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Sims 2
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| Name: | Die Sims 2 |
| Genre: | Simulation |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/09 |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Entwickler: | Maxis |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 800Mhz, 256MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 3500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Multilingual |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1022 |
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Es gibt nur ein Spiel, das sich zum einen über Jahre hinweg so gut verkauft, das erfolgreichste
PC Spiel aller Zeiten ist und gleichzeitig so viele AddOns erhalten hat. Die Rede ist natürlich
von "Die Sims", womit Maxis Anfang 2000
den Grundstein für einen weltweiten Verkaufserfolg legte. Nach Jahren der Arbeit steht nun der
Nachfolger in den Händler-Regalen und schon wenige Tage später überschlagen sich die Erfolgsmeldungen
der Presseabteilungen. Doch noch gibt es einige hartnäckige Käufer, die auf weitere Reviews,
Erfahrungsberichte und vielleicht eine Demo warten. Dieses Review soll die Entscheidung erleichtern.
Also kaufen oder warten?
Wenn man einen Blick auf den Kalender wirft, dann wird man feststellen, dass man sich im
Jahr 2004 befindet und schon bald wieder ein Jahreswechsel ansteht. Seit den Anfängen des Computers
ist zwar noch nicht so viel Zeit vergangen, aber die Hardware wird immer leistungsfähiger und
preiswerter. Wieso deshalb in der heutigen Zeit ein Spiel noch auf mehreren CDs ausgeliefert
wird ist eigentlich nicht zu verstehen. Klar, einige Shooter-Hardcorefans investieren eben lieber
500€ in eine neue Grafikkarte statt 20 € in ein DVD Laufwerk, doch im Massenmarkt gibt es schon
seit Jahren keinen PC mehr ohne verbautes DVD-ROM Laufwerk. Und gerade auf diesen Massenmarkt
zielt doch ein Spiel wie Sims 2 ab. Hier greifen auch die weniger spielinteressierten Leute
zu und ein Großteil der weiblichen PC Spieler verbringt wieder Nächte damit vor dem Rechner.
Es ist davon auszugehen, dass 99% der potentiellen Kunden ein DVD Laufwerk besitzen. Glücklicherweise
wurden die vier Spiel-CDs jedoch diesmal in einer Doppel-DVD-Box verpackt und nicht wie in letzter
Zeit bei EA üblich in einer einfacheb DVD Hülle und 2 CDs liegen in Papphüllen
lose in der Packung. Das 40 Seiten Handbuch ist mit Ausnahme der Hotkeybeschreibung nur in Schwarzweißdruck.
40 Seiten sind für ein so komplexes Spiel wie die Sims recht wenig, was man auch daran bemerkt,
dass die verwendete Schriftart sehr klein gehalten ist.
Es sollte an dieser Stelle jedoch außerdem noch auf die etwas arg untertriebenen Hardwareangaben
auf der Packungsrückseite hingewiesen werden. Es mag ja sein, dass man Sims 2 mit 800 MHZ, 128
MB und einer 32 MB T&L Karte installieren und starten kann, antun sollte man sich dies jedoch
auf keinen Fall. Das endet in einer Ruckelorgie sondergleichen. Sims 2 sieht nicht nur wunderbar
aus, sondern hat auch - ähnlich wie Sim
City 4 - enorm hohe Hardwareanforderungen. Der Kopierschutz hat beim Testen keinerlei Probleme
verursacht. Meldungen in Foren der Art, dass es mit Nero (+aktivierte virtuelle Laufwerke von
Nero) nicht geht, waren nicht reproduzierbar. Jedoch traten einige nicht ganz so schöne Bugs
im Spielverlauf auf, die jedoch hoffentlich bald durch einen Patch behoben werden. Sims 2 bietet
bereits bei der Installation etwasr, was bisher nicht so oft Verwendung findet. Man darf während
der Installation, die sich durch gut 3,5 GB an Daten lange hinzieht, ein kleines Flash-Game
spielen, bei dem man sich an einer Art Quiz und einer MemoryVariante austoben kann, während
man auf den nächsten CD-Wechsel wartet. Nicht ganz uninteressant dürfte für viele User auch
sein, dass unabhängig vom Installationsverzeichnis etwa 350 MB im Ordner "Eigene Dateien" pro
Spieler belegt werden. Wer also nicht mehr genügend Platz auf der Systempartition hat, muss
dann wohl den entsprechenden Ordner auslagern. Auch läuft Sims 2 momentan nur mit Administratorrechten.
Sims? Kenn ich nich' !
Es gibt ja immer einige Leute, die zwar den Namen Sims gehört haben, aber mit dem Spiel nichts
anzufangen wissen und sich auch nichts darunter vorstellen können. Mit Sims hat Maxis eine Art
Lebenssimulation auf den Markt gebracht in der bis zu acht simulierte Bewohner zusammen wohnen
& leben. Der Spieler hat die ehrenvolle Aufgabe, sich um das Wohlergehen seiner Sims zu kümmern.
Welchen Job sollen sie annehmen, welche Möbel kommen wohin ins Haus und wie sollen sich Beziehungen
möglichst entwickeln. Es muss dafür gesorgt werden, dass regelmäßig etwas gegessen wird, die
Wohnung in Ordnung gebracht und viele Wünsche erfüllt werden. Sims 2 verändert nichts an dem
Spielprinzip des Vorgängers, jedoch ist der Nachfolger in fast allen Bereichen deutlich umfangreicher
und bietet viele neue Möglichkeiten, den Sims das Leben angenehmer zu gestalten und sich in
der virtuellen Stadt auszutoben.
Es gibt viel zu tun, vor dem Einzug in die eigenen vier Wände
Im Vergleich zum Vorgänger ist schon der Einstieg deutlich umfangreicher. Zwar kann man einfach
eine vorgefertigte Familie nehmen und damit spielen oder aber man schaut sich kurz mal die Tutorials
an, die auf der einen Seite sowohl Anfängern und Neueinsteigern die Grundlagen des Spiels erklären.
Allerdings präsentiert sich dieses Tutorial in recht öden Textfenstern und man kann nur
stur den Anweisungen folgen. Wer sich schon mit dem Spielprinzip auskennt, kann sich gleich
an die entsprechenden fortgeschrittenen Tutorials machen, in denen es dann Infos zu Neuerungen
wie Wünschen oder Ängsten der Sims gibt.
Erschaffung eines Sim:
War es in Sims 1 noch so, dass man einfach nur einige Werte wie Sauberkeit, etc. und recht
grob einen Sims vom Aussehen erstellen konnte, so wird im Nachfolger an dieser Stelle nicht
gekleckert, sondern geklotzt. Modefreunde können nun im Nachfolger Tage damit verbringen, die
Sims ganz genau so zu entwerfen, wie man gerne möchte. Nach der Wahl eines Familiennamens geht
es an die individuellen Einstellungen. Hat man jedoch keine Lust, irgendwelche Sims selbst zu
erstellen, kann man auf eine ganze Reihe vorgefertigter zurückgreifen und damit eine neue Familie
zusammenstellen oder aber man klickt einfach so oft auf den Zufallsbutton, bis man mit dem Ergebnis
des Sims zufrieden ist. Die Möglichkeiten sind dabei sehr beachtlich. Vom einfach gekleideten
Sims, über Hippi-Typen mit scharfen Haarschnitten oder großen Hüten ist alles möglich. Jeder
Sim kann dabei in einem der fünf Altersstufen (Baby, Kleinkind, Teenager, Erwachsener, Knacker)
"starten" und seine mehr oder weniger gemütlichen letzten Jahre unter der Kontrolle des Spielers
verbringen. Neben der Festlegung einer Hautfarbe gibt es auch unterschiedliche Bauchumfänge,
die man wählen kann bzw. wer sich im Spiel recht ungesund ernährt und wenig Sport treibt bekommt
auch "kostenlos" eine fette Wampe verpasst. Wer Lust hat, kann auch noch eine kurze Biographie
schreiben, bevor es an die kleinen Details geht. In drei Kategorien kann man den Sims verändern.
Wie soll der Kopf aussehen? Haarfarbe und Frisur/ Gestaltung können in etlichen Unterkategorien
vorgegeben werden (u.a. Haar, Gesicht, Stirn, Augen, Nase, etc.), dazu gibt es eine spezielle
Makeup-Kategorie wo von Lippenstift über Brille bis hin zu unterschiedlichen Bärten bzw. Bartstoppeln
alles vorhanden ist, was man sich wünscht. Auch bei der Kleidung gibt es nun eine gigantische
Auswahl für alle Gelegenheiten wie z. B. Alltagskleidung, Badehose, Sportkleidung, etc.
Zuletzt gilt es noch eine Laufbahn für den Sims auszusuchen, wo man festlegt, welche Wünsche
und Ziele der Sim verfolgt. Soll es eine Wissenslaufbahn sein oder eher was in Richtung Romantik?
Entsprechend sollte man dann später z. B. bei der Berufswahl darauf achten. Wieder dabei
sind auch die fünf Einstufungen in den Kategorien Sauberkeit, Kontaktfreudigkeit, Aktivität,
Nettigkeit und Ernsthaftigkeit. Entweder man verteilt die 25 Punkte selber oder aber wählt ein
Sternzeichen aus, das jeweils für einen bestimmten Typ Sim steht. Hat man hiermit nun die Traumfamilie
bzw. den Traumsingle erstellt, kann es auf Wohnungssuche gehen.
Die liebe Nachbarschaft:
Im Vorgänger gab es eine Stadt, in der alle Sims lebten, was sich im Nachfolger jedoch deutlich
ändert. Hatte man im Vorgänger lediglich die Wahl zwischen unterschiedlichen Häusern, kann
man sich jetzt gar nicht mehr vor Nachbarschaften retten. Nach der Installation findet man drei
vorgefertigte im Spiel. Als Einstieg wäre sicherlich für viele Spieler "Schönsichtigen"
ideal, aber man kann natürlich auch in einer Wüstengegend (Merkwürdighausen) oder Veronaville
die Sims steuern. In allen Nachbarschaften gibt es neben einem Straßennetz auch schon eine Reihe
an Häusern und eingezogene Familien. Jede dieser dort lebenden Familien hat mit ganz besonderen
Problemen oder Wünschen zu kämpfen. So bekommt eine 3 Männer-WG plötzlich am Abend ein Alienbabie
und es liegt am Spieler, ob er diese "Missionen" erfüllt oder aber mit einer neuen Familie
einzieht und die hier schon ansässigen Bewohner als Nachbarn aktzeptiert und mit ihnen Beziehungen
aufbaut. Doch darf man auch die Nachbarschaft gestalten, bevor man mit den Sims beginnt. Bäume
und andere Dekorationen wie z. B. ein Regenbogen können platziert, einfache Baugrundstücke
in unterschiedlichen Geländegrößen können zugewiesen werden und man kann ganze Gebäude
aus einer Art Datenbank direkt auf der Karte platzieren. Dabei kann man entweder auf eine ganze
Reihe vorgefertigter Häuser von Maxis zurückgreifen, selber ein Haus bauen und danach in der
Datenbank ablegen oder aber man lädt sich Gebäude von anderen Usern aus dem Internet.
Neu erstellte Familien haben wenig Geld (20.000 Simelonen) und sind daher auch als Großfamilie
auf eine preiswerte Hütte angewiesen. Oftmals sind die Häuser auch noch "karg" ausgestattet
und es müssen erst noch entsprechende Möbel gekauft werden. Lässt man eine bestehende Familie
ausziehen, werden auch leider wieder alle Gegenstände verkauft, aus dem Haus entfernt und das
Geld der Familie gutgeschrieben, so dass man das Gebäude beim nächsten Eigentümer wieder neu
einrichten kann. Will man nicht warten, bis die Sims sich große Prachtbauten leisten können,
muss man auf eine der ansässigen Familien zurückgreifen, jedoch geht doch nichts über den Eigenbau.
Es ist erstaunlich, was aus einer kleinen Hütte eines einzelnen Sim in einigen Generationen
wird. Neu in Sims sind nun auch Gemeinschaftsflächen in den Nachbarschaften, wie z. B.
ein Park oder Schwimmbad. Hier kann man Freunde einladen und sich per Taxi bringen lassen, um
sich dort zu vergnügen, wobei hier beispielsweise auch die Energie der Sims runter geht, die
Zeit jedoch stehen bleibt. Wer also um 17 Uhr das Haus verlässt, kann sich z. B. viele
Stunden im Schwimmbad vergnügen und wenn man wieder zu Hause ankommt, ist es noch immer 17 Uhr.
Lediglich auf die Bedürfnisse der Sims muss man achten. Wer das Schwimmbad erschöpft verlässt,
der muss sich in den eigenen vier Wänden dann auch Schlafen legen, weil diese Werte übernommen
werden. Wer keinen Bock auf vorgefertigte Nachbarschaften hat oder diese vollkommen mit Sim-Familien
überbevölkert ist, kann man auch jederzeit eine eigene Nachbarschaft erstellen. Zur Verfügung
stehen da einerseits eine ganze Reihe an Geländeflächen von Maxis oder Sim City 4 Spieler können
auch kleine Karten (die kleinsten Geländeflächen, die es im Spiel gab) als Region in "Die
Sims 2" importieren, wobei das Straßennetz und die Landschaft übernommen werden. (Eine
genauere Anleitung dazu findet man auf fast allen Sims 2 Fanseiten). In den eigenen Regionen
kann man dann auch wieder auf die fertigen Gebäude zurückgreifen und man muss sich auch um den
Bau von Gemeinschaftsgrundstücken kümmern, was in den anderen Regionen "optional" ist, weil
es dort ja schon welche gibt.
Das Leben eines Sims
Sims 2 ist insgesamt deutlich umfangreicher als im Vorgänger und bietet stellenweise viel
mehr Möglichkeiten und ganz neue Features. An Hand eines Simslebens sollen hier möglichst viele
Spielmöglichkeiten angesprochen werden, doch es ist aufgrund der Komplexität nicht möglich,
auf alle Spielaspekte einzugehen. So hat man dann aber auch, wenn man selbst spielt, noch die
ein oder andere Überraschung parat, schließlich soll dies hier keine Komplettlösung sein. ;)
Neu im Haus:
Sims-Spieler der ersten Stunden kennen es noch. Der Sim bzw. die Sims-Familie ist vor dem
Haus angekommen. Nun ist die erste Aktion ein Klick auf den Kaufmodus und man beginnt damit
die Wohnung lebenswert einzurichten. Dazu braucht man Toilette, Dusche, Waschbecken, einen Sessel
+ TV, ein Bücherregal, um sich die ersten Fertigkeiten beim Kochen beizubringen, ein Bett und
für die Küche Herd, Mikrowelle, Spüle, Kühlschrank, Esstisch + Stühle. Damit hat man dann meistens
auch das Anfangsgeld verbraucht. Als erstes wird die Tageszeitung ins Haus gebracht. Die Kreuzworträtsel
lassen zwar die grauen Zellen kurzzeitig arbeiten, ähnlich einer kurzen Schachpartie, doch ein
Job ist da im Augenblick wichtiger. Da wäre auch schon gleich etwas, was sich der Sim für seine
Wissenslaufbahn gewünscht hat: die Arbeit eines Laborassistenten. Die Arbeitszeiten sind recht
human und zwei Tage in der Woche hat er ja nun auch frei. Das bringt damit auch schon gleich
erste Bonuspunkte ein, weil man einen seiner Wünsche nachgekommen ist und der Sim nun einen
Job hat. Wissbegierig, wie er ist, steckt er auch gleich mal die Nase ins Kochbuch, damit man
nicht immer nur Fertiggerichte und einfachste Speisen futtern muss. Während er sich nun Kochpunkt
Eins erarbeitet und am zweiten noch büffelt, hätte er fast die liebe Nachbarschaft ignoriert.
Die ersten Kontakte:
Diese sind zu ihm gekommen, um den Neuzugang zu begrüßen. Da geht es nun ganz einfach über
die Möglichkeit "Alle begrüßen" und schon strömen die Sims in sein Haus. Die ersten Gespräche
verlaufen auch ausgesprochen zufriedenstellend und die Doppelpluszeichen über den Köpfen zeigen,
dass sich hier wunderbare Freundschaften bilden könnten. Insbesondere Marta hat es dem Beispielsim
angetan. Doch inzwischen knurrt ihm der Magen und auch die anderen Besucher dürften Hunger haben.
Noch schnell 3 weitere Stühle für den Esstisch gekauft und dann bereitet er mal eine große Portion
Spaghetti zu. Erst werden die Zutaten aus dem Schrank geholt, dann kleingeschnitten, auf den
Herd gestellt und schon bald steht die dampfende Sache auf dem Tisch. Besser könnte es
gar nicht laufen. Die drei Besucher langen auch gleich ordentlich zu, kaum steht das Essen auf
dem Tisch und während bei der Mahlzeit die unterschiedlichsten Tischmanieren zu sehen sind,
wird auch fleißig über die unterschiedlichsten Themen gesprochen. Als gegen Abend Abschied genommen
wird, steht für den Single fest, dass er Marta wohl bald wiedersehen wird und da wundert es
auch nicht, dass er von seiner Geliebten in der Nacht träumt.
Es wird eng in der Bude:
Im Laufe der nächsten Tage geht er seiner Arbeit nach, verdient gutes Geld, verbessert seine
Fähigkeiten, kauft sich ein Teleskop und telefoniert nicht nur mit Marta, sondern lädt sie auch
zum Abendessen und zu einem Ausflug in den Park ein. Dort ist es dann so weit. In der nächtlichen
Idylle dort funkt es ordentlich zwischen den beiden und es fällt die Frage, ob sie nicht bei
ihm einziehen will. Na wenn das mal nichts ist. Auch ohne ihre Eltern bzw. ehemaligen Mitbewohnern,
ist Marta sofort einverstanden und schon hat der Spieler zwei Sims am Wickel, um die man sich
kümmern muss. So geht er weiter zur Arbeit, während sie auf der einen Seite den Haushalt in
Ordnung hält, sich durch Lesen weiterbildet, ihren Spaß am Computer hat und ab und zu mit dem
Postboten flirtet. Aber natürlich wächst auch ihre Beziehung immer weiter und so kommt es im
Badezimmer schließlich zur Frage "Willst du mich heiraten". Nach den schönen Erlebnissen lässt
sich eine Frau dies natürlich nicht zwei mal fragen und alles andere ist nur noch Formsache.
(Vielleicht hat der schöne Ring ja auch dabei geholfen.;))
Nachwuchs bitte:
Es kommt, wie es kommen musste. Da waren sie beide im Bett, es wurde gekuschelt, Zärtlichkeiten
ausgetauscht und schließlich geht es ab unter die Bettdecke und schon gleich beim ersten Techtelmechtel
hat es geklappt. Erfreut liegen sie im Bett und schlafen dich nebeneinander ein. In den nächsten
Tagen muss sich Marta etwas schonen, doch er hat glücklicherweise einen freien Tag und auch
etwas bezahlten Urlaub. Im Verlauf der Schwangerschaft sinken Erschöpfung und Hunger deutlich
schneller und schon bald naht das große Ereignis. Freude für die Eltern: Nachdem der Storch
eine Landestelle gefunden hat, wartet harte Arbeit auf die Eltern. Das Baby muss nun in den
nächsten Tagen sehr gut gepflegt werden. Immer wieder streicheln und mit ihm spielen, damit
eine Beziehung aufgebaut wird. Dazu die Flasche geben, Windeln wechseln, Waschen, etc. und den
ganzen Stress hat man Tag und Nacht. Doch dann ist die erste Lebensstufe schon abgeschlossen
und das Kleinkind ist da. Hier müssen sich die Eltern nun ranhalten, damit der Kleine innerhalb
der nächsten Tage möglichst viel lernt, bis die Teenager-Zeit beginnt. Es gilt ihm schon
mal beizubringen, wie man die Toilette benutzt, Laufen will gelernt sein und mit Spielzeug können
auch schon die ersten Erfahrungspunkte wie Logik, etc. erlernt werden. Die Gripsmilch hilft
da enorm, so dass der Kleine einiges gelernt hat und seine spätere Laufbahn/ Eigenschaften richten
sich nach diesen wenigen, frühen Tagen. Im Kleinkindalter kann der Sims schon eingeschränkt
gesteuert werden, wenn sobald er laufen kann.
Das Ende:
Nach und nach wird der Kleine immer größer, muss sich um Schularbeiten kümmern, kommt vielleicht
auf eine Privatschule, wenn man den Direktor zum Esse einlädt, bringt 'ne Freundin aus der Schule
mit, verliebt sich und zieht später dann entweder in ein eigenes Haus, heiratet vielleicht,
die Eltern werden zu Knackern, wenn er im Haus bleibt und sterben irgendwann. Wie wird es weitergehen?
Da gibt es viele Möglichkeiten, aus denen der Spieler wählen kann. Vielleicht steht eines Tages
statt des kleinen Hauses ja mal eine große Villa an der Stelle.
Sim-Management
Wer die Sims 1 gespielt hat, wird sich trotz der vielen neuen Möglichkeiten sehr schnell
und einfach wieder zurechtfinden. An der Steuerung wurden überwiegend nur kosmetische Änderungen
vorgenommen, ansonsten sieht das HUD noch recht ähnlich aus. Hier wechselt man zwischen dem
Spiel, Kauf und Baumodus. Der Bau- und Kaufmodus ist zwar fast im Vergleich zum Vorgänger gleich
und man kann nun nach Kategorien die Sachen filtern lassen, doch wirklich benutzerfreundlich
ist die Steuerung dennoch nicht. Insbesondere anfangs ist man noch sehr mit Suchen beschäftigt,
wenn man mal wieder einen bestimmten Gegenstand sucht oder eines der versteckteren Bauelemente.
Sehr hilfreich ist in diesem Modus die Pipette, wodurch man nur einen Gegenstand bzw. Bauelement
anklicken muss und schon hat man das Objekt dupliziert bzw. es als Baumöglichkeit. Die Gebäude
können nun auch deutlich höher gebaut werden und etliche Stockwerke stellen im Baumodus kein
Problem dar, lediglich die Übersicht ist fragwürdig, da man immer nur eine Ebene sehen kann.
Um unebenen Untergrund entgegenzuwirken, gibt es nun für Gebäude bzw. Terrassen Fundamente.
Ansonsten wurde in fast allen Bereichen die Auswahl enorm erweitert. So gibt es z. B. die
unterschiedlichsten Wandverkleidungen von Beton, Steinen über Marmor und Fliesen bis hin zu
Tapeten, ist alles vorhanden, was man sich wünscht. Doch trotz dieser vielen Möglichkeiten vermisst
man stellenweise etwas abwechslungsreichere Möglichkeiten. So sehen viele Tapeten fast gleich
aus und unterscheiden sich nur im Muster (z. B. in der Mitte ein gerader Streifen und dann
darunter unterschiedliche Muster.). Bei vielen Möbelstücken kann man sich oftmals auch zwischen
vielen unterschiedlichen Designs entscheiden (z. B. ein Tisch unterschiedlichen Holztönen).
Zu bemängeln wäre hier, dass es stellenweise nicht möglich, ist einen Holztisch + Holzstuhl
in wirklich genau dem gleichen Farbton zu bekommen. Geht nicht. Ähnliches Problem beispielsweise
auch beim normalen Geländer, z. B. für die Terrasse und Treppen. Hier fehlen gleiche
Designs. Aber auch die Objektdatenbank muss sich etwas Kritik gefallen lassen. Auf der einen
Seite gibt es Unmengen an unterschiedlichen Stühlen/ Sesseln, die jeweils alle nochmal in 5
bis 15 unterschiedlichen Design vorhanden sind. Doch es gibt auf der anderen Seite nur zwei
unterschiedliche Kühlschränke oder einen Heimtrainer. Da ist die Auswahl stellenweise recht
dürftig. Zwar kann man im kompakten HUD alle Möglichkeiten wie Drehen, Stockwerte ein/ausblenden
und Geschwindigkeit anklicken, doch sind diese Buttons zum einen recht fummelig und zum anderen
stört es beim Zeitraffer. So ist es anfangs einige Male passiert, dass man noch schnell vor
der Arbeit etwas essen wollte, dies etwas schneller hat abspielen lassen (50 mal schaut man
sich das ja nun auch nicht an) und dann, durch ein Pop Up, zu spät verlangsamt hat, weil ein
Pop-Up die Uhrzeit verdeckt hat. Mit Shorcuts spielt es sich sowieso leichter und dank der beiliegenden
Übersichtskarte kann man dies auch gut nachschlagen. Doch es gibt auch viele nützliche Pop-Ups,
zu den Gegenständen, Buttons und zu allen wichtigen Ereignissen. Bei den neuen Wünschen/ Ängsten
wurde jedoch stellenweise etwas ungenau gearbeitet, so dass einige missverständlich formuliert
wurden. Einige Wünsche haben sich stellenweise laufend wiederholt (Wollte ein Sims eigentlich
jeden Tag einen neuen Baum vorm Haus haben, hat man ihn gepflanzt, wollte er daraufhin wieder
einen). Diese Neuerung ist eine wunderbare Sache, könnte jedoch noch etwas mehr Möglichkeiten
bieten, um gewonnene Punkte differenzierter einsetzen zu können. Die Auswahl ist da recht
gering, genauso wie bei den Jobbelohnungen für sehr hohe Karrierestufen. Ansonsten wäre es noch
hilfreich gewesen, wenn die Infos zu den Wünschen nicht so allgemein gehalten wären und für
Einsteiger wäre es hilfreich zu wissen, wenn z. B. als Wunsch dasteht "Einen Sauberkeitspunkt
bekommen", wie man diesen bekommt und nicht das dort einfach nur steht "Schauen wir nach, welche
Gegenstände diese Eigenschaft steigern". Dazu gibt es auch eine ganze weitere Reihe an Statistiken
und Infos zu jedem Sim, welche weit über die grundlegenden Wünsche und Fertigkeiten hinausgehen.
Infos zum Beruf (Aufstiegschancen), Dicke der Sims (gesund essen, Sport betreiben), Stammbaum
und viele weitere Infos findet man in der unteren Menüleiste. Eine kleine Anzeige informiert
außerdem, in wieviel Tagen der Sim den nächsten der fünf Lebensabschnitte erreicht hat, wobei
es stellenweise sehr wenige Tage sind, so dass es schon recht hilfreich ist, in lebensverlängernde
Maßnahmen zu investieren. Sagt man den Sims, was sie zu tun haben, dann sammeln sich am oberen
Bildschirmrand wieder die entsprechenden Symbole, wobei man im Nachfolger stellenweise enorm
viele Interaktionsmöglichkeiten hat. Je nach Kochkünsten hat man allein für das Mittagessen
bis 6-7 unterschiedliche Gerichte. Ober aber, wenn man mit anderen Sims agiert, dann klickt
man nicht nur auf Ärgern, sondern hat dann - je nach Beziehung zum anderen Sim - auch hier die
unterschiedlichsten Auswahlmöglichkeiten. Die Telefonmöglichkeiten sind auch deutlich umfangreicher
und so kann man nicht nur den unterschiedlichsten Sims anrufen (mit Filtermöglichkeit nach Beziehung)
mit denen man neuerdings auch am Telefon plaudern kann, man kann per Taxi z. B. mit anderen
Sims in den Park fahren, man kann Lebensmittel für den Kuhlschrank bestellen oder einen Dienst
vom Handwerker bis zum Adoptionsdienst in Anspruch nehmen. Ähnlich viele Möglichkeiten hat man
auch mit dem Computer: Jobs suchen, E-Mails schreiben, etc sind möglich. Leider hat man
jedoch keine Möglichkeit beim Telefonieren schon zu sagen, wer genau angerufen werden soll.
Ist der Sim am Telefon, dann kommt immer erst ein Auswahlfenster. Auch hat man keine Möglichkeit,
die dem Sim aufgetragenen Befehle nachträglich zu ordnen oder Prioritäten zu setzen. Die Befehle
werden ganz stur abgearbeitet und man kann diese höchstens abbrechen. So ist es z. B. nicht
klug, dem Sim mehrere Aufgaben zu geben, wenn er in der Küche ist und am Herd, Mikrowelle, etc.
arbeitet. Steht das Essen dort drin, dann wendet sich der Sim der nächsten Aufgabe zu und das
Essen brennt garantiert an. Man kann zwar angefangene Aufgaben abbrechen, doch dauert dies stellenweise
elendig lange und so spielt er noch 30 Minuten weiter mit dem Auto nach dem Abbruchbefehl und
hat dadurch z. B. den Schulbus verpaßt. Zwar hat sich im Vergleich zum Vorgänger die Zeit,
die man für bestimmte Aktionen braucht, etwas besser eingependelt und man braucht nicht mehr
2 Stunden, wenn man den Müll rausbringen will, doch einige Aktionen (z. B. der Gang auf
die Toilette) und die Bewegung von A nach B sind sehr zeitintensiv. Schön ist es, dass sich
die Sims im Normalfall gegenseitig Platz machen, durchlassen und sich nicht Stunden darüber
aufregen, wenn jemand auf der Toilette ist. Doch es gab auch ab und zu Situationen, in denen
zwei Sims gleichzeitig im Bad waren, beide auf die Toilette wollten, sich jedoch immer aufgeregt
haben, weil ein anderer Sim auch da war. Ein Patt auf dem Klo. ;)
Mit allen diesen kleinen Mankos kann man jedoch nach einiger Eingewöhnungszeit recht gut
leben und viel Spaß haben. Lediglich die Wegfindung bzw. KI der Sims treibt einen in den Wahnsinn,
was sich insbesondere bei Gruppenbeschäftigungen bemerkbar macht. Will man beispielsweise zusammen
Schach spielen, dann muss Sim 1 am Brett sitzen, damit man die Auswahlmöglichkeit ha,t den anderen
Sims zum Spiel zu rufen. Ein "Spielen mit…." für beide gleichzeitig wäre da besser. Aber es
gibt auch damit Probleme, wenn man z.B. als Sim-Kind Hilfe bei den Hausarbeiten haben will.
Es gibt den Punkt "Sim X um Hilfe bitten", dann geht das Kind zum Sim und will diesen ansprechen
und beide suchen sich danach einen Platz dazu. Es gibt dabei lediglich zwei Probleme. Ist der
Sim beschäftigt, so kann er vom Kind nicht angesprochen werden und macht munter mit der vorherigen
Tätigkeit weiter, wenn man als Spieler seine Aktion nicht abbricht. Aber auch die Suche
nach einem freien Platz ist stellenweise recht schwer für die KI, weil der erwachsene Sim nicht
genau die Position findet, wo er neben dem anderen Sim stehen möchte. Hier wird dann recht schnell
die Aktion "Bei den Hausaufgaben helfen" abgebrochen und eine anderen Beschäftigung gewählt.
Nebenbei vergehen die Minuten und in 1,5 Sims-Stunden versucht man beide zu einer Zusammenarbeit
zu bewegen. Das ist bei vielen Gruppenbeschäftigungen ähnlich, wenn auch bei den Hausaufgaben
am unangenehmsten aufgefallen. Probleme gab es auch mit dem Lebensmittellieferanten. Dieser
klingelte an der Tür, man sagte dem Sim, dass dieser die Sachen annehmen und bezahlen soll,
doch der Lieferant ist immer weggegangen. Ganz gemein ist in der aktuellen ausgelieferten und
ungepatchten Version ein Bug, wobei ein Sim auf der Stelle "festfriert" und sich nicht
bewegen lässt und die Aktion nicht abgebrochen werden kann. Man kann auch im Cheatmodus versuchen,
das Objekt zu bewegen/ entfernen, der Sims rührt sich jedoch nicht. Hier kann man lediglich
die Familie ausziehen lassen und dann neu einziehen, was jedoch recht umständlich ist. Dies
passierte während der Testphase mehrfach vor dem Babylaufstall.
Was ist neu?
Es gibt umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten der Sims, angefangen bei Gesichtsformen (Nase,
Mund, Ohren, Kinn, etc.) über die Unterhose bis hin zur Laufbahn. Mehrere Alterstufen werden
durchlebt, es gilt Nachwuchs zu zeugen und alle positiven und negativen Dinge des Lebens zu
erfahren. Man hat somit in Sims 2 deutlich mehr Entwicklung und Veränderung im Haus, weil die
Lebenszeit begrenzt ist und das Spiel dadurch auch deutlich abwechslungsreicher und längst nicht
so schnell öde wird. Es gibt neben drei vorgefertigten Nachbarschaften auch die Möglichkeit,
selbst neue zu entwerfen, Häuser können aus einer Datenbank ausgewählt werden, wenn man selbst
nicht bauen will. Wünsche und Ängste des Sims sollte man beachten - es sind lauter kleine Miniaufgaben,
die man gerne erfüllen möchte, damit sich der Sim freut - und durch die Punkte kann man sich
Sachen wie z. B. einen Geldbaum kaufen und diesen regelmäßig "ernten". Leider gibt es jedoch
recht wenige Gegenstände in dieser Kategorie, genauso wie bei einigen anderen normalen Objekten
auch. Ansonsten ist die Datenbank jedoch bei anderen Sachen (z. B. Stühle) recht umfangreich.
Die Interaktionsmöglichkeiten wurden enorm erweitert (z. B. bis zu 7-8 unterschiedliche
Sachen zum Frühstück), Parties können abgehalten werden, die Sims agieren selbst deutlich intelligenter
und die Wegfindung wurde deutlich verbessert, macht stellenweise jedoch noch Probleme. Auch
ist es möglich mit jedem Sim eine Beziehung anzufangen, egal ob es der Nachbar, das Kindermädchen,
der Postbote oder der Handwerker ist. Erziehung der Kinder ist deutlich umfangreicher, weil
man dadurch die Eigenschaften des neuen Sim bestimmt. Man kann nun Sims auf ein Gemeinschaftsgrundstück
einladen, Jobbeförderungen sind z.T. mit kleinen Antworten auf Fragen verbunden (z. B."Nehmen
sie die blaue oder rote Pille?" *g*). Das Spiel sieht besser aus, die Interaktionen werden
mit viel Liebe zum Detail dargestellt und es gibt eine ganze Reihe weitere kleiner Verbesserungen
wie z. B. mehr Infos über Interessen, etc.
Grafik & Hardware
Grafisch hat Sims 2 einen enormen Sprung nach vorn gemacht, allein wegen der 3D Grafik. Die
Nachbarschaft sind wunderbar aus und man findet Massen an Details. So kann man die unterschiedlichsten
Zubereitungen vom Essen sehen, die Sims haben verschiedene Tischmanieren (Bei einigen fliegen
die Essensbrocken nur so durch die Gegend), die Interaktion der Sims wurde grafisch sehr gelungen
umgesetzt, die Models weisen viele Details (z. B. dicke Bäuche in der Schwangerschaft)
auf, auch wenn sie nicht an so manchen FPS-Shooter heranreichen, und es sind wenige Aktionen
aufgefallen, wo z. B. Hände nicht richtig griffen, etc. Kleines Ärgernis ist die Zensur
im Spiel. Nicht etwa, dass man nun zwingend sehen muss, wie jemand Wasser lässt oder wie
schön doch der Körper der Frauen aussieht. Es gibt an den entsprechenden Stellen lauter grobe
Kästchen. Leider wurde jedoch mit der Größe deutlich übertrieben und man sieht z. B. wenn
der Sim in der Wanne ist, gerade mal so eben noch den Kopf und die Zehen. Die Flächen sind extrem
groß geraten und fallen auch unangenehm auf, wenn man weiter rausgezoomt hat. Hier wäre weniger
sicherlich nicht schlecht gewesen - Amerikaner eben. Die schicke Grafik hat allerdings auch
einen Preis: die Hardware. Es mit den auf der Packung angegebenen Minimalanforderungen spielen
zu können, ist weit von der Spielbarkeit entfernt. Spätestens wenn man mehr als ein/ zwei
Sims auf dem Schirm hat, es vielleicht noch Nacht wird und vermehrt Lichter eingeschaltet werden,
gehen die Hardwareanforderungen deutlich hoch. Will man dann auch noch das Game mit schnellerer
Geschwindigkeit abspielen, dann hat man auch auf High-End Hardware stellenweise 5 FPSs und weniger.
Gut 2 GHz und 512 MB RAM sind das Minimum, was für reibungslosen Spielspaß nach dem
Test empfohlen wird, wenn man nicht zu viele Einschränkungen und Ruckler hinnehmen will.
Sound & Musik
Akustisch ist Sims 2 rundum gelungen, wenn man sich damit abfinden kann, dass man auch im
Nachfolger die Gespräche nicht verstehen kann und sich ganz auf die kleinen Symbole verlassen
muss. Doch es ist nicht nur einfaches Gebrabbel, was man zu hören bekommt, sondern Gefühle und
Art des Themas kann man durchaus heraushören. Die vielen Aktionsmöglichkeiten wurden akustisch
wunderbar umgesetzt und wirken absolut überzeugend. Dazu gibt es eine Reihe unterschiedlicher
Hintergrundmelodien, die für eine sehr entspannte Spielatmosphäre sorgen, gleichzeitig aber
auch recht dezent im Hintergrund bleiben.
Meinung
Die Sims sind ein unglaubliches Phänomen. Der erste Teil war ein Durchbruch und bot etwas
erstaunlich Neues. Doch zumindest mir wurde es doch sehr schnell langweilig, weil es sich immer
wiederholt hat. Jeden Tag die gleichen Aktionen, die Sims waren extrem unselbstständig und es
gab enorme Probleme mit der Wegfindung und der Zeit im Spiel. Wie man dann für jedes kleine
Feature in Form von AddOns 30€ auf den Tisch legen konnte, war mir unbegreiflich. Um so mehr
bin ich vom Nachfolger positiv überrascht. Das Spiel sieht nicht nur wirklich ausgezeichnet
aus, sondern bietet fast in allen Bereichen deutlich mehr Tiefgang und spielerische Möglichkeiten.
Neuerungen wie Wünsche/ Ängste sind kleine Ziele, die man immer schaffen möchte, wenn auch hier
etwas mehr Belohnungen/ Möglichkeiten die Punkte zu investieren sicherlich noch mehr herausholen
könnte. Die Interaktion ist deutlich erweitert worden, was sich insbesondere bei der Interaktion
der Sims untereinander zeigt, lediglich bei großen Familien wird es recht umständlich diese
zu „bändigen“. Lebenszyklen, Erbschaft, Erziehen der Kinder, Parties, Erholung im Park oder
Schwimmbad, die Liste der Features ist sehr umfangreich. Es stört eigentlich später nur noch,
dass es ab und zu Probleme bei Gruppeninteraktionen gibt, um einen gemeinsamen „Punkt“ zur Interaktion
zu finden. Egal ob man nun eine fertige Familie nimmt und im großen Haus lebt oder sich alles
von Grund auf selbst erwirtschaftet und mit einem Single startet. Sims 2 bietet sehr viel Spiel
fürs Geld und die Möglichkeiten sind enorm, so dass man auch nach vielen Stunden immer wieder
etwas Neues zu sehen bekommt. Wer auch nur in entferntester Weise Interesse am virtuellen Big
Brother hat, sollte zugreifen. Lediglich der Mindesthardwareanforderung sollte man nicht trauen,
sie liegt wesentlich darüber, um vernünftig spielen zu können.
Geschrieben am 14.10.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Live 5.1
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