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Runaway 2
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| Autor | | 2 |
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| Gesamt (14 votes) | | 3+ |
 |   | | 0.5 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.5 |
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| Name: | Runaway 2 |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2006/11 |
| Publisher: | Anaconda |
| Entwickler: | Pendulo Studios |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 500Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 6400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.12 |
| USK: | 12 |
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In den letzten Jahren haben Adventures kontinuierlich an Beliebtheit gewonnen und es stehen
mehr Knobelspielchen in den Läden, als so manch ein Fan noch vor vier oder fünf Jahren vermutet
hätte. Das Spiel, das im Jahre 2002 den klassischen 2D-Point&Klick-Adventures wieder zum Aufschwung
verhalf, war Runaway: A Road Adventure.
Das Entwicklerstudio Pendulo hat sich viele Jahre Zeit gelassen, Feedback gesammelt und brachte
Ende November den Nachfolger Runaway 2: The Dream of the Turtle heraus. Wie sich die Fortsetzung
des Abenteuers von Brian und Gina im Vergleich zu anderen, aktuellen Titeln schlägt, soll das
Review klären.
Wie schon der Vorgänger, so ist das Spiel alles andere als ein Leichtgewicht in Sachen Datenvolumen.
Auf Wunsch kann der Spieler entweder direkt die etwa 6,4 GB Daten von der DVD auf die Festplatte
kopieren, oder aber eine Minimalinstallation von etwa 2 GB wählen, wobei dann bei jedem neuen
Kapitel die Daten erst von der Disk auf die Festplatte kopiert werden, wenn diese wirklich benötigt
werden. Das Handbuch ist zwar leider in schwarzweiß gehalten, informiert den Spieler jedoch
über alle wichtigen Aspekte. Neben eher banalen Aspekten, wie z. B. der Installation, gibt es
eine genaue Beschreibung des Interfaces und der Steuerung. Viele Bilder, Skizzen und einige
Konzeptzeichnungen lockern das Handbuch auf, das außerdem die Charaktere des Spiels vorstellt
und eine Karte der Startinsel "Mala Island" beinhaltet. Für Einsteiger gibt es außerdem am Ende
des Handbuches Lösungsinfos zum ersten Kapitel des Spiels. Leider ist Runaway 2 in der ausgelieferten
Fassung nicht ganz bugfrei. Gerade zum Ende hin sind einige kleinere Fehler zu finden und kurz
vorm Ende verhindert ein Bug am Globus die Endsequenz des Spiels. Der erste Patch soll dieses
Problem beheben, der aber noch über einem Monat nach dem Release auf sich warten läßt.
Nachtrag: Nach etwa drei Monaten gab es einen ersten Patch. Dieser hat den Absturz beim letzten
Rätsel (Globus-Bug) behoben und außerdem läuft Runaway 2 in der Version 1.1 nun auch unter Windows
Vista.
Flug ins Ungewisse
Auch im Nachfolger hat der Held des Spiels, Brian Basko, ein aufregendes Abenteuer erlebt,
das er zu erzählen weiß. Am Computer sitzend chattet er mit Shushi Douglas, die Spielern des
ersten Teils bekannt sein sollte. Nach dem ganzen Stress und Ärger im Vorgänger, in welchem
er es gerade so geschafft hat der Mafia zu entwischen, war ein wenig Entspannung angesagt. Zusammen
mit Gina wollte er es sich einfach ein wenig gemütlich machen. Eine tropische Insel, schönes
Wetter und entspannte Aktivitäten waren ideal, um den Stress der letzten Zeit zu verdauen. Gina
wollte jedoch nicht nur herumsitzen und sich entspannen, sondern ein wenig Kultur genießen.
Auf der nahe gelegenen Insel Mala gab es - zumindest laut Prospekt - einen sehr schönen und
sehenswerten Tempel zu besichtigen: Der Tempel von Tiki. Für den nächsten Tag war dann auch
schnell ein Pilot gefunden, der die beiden zum Reiseziel bringen sollte. Beim Flug passiert
schließlich das, was kommen musste: Komplikationen. Der Pilot stirbt an einem Herzanfall, das
Flugzeug gerät außer Kontrolle und Brian kann Gina gerade noch den letzten Fallschirm umlegen
und sie aus dem Flugzeug in den See unter ihnen schmeißen, bevor der Flieger abstürzt…
Das Ziel für Brian ist nach der Bruchlandung schnell klar. Es gilt Gina zu finden und von
der Insel zu fliehen. Das ist jedoch ein wenig leichter gesagt als getan und das nächste Abenteuer
steht auf dem Plan. Die Geschichte wird dabei sehr eindrucksvoll und stimmig in insgesamt sechs
Kapiteln präsentiert, welche den Spieler auch zu sehr unterschiedlichen Schauplätzen führen.
Am Anfang bzw. am Endes eines jeden Kapitels steht eine umfangreiche Zwischensequenz auf dem
Programm. Runaway 2 präsentiert sich in dieser Hinsicht wie ein fesselnder Film, der immer wieder
zu überraschen weiß und lediglich ganz am Ende mit der Auflösung ein wenig enttäuscht. Zwischen
den ganzen Videos und Gesprächen gibt es allerdings auch die unterschiedlichsten Rätsel zu lösen,
welche auch im Nachfolger aus klassischen Point & Klick Aufgaben bestehen.
Brian auf Weltreise
Bis Brian sein Ziel erreicht hat und die Geheimnisse auf Mala aufgedeckt hat, vergeht einige
Zeit. Neben dem Dschungel, unterschiedlichen Orten auf der Insel (Strand, Bucht und Wasserfall)
gilt es auch einen Blick in den Tempel zu werfen. Aber auch andere Schauplätze werden im Laufe
des Abenteuers besucht. Ein Ausflug in eine Eisregion steht genauso auf dem Programm, wie eine
Abstecher auf Shushis Yacht, ein Tauchgang und ein Piratenschiff, das Stark an Monkey Island
erinnert. Die Schauplätze pro Kapitel sind jeweils recht übersichtlich gehalten und bestehen
aus etwa fünf bis zehn Bildschirmen, die mitunter auch in mehrere Richtungen mit scrollen. Brian
trifft auf dem langen und beschwerlichen Weg Gina zu retten, auf sehr unterschiedliche NPCs.
Darunter befinden sich auch einige alte Bekannte, wie der verrückte Joshua, der Brian zwar auf
der einen Seite ganz schön auf die Nerven gehen kann, dafür aber in technischer Hinsicht eine
große Hilfe ist. Neben nicht so freundlichen Personen und/ oder Gegenspielern, wie der korrupte
Oberst Kordsmeier, trifft der Spieler auch NPCs, die für eine kleine Gegenleistung gern behilflich
sind. So gilt es das Motorboot vom Surfer Knife zu bekommen, indem er einen neuen Platz zum
Surfen findet oder den nicht sonderlich schlauen Wachposten dazu zu bringen, seinen Jeep unbeaufsichtigt
zu lassen, um damit ein Tor aufzubekommen. In zahlreichen Dialogen führt Brain mitunter sehr
ausführliche und lange Gespräche. Wer Dialoge nicht ausstehen kann, der sollte sich gut überlegen,
ob er auf diese Abenteuertour gehen will. Im Gegensatz zu vielen aktuellen Adventures stehen
dem Spieler immer recht viele Antwortmöglichkeiten zur Auswahl. Die Gespräche laufen also nicht
automatisch ab, sondern es kann immer wieder eingegriffen werden und sehr humorvolle Antworten
stehen zur Auswahl. Spielen soll Spaß machen und genau darauf sind die Gespräche aus ausgerichtet.
Bei der Vielzahl an Dialogoptionen fallen jedoch zwei Punkte etwas negativ auf. So merkt sich
das Spiel nicht, welche Dialoge schon geführt wurden. Wurde ein NPC also schon einmal vom Spieler
lang und breit zu allen Punkten befragt, dann sind die Gesprächsoptionen beim nächsten Ansprechen
alle wieder zurückgesetzt. Hier wäre es schön, wenn es für bereits durchgesprochene Themen,
sollten sie wichtig sein, eine kurze "Wie war es noch mal mit…"-Frage im Angebot wäre.
Auch vermisst man mitunter bei einigen NPCs den Gesprächspunkt, der direkt "zur Sache"
kommt. Brain kann sich beispielsweise mit Lokelani lang und ausführlich unterhalten und will
Gina finden, doch es ist nicht möglich die Dame direkt darauf anzusprechen. Wichtig ist es auch,
immer alle Gespräche bis zum Ende geführt zu haben, ansonsten kann es gut sein, dass es im Spiel
nicht weitergeht. Erst wenn Brian erfahren hat, dass der Soldat in seinem Buch ein Bild hat,
kann er es sich im unbewachten Augenblick herausnehmen. Solche "Kleinigkeiten" gibt es stellenweise
immer wieder. Sowohl bei Dialogen, Aktionen und dem Finden und Benutzen von Gegenständen. Schon
im Vorgänger hat es einigen Spielern nicht ganz so gut gefallen, dass nachträglich in einem
bereits durchsuchten Ort oder Objekt im Nachhinein doch noch was zu finden war. Die Entwickler
haben diese Kritik jedoch mit Humor genommen, so dass Brian bei der Durchsuchung einer kleinen
Luke sagt: "Im Moment sehe ich nichts weiter, das mir nützlich sein könnte. Und nein, mir ist
es egal, ob ich es später noch gebrauchen könnte. Ich bin doch keine Beutelratte. Oder gar Spieleredakteur."
Entsprechend gibt es in Runaway 2 plötzlich neue Gegenstände an bekannten Orten. Allerdings
weiß es der Spieler, der beim Spielen auf entsprechende Aussagen achtet. Schwieriger wird es
nur, wenn zwischendurch eine Pause eingelegt wurde.
Wenn Brian nicht gerade auf andere Personen einredet, dann beschäftigt er sich mit der Lösung
des einen oder anderen Problems. Knobelaufgaben und Rätsel im Point & Klick Stil gibt es auch
in Runaway 2 in ausreichender Stückzahl. Wie schon im Vorgänger orientiert sich das Adventure
dabei an den fortgeschrittenen Spieler. Es gibt zwar hier und da einige leichtere Kopfnüsse
oder schlichte Botengänge, aber teilweise erfordern die Rätsel schon ein wenig mehr Gehirnschmalz.
Dass es an einrt Stelle nicht weiter und was Brian eigentlich erledigen soll, ist in den meisten
Fällen recht klar zu erkennen. Schwerer wird es dann schon, den Lösungsweg zu finden. Nicht
nur Brian, sondern auch andere NPCs geben Hinweise, doch dabei gilt es Geduld und Ausdauer zu
besitzen. Einige Gegenstände sind recht gut versteckt bzw. an Orten, auf die man nicht so schnell
kommt. Schon gleich zu Beginn des Spiels gilt es aus der Absturzstelle zu entkommen und den
Weg über Treibsand zu finden. Dazu wird unter anderem ein Schlüssel benötigt. Aber woher bekommt
man diesen? Wenn der Spieler den Wald ein wenig untersucht, kann er mit dem Fernglas in den
Baumkronen die Tasche des Piloten erkennen. Jetzt gilt es nur noch einen Weg zu finden, an die
Tasche zu kommen. Mit einer Glasscherbe wird zuerst die Pilotenbrille bearbeitet und dabei das
Gummiband der Brille abgeschnitten. Aus dem Ast wird mit der Glasscherbe eine Astgabel gemacht
und mit den beiden Objekten (Gabel + Gummi) kann eine Schleuder gebaut werden, womit der Charakter
schließlich die Tasche aus den Baumkronen bekommt. Solche Kombinationsaufgaben werden dem Spieler
recht häufig vorgesetzt. Später gilt es beispielsweise ein Foto von sich zu machen, ein Foto
einer anderen Person zu bekommen und schließlich einen NPCs davon zu überzeugen, einen so zu
schminken, dass Brian so wie die Person aussieht. Dabei gilt es allerdings nicht nur die Lösung
zu wissen bzw. zu erahnen, sondern auch alle Voraussetzungen zu erfüllen.
Im Laufe des Abenteuers muss Brian ein verschwundenes GPS finden. Kein Problem, allerdings
erkennt er das Gerät erst, wenn er weiß, dass er eins "braucht". Davor ist es nur ein Gerät
an dem ein Junge spielt. Nicht ganz gelungen ist ein möglichst ansteigender Schwierigkeitsgrad.
Gerade am Anfang bekommt der Spieler einige Kopfnüsse serviert, im späteren Verlauf wird es
ein wenig einfacher und im letzten Drittel gibt es einige unschöne, gestreckte Laufaufgaben.
Neben Kombinationsaufgaben gilt es allerdings auch, sich in Gesprächen zu bewähren, NPCs zu
überreden oder kleine Fragespiele zu überstehen. Außerdem muß man sich mit Schalteranordnungen
beschäftigen und das eine oder andere Mal einen Umweg finden, um in einen abgesperrten Raum
oder Bereich zu kommen. Da die Schauplätze das gesamte Spiel über sehr überschaubar sind, ist
der Spieler nie zu lange auf der Suche. Für Einsteiger ist Runaway 2 zwar kein Vergnügen, alle
anderen bekommen aber überwiegend sehr solide und fordernde Rätselkost geboten.
Präsentation
Als klassisches 2D-Point&Klick-Adventure lässt sich Runaway 2, wie auch schon der Vorgänger,
vollständig mit der Maus steuern. Mit der linken Taste wird der Charakter bewegt und entsprechende
Aktionen ausgelöst, wenn der Mauszeiger über einem interessanten Objekt verweilt. Da sich Brain
jedoch die meisten Objekte nicht nur anschauen will, wird mit der zweiten Maustaste zum Benutzen-Befehl
durchgeschaltet. Das Inventar wird über ein Icon am oberen Bildschirmrand geöffnet, mit dem
der Spieler Gegenstände nehmen, ansehen und kombinieren kann. Schön wäre es gewesen, die Gegenstände
direkt über die obere Leiste anwählen zu können und somit nicht einen Bruch zwischen Spiel und
Inventar zu haben. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Die Anzahl der Gegenstände im Inventar
ist immer überschaubar, wenngleich Brain auch einige größere Objekte, wie eine Leiter, in die
Tasche packen kann. Die einen werden es als Schlamperei sehen, andere werden es als Logik abstempeln,
was sich die Entwickler bei der Kombination von Gegenständen gedacht haben. Es kommt bei der
schlichten Benutzung zweier Gegenstände auf die Reihenfolge an. Möchte der Spieler eine Schnurr
mit einem Messer durchtrennen, dann muss das Messer auf die Schnur angewendet werden. Wählt
der Spieler jedoch die Schnur an und klickt damit auf das Messer, dann geht dies nicht. Bei
der Interaktion mit Gegenständen wählt das Spiel außerdem den jeweils passenden Begriff bzw.
eine stimmige Formulierung aus. Eine Tür wird nicht benutzt, sondern es heißt entsprechend "Tür
öffnen". Allerdings kommt es auch vor, dass die Entwickler bei Kleinigkeiten nicht einheitlich
vorgegangen sind. Wenn Brian beispielsweise das Bild aus dem Buch nehmen will, dann muss das
Bild genau angewählt werden. Möchte Brian dagegen ein wenig Harz vom Baum haben, dann gilt es
einfach nur das Glasröhrchen mit dem Baum zu benutzen. Wer hier meint, zuerst die Stelle mit
dem Harz am Baum finden zu müssen, der kann lange suchen. Sehr unschön ist an der Stelle auch,
dass Brian nur beim ersten Ansehen des Baumes etwas von Harz sagt. Danach wird dies nicht mehr
erwähnt. Einige der automatischen Formulierungen sind auch ein wenig in die Hose gegangen, wie
"Ruf Klingel an" zeigt. Außerdem gab es an mehreren Stellen fehlerhafte bzw. fehlende Untertitel.
An anderen Stellen stimmten auch Untertitel und Sprachausgabe nicht überein. Desweiteren gab
es auch schlichtweg falsche Formulierungen. So sagt Brian nach dem Füllen der Kettensäge, dass
diese nicht gehen würde. Im Frachtraum der Yacht kommt bei der späteren, erneuten Benutzung
des Intercoms die Antwort "Warum sollte ich mit ihr telefonieren, wenn ich neben ihr stehe.".
Allerdings befindet sich die besagte Person am anderen Ende der Leitung. Bei der Benutzung des
Intercoms gab es außerdem den Fehler, dass die Sprachausgabe beider Sprecher so klang, als wenn
sie über das Intercom kommt, dabei steht der Spieler ja mit Brian im Lagerraum und müsste seine
Stimme ohne Verzerrung hören. Diese Mankos sind jedoch primär nur Kleinigkeiten, die einem zwar
auffallen, aber in der großen Masse an Text und Sprachausgabe untergehen. Die Texte sind ansonsten
sehr ordentlich übersetzt und die Sprecher machen durchweg ausgezeichnete Arbeit. Wie auch schon
im Vorgänger haben Christian Stark und Jennifer Böttcher die Rollen von Brian und Gina übernommen.
Beim Soundtrack gibt es ebenfalls keine Beanstandungen. Die Klangkulisse wirkt sehr stimmig
und trägt viel zur gelungenen Atmosphäre des Spiels bei. Aber auch grafisch kann sich Runaway
2 sehen lassen. Das Spiel macht einen sehr ansehnlichen Spagat zwischen Comic und Cell-Shading.
Die zahlreichen Locations sind sehr detailliert und stimmig entworfen. Überall gibt es Kleinigkeiten
zu entdecken. In der Eislandschaft ist der Atem der Figuren zu sehen und Fußabdrücke werden
hinterlassen. Auch die Lippenbewegungen und Animationen sind überwiegend sehr gelungen, lediglich
wirkt insbesondere Brian teilweise ein ganz klein wenig hölzern. Abgerundet wird das grafisch
sehr stimmig Spiel durch die Möglichkeit Kantenglättung in den Optionen zu aktivieren. Lediglich
bei den Videosequenzen hätte ein besserer Codec bzw. eine höhere Bitrate nicht geschadet.
Meinung
Trotz kleinerer Mängel in der B-Note und ein wenig Schludrigkeit in Sachen Handhabung ist
Runaway 2 ein exzellentes Adventure geworden. Bis auf wenige Ausnahmen ist das Spiel zwar fordernd
aber meist sehr fair gehalten und der Spieler bekommt eine solide Mischung aus Knobelaufgaben
und Dialogen geboten. Grafisch wird das Abenteuer sehr ordentlich in Szene gesetzt und der Käufer
erlebt in gut 20 bis 30 Stunden eine interessante und abwechslungsreiche Handlung, die auch
noch wunderbar vertont wurde. Mal in einem Tempel, später in einer Eisregion und dann steht
plötzlich ein Tauchabschnitt auf dem Programm. Für Adventureliebhaber wird einiges geboten und
für etwa 30€ kann man als Spieler wenig falsch machen. Neben Ankh
2 und Geheimakte Tunguska ist Runaway
2 das Adventure des Jahres 2006, wenn da nicht die Bugs wären. Eigentlich spricht bei dem Spielspaß
und der gelungenen Inszenierung nichts gegen eine 2+, doch da neben Kleinigkeiten auch über
einem Monat nach Release ein schwerer Plotstopper am Ende des Spiels noch nicht behoben wurde,
gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nur eine 2.
Nachtrag: Nach etwa drei Monaten gab es einen ersten Patch. Dieser hat den Absturz
beim letzten Rätsel (Globus-Bug) behoben und außerdem läuft Runaway 2 in der Version 1.1 nun
auch unter Windows Vista.
Geschrieben am 28.12.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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