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Shadow Vault
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (4 votes) | | 4+ |
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| Name: | Shadow Vault |
| Genre: | Rollenspiel rundenbasiert |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/10 |
| Publisher: | Frogster Interactive |
| Entwickler: | Mayhem |
| Hardware: | 600Mhz, 128MB RAM, 32MB 3D-Karte D3D, HD 1000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| USK: | 12 |
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| Shadow Vault (review von jan) |
Unangemeldeter Besuch der Eltern wird für viele ein Alptraum sein, viel härter kann es einen
aber treffen, wenn die Urururenkel vorbeischauen, so jedenfalls zeigt es das Spiel Shadow Vault.
Postnukleares rundenbasierendes Strategiespiel mit RPG Elementen um die Aussagen der DVD Hülle
wiederzugeben.
Es ist 1958 und der Kalte Krieg ist im vollen Gange. Sputnik und Explorer sind gerade in
die Erdumlaufbahn geschossen, als in dieser auf ein mal Raumschiffe auftauchen. Ost und West
sind irritiert und zerstören erst mal des anderen Großstädte mittels Atomschlag. Die Überlebenden
beider Seiten merken recht bald, dass der wahre Gegner ein anderer ist und schließen sich zu
einer Allianz gegen jene aus dem All, die sich das Kontingent nennen, zusammen. Die Geschehnisse
im Spiel sind Jahre nach dem Eintreffen des Kontingents angesiedelt. Die Allianz ist aus ihren
Bunkern, die sie nach den Atomschlägen bezogen hatten, wieder aufgetaucht und beginnt nun gegen
das Kontingent Widerstand zu leisten. Was auch Aussicht auf Erfolg hat, da jene durch das Leben
auf der verstrahlen Erdoberfläche geschwächt, mutiert sind. Dies ist in groben Zügen die Hintergrundgeschichte
des Spiels, die auf den Spieler bestimmt nicht ganz schlüssig wirkt. Je nachdem ob man die Rückseite
der Spielpackung hernimmt oder sich auf die mit Kohlezeichnungen bebilderte Einleitung beruft,
ist das Motiv des Kontingents, welche Abgesandte der Menschheit aus der Zukunft sind, ein anderes.
Einmal werden sie durch den Zeittunnel geschickt um die Geschichte zu ändern, Fehler der Menschheit
zu verhindern. Wenn's so war ging der Versuch gründlich schief, erst ihr plötzliches Erscheinen
stürzte ja die Welt ins Unglück. Die zweite Auslegung ist, dass das Kontingent den Zeitsprung
wagte, da in ihrer Zeit Ressourcen und Lebensraum knapp sind. Auch hier kann man sagen, dass
dieses Ziel allerhöchstens suboptimal erreicht wurde, bedenkt man den verstrahlten und verwüsteten
Zustand der Erde. Das Rendervideo, das beim Spielstart abgespielt wird, wirft auch mehr Fragen
auf, als es beantwortet. Man sieht ein Raumschiff kommen und einen Schuss abfeuern, Schnitt
auf eine heruntergekommene, menschenleere Straße in einer verlassenen Stadt, man sieht wie dieses
anscheinende Kriegsgebiet durch den Schuss endgültig dem Erdboden gleich gemacht wird. Ein Abschluss-Rendervideo
gibt es übrigens nicht. Sei es drum, im Laufe des Spieles tritt noch eine dritte Partei auf
den Plan, für Abwechslung, oder sagen wir Verwirrung, ist jedenfalls gesorgt. So wird etwa zur
Spielmitte ein achtjähriger Junge präsentiert, der verlangt, dass man ihn mit Dr. Black anredet
und die Allianzsoldaten folgen ihm willig, ohne groß Fragen zu stellen. Man hätte wenigstens
erklären können, dass es ein Wunderkind sei, wie andere berühmte "Kinderdoktoren", Doogie Howser
oder den Knaben bei Kampfstern Galactica. Besonders schlimm sind aber die letzten Missionen,
da wollen sich zwei Parteien anscheinend verbünden und testen den anderen vorher noch mal gründlich.
Dies geschieht unter anderem durchs Flaggen erobern, diesem Kinder/Jugendlichenspielchen, nur
hier auf Leben und Tod. Ja genau, da killt man seine Verbündeten in spe für einen Fetzen Stoff,
um sich würdig zu erweisen. Für wen eigentlich würdig? Sind doch fast alle dabei umgekommen…
Dem Ganzen setzt aber die Endmission, bzw. das, was nach deren Abschluss durch ein paar untertitelte
Kohlezeichnungen vorgetragen wird, die Krone auf. Es gibt Filme wie Cube und Sieben, Spiele
wie Chaser, da sagt man vielleicht beim
Abspann, "hmm", "naja" und dann vielleicht wieder "hmm", bei Shadow Vault sagt man gar nichts
oder flucht wie ein Rohrspatz auf den, der sich so was ausdachte. Zusammengefasst: Die Geschichte
ist mit wirr noch am freundlichsten umschrieben und das Ende spottet jeder Beschreibung. Nur
wer alles zur Story gehörende komplett beiseite lassen kann, mag etwas Freude am Spiel haben.
Wie es ums Spielen bestellt ist, wird gleich beschrieben, vorher kurz Grafik und Sound. Die
Musik passt zur Endzeitstimmung, ist gefällig, aber nicht sehr abwechslungsreich. Die vertonte
Sprachausgabe ist gut, aber nur auf die Einführungserklärungen in der ersten Mission und das
kurze Briefing vor jeder Mission beschränkt, ansonsten hat man die eingeblendeten Dialoge zu
lesen. Das Lesen ist dabei wirklich anzuraten, ein schnelles Wegklicken der Dialogfenster sollte
tunlichst unterlassen werden, da viele Aufgaben nicht oder sehr unzureichend beschrieben ins
Questjournal übernommen werden und das spätere Nachlesen der Dialoge wird nicht angeboten. Mit
2D Grafik steh ich nicht so auf Kriegsfuß wie manch anderer, aber diesmal geht auch von mir
der Daumen nach unten. Größter Kritikpunkt ist die Unübersichtlichkeit. Wenn mehrere, oft Freund
und Feind, eng beieinander stehen, am besten noch von einem Haus verdeckt, wird es einfach nur
nervig, wenn man mit dem Mauszeiger versucht in dem Wust einen Feind als Angriffsziel zu markieren.
Wenn später noch rebellische Soldaten in die Geschichte einsteigen, Freund und Feind also gleich
aussehende Einheiten haben, wird es richtig kritisch. Dazu kommt, dass mir der Grafikstil, oder
besser der Zeichenstil, nicht zusagt. Ich gab mir wirklich Mühe, redete mir ein, dass General
Draw halbwegs als Kramer (Seinfeld, TV-Serie) durchgehen könnte, aber für die restlichen Figuren
konnte ich nicht den Hauch von Sympathie aufbringen. Selbiges bei der Landschaft, klar bei einem
Endzeitszenario kann man nicht viel erwarten, was das Auge erfreut, aber trotzdem. Anhand der
Screenshots kann sich jeder selbst ein Urteil bilden. Was man darauf nicht sieht, sind vereinzelten
Animationen, Fahnen wehen etwas im Wind, Rauch steigt hier und da aus den Trümmern auf, Krähen
hüpfen übers Bild, Dr. Black spielt mit seinem Jojo etc. Die Bewegungsanimation der Figuren
kann man vernachlässigen, nicht nur, weil sie nicht sehr hübsch sind, sondern auch, weil bestimmt
jeder den Schieberegler auf ganz schnell stellt, da ihm die Zeit viel zu schade sein wird, um
in einer Tour 10 oder mehr Feinde hintereinander sich langsam bewegen zu sehen. Erwähnen will
ich noch, dass man bei den Auflösungen zwischen 800*600, 1024*768 und 1280*1024 wählen kann
und bei der Spielinstallation die Frage bestellt bekommt, ob man denn einen Vorgang starten
will, um die Grafik zu optimieren. Die geschilderten Eindrücke der Grafik beziehen sich natürlich
schon auf die optimierte Version.
Beim Gameplay soll gleich auf die Begriffe rundenbasiert und RPG Elemente eingegangen werden.
Es wird nicht wie in anderen Spielen bei Kampf in einen Rundenmodus geschaltet, sondern dieser
liegt permanent vor. Das bringt mit sich, dass Dinge wie das einfache Bewegen seiner Truppe
auch Zug um Zug erfolgt, wobei für jedes Teammitglied einzeln Wegpunkte festgelegt werden müssen.
Bei einer Teamstärke von meist mehr als 2 Hand voll Figuren (es steigert sich im Laufe des Spieles
langsam, an Ende befehligt man 25) verlangt dies schon nach einem geduldigen Spieler. Besonders
zäh ist das Besuchen von Läden, in denen man erworbene Ruhmespunkte gegen Ausrüstungs- und Fähigkeitsverbesserungen
für seine Spielfiguren erwerben kann. Innerhalb einer Mission, wenn also noch Feinde im Level
lauern, ist ein Ladenbesuch beim besten Willen nicht machbar, darum verlegt man dies (wenn überhaupt)
ans Missionsende. Dort spielt es auch keine Rolle mehr, dass das Kaufen je nachdem welcher Gegenstand,
welches Training es ist, neben Ruhmespunkte auch noch Aktionspunkte kostet, das Ausrüsten einer
Figur daher schon mal mehrere Züge benötigt. Dieses Ausrüsten seiner Teammitglieder ist Teil
dessen, was als RPG Element umschrieben wurde. Und zwar der Teil, auf den der Spieler selbst
etwas Einfluss hat, denn das Erhöhen von Werten bei Levelaufstieg erfolgt automatisch. Spaß
macht dieser RPG Ansatz nicht. Ein Punkt ist, dass keine klare Linie gegeben ist, welcher Einheitentyp
was erwerben kann, ein anderer, dass man nicht weiß, wie lange man jene Einheit besitzt, ob
sich das Ausrüsten lohnt. Denn neben dem Tod der Einheit und dem damit einher gehenden Verlust
seiner Ruhmespunkteinvestion ist die Kampagne auch noch sehr sprunghaft. Die ersten vier Missionen
steuert man den General mit seiner Truppe. Mission 5 startet man mit neuen Einheiten, bevor
man den General wiederbekommt. Dann spielt man eine Mission lang den Feind - also mit Kontingentseinheiten-,
danach mit einem Major, der schon mal in Mission 5 auftauchte und begleitet ihn und die ihm
Unterstellten bis zur 17. Mission, nur weiß man das ja vorher nicht. Auch kann es passieren,
dass eine Einheit ohne Vorwarnung einfach nicht in den nächsten Level mitgenommen wird. So passiert
mit einem Scharfschützen aus Mission 10. Den Rest der Gruppe bekam ich für Mission 11 wieder,
dazu zum Auffüllen des Teams noch ein paar Standardsoldaten, nur den Scharfschützen wollte man
mir nicht zugestehen. Nun ja, auf jeden Fall soll man nicht so viel auf die RPG Elemente hoffen
und beim Begriff Strategiespiel ist erst mal auch eine kritische Fußnote angebracht, da man
für das Zurechtlegen einer wirkungsvollen Strategie jede Mission erst ein paar Mal gespielt
haben muss und ob wirklich viele dazu die Geduld aufbringen, möchte ich bezweifeln.
Mit dem Wissen in der Hinterhand, wie in etwa eine Mission verläuft, mit welchen Gegnern
man wo, in welcher Anzahl und ab welchem Zeitpunkt rechnen muss, wann welches Skript ausgelöst
wird, etc., macht das Tüfteln um den richtigen Einsatz der Fähigkeiten, Aktionspunkten und Vorräten
seiner Einheiten wirklich Spaß, ist es auch auf dem Schwierigkeitsgrad leicht (wer will kann
jederzeit im Spiel auf mittel bzw. schwer schalten) eine anspruchsvoll fordernde Sache. Davor
allerdings gilt es jedes Mal in mehreren Anläufen den jeweiligen Level zu erkunden, muss man
sich auf Unmengen von frustrierenden, nicht vorhersehbare Züge des Gegners gefasst machen. Schon
in der ersten Mission, die quasi als Tutorial, kann es gut vorkommen, dass die ganze Truppe
aufgerieben wird bzw. man eine wichtige Person (wie den General) verliert und das "Game
over" auf dem Bildschirm erscheint. Mission 5 ist ein gutes Beispiel um es zu beschreiben.
Zu Beginn der Mission ist das eigene Team aufgeteilt an drei Orten zu finden. Mittig, am wichtigsten
Ort der Mission (eine Kiste die verteidigt werden muss), befindet sich eine Späherin, eine defekte
und eine intakte Kanone, etwas nördlich davon steht ein Sanitäter und ein Soldat mit 2 Hunden,
westlich ein Scharfschütze, ein Soldat und 3 Hunde. Sind mindestens 5 Figuren bei der Kiste
angelangt, wird man benachrichtigt, dass der General in 25 Runden erscheint. So lange gilt es
durchzuhalten, was leichter gesagt als getan ist, da die Gegner schon beim Start nur etwa einen
Zug entfernt im Kriegsnebel lauern und anscheinend im Gegensatz zum Spieler den "Durchblick"
haben. Man selbst sieht keine 10 Schritte, selbst wenn man vorher den schwarzen Kriegsnebel
durch Umherlaufen beseitigt hatte. So muss man jedes Mal schauen, wo der Gegner im nächsten
Zug ins Sichtfeld tritt (und dann meist auch gleich losballert), den vorherigen Zug laden und
Vorkehrmaßnahmen treffen. Hier und da muss man sein Glück auch erzwingen, wenn z. B. der Gegner
die Kanone, die nur einen Lebenspunkt hat, gleich im ersten oder zweiten Zug zu Klump haut,
ist sowieso alles verloren, man muss daher so lange probieren, bis der mal ein, zwei Züge mit
seinem Angriff wartet. Oft geht es nicht anders, als mehrere Züge zurück zu gehen, weil man
erst spät merkte, was schief gelaufen ist. So kann die Skriptauslösung von Neben-/Teilquests
einen schon gehörig in Schwierigkeiten bringen. Etwa 20 Züge vor dem General seilt sich eine
Kommandoeinheit am Startpunkt des Scharfschützen ab. Bewegt man diese willkommene Unterstützung
in Richtung Kiste, treten kurz darauf 4 Gegner auf den Plan und man bekommt die Anweisung, eine
Figur -die verrückte Drohne- innerhalb von 5 Zügen zu eliminieren. Das kann ziemlich unpassend
mit anderen Aufgaben oder einfach der nächsten Gegnerwelle von Osten her zusammen treffen. Wenn
man es aber weiß, löst man dieses Skript erst aus, wenn es "günstiger" ist und platziert die
Kommando Einheit auch gleich richtig. Kurze Zeit später kommt per Skript der Major angefahren.
Man steuert ihn zu seiner Truppe, dann gibt er zu verstehen, dass er mit Werkzeug aus seinem
Auto die zweite Kanone flott bekommen könnte, also ein paar Züge zurück laden, und gleich das
Zeug aus dem Auto genommen. Wenn der General dann erscheint, ist die Mission noch lange nicht
gewonnen, sondern wird erst richtig lustig. Er steht erst mal nicht unter der eigenen Kontrolle
sondern wird vom PC gelenkt. Also immer schauen, ob er den Zug gerade günstig gemacht hat oder
man durch Neulanden es ihn noch mal versuchen lassen sollte. Ist der General mit seiner Truppe
(oder zumindest Teilen, denn ein paar können genauso gut noch weit verstreut in der Gegend stehen)
bei der Kiste angekommen, bekommt man ihn unter Kontrolle und den Befehl, die Map im Süden zu
verlassen, da die anstürmenden Gegner zu übermächtig werden. Das Dumme ist nur, jetzt meint
der Major, dass er sein Ding für sich machen muss und wird auf PC kontrolliert geschaltet. Wäre
nicht so schlimm, wenn nicht immer noch eine Missionsaufgabe lautet, dass der Kerl überleben
muss und der nicht schnurstracks in den Gegner laufen würde. Also wieder einen Speicherstand
mehrere Züge vorher geladen und den Major so auf die Map gesetzt, dass er, wenn man die Kontrolle
über ihn verliert, noch ein paar Züge überlebt. Wie geschrieben, wenn man den Ablauf kennt,
macht es sogar Spaß sich zu überlegen, wie man mit seinen Einheiten vorgeht, um die Mission
zu meistern, aber halt der lange Vorlauf, die zig Mal die man davor jede Mission gespielt haben
muss…
Die Situation, dass man sich nicht nur mit den Gegnern sondern auch mit stur vorwärts marschierenden
"befreundeten" Figuren herumschlagen muss, ist übrigens kein Einzelfall. In einer Mission gilt
es einen Techniker zu beschützen, der unbarmherzig über die Karte und darum immer fröhlich in
starke Gegneransammlungen schreitet, in einer anderen Mission muss ein Überläufer gefunden,
eingeholt und zur Umkehr überredet werden, wobei das "Überreden" im Ausschalten seiner zahlreichen
und starken Begleiter besteht, wobei alles in 8 Zügen erledigt sein muss. Auch in Mission 16
sollte man einen Kerl mit dem roten Turban im Auge behalten. Es langt nicht, die Unmengen von
Gegnern erst von links, dann von oben kommend aufzuhalten und das Dorf zu verteidigen, man muss
auch immer darauf hoffen, dass jener Turbanträger einfach nur wirr im Dorf herum läuft und nicht
auf die geniale Idee kommt, den Spieler zu "unterstützen" und sich dabei eine Kugel einfzufangen.
Das Glanzstück unter den Aktionen der "befreundeten AI" war aber Mission 17. Es galt sich mit
2 Personen zu treffen, darauf hin wurde ein Gebiet markiert, auf dem sich alle sammeln sollten,
d. h., alle Figuren der eigene Truppe, plus die beiden, die vom PC gesteuert wurden und dem
Gruppenchef folgten. Man wird es ahnen, die beiden NPC´s liefen etwas falsch, einer stand nur
mit einem Bein im markieren Bereich und wollte sich partout nicht mehr bewegen. In vielen der
Missionen laufen neben den eigenen Soldaten und Feinden noch "neutrale" oder vom PC gesteuerte
befreundete Soldaten herum, was die Wartezeit nach dem Drücken des "Runde beenden Knopfes" noch
mal deutlich verlängert. Besonders "nett" ist es, wenn der Gegner gleich mit dem ersten Zug
seiner Runde eine wichtige Person ausschaltet, man weiß, dass das "Game over" erscheinen wird,
muss man vorher noch zig Bewegungen der anderen abwarten. Bis jetzt kamen nicht sehr viele positive
Aspekte des Spieles zutage und auch das folgend Beschriebene wird für viele ein hohes Frustpotenzial
beinhalten, das Verbrauchen der Aktionspunkte, besonders beim Bewegen. Es gibt kein Hexagon-
oder Quadratfeld, wo man "punktgenau" seine Figuren verschieben kann, sondern es artet fast
immer in wildem Mauszeigerkreisen aus, da meist skurrile "Vorschläge" dem Spieler unterbreitet
werden, wenn er den Mauszeiger auf den gewünschten Zielpunkt der Figur setzt. Jene Vorschläge
werden immer als wirre Fußspuren (anscheinend torkeln alle aufgrund der Atomschlagnachwehen)
dargestellt, da hat man noch 25 Aktionspunkte, wenn der Kerl doch mal gerade aus laufen könnte,
wären da 4-5 Punkte zum auf den Feind zu bewegen und 2 Mal Granate werfen (je 10 AP) drin, aber
nein, angeboten werden nur 3 Schritte, was einen Millimeter zuwenig für den Granatenradius ist
und das nächste ist dann gleich 7 Schritte, also ist nur einmal Granate drin. So etwas kommt
fast ständig vor, dazu steht allzu gern den Schützen etwas in der Ziellinie, sei es ein Baum,
ein befreundeter Soldat (ja die vom PC gesteuerten nehmen einen gern mal die Sicht) oder irgend
ein Höhenunterschied, den man vorher aber durch die 2D Grafik nicht erahnen konnte, man sieht
beim Zielmarkieren halt nur, dass die rote Markierungslinie durch irgendwas unterbrochen und
nicht bis zum Feind durchgezogen wird. Ein Neupositionieren kostet natürlich wieder Aktionspunkte…
Es wird neben der Kampagne auch ein Multiplayer (Verbindung TCP/IP und IPX/SPX) angeboten,
dieser ist auch der Grund, warum ich mich entschlossen habe das Review doch zu schreiben (und
vor allem die Kampagne "durchgezogen" habe, ein Durchspielen ist bei yiya nun mal Pflicht).
In diesem MP verschwinden viele der aufgezählten Kritikpunkte, wie der unausgereifte Rollenspielaspekt
oder das merkwürdige Konstrukt, was einem als Story verkauft wird, auch bleibt man von fiesen
Skriptereignissen verschont, die Ziele auf der jeweiligen Map sind klarer erkennbar, die Anzahl
der Gegner und der eigenen Truppen überschaubarer, sprich das ganze Gameplay ist etwas gefälliger.
Auch kann man sich bei Spielstart entscheiden, welche Partei man steuern möchte und so ausgiebiger
als in der einen Kampagnenmission Gebrauch von den Kontingenteinheiten machen. Insgesamt gibt
es 6 Maps für 2 Parteien, und jeweils 2 Maps mit 3 bzw. 4 Parteien. Auch für Einzelspieler sind
diese Maps interessant, denn alle nicht von einem Teilnehmer gewählten Parteien werden automatisch
vom Computer übernommen, was natürlich auch bedeutet, dass auf ein paar Maps auch Coop gegen
den Computer gespielt werden kann. Und dass auf den 6 Maps ein 1 vs 1 mit einem menschlichen
Gegenspieler eine deutlich spaßigere Angelegenheit als jede Kampagnenmission ist, ist selbstredend.
Ob dies für den einen oder anderen nun für eine Kaufentscheidung ausreicht (bzw. er der Typ
ist, der am beschriebenen Soloplay gefallen finden könnte) muss jeder für sich entscheiden.
Geschrieben am 08.03.2006, Testkonfiguration: AMD1700+, 512MB, Geforce3, OnboardSound
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