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Shadowgrounds
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 | Info |
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| Gesamt (18 votes) | | 1 |
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 |   | | 2.3 |
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| Name: | Shadowgrounds |
| Genre: | Arcade Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/11 |
| Publisher: | dtp |
| Entwickler: | Frozenbytes |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 1.3Ghz, 384MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Co-Op |
| FFeedback: | nein |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Patch: | 1.05 |
| Bemerkung: | Leveleditor mit neustem Patch |
| USK: | 16 |
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| Shadowgrounds (review von yak) |
Ältere Spieler kennen sicher noch den süchtigmachenden Coop-Spaß aus der Spielhalle, bei
dem man mit seinen Freunden im Team gegen Monsterhorden antreten musste um sein Leben, den Planeten
oder Jungfrauen zu retten, vielleicht aber auch um den Endbösewicht von seinem elenden Dasein
zu befreien. Der Klassiker in diesem Genre ist sicher Midway's Gauntlet. Aus der Vogelperspektive
lenkte man seine Mannen im Team gegen üble Horden, um sich an Schatztruhen zu bereichern und
tiefer in die Dungeons einzudringen. Das Spielprinzip war einfach, aber erfolgreich und fand
viele Nachahmer, die ein ähnliches Prinzip verfolgten, verfeinerten und damit in anderen Spielumgebungen
für Abwechslung sorgten. Doch das Spielkonzept, unterhaltsam wie es war und auch heute noch
ist, ging im Eifer immer aufwendigeren und scheinbar innovativeren Games unter und nur selten
gab es Nachschub für Anhänger dieses Spielprinzipes.
Raven Software schuf 1997 mit MageSlayer (Demo)
ein würdiges Quasi Remake, der Rest ähnlicher Spiele erschien jedoch ausschließlich für Konsolen
(Gauntlet, Baldur's Gate: Dark Alliance
1 & 2, Fallout Brotherhood of Steel),
PC Spieler gingen jedoch weitestgehend leer aus. Doch Entwickler Frozenbyte hat Mitleid mit
den Top Down Action Shooter Fans und besonders auch mit Spielern, die die Nase voll haben von
niedlichen Elfen, Axt bewährten Zwergen oder viel zu guten Rittersleuten. Shadowgrounds ist
reinrassige SciFi Action mit Horden feinseliger, fieser Aliens, einer guten Story und vor allem
mit viel Firepower. Von wegen "Im Weltraum hört dich niemand schreien..."
Die Erde im Jahre 2030. Wie zu erwarten steuerte die Menschheit durch zunehmende Umweltverschmutzung
und Überbevölkerung einer Katastrophe entgegen. Aussiedeln im großen Maßstab schien die einzig
vernünftige Alternative. Raumfahrtprogramme wurden verstärkt und die Forschung setze auf Terraforming,
um eventuell bewohnbare Planeten entsprechend umzugestalten, damit ein menschliches Leben dort
möglich wird. Ganymed, ein Jupitermond, schien für diese Technologie geeignet und so machte
sich die International Space Exploration Union daran, dort ihr erstes Terraforming durchzuführen.
Doch selbst die beste Technologie benötigt Zeit und Vorarbeit. In 60 Jahren jedoch sollte Ganymed
bewohnbar werden. Bis dahin schickte man unbemannte Raumschiffe dorthin, um das Terraforming
einzuleiten. Im Jahre 2070 war es dann soweit, die ersten Menschen landeten auf Ganymed und
im Jahre 2096 lebten dort schon 8000 Menschen... nur wie lange noch?
Wesley Tyler, Held des Spiels, war einst Sicherheitschef auf Ganymed, doch als "unbequemer"
Mensch, der bei merkwürdigen Zwischenfällen zu viel Fragen stellte, war er den Job auch schnell
wieder los. Als Mechaniker verdient er sich jetzt seinen Lebensunterhalt bei IGTO, einem privaten
Militärkonzern, der das Terraformingprogramm mit finanzierte, jedoch unter der Bedingung, dass
man auf Ganymed keinerlei Waffenforschung betreibt. Und eigentlich hätte es ein so langweiliger
Arbeitstag wie immer für ihn werden können, wenn nicht plötzlich die Energie ausgefallen wäre
und er im Dunkeln gestanden hätte...
Tyler macht sich auf ins Kraftwerk, um zu sehen, was zum Energieausfall führte...
Technik:
Die von Frozenbyte eigenentwickelte Engine macht einen hervorragenden Eindruck. Sie zaubert
das Spielgeschehen atmosphärisch auf den Bildschirm und geht selbst bei hohem Feindaufkommen
nie in die Knie. Das Besondere an der Engine ist jedoch eindeutig die Nutzung von Licht und
Schatten. "Die Nacht der langen Schatten" wäre hier wohl die bezeichnendste Umschreibung. Selten
in einem Spiel gab es so gut ins Spieldesign eingebaute Schatten-Effekte, die dem Spieler mehr
als einmal den Schauer über den Rücken laufen lassen, was besonders eindrucksvoll beweißt, dass
nicht nur Egoshooter eine höchst beängstigende Atmosphäre aufbauen können, sondern auch Spiele
in der Top Down Ansicht (Und ehrlich gesagt war Shadowgrounds für mich atmosphärischer und unheimlicher,
als der so hoch angepriesene Gruselshooter F.E.A.R).
Aber woran liegt das? Man schleicht sich mit seinem Spielcharakter durch die verlassenen Gebäude,
immer auf der Hut, mit dem Licht der Taschenlampe die Fratze eines Aliens aus dem Dunkel zu
schneiden und seine Schatten angsteinflössend und um ein Vielfaches größer an die nächste Wand
projiziert werden. Das Ganze hat schon fast den Stil eines Film Noirs und trägt ungemein zur
Spannung bei. Das geht soweit, dass man schon ein wenig Verfolgungswahn bekommt und zusammenzuckt,
bzw. mutig die Waffe abfeuert, wenn man nur einen Baum angeleuchtet hat, dessen filigrane Äste
im Schattenwurf den spinnenartigen Beinen der Aliens täuschend ähnlich sehen. Kurzum, mit dem
Einsatz von Licht und Schatten ist den Entwicklern ein richtiges Bravourstück gelungen. Die
anderen Effekte stehen dem aber nicht nach. Der Flammenwerfer bläst seine tödliche Feuersbrunst
den Alienschwärmen entgegen und lässt die Luft flimmern, Glasscherben zerbersten, Regen prasselt
auf die Planetenoberfläche und Laserschüsse verwandeln die Umgebung in bunte Lichtorgien.
Die Figuren, Gegner und die Umgebung sind detailliert und abwechslungsreich gestaltet. So darf
man über die Planetenoberfläche flanieren, die einer Wüstenlandschaft gleicht, Kraftwerke besuchen,
Minenkomplexe erforschen und letztendlich sogar in ein Alien-Mutterschiff, um der Bedrohung
Herr zu werden. Die graphische Präsentation von Shadowgrounds ist insgesamt stimmig und ohne
Tadel.
Ohne Ausrutscher präsentiert sich auch der Sound. Die Geräusche sind stimmig und unterstützen
die schon durch die Graphik gute Atmosphäre um ein weiteres. So hört man oft schon die krabbelnden
und quickenden Aliens, bevor man sie sieht, was besonders bedrohlich wirkt, wenn man einige
der fieseren Gegner, die nicht so leicht zu besiegen sind, schon vorab am Sound erkennt. Ebenso
strahlt die Soundkulisse aber auch eine knarrende eisige Kälte aus, die das Umfeld noch unheimlicher
erscheinen lässt. In etwa vergleichbar mit dem Alien Film von Ridley Scott. Die Waffengeräusche
sorgen dann im Kontrast zu den stilleren Passagen für den ordentlichen Rumms. Für die Sprachausgabe
hat der Publisher dtp wieder wie gewohnt eine stimmige und qualitativ gute Synchronisation geliefert,
die auf bekannte Sychronstimmen wie z. B. Marion v. Stengel (u.a. Angelina Jolie) zurückgreift.
Die Musik ist ebenso gelungen und bietet von allen Stilrichtungen etwas, von eher ruhigeren,
psychoschockermäßigen orchestralen Kompositionen, die den Helden dabei begleiten, wenn er durch
menschenleere Gegenden streift und jederzeit mit einem Massenangriff rechnen muss, bis hin zu
reiner Actionmusik, die ihm den nötigen Adrenalinstoß verpasst, wenn er gegen die Horden der
Außerirdischen ins Gefecht zieht. Im Bereich Präsentation gibt sich Shadowgrounds keine Blöße.
Gesteuert werden kann Shadowgrounds mit Maus/Tastatur oder auch mit Gamepad, wobei mir hier
die Steuerung mit Maus/ Tastatur eher zusagte, da mir die Umsetzung für das Gamepad nicht ganz
gelungen bezüglich des Drehens der Figur und dem Strafen schien. Das ist mit Maus/Tastatur besser
umgesetzt. Probleme gab es leider bei der Erkennung (Logitech Rumblepad) des zweiten Analogsticks,
der sich nicht konfigurieren lies. Dennoch ist Shadowgrounds gut mit einem Gamepad zu spielen.
Schade nur, dass es keine Force Feedback Effekte gibt. Ansonsten lässt sich das Spiel jedoch
bei der Steuerungsanpassung in allen Belangen vorbildlich konfigurieren. Drehgeschwindigkeit,
Kamerakontrolle usw. dürfen in allen Varianten geändert werden.
Etwas zu sparsam, im Gegensatz zur aufwendigen schön gestalteten Verpackung, fällt das Handbuch
auf.
Gespeichert wird automatisch jeweils zum Levelende. Innerhalb eines Levels muss man jedoch,
wie bei den guten alten Arcadegames, mit fünf Leben auskommen, ansonsten muss man den Level
neu beginnen. Das trägt aber eher zur Atmosphäre bei, als das es ihr schadet, denn so hat man
viel mehr Spaß, Spannung und auch Ehrgeiz, seinen Helden lebend durch diesen Alptraum zu lotsen.
Fair ist jedoch, dass man nach einem Ableben den vorherigen Status beibehält, was bedeutet,
dass bis dahin erlegte Gegner auch weiterhin erlegt bleiben und man sich nur noch um den verbleibenden
Rest kümmern muss.
Zur Wahl stehen drei Schwierigkeitsgrade, wobei "mittel" ausreichend schwer und fordernd
ist, um auch geübte Spieler bei Laune zu halten.
Gameplay:
Shadowgrounds ist ein Top-Down 3D Action Shooter, bei dem es vorrangig darum geht, den angreifenden
Aliens den Allerwertesten zu grillen. Doch anders als viele vergleichbare Games, bei denen das
Monstermetzeln eher mit einer sportlichen Herausforderung gleichzusetzen ist, bei dem es nur
darauf ankommt, möglichst alle "umzunieten", schafft es Shadowgrounds, eine spannende Atmosphäre
aufzubauen, die selbst einigen Egoshootervorzeigetiteln nicht nachsteht. Der Held beginnt mit
einer zuerst harmlos erscheinenden Aufgabe, einen Defekt in einem Kraftwerk zu untersuchen,
um die Ursachen des Energieausfalls zu klären. Vorsichtig, nur mit einer Taschenlampe in der
Hand, durchforscht er die Einrichtung, hier und da läuft ein kleines Krabbelvieh vor ihm her,
aber nichts wirklich Bedrohliches, es sei denn, man hat Angst vor der Dunkelheit, was aber schnell
passieren kann, wenn die Geräuschkulisse bedrohlicher wird und die Taschenlampe selbst von harmlosen
Gegenständen skurrile Schatten an die Wand wirft, die durch die Bewegung des Lichtstrahls ein
seltsames Eigenleben entwickeln. Doch schnell stellt sich heraus, dass hier stärke Mächte für
den Generatorausfall verantwortlich sind. Unwirkliche Geschöpfe, spinnengleich, wurmähnlich
oder riesige wie Kampfochsen aussehende Kreaturen mit Kanonen statt Hufen am Ende ihrer Gliedmassen,
stellen sich dem Helden in den Weg und sie haben nichts Freundliches im Sinn. Beginnt Tylers
Aufgabe noch damit, sich um den defekten Generator zu kümmern, wird er kurz darauf auch schon
zwangverpflichtet, um weitere Aufgaben zu erfüllen, damit die Alienbrut ihr Ziel, die Bevölkerung
von Ganymed auszulöschen, nicht erreicht. Tyler muss Wissenschaftler aus einem Labor befreien,
um Zugangskarten zu erhalten, ein Spezialteam aus einer Mine befreien, dafür sorgen, dass eine
Funkstation ihren Dienst wieder aufnimmt und letztendlich die finale Mission im Alien-Mutterschiff
absolvieren. Schön ist auch, dass die Level relativ offen begehbar sind und nie den "Tunnelcharakter"
eines "modernen" Shooter aufweisen. Viele Orte sind auch durch andere Zugänge
erreichbar und man hat wirklich das Gefühl, "vor Ort" zu sein, statt auf einer
streng vorgegebenen Route, womit auch der Forscherdrang vieler Spieler ausreichend befriedigt
wird. Dass dies alles natürlich nicht kampflos vonstatten geht, ist klar. Dazu gibt es zehn
Waffen, die man im Spielverlauf findet und zudem aufrüsten kann, ausreichend Upgradepunkte vorausgesetzt.
Upgradepunkte verdient man sich durch Aliendezimierung. Je nach Menge und Kampfkraft hinterlassen
Gegner oder Gegnergruppen einen oder mehrere Upgradepunkte, die in die technische Weiterentwicklung,
genügend Punkte für die jeweilige Stufe vorausgesetzt, investiert werden können. So lassen sich
die Magazingröße erhöhen, die Feuerrate und Durchschlagskraft verbessern oder auch alternative
Feuerfunktionen freischalten. Ein Flammenwerfer kann z. B. dann auch dazu genutzt werden, Benzinpfützen
zu erzeugen, die man dann zu einer Feuerfalle für die Gegner machen kann. Ein Maschinengewehr
wird, entsprechendes Upgrade vorausgesetzt, zu einem stationären Geschützturm, mit dem man sich
z. B. den Rücken frei halten oder auch eine Türe sichern kann. Die Laserkanone wird in ihrem
alternativen Feuermodus zum alles vernichtenden "Schneidbrenner" und sägt die Aliens reihenweise
durch. Das Waffenarsenal ist abwechslungsreich und muss taktisch klug eingesetzt werden. Manche
Gegner sind gut gepanzert und dadurch gegen einige Attacken ziemlich resistent. So hilft bei
den gepanzerten Spinnenwesen am besten eine gezielte Ladung aus dem Flammenwerfer oder ein Schuss
aus dem Raketenwerfer. Manche Gegner sind frontal durch ihre Panzerung kaum zu beeindrucken
und man kann sie nur mit Unmengen Granaten oder Raketen zur Aufgabe zwingen. Doch stellt man
sich geschickt an und nähert sich ihrem ungepanzerten Rücken, reichen ein paar Schuss aus der
Railgun, um sie auszuschalten. Wichtig ist bei Shadowgrounds auch das Haushalten der Munition,
denn diese ist limitiert und sinnloses Ballern sorgt meist nur dafür, dass man den Gegnern danach
ausgeliefert ist. Es bringt also nichts, auf alles ohne Unterlass zu ballern, vielmehr ist ein
gezielter Einsatz der richtigen Waffe und Taktik gefragt, was für ein solches Spielprinzip eher
unüblich ist, es insgesamt dadurch aber mehr taktisches Vorgehen abverlangt und somit dem "normalen"
Action Shooter einiges voraus hat. Vielleicht besser mit der Pistole ein Explosivfass in Gegnernähe
hochjagen, als erneut eine Rakete zu opfern oder Gegner, die sich gerne hintereinander anpirschen,
mit der aufgerüsteten Railgun aufs Korn nehmen, die mit ihrer Durchschlagskraft gleich mehrere
Panzerungen hintereinander durchschlagen kann oder entsprechend aufgerüstet auch über Bande
wie eine Billardkugel für Geschnetzeltes sorgt.
Munition und Erste-Hilfe Packs findet man in den Leveln verteilt, manches auch in Kisten,
die erst mit Waffengewalt ihren Inhalt freigeben. Die Action in Shadowgrounds ist rasant. So
muss z. B. ein Stützpunkt gehalten werden, der von allen Seiten angegriffen wird und die Aliens
die Sicherheitstüren durchbrechen, gezielt müssen hier Geschütztürme aufgestellt werden, um
ein Eindringen und den totalen Overrun zu verhindern. Abwechselnd muss man gegen fette Gegner
oder Horden von Krabbelviecher kämpfen, die einen schnell umzingeln und es damit genauso schnell
aus sein kann, wie von einer gezielten Rakete des Kampfkolosses. Im schlimmsten Fall bekommt
man dann auch noch beide Varianten gleichzeitig serviert. Nebenbei muss man Schlüsselkarten
finden, Maschinen aktivieren oder darf auch schon mal den Aliens im Gewächshaus mit dem richtigen
Schalter eine kleine tödliche "Düngung" verpassen. Dann gibt es reine "Durchhalteeinlagen",
in denen es gilt, die Angriffswellen lange genug abzuwehren. An Computern kann man Logbucheinträge
nachlesen, die einiges an Hintergrundwissen zur Situation vermitteln. Die weitläufigen Areale
bieten genügend Freiraum, um auch mal ein paar versteckte Munitionslager oder eine besondere
Waffe zu finden.
Bei Quest-relevanten Aufgaben hilft ein Radarschirm, der zudem auch die Gegner anzeigt. Doch
nicht alle Gegner sind mit dieser Technik zu beeindrucken. Ziemlich fies und tödlich, dafür
aber leicht auszuschalten, sind die getarnten Aliens, mannshohe wurmartige Geschöpfe mit einem
markerschütternden Schrei, doch hier hilft die Taschenlampe, deren Licht die Tarnung zum Teil
erkennbar macht und sie schemenhaft halbtransparent sichtbar werden, genug jedenfalls, um ihnen
ein Loch in den Pelz zu brennen. Anderes Getier lässt sich allein von dem Lichtschein der Lampe
verscheuchen, doch Vorsicht, die Batterieladung hält nicht für ewig und dann kommen sie wieder.
Und als ob das nicht schon genug wäre, haben die Entwickler auch noch für ein paar fette Levelbosse
gesorgt, die von ihrer Größe und der Inszenierung ihres Auftrittes eindrucksvoll präsentiert
werden. Shadowgrounds hat somit alle Komponenten und sogar noch etwas mehr, das ein Arcade-Shooter
dieser Bauart auf seiner "Must-Have" Liste verbuchen sollte.
Kritik gibt es wenig, doch soll sie nicht unerwähnt beleiben. Durch die Perspektive gibt
es manchmal Probleme mit der Übersicht. So z. B. wenn der Held unter einer Türzarge ist und
er von Gegnern angegriffen oder auch schon mal eingekeilt wird und damit zur Unbeweglichkeit
verdammt wird, weil nicht genau zu sehen ist, was vorgeht. Zum Glück traten diese Probleme selten
auf. Ärgerlicher war da schon die Tatsache, dass die in manchen Missionen vom Computer gesteuerten
Begleiter einen ähnlichen und nervigeren Effekt haben. Oft stehen sie direkt hinter dem Spieler
und in engen Passagen verhindern sie so oft die Rückzugsmöglichkeit und man ist dem feindlichen
Feuer ausgeliefert, ohne Deckung nehmen zu können, hier hilft auch die ohnehin selten zum Einsatz
kommende Möglichkeit der Hechtrolle wenig. Das ansonsten "Bug-freie" Programm hatte in der vorletzten
Mission im Alien Mutterschiff einen ärgerlichen Fehler. Hier gab es vier Terminalräume, die
sich jeweils nach Aktivierung schlossen und man gegen eine bestimmte Gegnerzahl kämpfen musste.
Hat man dies geschafft, wurde eine Skriptsequenz eingeleitet. Stirb man aber und man betritt
den jetzt offenen Raum nicht erneut, sondern beseitig die Gegner außerhalb des Terminalraums,
wurde die Skriptsequenz nicht eingeleitet und auch das Terminal konnte nicht mehr manuell aktiviert
werde. Ein Neustart des Level war nötig. Zudem gab es zwei recht unfaire Stellen, in denen das
Monsteraufkommen so groß war, dass entweder die Munition nicht reichte oder man ganz einfach
keine Chance zum Überleben hatte. Hier musste man zum Teil 1-2 Leben der verfügbaren 5 einkalkulieren.
Multiplayer:
Shadowgrounds bieten einen kooperativen Mehrspielermodus, was bei heutigen Spielen mehr als
selten ist und damit ausgesprochenes Lob verdient. Man kann die gesamte Storykampagne mit bis
zu vier Spielern bestreiten. Jedoch mit dem Nachteil, dass nur an einem PC gespielt werden kann
und alle Figuren somit auf einem Screen Platz finden müssen, was zwangsweise zu Gedränge führt
und die oben schon beschriebenen Probleme mit sich bringt. Figuren werden "eingemauert" und
zur Bewegungsunfähigkeit verdammt oder stehen sich gegenseitig im Weg. Bei den furiosen Actionkämpfen
dann auch noch darauf achten zu müssen, dass die Mitstreiter freie Bahn haben, ist sicher nicht
einfach. Hier wäre ein Spiel im Splitscreen oder per LAN/Internet sicher die bessere Lösung.
Dennoch ein grandioser Spaß.
Fazit
Shadowgrounds ist ein mehr als gelungenes Spiel, das ein altes Spielprinzip mit frischen
Ideen anreichert und es vor allem auch in ein spannendes und atmosphärisches Erlebnis verwandelt.
Selten habe ich ein solch spannendes Spiel in der ansonsten eher "nüchternen" Top Down Ansicht
gespielt. Man zuckt schon vor den Schatten zusammen, in der Angst einem Feind gegenüberzustehen,
um dann zu erkennen, dass er lediglich von einem Baum stammt oder ein einzelnes Alien, das sich
in den Schein der Taschenlampe wagt, um dann festzustellen, dass links und rechts und hinter
ihm eine ganze Horde Gleichgesinnter auf's Frühstück wartet. Abwechslungsreiche Missionen und
furiose Action in tadelloser Technik sorgen für ca. 10-12 Stunden Spaß im Einzel- oder kooperativem
Mehrspielermodus - und das auch noch zum Mid-Price von ca. 30 Euro. Ein empfehlenswerter Titel!
Geschrieben am 05.12.2005, Testkonfiguration: P4-3Gig, GeForce 6800GT, 2GB Ram, Creative X-Fi Extreme
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