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Simon the Sorcerer 4
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (12 votes) | | 1+ |
 |   | | 0.3 |
 |   | | 2 |
 |   | | 2.5 |
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| Name: | Simon the Sorcerer 4 - Chaos ist da halbe Leben |
| Genre: | Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/03 |
| Entwickler: | Silver-Style |
| Links: | http://www.sts-twmd.com/ |
| Links: | simonology.de |
| Hardware: | 2Ghz, 512MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 4000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.1 |
| USK: | k.A. |
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| Simon the Sorcerer 4 - Chaos ist da halbe Leben (review von nali_warcow) |
Vor gut fünf Jahren unternahm Entwickler Headfirst den leider nicht ganz so geglückten Versuch,
den dritten Teil von "Simon the Sorcerer" in die dritte Dimension zu bringen. Presse und Spieler
waren insgesamt wenig von der neuen Art des Adventures angetan. Das lag aber vielleicht auch
ein wenig daran, dass 2002 der Zenit für Adventures überschritten war. 3D (Action)-Titel waren
besonders gefragt. Doch in den Jahren danach hat sich das fast schon totgeglaubte Adventure-Genre
langsam aufgerappelt und präsentiert sich momentan wieder recht lebendig. Nach fünf Jahren Abstinenz
eine gute Gelegenheit, den Zauberlehrling erneut aus der Versenkung hervorzukramen und einen
weiteren Anlauf zu unternehmen, um Witz, Charme und Rätsel mit Hilfe von DirectX auf den Schirm
zu zaubern. Herausgekommen ist dabei "Simon the Sorcerer: Chaos ist das halbe Leben". Wie gut
dies Entwickler Silver Style Entertainment gelungen ist, wird das Review zeigen.
In der DVD-Box des Spiels erwarten den Käufer die Spiel-Disk und eine dünnes Handbuch. Auf
knapp 20 Seiten wird der Spieler in die Bedienung des Spiels eingeführt, Hotkeys werden aufgelistet,
die Hintergrundgeschichte erläutert und ein wenig Hilfe für die ersten Schritte im Spiel angeboten.
Auf der DVD befindet sich lediglich die vollständig lokalisierte Fassung, die etwa 3 GB auf
der Festplatte belegt. Installation, Deinstallation und das Einspielen des aktuellen Patches
auf Version 1.1 dauern allerdings seine Zeit, da sich über 16.500 Dateien im Spielverzeichnis
befinden. Wer Simon the Sorcerer - Chaos ist das halbe Leben unter Windows Vista spielen will,
sollte auf jeden Fall den bereits angesprochenen Patch 1.1 installieren. Ansonsten brach das
Spiel im Test mit einer Fehlermeldung beim Start ab. Sonstige technische Probleme oder Bugs
gab es mit Version 1.1 nicht.
Die Märchenwelt steht Kopf
In der Zauberwelt geht es wieder einmal drunter und drüber, so dass Simon wieder alle Hände
voll zu tun hat, um die Dinge erneut ins rechte Lot zu bringen. Am Anfang ahnt der Held allerdings
noch nicht, was ihn für ein Abenteuer erwarten wird. Zusammen mit seinem Bruder hockt er in
der "realen Welt" vor dem Fernseher. Wie es so bei Geschwisterliebe der Fall ist gibt es natürlich
Streit. In diesem Fall über das TV-Programm und wenig später fliegt die Fernbedienung in Richtung
von Simons Kopf. Daraufhin erlebt der Zauberer eine Art Vision, in der er von Alix um Hilfe
gebeten wird. Wenige Mausklicks später betritt der Held den Wandschrank in seinem Zimmer, um
erneut in die Zauberwelt zu treten. Simon landet mit seinem Schrank irgendwo auf einer kleinen
Lichtung und trifft dann wenige Augenblicke später Alix, doch damit fangen die Probleme erst
richtig an. Sonderlich gut ist die Dame nicht auf ihn zu sprechen und weiß auch nichts vom "Hilferuf".
Dafür wird jedoch sehr bald klar, dass scheinbar ein Doppelgänger in dieser Welt herumläuft
und für reichlich Ärger sorgt. Um die Welt-Bedrohung abzuwenden und herauszufinden, was der
zweite Simon vorhat, bedarf wieder zahlreicher klassischer Adventure-Rätsel. Aber auch der bekannte
Humor darf natürlich nicht fehlen und neben bekannten Figuren findet Simon auch neue Freunde
und Feinde, wie beispielsweise Rotzgöre Rotkäppchen, die nicht so ganz dem Bild vom freundlichen,
kleinen Mädchen entspricht. Bis zum Ende wird die Geschichte sehr nett und vor allem recht abwechslungsreich
erzählt. Nach und nach entfaltet sich die Handlung und es kommt zu einigen interessanten Wendungen
und Ereignissen.
Rotzgöre Rotkäppchen
Simon muss irgendiwe das Skateboard von Rotkäppchen bekommen. Leider stellt sich die Göre
ein wenig stur und will das gute Stück nicht hergeben. Eine List muss her und Simon hat auch
recht schnell eine Idee. Man könnte das Mädchen ja einfach in den Wald zur Großmutter schicken.
Der Wolf wartet ja schon. Gesagt, getan. Wenig später ist Rotkäppchen auf dem Weg zur Großmutter.
Als Simon hinterher geht, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen, da versteckt sich der Wolf
doch hinter einem Baum. Was ist passiert? Wie sich im Gespräch herausstellt, war das Mädchen
zwar hier, hatte aber ein Pfefferspray dabei, wodurch ihr eine Flucht gelang. Als hilfsbereiter
Mensch bietet sich Simon natürlich umgehend an, sich um das Problem zu kümmern. Also zurück
zur Kreuzung, wo Rotkäppchen wieder wartet. Das Pfefferspray will es zwar nicht rausrücken,
doch dafür bekommt Simon eine gute Wagenladung davon ins Gesicht. Aber so schnell gibt der Held
nicht auf und reizt das Mädchen noch einige Male. Schließlich kommt man mit Penetranz auch zum
Ziel. Das Spray ist alle und das Mädchen wird wieder zur Großmutter geschickt und Gevatter Wolf
wird informiert. Diesmal läuft alles glatt und nach der Großmutter wird auch die Rotzgöre gefressen.
Das Skateboard, das vor der Hütte steht, braucht sie ja nun nicht mehr und es wandert sogleich
ins Inventar.
Der Sumpfling-Fanclub, das Musikverbot und die Reise in die Unterwelt
Um die Zauberwelt zu retten gilt es im neusten Simon-Teil wieder zahlreiche Dialoge zu führen,
Gegenstände aufzusammeln und Rätsel zu lösen. Die "Welt" wird dabei im Laufe des Spiels immer
größer. Anfangs kann Simon nur die Lichtung, sowie Holzfäller und Sägewerk aufsuchen. Im weiteren
Spielverlauf kommen noch einige weitere Schauplätze im Wald, wie eine vom Troll bewachte Brücke,
eine Stadt - inklusive Kanalisation und Gefängnis - und ein Schloss dazu. Aber auch ein Abstecher
in die Unterwelt des Hades steht auf dem Besuchsprogramm. In der Stadt gibt es auch mehrere
Gebäude, die betreten werden können. Allerdings ist die Anzahl der Schauplätze nicht so umfangreich
ausgefallen. Doch weniger ist mitunter mehr. Kein Schauplatz wird nur einmalig besucht. Immer
wieder geht es quer durch die Welt und es gibt zahlreiche Dinge zu entdecken. Erfreulicherweise
fallen die Laufwege insgesamt sehr kurz aus. Per Tastendruck und Übersichtskarte geht es blitzschnell
zum nächsten Schauplatz. Lediglich in der Stadt müssen einige Mausklicks mehr herhalten. Überall
in der Welt trifft Simon auf bekannte und unbekannte Gesichter. So steht ein Wiedersehen mit
Calypso und Alix auf dem Programm und den Sumpfling hat es auch in die Stadt verschlagen. Hier
gibt es nun auch den ersten Sumpfling-Fanclub und Simon muss natürlich wieder ein Süppchen zu
sich nehmen. In der Welt der Lebenden holt sich Simon Hilfe beim Fakir, einem Gespenst und dem
Allzweckbeamten. In der Unterwelt steht ein Treffen mit Hades auf dem Programm und auch Ovid
meldet sich zu Wort.
Wunderbar wurde der Humor umgesetzt. Dazu zählen sowohl Rätsel als auch Dialoge. Die Mitgliedskarte,
die für den Sumpfling-Fanclub benötigt wird, beinhaltet einen RFID-Chip, der Jäger, der den
Wolf operiert, kassiert 10€ von Großmutter und Rotkäppchen, weil sie Kassenpatienten sind und
Hades plagt sich in der Unterwelt mit Werbetelefonanrufen, die ihm eine Heizdecke andrehen wollen.
Es wird zwar in Simon 4 auch sehr viel geredet, allerdings haben die Entwickler eine recht gute
Länge bei den Dialogen gefunden. Nie zu lang und nie zu öde. Die Sprüche des kleinen Zauberers
sind nett anzuhören und gehen einem auch längst nicht so sehr auf die Nerven, wie in Tony
Tough 2. Auch die Rätsel im Spiel sind insgesamt sehr ordentlich und stimmig. Neben Dialogpassagen
und Laufaufgaben gibt es auch zahlreiche leichte und mittelschwere Kombinationsrätsel. Diese
beschränken sich zwar insgesamt auf Problemstellungen, die man in fast jedem Spiel schon einmal
erlebt hat, doch die Umsetzung ist sehr gelungen. Da soll sich Simon einen Ausweis besorgen,
Personen müssen abgelenkt werden und es gilt die Bürokratie zu überlisten. So wird ein Teleportationstrank
benötigt, um in ein Haus zu kommen, in dem alle Türen verschlossen sind. Aber zusätzlich muss
Simon auch die Himmelsrichtungen wissen, da der Trank einen immer nur nach Westen teleportiert.
Entsprechend gilt es eine Wasserschale, einen Magneten und eine Nadel zu finden. Auch hier kommt
der Humor nicht zu kurz. So möchte Simon einen großen Spiegel aus einem Raum bekommen, der leider
weder durch den kleinen Gully noch in den Zauberhut passt. Da kommt es gelegen, dass ein Hammer
+2 im Inventar steckt. Doch als dann die Wand damit eingeschlagen werden soll stellt sich heraus,
dass es eine Wand +4 ist. Wer einen Spaten braucht, der greift beispielsweise zur Kombination
aus Besenstiel plus Maulwurf. Insgesamt lassen sich die Aufgaben sehr gut lösen, da meisten
klar ist, was gemacht werden muss oder welche Ziele Simon gerade verfolgt. Wer will, kann außerdem
im Journal die aktuellen Ziele nachlesen und sich dort auch bis zu drei Hinweise holen. Als
Adventure-Kenner braucht man diese allerdings nicht. Simon gibt gerade im ersten Drittel des
Spiels sehr nützliche Hinweise und Kommentare von sich, so dass Einsteiger einen schönen roten
Faden erhaltem, an dem sie sich entlang hangeln können. Nur ein Rätsel, das Öffnen eines Tresors,
fällt ein wenig aus dem Rahmen. Sterben kann der Held nicht. Selbst nach einem verlorenen Wettrennen
hat Simon noch alle Chancen, um das Rennen doch noch gewinnen zu können. Etwa 12 bis 15
Stunden bekommt man somit eine sehr gelungene Mischung aus Story, Dialogen und Rätseln präsentiert.
Präsentation
Grafisch hat das Spiel im Vergleich zu Simon 3D einen großen Satz nach vorn gemacht und präsentiert
sich optisch sehr gelungen. Sehr ansehnliche 3D Modelle bewegen sich dabei vor vorgerenderten
Hintergründen. Die sehr detailliert in Szene gesetzten Schauplätze unterscheiden sich dabei
deutlich. Auch an der Performance gibt es nichts zu bemängeln. Simon 4 lief sehr solide mit
dreistelligen FPS-Zahlen. Ein wenig Kritik gibt es aber trotzdem. Teilweise wirken die Schauplätze
doch ein wenig leblos. Gerade der Stadtbereich hätte ein wenig mehr Leben und NPCs gut vertragen.
Abgesehen von einigen Flaggen, die im Wind wehen, gibt es auch nahezu keine Hintergrundanimationen,
wodurch die Kulisse nicht so lebendig wirkt. Auch die Ladezeiten könnten ein klein wenig optimiert
werden, was gerade beim Reisen über die Karte unangenehm auffällt. Nichts zu bemängeln gibt
es bei der Bedienung. Mit zwei Mausklicks sind alle Aktionen schnell erreicht. Der Linksklick
ermöglicht eine jeweilige Interaktion mit dem Objekt, wobei der Cursor auch gleich noch anzeigt,
was gemacht werden kann (reden, ansehen oder aufnehmen) und ein Rechtsklick untersucht das jeweilige
Objekt. Wer es ein wenig bequemer haben möchte, kann im Journal die aktuellen und erledigten
Ziele anschauen, sowie sich über Hotkeys Hilfe zum aktuellen Screen anzeigen lassen. So lassen
sich per Knopfdruck alle Ausgänge anzeigen, sämtliche Objekte auf dem Schirm oder nur Gegenstände,
die aufgenommen werden können. Schön ist es auch, dass der Spieler bei Simon 4 alle Gegenstände
jederzeit aufnehmen kann und nicht erst warten muss, bis der Held auch eine Verwendung dafür
weiß. Die Vertonung sorgt durch dezente Hintergrundbeschallung und einige wenige Sounds für
eine eher ruhige, aber stimmige Atmosphäre. Die zahlreichen Gespräche sind insgesamt sehr ordentlich
vertont und die Sprecher hinterlassen einen guten Eindruck. Sollte ein Gespräch dann doch mal
zu lang sein oder die Bemerkung von Simon stören bzw. der Kommentar bekannt sein, dann reicht
ein Mausklick und der Dialog wird übersprungen.
Meinung
Was für ein grandioses Comeback von Simon. Richtig fesseln konnte mich Teil 3 nicht und inzwischen
gibt es einige sehr lohnenswerte und auch lustige Adventures, wie z. B. Ankh,
auf dem Markt. Doch der Zauberlehrling meistert sein neues Abenteuer mit Bravur. Die Defizite
in der Optik sind schnell vergessen und das Spiel zieht einen in seinen Bann. Die Story ist
stimmig, die Dialoge und Anspielungen witzig gelungen und die Rätsel machen auch einen sehr
soliden Eindruck. Simon hat immer einen gelungenen Spruch auf Lager, Dialoge möchte man gar
nicht abbrechen und das Spiel ist durchweg sehr fair. Auch Längen im Gameplay sind glücklicherweise
nicht vorhanden. Wer an Ankh seinen Spaß hatte, der sollte auf jeden Fall einen Blick auf Simon
4 werfen. Wer nicht gerade ein ernstes Adventure erwartet, der macht nichts falsch. Danke Silver
Style für dieses witzige und sehr unterhaltsame Spiel.
Geschrieben am 13.04.2007, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 2GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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