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Sonic Generations
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (2 votes) | | 2 |
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| Name: | Sonic Generations |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2011/11 |
| Publisher: | Sega |
| Entwickler: | Sonic Team |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Xbox360 |
| System: | Xbox360 |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | 3D-fähig, auch für PS3, Nintendo3DS, PC (Steam-Zwang) |
| USK: | 6 |
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| Sonic Generations (review von geuer) |
In letzter Zeit jagt ein Release das andere. Entwickler und Publisher kämpfen gleichermaßen
um die Gunst der Spieler und wollen pünktlich vor dem Weihnachtsgeschäft mit ihren Spielen punkten.
Da weiß man bald nicht mehr so recht, ob man sich eher für Battlefield 3, Modern Warfare 3 oder
gar Assassin's Creed: Revelations entscheiden soll. Trotz unzähliger Kritiken der Spielepresse
schwelgt dabei eine Frage unentwegt im Hintergrund und stichelt sich immer wieder nach vorne:
Welches Spiel unterliegt nicht einfach nur einem Hype, sondern ist tatsächlich sein Geld wert?
Eigentlich sollte klar sein, dass diese Frage von niemand anderem als einem selbst beantwortet
werden kann, womit letztendlich nur der reine Selbsttest bleibt. Doch dazu fehlt nicht nur die
Zeit, sondern oftmals auch das Geld - immerhin schlagen die Spiele zum Release mit 50€ oder
mehr zu Buche.
Während sich viele meiner Freunde ihrerseits bereits entschieden haben und noch immer in
der Welt von The Elder Scrolls 5: Skyrim versinken, habe ich ein ganz anderes Videospiel fast
ein wenig mehr erwartet, als all die vermeintlichen Blockbuster-Releases des endenden Spielejahres:
Sonic Generations. Der blaue Igel hat es mir angetan und große Teile meiner Kindheit begleitet
- immerhin war ich stolzer Game Gear-Besitzer und konnte mich auch noch über den ersten Sprung
in die 3D-Welt mit dem zu seiner Zeit gelungenen Sonic Adventure freuen. Doch leider sackten
die Sonic-Spiele spätestens nach Sonic Adventure 2 rapide ab, was viele mittelmäßige oder gar
schlechte Releases zur Folge hatte - und alles nur, weil man unbedingt in der 3D-Welt mitsamt
schwammiger Steuerung bleiben wollte und sich nicht auf das berief, was Sonic einst stark gemacht
hat: 2D-Welten mit anspruchsvoller Jump'n'Run-Dynamik. Mittlerweile lassen einige Wii-Ableger
(Sonic und die geheimen Ringe sowie Sonic Colours) durchblicken, dass das Sonic Team langsam
die Kurve kriegt. Nun kommt man den Fans sogar einen richtigen Schritt entgegen und verspricht,
mit Sonic Generations das Old School-Gameplay der alten 2D-Sonic-Spiele mit der Tiefendimension
der neuen Ableger zu vereinen. Kann das gut gehen?
20 Jahre Sonic
Ich war skeptisch. Und ich hatte allen Grund dazu. Entwickler versprechen viel, Publisher
oft noch mehr und gerade bei dem Sonic Team, das sich maßgeblich für die Entwicklung der zahlreich
fehlgeleiteten Sonic-Titel verantwortlich zeichnet, weiß man nie genau, woran man eigentlich
ist - und das trotz der meist sehr schön anzusehenden Trailer und Ingame-Szenen, die beim eigenen
Handson-Test dann oft Steuerungsprobleme und schlechte Kameraperspektiven zur Folge haben. Doch
jetzt wird alles anders. Immerhin ist das Sonic-Franchise mittlerweile 20 Jahre alt geworden
und konnte sich trotz vieler mäßiger Titel über immerhin zwei Dekaden neben der Konkurrenz behaupten.
Irgendetwas muss also an dem Igel dran sein. Erwartungsvoll lege ich die DVD ein und warte,
was auf mich zukommt.
Alles beginnt mit Sonics Geburtstag, der mit allen bekannten Charakteren der letzten 20 Jahre
zelebriert wird. Doch schnell wird die durch die Überraschungsparty aufkommende Stimmung getrübt.
Ein dunkles und unbekanntes Wesen taucht am Horizont auf und nimmt jeden von Sonics Freunden
mit sich. Was ist geschehen? Bei dem Monster handelt es sich um den Zeitfresser, der die Ebenen
von Zeit und Raum zu durchbrechen vermag und Sonic in die Vergangenheit katapultiert. Dieser
trifft dort auf sein Ebenbild. Beide setzen sich zum Ziel, ihre Freunde zu retten und das unbekannte
Wesen zu vernichten. Dazu müssen sie lediglich verschiedene aus 20 Jahren Sonic bekannte Stages
überwinden, können mit jeder bestandenen Karte einen ihrer Freunde befreien und finden schlussendlich
heraus, welcher Zusammenhang zwischen dem Zeitfresser und dem Bösewicht Dr. Eggmann besteht.
Die arg konstruiert wirkende Geschichte macht deutlich, dass es sich bei Sonic Generations letztendlich
um eine Zusammenstellung der besten Sonic-Strecken handelt; ein Remake quasi. Insgesamt schaltet
man im Laufe des Spiels neun Stages frei, die allesamt liebevoll und mit viel Eifer neu aufgelegt
wurden. Verbunden werden die verschiedenen Karten dabei maßgeblich durch die erzählte Story,
die allerdings mehr schlecht als recht daherkommt.
Augen zu und durch
Gerade die Cutscenes und Story-Elemente werfen zu Beginn einen wirklich schlechten Eindruck
auf das Spiel. Alles wirkt sehr kindlich und gerade die Piepsstimmen der Charaktere sind kaum
auszuhalten. Eigentlich hätte es ausgereicht, dem Spieler die Karten ohne viel Schnickschnack
und Drumherum zur Verfügung zu stellen. Da das Sonic Team aber eine Geschichte konstruieren
wollte, muss man sich durch unendlich kitschige Filmsequenzen quälen. Natürlich ist mir klar,
dass die Zielgruppe für Sonic-Spiele primär bei der Kindern zu suchen ist. Dagegen ist sicherlich
auch nichts einzuwenden. Mir schlägt dabei aber übel auf, dass die Geschichten rund um Sonic
weitaus mehr Potential bieten, um besser erzählt werden zu können und somit nicht zwingend in
ein derart nervig-kindliches Niveau abdriften müssen. Sonic CD aus dem Jahre 1993 bleibt mir
dabei als Referenz in Erinnerung. In dem Spiel verstanden es die Entwickler, nicht nur eine
Geschichte mit einem Thema rund ums Zeitreisen weitaus besser zu erzählen, sondern auch mit
handgezeichneten Cutscenes zu überzeugen. Gerade der Bereich der Anime-Serien aus dem japanischen
Raum, der sich mitunter scharf von den Zeichentrickserien aus den USA abgrenzt, zeigt doch,
dass mehr Potential dahinter steckt und somit auch mehr Inhalt erwartet werden kann. Im Laufe
seiner Lebenszeit hat das Sonic-Franchise drei Fernsehserien spendiert bekommen. Dabei hat vorrangig
das japanische Sonic X gezeigt, wie man den Stoff des blauen Igels in einer gelungenen Geschichte
unterbringen kann. Sicherlich kann man über die Story hinwegsehen, doch hätten es die Entwickler
dann einfach wie früher halten und Level an Level reihen sollen oder alternativ eine schlichtweg
angemessene Geschichte erzählen können. In der dargestellten Art und Weise schlägt einem das
Ganze ziemlich sauer auf.
Zwei Ansätze, ein Spiel
Letztendlich lösen sich dann sogar bei mir die Sorgenfalten, denn auch ich muss mir eingestehen,
dass eine Kritik rund um die fehlgeleitete Story bei Sonic Generations nicht so relevant ist,
dass sie einem den Spielspaß verderben kann. Fans wollen das ihnen bekannte und geliebte Gameplay
erleben, das ja seit jeher den Kern der alten Ableger bildet. Fans wollen das ihnen bekannte
und geliebte Gameplay erleben, das ja seit jeher den Kern der alten Ableger bildet. Ganz im
Sinne des klassischen Jump'n'Run-Spielprinzips heißt das also, in Form von Sonic das Levelende
so schnell wie möglich zu erreichen, auf dem Weg befindliche Gegner zu vernichten und so viele
lebensspendende Ringe wie möglich einzusammeln. Um diesem Bedürfnis entgegenzukommen, haben
die Entwickler ein Konzept erarbeitet, das einen den ersten Akt eines Levels mit dem klassischen
2D-Sonic spielen lässt, während der zwei Akt dem modernen Sonic aus neueren Ablegern mitsamt
3D-Umgebung und Spieltiefe vorbehalten bleibt. Das Sonic Team hat seine Arbeit dabei sehr gut
gemacht. Gameplaytechnisch zeichnet sich der klassische Sonic tatsächlich durch die bekannten
Fortbewegungsmöglichkeiten der alten Mega Drive-Zeiten aus. So springt man in gekugelter Form
durch die Level, gibt aus dem Stand durch den Spin Dash Gas und sieht sich mit wunderbar hohen
Geschwindigkeiten konfrontiert. Das Gameplay geht dabei sehr gut von der Hand und erzeugt in
Windeseile ein angenehmes Retro-Feeling. Somit werden schnell Erinnerungen an die guten alten
Zeiten wach, in denen man dem Übel der Welt im reinen 2D-Gewand gegenübertrat.
Gänzlich verschiedenen ist der zweite Akt eines jeden Levels, in dem man mit dem modernen
Sonic an den Start geht. Ich war zunächst skeptisch, da ich von dem 3D-Sonic bisher nur Unübersichtlichkeit
und unwirsches Gameplay gewohnt war, doch hat das Sonic Team auch hier seinen Job sehr gut gemacht.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei deutlich auf der Geschwindigkeit, sodass es stets sehr schnell
zur Sache geht. Die Steuerung geht unerwartet gut von der Hand und wird bis auf einige Aussetzer
den Erwartungen gerecht. Gerade das Geschwindigkeitsgefühl wird beim Rennen in die Tiefe weitaus
intensiver wahrgenommen. Sehr gut ist auch die Entscheidung der Entwickler, den modernen Sonic
nicht nur in die Tiefe, sondern auch in 2D-Passagen laufen und springen zu lassen. So wechselt
des Öfteren die Kameraperspektive und lässt einen von der Seitenansicht verschiedene Höhen erklimmen,
Dinge überspringen und Feinde anvisieren. Ansonsten unterscheidet sich der moderne Sonic durch
veränderte Fähigkeiten von seinem klassischen Pendant. Statt des Spin-Dashs hat man einen Boost,
Feinde werden automatisch anvisiert und auf Knopfdruck vernichtet, man kann Stampfattacken ausführen
und ist generell einen Zacken schneller unterwegs, als das 2D-Gegenstück.
Ab und an schleichen sich diverse Gameplay-Ungereimheiten ein, die in Form schlechter Kameraperspektiven
oder dank ungünstig positionierter Gegnern zum Absturz führen. Das bleibt aber eine Seltenheit.
Gerade in den 3D-Parts hat man oft das Gefühl, dass man Sonic wie auf Schienen steuert. Insofern
kommt es der modernen Variante unwahrscheinlich zu Gute, dass sie durch zahlreiche 2D-Passagen
aufgelockert wird.
Aus alt mach neu und umgekehrt
Für die Arbeit an Sonic Generations hat sich das Sonic Team maßgeblich an den bisher erschienenen
Videospielen rund um den blauen Igel orientiert und liefert schlussendlich die Remakes der besten
bisher erschienenen Level. Die Karten sind in drei Zonen unterteilt, die jeweils drei Level
aus einer bestimmten Ära (Mega Drive, Dreamcast, Next-Gen) enthalten. Gerade die Umsetzung der
aus Sonic 1, 2 und 3 bekannten Level weckt nostalgische Erinnerungen und ist sowohl vom Gameplay
als auch von der Grafik sehr ansehnlich gelungen. Man sieht den Entwicklern ihre Liebe zum Detail
deutlich an und kann sich über ein hochauflösendes und ansprechendes Erlebnis freuen. Die Grafik
ist sehr authentisch geworden - ob saftig grüne Wiesen bei Green Hill, ein mechanisches Durcheinander
bei Chemical Plant oder luftige Höhen bei Sky Sanctuary: Es ist einfach großartig. Während bei
den alten Levels jeweils ein neuer Akt mit Tiefendimension hinzugefügt wurde, wurden die neuen
Remakes ab der Sonic Adventure-Ära mit einem zusätzlichen 2D-Level für den klassischen Sonic
versehen. Die insgesamt neun Strecken sind nicht nur untereinander, sondern auch in sich abwechslungsreich
und rasend schnell gestaltet worden - nur Crisis City aus dem 2006er Sonic the Hedgehog sagt
mir bisher noch nicht zu. Am Ende eines jeden Levels gibt es eine Auswertung mitsamt finaler
Note, die vom schlechtesten D bis hin zum bestmöglich erreichbaren A verteilt wird. Wer wirklich
gut ist, kann sich auch ein S ergattern. Festhalten muss man dabei allerdings, dass der Schwierigkeitsgrad
nicht sonderlich hoch ausfällt. Die Note A ist fast immer drin. Man muss sich schon anstrengend,
um mal "nur" das B zu erhalten. Das ist mitunter auch dem gesamten Leveldesign geschuldet, das
im Gegensatz zu den Old School-Klassikern weitaus mehr auf Geschwindigkeit aus ist. Das tut
dem Spiel zwar sehr gut und wird der heutigen Zeit gerecht, doch hätte man durchaus kniffligere
Jump'n'Run-Elemente ins Spiel integrieren können.
Gerade Sonic the Hedgehog 1 aus dem Jahre 1991 ist mitsamt der anderen Spiele aus der Mega
Drive-Ära weitaus schwieriger, als alles, was man bei Sonic Generations geboten bekommt. Wer
sich dem Debüt der Reihe widmet, wird öfter das ein oder andere mal sterben und um jedes verlorene
Leben trauern, das mit 100 aufgesammelten Ringen nur schwer wieder zu erwerben ist. Ohnehin
sind die Sprünge bei Sonic 1 kniffliger, wodurch der Klassiker weitaus anspruchsvoller als Sonic
Generations ist. Musste man damals pro Level am Ende noch mindestens 50 Ringe besitzen, um im
folgenden Minispiel die Chance zu erhalten, einen der ersehnten Chaos-Emeralds zu erwerben,
ist dies bei Sonic Generations (wie auch bei den neueren Ablegern) per se im Spielverlauf integriert.
Man kann also gar nicht anders, als alle Emeralds auch ohne großartiges Können zu erhalten und
sich am Ende des Spiels in Super Sonic zu verwandeln. Ich empfand es früher immer als eine zusätzliche
Herausforderung, mit Hilfe dieser schwer zu bekommenden Steine ein zusätzliches Ende freischalten
zu können. Auch der Verzicht auf dieses Spielelement in Sonic Generations, das ja als ein Remake
betrachtet werden kann, macht deutlich, dass man sich nun umso mehr dem Massenmarkt nähert und
das Spieler lieber einfacher als fordernd gestaltet.
Des Doktors Schergen
Der eigentliche Spielspaß wird durch das recht einfache Durchspielen des Titels glücklicherweise
nicht getrübt. Dadurch, dass jedes Level und jeder Abschnitt aber stets einzeln angewählt werden
muss, geht mitunter das Feeling der alten Teile verloren, bei denen eine Zone stets aus Akt
1, Akt 2 und Akt 3 mit Bosskampf bestand und sich damit schlüssig und mit einem roten Gameplay-Faden
einfach zusammengehöriger anfühlte. Sonic Generations bietet die Akte stets separiert, sodass
man immer wieder das (sehr schön gestaltete und freie) Menü betreten und Akt 2 anwählen muss.
Mitsamt der Auskopplung eines dritten Aktes und der Auslösung der Bosskämpfe wirkt es mitunter
weniger rund. Letztlich war diese Entscheidung aber vielleicht gar nicht so schlecht, denn die
Endgegner in Sonic Generations sind nicht gut geworden. Zwar mag der erste noch gefallen und
auch in der Mitte sagte mir ein Endkampf zu, doch besitzen die ebenso separat anwählbaren Bosskämpfe
im Gegensatz zu den eigentlichen Levels keinen Wiederspielwert. Vom Gameplay her gesehen sind
sie oft zu konfus gestaltet worden und können daher nicht überzeugen. Das ist schade, waren
doch die Endgegner der Mega Drive-Ära eine wahre Herausforderung, die durch geschickte Spielelemente
ein Jump'n'Run-technisches Geschick forderten, das in der neu dargestellten Form entweder in
Unübersichtlichkeit und Glück oder ziemlicher Belanglosigkeit mündet.
Extras und Herausforderungen
Sonic Generations hat man ziemlich schnell durchgespielt. So warten neun Level auf einen,
die in gewohnt rasanter Geschwindigkeit beendet werden können. Für mich ist ein Spiel nach den
Credits im Normalfall auch schon gelaufen, da ich eigentlich kein Secret-Sucher bin. Dass sich
meine Einstellung bei Sonic Generations geändert hat, liegt wohl daran, dass die Level tatsächlich
einen recht hohen Wiederspielwert haben. Dies liegt zum einen an pro Level zusätzlich anwählbaren
Herausforderungen (insgesamt 90 Stück an der Zahl), die mitunter sogar Abwechslung mit sich
bringen und nicht nur eine einfache Wiederholung des eigentlichen Aktes darstellen. So kann
man mit Hilfe von Tail's Flugkünsten bestimmte Hürden überwinden, mit Knuckles nach vergrabenen
Ringen suchen oder mit Amy eine Art Liebesstrahl auf die Gegner schießen, die damit betäubt
werden und somit ein leichtes Ziel darstellen. Die Steuerung erfolgt dabei aber nur indirekt.
Man spielt also weiterhin mit Sonic und ruft seine Freunde bei bestimmten Situationen per Knopfdruck
herbei Die Steuerung erfolgt dabei aber nur indirekt. Man spielt also weiterhin mit Sonic und
ruft seine Freunde bei bestimmten Situationen per Knopfdruck herbei. Ankreiden darf man an dieser
Stelle die Tatsache, dass auch die Herausforderungen zu einfach sind und nicht das Schwierigkeitsniveau
der früheren Ableger erreichen. Hohe Wertungen sind wie oft ein Leichtes. Gerade bei mit dem
Label Herausforderung versehenen Spielelementen hätte man stärker an der Schwierigkeitsschraube
drehen können. Ohnehin sind die Herausforderungen von der Spielzeit her gesehen sehr kurz und
dauern meist nur ein bis zwei Minuten. Hier siegt dann die Quantität über die Qualität.
In den normalen Levels gibt es weiterhin versteckte Sternringe zu finden. Mitunter muss man
bei der Suche danach auch mal vom Gas gehen und sich die Welt ein wenig näher anschauen, entdeckt
daraufhin alternative Ebenen und bahnt sich den Weg zum Ziel über neue Routen. Mit durchgespielten
Herausforderungen schaltet man dann alle möglichen Songs aus 20 Jahren Sonic frei, die im Anschluss
beliebig für ein Level ausgewählt werden können. Das ist toll und lässt das Nostalgiegefühl
nur noch stärker ausfallen. Wer rote Sternringe findet, kann sich zudem über Illustrationen
freuen, die während der Entwicklung an dem Spiel erstellt worden sind. Sämtliche im Laufe der
Zeit erworbenen Errungenschaften, wie eben die Musik oder die Bilder, kann man sich dann separiert
anschauen und so lange man will in wohligen Erinnerungen schwelgen. Das ist schön gemacht und
lädt jeden Sonic-Fan zum mehrmaligen Spielen eines Levels ein. Über einen Item-Shop kann man
weiterhin bestimmte Fähigkeiten erwerben, die in verschiedenen Sets zusammengestellt und im
Anschluss vor dem Start eines Levels ausgewählt werden können. Ob man nun die Boost-Leiste des
modernen Sonics erhöhen möchte, weniger Ringe beim unvorsichtigen Feindkontakt verloren gehen
sollen oder die Höchstgeschwindigkeit maximiert werden soll - in seichter Rollenspielmanier
lassen sich zahlreiche Attribute verbessern. Bezahlt wird dabei mit durch das Beenden eines
Levels in inflationärer Zahl erworbenen Punkten, wodurch die möglichen Optimierungen schnell
zusammengekauft sind. Ich statte Sonic beim Levelstart aber weiterhin mit einem leeren Set aus,
da das Spiel sonst zu einfach wird.
Fazit
Endlich hat sich das Sonic-Team besonnen und mit Sonic Generations ein Spiel geliefert, das
wieder die klassischen 2D-Wege geht - zumindest teilweise. Die Passagen in den abwechslungsreichen
Levels lassen ein nostalgisches Gefühl aufkommen und machen viel Spaß. Doch auch das Spiel mit
der moderne Igel-Variante ist nicht zu verachten und weiß gerade durch das gegebene Geschwindigkeitsgefühl
und eingebaute 2D-Passagen zu überzeugen - einzig wenige Steuerungsprobleme und ein manchmal
auftauchendes Auf-Schienen-Gefühl trüben mitunter das Spielerlebnis. Insgesamt gewinnt die 2D-Darstellung
vom Spielspaß her die Oberhand, weshalb zu hoffen bleibt, dass Sega auch in Zukunft auf 2D-Elemente
setzt. Gerade Sonic-Fans werden sich über liebevoll und grafisch sehr ansehnliche Levels aus
20 Jahren Sonic freuen, die auch nach dem einmaligen Durchspielen noch mehr als nur einen Besuch
wert sind. Insgesamt wird aber nicht viel neues geliefert, sondern "nur" Remakes von bereits
Bekanntem - wenngleich die Neuinterpretationen sehr viel Spaß machen und alle als sehr gelungen
bezeichnet werden können. Trotz der positiven Tendenzen sind noch nicht alle Wogen geglättet.
So ist die Story nicht nur platt, sondern wird zudem extrem nervig erzählt. Gelingt es einem
trotzdem, die Geschichte gekonnt zu ignorieren, wird man kurz darauf auch schon mit den Bosskämpfen
konfrontiert, die mehr schlecht als recht daherkommen und noch einiges an Feintuning vertragen
hätten - keine Spur von den anspruchsvollen und Geschicklichkeit fordernden Bossen der Mega
Drive-Ära. Ohnehin ist das Spiel ein wenig zu einfach, da Belohnungen zu schnell verteilt werden
und man fast immer auf Anhieb die Bestnote erreicht. Ähnliches gilt für die zusätzlichen Herausforderungen,
die bedingt durch freischaltbare Extras zwar einen gewissen Grad an Abwechslung bieten, dabei
aber nicht wirklich fordern. Letztendlich geht das Sonic Team den richtigen Weg und hat mit
Sonic Generations ein Spiel veröffentlicht, das wirklich viel Spaß macht und für jeden Sonic-Fan
einen Must Have-Titel darstellt. Für den Umfang empfinde ich den Vollpreis nichtsdestotrotz
als zu hoch, sodass es sicherlich nicht verkehrt ist, sich noch ein wenig in Geduld zu üben
und dann für weniger Geld in ein gutes Jump'n'Run zu investieren. Bleibt nur zu hoffen, dass
sich das Sonic Team nach der derzeitigen Remake-Phase wieder neuen Ideen widmet, die 2D-Elemente
verstärkt umzusetzen und vor allem die Bosskämpfe zu verbessern versucht.
Geschrieben am 18.12.2011, Testkonfiguration: Xbox360
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