of Mythology
oder C&C Generals (siehe
Review) kann das Spiel nicht mithalten. Aber bei über 1000 Einheiten
auf der Karte ist die gewählte 2D/3D Engine optimal. Die Landschaft sieht
gut aus, wenngleich etwas mehr Lebhaftigkeit nicht geschadet hätte. So
wuseln nur die Einheiten über den Schirm, die in der größten Zoomstufe
nicht mehr ganz optimal aussehen, was aber ohnehin wenig Sinn macht, da
die Übersicht nicht vorhanden ist. Sobald man jedoch mal größere Schlachten
gesehen hat, wo sich etliche Panzer bekämpfen, Explosionen zu sehen sind,
Gebäude einstürzen, am Himmel die Flugzeuge umherschwirren und im Hintergrund
die Nuklearrakete einschlägt, wobei kurzzeitig wird die Landschaft in
schwarzweiß getaucht wird und das alles bei wunderbar spielbaren Frameraten
auch auf schwächeren Rechnern, ist die Grafik doch nicht so schlecht gewählt.
Die Menüs sind übersichtlich und klar strukturiert und dazu gibt es animierte
Hintergründe. Die akustische Untermalung stellt auch keinen neuen Rekord
auf, doch die Sounds der vielen Einheiten passen wunderbar ins Spielgehen,
es gibt dezente Hintergrundmusik und bis auf die kurzen Einleitungen in
den Kampagnen wird wenig gesprochen.
Meinung
Rise of Nations ist das ideale Spiel für LAN und Internetgames, keine
Frage. Hier gibt es Optionen und Spielmodi satt. Dank der vielen Zeitalter,
Technologien und Möglichkeiten kommt auch so schnell keine Langeweile
auf. Die Bedienung ist sehr gut ausgefallen, wenn auch ich noch vermisse,
dass ich gleich die Arbeiter ausbilden kann, wenn ich auf die Schaltfläche
klicke, die anzeig, wie viele Leute nun auf der Farm arbeiten. ier muss
man immer erst noch das Gebäude suchen. Durch das AddOn kommt auch schöner
frischer Wind ins Spiel. Die neuen Völker spielen sich (mit einem neuen
Grafikstil) sehr unterschiedlich und bieten interessante Eigenschaften.
(Warum gibt es eigentlich noch keinen Teambonus im Spiel, wie bei Age
of Empires?). Aber auch die neuen Weltwunder und Einheiten wissen zu gefallen.
Die Welteroberungskampagne des Hauptspiels hat mich nicht lange gefesselt,
doch dafür entschädigen die des AddOns. Ein schöner Schwierigkeitsgrad
und viel Abwechselung lassen einen mehr Zeit damit verbringen, als man
glauben mag. Wer sich auch nur ansatzweise für etwas komplexere Echtzeitstrategiespiele
interessiert und im Einzelspielermodus damit leben kann, dass man keine
schöne Storykampagne wie in Age of Mythology oder WarCraft 3 bekommt,
der sollte Rise of Nations auf jeden Fall spielen oder sich anhand der
Demo von der Qualität zu überzeugen. Echte Fans des Hauptspiels kommen
am AddOn sowieso nicht vorbei und alle, die auf knackige Kampagnen mit
Wiederspielbarkeitswert stehen, sollten ebenfalls zugreifen. Das AddOn
bietet nichts außergewöhnlich Neues, macht aber doch vieles besser. Die
hier vergebene Wertung ist als Gesamtwertung von Spiel + AddOn zu verstehen.
Geschrieben am 04.06.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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