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RollerC. Ty..3: Wild!
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 | Info |
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| Name: | RollerCoaster Tycoon 3: Wild! |
| Genre: | Wirtschafts-Sim |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2005/11 |
| Publisher: | Atari |
| Entwickler: | Frontier Development |
| Links: | rct world |
| Hardware: | 1Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 800 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 3 |
| USK: | 6 |
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Womit soll man als Entwickler die Kunden überraschen, was soll noch geboten werden, wenn
es nicht einfach nur ein Haufen neuer Missionen sein soll? Vor dieser Frage stehen Entwickler
in der AddOn-Planungsphase. Nachdem mit dem ersten AddOn zu RollerCoaster
Tycoon 3 - Soaked! Badeanstalten Einzug in den Freizeitpark hielten, wendet sich das nächste
AddOn noch etwas weiter vom Achterbahnen Thema ab und tritt "RCT 3- Wild!" in Konkurrenz zu
Parkmanagern Marke Zoo Tycoon. Vom Affen über Nilpferde bis hin zu Tigern wird die gesamte Wildnis
inklusive Tierhaltung und Besuchersafaris abgehandelt. Bleibt da noch genügend Futter für
Achterbahn-Fans in der Erweiterung?
Auf der Spiel CD befindet sich das Handbuch, das nicht nur die Neuerungen des AddOns Wild!
vorstellt, sondern auch die des vorherigen AddOns. Dabei handelt es sich um Verbesserungen und
Änderungen in der Bedienung, die es auch in Wild! gibt und lediglich für Käufer interessant
sein dürfte, die das vorherige AddOn noch nicht gespielt haben. Laut einigen Internetquellen
soll die Kombination Hauptspiel inklusiver beider AddOns Probleme bereiten. So müsste AddOn
1 nach Wild! erneut installiert werden. Im Test gab es nach einer chronologischen Installation
jedoch keinerlei Schwierigkeiten. Etwas unschön wirken die inzwischen sehr vielen Startlogos:
Entwickler, Publisher, Grafikkartenhersteller, Hauptspiellogo, Logovideo des AddOns 1 und schließlich
Logovideo des AddOns 2. Ebenfalls hinderlich ist, dass beim Einlegen der AddOn CD immer das
Setup startet und nach Beendigung ist eine ganze Weile Geduld angesagt, bis - dank Kopierschutz
- das Spiel auch wirklich beendet.
Was bietet das AddOn?
Das AddOn kommt nicht nur mit einer Reihe an neuen Szenarien daher, sondern bietet als Schwerpunkt
die Implementierung von Tieren im Park an. Dazu gehören natürlich auch entsprechende optische
Settings für Landschaft und Umgebung, die in einem Steinzeit- und Safarisetting umgesetzt wurden.
Bei den Tieren werden sehr viele unterschiedliche Typen angeboten: Pferde, Elefanten, Nilpferde,
Sträuße, Bären, Giraffen, Gorillay, Kamels, Kängurus in meist noch mehreren Unterteilungen.
Von jeder Rasse gibt es dann auch noch für die entsprechende Vermehrung im Zoo männliche und
weibliche Exemplare, sowie Jungtiere. Durch entsprechende Fütterungen und geeignete Gehege muss
dafür gesorgt werden, dass es den Tieren gut geht und sie auf die Besucher einen guten Eindruck
machen. Nichts ist schlimmer als kranke oder traurig aussehende Tiere, die Besucher durch Besuchergalerien
erblicken. Also vom Tierpfleger nicht nur den Dung wegräumen lassen, sondern auch für entsprechend
gute Umgebung sorgen. Da sollte das Gehege nicht zu klein sein, der Untergrund für das Tier
geeignet (also beispielsweise keine Betonebenen für Tiere) und ausreichend Futter im Trog. Wenn
alles gut läuft, dann werden einzelne Besucher zusätzlich die eine oder andere Patenschaft übernehmen
und zusätzlich etwas Geld in die Kasse spülen. Sehr wichtig ist auch die Frage nach dem richtigen
Gehege. Nichts wäre für den Park schlimmer, wenn z.B. das Nashorn nur durch einen dünnen Bretterzaun
gehalten wird. Da würde es schon bald knack machen und Panik im Park ausbrechen. Doch der Spieler
ist in Wild! nicht nur Parkbauer, sondern auch Scharfschütze im Helikopter. Hier darf man dann
inklusive Zoom mit erdbeerähnlichen Geschossen - garantiert kindergerecht - entlaufene Tiere
wieder einfangen. Aber auch sonst kann man die Tiere "einpacken" und umzusiedeln,
verkaufen oder auszusetzen. Wer möchte kann auch gerne mal einen Löwen zusammen mit einem Zebra
in einem Gehege unterbringen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn plötzlich nur noch das
Zebra übriggeblieben ist. Oder was jetzt anders herum? :-) Da dann doch lieber den Tieren zusätzlich
einige Spielzeuge wie Autoreifen oder kratzunempfindliche Holzpuppen ins Gehege werfen. Doch
damit die Leute nicht nur an den Besuchergalerien an der Seite des Geheges stehen müssen, gibt
es auch Safariexpeditionen. Auf den unterschiedlichsten Transportmitteln, die vom Elefanten
mit Sitzplätzen, Jeeps bis hin zur Eisenbahn reichen, um die Besucher durch ein oder mehrere
Gehege zu transportieren.
Mit "Soaked!" eingeführt und nun in "Wild!" logisch erweitert sind die Tiershows. Neben
Delphinen kann nun auch mit Sprung- und Balanceinlagen bei den Raubkatzen für Besucherandrang
gesorgt werden. Ebenfalls verbessert wurde der unterirdische Bau. Sowohl bei Wegen als auch
bei Bahnen kann nun optional eine automatische Landschaftsanpassung erfolgen. Dadurch wird es
gerade bei den Achterbahnen deutlich einfacher, mal eben schnell die Trasse unterirdisch zu
verlegen. Nur wenn man Wegstücke wieder zurücknimmt, wird die Landschaftskachel leider nicht
wieder zurückgesetzt, auch wenn es unmittelbar nach dem Bau gemacht wird.
Mit dem AddOn gibt es außerdem Nachschub im Bereich der kleineren, gemäßigteren Bahnen. Neue
Überschlagsmöglichkeiten, Kipptürme, Karussells, ein großes Riesenrad und Insekten & Reptilienhaus
findet man in der Liste. Allerdings sind diese festen Attraktionen mitunter schon recht große
Brocken, die man in die Landschaft pflanzt. Aber auch bei den Achterbahnen gibt es mehr Möglichkeiten.
Hier sind es jedoch nicht nur optische Änderungen oder andere Wagenkonstruktionen, sondern einige
interessante neue Ideen. Da wären z. B. Splitbahnen. Hier kann man jederzeit die Strecke teilen
und später wieder zusammenführen. Das freut nicht nur die Besucher, sondern auch den Spieler,
wenn er mit seiner Bahn fährt, was selbstverständlich in allen neuen Bahnen möglich ist. Riesenbahnen
ermöglichen es, extreme Fall und Senkrechtstartmöglichkeiten zu realisieren. Robo-Bahnen sind
der Optionsoverkill schlechthin. Neben dem eigentlichen Streckenverlauf kann der Spieler hier
jeweils für jeden Abschnitt Neigung, Drehung aus Ausrichtung des Roboterarms festlegen, an dem
sich die Sitzplätze befinden. Schon den kleinen Berganstieg auf dem Kopf stehend erleben? Das
ist damit für Besucher und Achterbahnentwickler möglich.
Parkprobleme für die Manager
Um in die oben genannten Neuerungen des AddOns einzusteigen, empfiehlt sich ein Blick in
die dafür angebotenen Tutorials. Hier wird insgesamt recht knapp gezeigt, wie Gehege gebaut
werden, worauf es bei den Tieren und der Pflege selbiger ankommt und wie man Safarifahrten durch
die Bereiche bauen kann. Gerade RollerCoaster Tycoon-Kenner werden wenig Probleme haben und
dafür etwas die Tiefe bei einigen Infos vermissen. Stellenweise sind es auch keine wirklichen
Neuerungen, wenn die Zusammenstellung einen Löwenschau genau gleich abläuft, wie bei den Delphinen
im AddOn Soaked!. Doch dadurch werden insgesamt Einsteiger und Spieler, die das andere AddOn
nicht kennen, in die neuen Möglichkeiten eingeführt. Neben dem bekannten Sandkastenmodus gibt
es für angehende Parkmanager wieder zwölf neue Parks mit unterschiedlichen Zielen zu meistern.
Mal startet das Szenario auf einer fast unberührten Fläche, ein anderes Mal gilt es einen heruntergekommenen
und verschmutzen Park auf Hochglanz zu bringen oder aber die Tierhaltung ist in einem weiteren
Spiel katastrophal schlecht und bedarf einer gründlichen Überarbeitung. An der Art und Weise
der Aufgaben hat sich nichts geändert. Nach und nach hangelt sich der Spieler über die drei
Schwierigkeitsgrade eines Levels bis hin zum Tycoon-Levelabschluß.
Eine ganze Reihe an Aufgabenstellungen basieren auf den neuen Features von Wild!. Da müssen
eine bestimmte Anzahl an Besuchern die Tiere angesehen haben, von einer Art muss eine gewisse
Mindestzahl vorhanden sein oder durch Nachwuchs und Verkauf soll Geld in die Kasse kommen. Leider
hat sich nur in sehr wenigen Fällen ein VIP oder komplexere Aufgabenstellung hineinverirrt.
Auch Achterbahnziele sind leider sehr selten geworden. Insgesamt sind die Parks und Ausgangslagen
recht unterschiedlich, nur die Zielplatzierungen wirken etwas lustlos gesteigert. Für die leichteste
Stufe sollen Pandas im Wert von 100€ verkauft werden und Geld durch Bahneinnahmen bei 400€ liegen.
Das steigert sich dann über 600€ durch Pandas / 700€ durch Bahneinnahmen bis hin zu 1100/1000€.
Gerade solche Geld-Ziele durch den Verkauf von Tieren oder wenn Besucher, die sich Tiere anschauen
müssen, sind reine Zeitaufgaben. Da plant man ein Grundgerüst für den Park und lässt das
Spiel einfach fünf Minuten bei höchster Geschwindigkeit laufen und trinkt 'nen Kaffee.
Das Spiel ermöglicht es Hobby-Designern aus gut 40 Zielen zu wählen, die meist noch weiter
im Detail konfiguriert werden können. Nur die Entwickler kratzen da eher an der Oberfläche mit
ihren Aufgabenstellungen. Schade auch, dass man zwar Bäder in den Wild!-Szenarien bauen kann,
aber die entsprechenden Wasserrutschen nicht.
Sonst noch was?
Bei der sonstigen Präsentation hat sich wenig bis nichts geändert. Die Grafik ist insgesamt
sehr nett anzusehen und die Tiere fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Doch diese schön anzusehende
Grafik hat noch immer einen hohen Preis. Insbesondere in den Nachtpassagen einiger weniger Szenarien
geht die Framerate deutlich in den Keller, wenn wenige Personen im Park sind. So schön die neue
automatische Geländeanpassung bei unterirdischen Baumaßnahmen ist, so sehr wirkt sich diese,
wie schon die Platzierung vorgefertigter Bahnen, auf die Framerate aus und wird zur Ruckelpartie
sondergleichen. Doch leider ist auch die Unübersichtlichkeit schlimmer geworden. Wenn es nicht
gerade ein kurzes Stück ist, was man erahnen kann, dann ist der Untergrundbau ein Gedulds- und
Glücksspiel. Die Wegbaufunktion ist gefühlsmäßig noch "zickiger" geworden und dank neuer Features
die Menüs noch fummeliger. Man muss nicht nur weiterhin jede Bude einzeln neu aus der Liste
auswählen, Drehungen werden nicht gespeichert oder passen sich nicht automatisch an den nächsten
Weg an. Auch die individuelle Erstkonfigurat eines jeden Ladens ist weiterhin eine Qual. Da
ist es schön, wenn man die Möglichkeit hat, Shops individuell mit Angeboten zu bestücken, jedoch
artet es nur unwesentlich weniger Klickarbeit aus, als beim Tiermanagement. Tiere werden zwar,
wie Achterbahnen, in einer Liste angezeigt, doch Einstellungen wie z. B. den Preis für eien
Patenschaft, muss manuell für jedes Tier verändert werden, ebenso der Verkaufspreis. Da fallen
Kleinigkeiten wie bei den Reklametafeln nicht so sehr auf. Schön, dass man eigene Grafiken dafür
einbinden kann, aber wieso wird im Ordner "Eigene Dateien\My Pictures" geschaut? Hat man den
Ordner nicht, weil man eine deutsche Windowsversion hat, muss man diesen erst anlegen, damit
man ihn im Spiel wechseln kann. Eher zweifelhaft ist da die Möglichkeit über diese Plakate Live-Werbung
aus dem Internet anzeigen zu lassen, was dem Spiel jedoch erst erlaubt werden muss. Nur warum
man dies machen soll, wo man doch knapp 30€ für's AddOn ausgeben muss, wird wohl ein Geheimnis
bleiben.
Meinung
Die Entwickler gehen mit den AddOns in eine sehr interessante, aber nicht für jeden Spieler
gute Richtung. Wer als Spieler hier groß auf Achterbahnen setzten will, wird dies im freien
Spiel machen müssen. In Wild! stehen, wie es der Name andeutet, die Tiere im Mittelpunkt. Doch
leider ist das Spiel langsam aber sicher zu überladen. Viele Optionen und Möglichkeiten sind
zwar eine wunderbare Sache, aber die muss man auch alle unter einen Hut bekommen. Es kommen
erfreulicherweise immer neue Möglichkeiten mit den AddOns, aber die Bedienung des Spiels bedarf
dringendst einer Überarbeitung. Die Entwickler produzieren neuen Inhalt, sollten sich aber lieber
erst mal um Feinschliff kümmern. Neben Übersicht und Sachen wie beispielsweise kontextabhängige
Symbolleisten, sodass man gleich zu einer Tiergattung entsprechende Gehege, Untergründe, Dekorationen
und sonstige passende Sachen angeboten bekommt, wären motivierendere Missionen angebracht, die
sich in den höheren Zielstufen nicht wie simple Missionszeitverlängerungen anfühlen.
Geschrieben am 11.12.2005, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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