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Soul Reaver
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 3 |
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| Gesamt (69 votes) | | 1 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 2.2 |
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| Name: | Soul Reaver - Legacy of Kain |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 1999/07 |
| Publisher: | Eidos |
| Entwickler: | Crystal Dynamics |
| Links: | Nosgothclan.de |
| Links: | Nosgoth.net |
| Hardware: | 200MMX-Mhz, 16MB RAM, 3D-Karte, HD 320 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, DX6 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.2 |
| Bemerkung: | auch für PS, Dreamcast erhältlich |
| USK: | 16 |
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| Soul Reaver - Legacy of Kain (review von yak) |
Eidos/ Crystal Dynamics haben hier etwas sehr grossartiges geschaffen.
Ein Spiel, das in jede Sammlung gehört.
Leider ist es wohl im Releasejahr unter der Vielzahl an Veröffentlichungen
untergegangen, begründet wohl an der starken Konkurrenz ähnlicher Spiele
zum Veröffentlichungszeitraum (Drakan/ Indiana Jones und der Turm von Babel/
Shadowman/ Tomb Raider
4 The Last Revelation). Mit Distanz gesehen muss ich sagen (und ich habe alle
der vorgenannten Spiele "durchgezockt") , dass es nur von Shadowman
getoppt werden konnte.
Soul Reaver ist zeitgleich mit der Playstationversion entwickelt worden
und hat daher leider einige konsolentypische Besonderheiten, die zugleich
auch meine stärksten Kritikpunkte an dem Game ausmachen. Dazu jedoch später
mehr...
Die Geschichte schliesst an den Activisiontitel "Blood Omen: Legacy of
Kain" einem ISO Rollen/Actionspiel an, nur ist der damalige "Held"
nun euer Widersacher. Neidisch darauf, dass sein Vampirkind Raziel die
nächste Evolutionsstufe vor ihm erreicht hat (engelsgleiche Flügel), verbannte
er ihn und zerstörte seine Flügel (im Spiel nur noch zum Gleiten und für
Kurzstreckenflüge verwendbar). Nun ist es an euch, Raziel zu spielen und
Jahrhunderte später gegen die Vampirclans anzutreten.
Das Spiel ist eine Mischung aus Jump & Run mit nicht linearem Spielverlauf
und Rollenspieleinschlag (Charakter und Waffenupgrade), genialen Rätsel
und Adventureeinschlägen. Daher also sehr vergleichbar mit Shadowman (auch
ein MUSS !) . Jedoch eines hebt Soul Reaver von den anderen ab. Die Rätsel
spielen in zwei Dimensionen und geben dadurch völlig neue Möglichkeiten,
da in zwei Dimensionen Rätsel simultan geknackt werden müssen. Eine spektrale
und eine reale Welt. Ihr könnt/müsst die Ebenen wechseln, um im Spiel
voran zu kommen.
Werdet ihr z. B. in der realen Welt zu stark geschwächt, fallt ihr automatisch
in die spektrale Welt zurück, müsst wieder Kraft gewinnen, um in die reale
Welt wechseln zu können. In der spektralen Welt steht u. a. die Zeit still
und es können keine Gegenstände bewegt werden. Dies ist für das Rätsellösen
von elementarer Wichtigkeit und macht die Sache nicht unbedingt so einfach,
wie bei Croft und Co. Es bleibt jedoch immer fair und meistens auch zentral
zu lösen, ohne 47 Level zurückwandern zu müssen.
Es sieht genial aus, wenn die Welten wechseln, ähnlich wie im Film "Die
Zeitmaschine", wenn alles verrottet oder zusammenfällt, wenn in die spektrale
Ebene gewechselt wird. Ernähren müsst ihr euer Vampir Alter Ego mit Seelen,
die aufzusaugen sind, nachdem die Vampirgegner unschädlich gemacht wurden,
was auf unterschiedlichste Arten wie Pfählen, Verbrennen und ins Sonnenlicht
werfen möglich ist. Die Szenerien sind grossartig und düster wie
in einem guten Horrorfilm, vielleicht ein Grund, warum Shadowman und Soulreaver
nicht die Masse ansprechen konnten, wie Tomb Raider oder Drakan, obwohl
die erstgenannten Spiele inhaltlich viel mehr zu bieten haben.
Ihr könnt zur Vampirjagd Lanzen oder Zaunpfähle von den Wänden reissen
und diese als Waffe zum Nahkampf oder auch zum Werfen benutzen. Das Kampfsystem
ist hervorragend gemacht und bietet mehr Variationen, als vergleichbare
Games. Man hat die Freiheit, für jeden Bösewicht zu entscheiden, ober
er den Tod im Wasser/Feuer verdient hat oder doch besser an einen Pfahl
oder Dorn geworfen werden soll. Es macht tierischen Spass!
Im Laufe des Spiels erhaltet Ihr auch die namensgebende Waffe, den Soulreaver,
der die stärkste Waffe im Spiel darstellt. Weiterhin erhaltet ihr Fähigkeiten,
die durch das Besiegen der Endfuzzis erlangt werden, um z. B. Mauern zu
erklimmen oder durch Gitterzäune zu schweben (nur in der spektralen Welt).
So habt Ihr im Spiel die Möglichkeit, neue Gegenden zu erreichen. Die
Endgegner sind wirklich was besonderes. Hier kommt man nicht mit draufballern
weiter, sondern es wir Gehirnschmalz verlangt. Man muss z. B. einen Obervampir
mit dem Herunterlassen von Metallzuggittern pfählen und ihn dann in eine
Art Fleischwolf locken. Ein anderer Riesenvampir (sehr ähnlich der eierlegenden
Alienmutter aus ALIEN- DIE RÜCKKEHR) die Beine abtrennen und dann die
Eier klauen, diese am Feuer anzünden und als Brandbombe zurückschleudern.
Der Einfallsreichtum der Programmierer ist enorm, der Spielverlauf ausgewogen
zwischen Aktion und Puzzleanteilen. So muss man z. B. in einem Level ein
Wandrelief rekonstruieren und die Steine drehen und wenden, bis es passt
und damit ein Tor geöffnet wird oder ein kompliziertes Rohrleitungssystem
reparieren (eigentlich ein Job für Mario & Co.). Der Spielcharakter
wird im Verlauf um einige Zaubertricks und Eigenschaften bereichert, die
recht effektiv genutzt werden können. Für langen Spielspass ist durch
die grosszügige und weiträumige Levelzahl gesorgt.
Abschliessend kann man sagen, dass dieses Spiel ein Muss ist. Aber zu
erwähnen bleiben noch die eindeutig erkennbaren Designermängel, die jedoch
den Spielspass nicht trüben. Die Steuerung ist problematisch, weil das
Konsolenprinzip übernommen wurde. Das Spiel ist praktisch nur mit einem
Gamepad mit 8 Knöpfen spielbar und sehr gewöhnungsbedürftig. Also sind
kleine Fehltritte leider an der Tagesordnung, wobei aber das Spiel bei
Sprüngen und dergleichen recht grosszügig ist und Todesstürze daher eher
selten, nur klappts halt nicht immer beim ersten Versuch. Auch die Kameraführung
ist nicht immer optimal und lässt so gerne wichtige Dinge im Verborgenen.
Weiterhin ist die Figur des Raziel recht polygonarm, was für mich der
Konsolenkonvertierungshinweis Nummer 1 ist. Es stört aber nicht, da Raziel
eh etwas lädiert aussieht und die Knochen etwas durchschimmern :).
Die Animationen sind jedoch äusserst gelungen. Auch die Savefunktion
ist mies. Man kann zwar überall speichern, muss jedoch bei Neustart immer
in der Anfangshöhle beginnen. Es gibt zwar Teleporterpunkte, die jedoch
erst im Spielverlauf erschlossen werden müssen und dann trotzdem noch
einiges an Beinarbeit abverlangt. Man stirbt zwar im Spiel nicht sofort,
sondern fällt bei Energiemangel von der realen Welt in die spirituelle,
wo ein "Auftanken" meist unproblematisch ist,
Das Spiel bietet Aüflösungen von 640 x 480 bis hin zu 1600er Auflösung
in 32 Bit und ist auch nicht sehr hardwarehungrig, daher auch für Neueinsteiger,
die den alten P200 vom Bruder geerbt haben, ein Spieltipp.
Also zögert nicht und geht auf fröhliche Vampirjagd. Die einzige Entschuldigung
es nicht zu spielen nennt sich Shadowman.
Das Spiel hat mittlerweile eine Fortsetzung
und Eidos hat dazu eine DVD Kompilation veröffentlicht, die beide
Teile inklusive Zusatzbonus beinhaltet.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews, der
bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 01.09.2000, Testkonfiguration: PIII-650, Geforce-2, 256MB Ram, SB Live
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