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Stealth Combat
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
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| Gesamt (4 votes) | | 1 |
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 |   | | 2.3 |
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| Name: | Stealth Combat |
| Genre: | Action Sim |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2002/02 |
| Publisher: | Modern Games |
| Entwickler: | Deck 13 |
| Hardware: | 300Mhz, 32MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 700 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 1.14 |
| USK: | 12 |
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| Stealth Combat (review von yak) |
Wir schreiben das Jahr 2038.
Die Grossmächte der EMA (Economic and Military Alliance), bestehend aus
Amerika, Europa und Australiens stehen im Konflikt mit der GA (Gross-Asien),
zudem gebeutelt von einer Söldnerbande namens "Mercenaries" und dem drohenden
Bürgerkrieg in Russland. Um zu verhindern, dass eine der Grossmächte oder
andere Organisationen versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reissen,
gründeten EMA und GA jeweils Spezialeinheiten, die dem drohenden Terror
Einhalt gebieten sollten.
So ist Lieutenant "Streak" Slater Führungsoffizier der EMA Spezialeinheit,
der in gefährlichen Einsätzen sein Talent unter Beweis zu stellen hat.
Ihm steht auf der Gegenseite Commander "Moon" Lee gegenüber, deren militärisches
Geschick ihr schon in die Wiege gelegt wurde, war doch ihr Vater ein erfahrener
Kampfpilot bei den Süd-Vietnamesischen Streitkräften.
Kann der Weltfrieden dank des Einsatzes der EMA und der GA bewahrt werden?
Ob Modern Games/
Deck 13 (ehemals Triggerlabs)
mit dem taktischen 3D Action Spiel "Stealth Combat" zumindest den
"Spieler-Frieden" bewahren kann, soll euch das Review zeigen.
In Stealth Combat steuert ihr die unterschiedlichsten Kampffahrzeuge,
um in verschiedenen, abwechslungsreichen Missionen eure/n Mann/Frau zu
stehen. So kontrolliert ihr Fahrzeuge wie Jeeps, Panzer, Hovercrafts und
Hubschrauber, ja sogar Mechs stehen in eurem Fuhrpark. Die Missionen variieren
von reinen Kampfeinsätzen, Schleichmissionen bis hin zu Verfolgungsaktionen
mit Spionageauftrag. Um diese zu erfüllen, müsst ihr die Vor- und Nachteile,
wie auch die unterschiedlichen Möglichkeiten der Vehikel erlernen, was
jedoch durch das gut gemachte Tutorial nicht schwer fällt. Ihr seid jedoch
nicht in allen Missionen auf euch selbst gestellt, sondern erhaltet zum
Teil Begleitung. Ihr könnt so eurem Team Befehle erteilen und ihren Einsatz
entsprechend eurer taktischen Vorstellung entsprechen. So sind Varianten
wie, "Mein Ziel angreifen", "Schleiche zu Punkt X", "Mir folgen" oder
auch "Verstecken" nur ein Teil der Optionen. Es ist z. B. möglich, seine
Teamkameraden an bestimmten Stellen Wache halten zu lassen, Ablenkungsmanöver
durchzuführen oder bestimmte Punkte zu bewachen. Sollte es jedoch nicht
so laufen, wie man es selbst für richtig hält, kann man jederzeit "in"
das entsprechende Fahrzeug "schlüpfen". Doch die KI unserer Teammates
ist gut gelöst, ihre Wegfindungsroutinen arbeiten ohne Probleme. Hat man
sich an die unterschiedlichen Fahrzeuge und ihre Steuerungseigenarten
und Optionen gewöhnt, kann die Action auch beginnen, wobei Stealth Combat
dank gutem Levelaufbau nicht nur reine Ballerei zu bieten hat, sondern
auch strategische Planung zwingend notwendig wird, um die Aufgaben erfolgreich
zu lösen.
Realisiert wurde das Spiel mit der Jared Engine. Obwohl viele andere
Reviews die Graphik als weniger gelungen beschreiben, gefällt sie mir
ausgesprochen gut. Die Landschaftsdarstellungen der Oberfläche wirkt gelungener,
weil organisch wirkender, als bei vergleichbaren Produkten. Die Graphik
wirkt schnörkelloser und weniger verspielt, passt aber zum Szenario und
der Atmosphäre des Spieles. Weniger ist oft mehr. Der Gesamteindruck der
Engine in Bezug auf die Landschaftsdarstellung ist vom "Look" eher mit
den alten Voxelengines Marke "Commanche" vergleichbar. Die Fahrzeuge sind
angemessen umgesetzt und eher auf Realismus ausgelegt, wie auch die Effekte
bei den Explosionen und den Waffen. Die Lichteffekte sind dafür ausgezeichnet.
Suchscheinwerfer, die nach uns Ausschau halten, unsere eigene Fahrzeugbeleuchtung,
die in dunklen Höhlen für angemessenen Durchblick sorgen sollen oder die
eindrucksvoll realisierten Sonnenaufgänge, die phantastische Farbverläufe
vom Morgenrot bis zur Mittagssonne zeigen. Absolut sehenswert! Das steht
dem Tag/Nachtwechsel, wie er schon bei Ultima 9 zu sehen war, in nichts
nach. Weiterhin gibt es tolle Spiegeleffekte im Wasser, Kettenspuren der
schweren Fahrzeuge, die sich im Boden verewigen (und an denen man auch
gut die Standardstrecke der Fahrzeuge erkennen kann, was strategisch von
Nutzen ist) und tolle Wettereffekte zu sehen. Leider hat man auch an ein
paar Stellen geschludert. So sieht man keinerlei Wasserverdrängungseffekt,
wenn eines unserer Fahrzeuge durchs Wasser fährt oder unser Hovercraft
über das Wasser gleitet. Ansonsten gibt es an der Graphik nichts zu meckern,
ausser, dass manchmal trotz maximaler Sichtweite einige Fahrzeuge oder
Berge im Hintergrund "aufpoppen". Gespielt werden kann das Game in Auflösungen
von 640 x 480 bis hin zu 1280 x 1024 in 16/32 Bit.
Die Soundeffekte sind gelungen und zum Spiel passend, wie auch die Sprachausgabe
durchaus professionell daherkommt, mit nur einer Ausnahme: eine etwas
zu piepsige Frauenstimme in der GA Kampagne. Die Musik ist sehr gut. Erinnert
sie teilweise an die aktuellen Actionsoundtracks eines Hans Zimmers oder
der Musik aus "Jagd auf Roter Oktober" mit russisch "angehauchten" Choreinlagen.
Hier hat man ganze Arbeit geleistet, wenn es aber leider auch nicht viel
verschiedene Musikthemen sind. Die Musik passt sich zudem dem Geschehen
auf dem Bildschirm an, so dass Kampfszenen anders vertont sind, als reine
Stealth-Aktionen.
Gesteuert wird das Spiel wahlweise über Tastatur/ Maus oder aber auch
mittels Joystick, wobei ich die Variante Tastatur/ Maus am passendsten
empfunden habe, da man so z. B. mit der Tastatur das Fahrzeug lenken und
mit der Maus den Panzergeschützturm separat während der Fahrt ausrichten
konnte. Die Tastaturbelegung ist zum Grossteil frei konfigurierbar, lässt
jedoch einige Befehle aussen vor, so dass man seine für sich optimierte
Konfiguration nicht komplett frei wählen kann. Jedoch stört dies den Spielablauf
eher selten.
Wie spielt sich nun Stealth Combat? Die Missionen und Szenerien sind
höchst abwechslungsreich und spannend gestaltet. So müssen wir beispielsweise
eine militärische Einrichtung infiltrieren und danach versuchen zu fliehen,
ein U-Boot mittels Hubschrauber ausfindig zu machen, unterirdische Höhlensysteme
unentdeckt zu erforschen, Wissenschaftler befreien und deren Rücktransport
mittels Mechs zu bewachen, wichtigen Persönlichkeiten Geleitschutz zu
geben, geheime Giftgasfabriken im Gebirge zerstören, eine Radarstation
zu übernehmen oder die Sprengung eines Staudammes zu verhindern. Das wird
auf unterschiedlichste Weise realisiert. So ist es oft notwendig, mittels
brachialer Waffengewalt das Gebiet zu besetzten oder aber auch ungesehen
in das feindliche Gebiet einzudringen. Die strategischen Elemente hierbei
sind nicht zu unterschätzen, so ist es Pflicht, seine Vorgehensweise genau
zu planen, den Einsatzweg abzuklären und sich für die günstigste Route
zu entscheiden. Kriterien hierfür sind die vom Feind installierten Geschütze;
Beobachtungstürme und Fahrzeuge, die es zu umgehen geht. Hat man
z. B. nur einen Aufklärungs-Jeep, sieht man ziemlich "alt" aus, wenn man
entdeckt wird, hat man doch so kaum eine Chance auf Erfolg. So ist es
wichtig, gerade bei Stealth-Missionen, den Weg genau zu erkunden, evtl.
Verstecke ausfindig zu machen und die Wege des Feindes genau zu kennen,
immer darauf bedacht, sich nicht in dessen Sichtfeld zu bewegen. Einmal
entdeckt, hat man kaum noch die Aussicht auf Erfolg. Jedoch hilft uns
dabei unser Equipment, das uns auf dem Radar genau anzeigt, inwieweit
der Feind uns sehen kann, ähnlich dem Prinzip, wie man es auch aus dem
Spiel "Commandos" kennt. Also immer schön im "Schatten" oder hinter Mauern
bleiben.
Generell spielt auch der Levelaufbau eine grosse strategische Rolle.
So ist es oft notwendig, vor Feinden in Bodenvertiefungen Schutz zu suchen,
damit man nicht von Raketen oder anderen Geschützen erfasst wird. Eine
ziellose "Hau-Ruck-Aktion" führt auch schon beim leichtesten der drei
wählbaren Schwierigkeitsgrade zum Misserfolg. Auch muss man gezielt seinen
limitierten Waffenvorrat im Auge behalten. Einmal verschossen gibt es
keine Möglichkeit auf Nachschub, es sei denn, man hat regenerative Waffen
wie Plasmakanonen an Bord. Auch gilt es, bei hoher Feindeszahl, geschickt
vorzugehen und z. B. mittels einem kleinen "Lockvogel" die Feinde einzeln
in den Hinterhalt zu führen, damit man sich ihrer besser annehmen kann.
Gespielt werden kann das Game in der 3rd Person oder in der Ego-Sicht.
Wobei die Egosicht eher nur "Beiwerk" ist, da sich das Game in der 3rd
Person-Sicht eindeutig besser spielen lässt, da die Übersicht hierbei
wesentlich besser ist und man so ein wesentlich grösseres Umfeld beobachten
kann. Spass macht es aber dennoch, mal durch das Cockpit eines Hubschraubers
oder Mechs zu sehen. Innerhalb einer Mission, die aus mehreren zu bewältigenden
Teilaufgaben besteht, kommt es auch vor, dass man die Fahrzeuge wechselt.
So startet man mit einem Erkundungsfahrzeug, um später dann evtl. mittels
eines schweren Panzers das feindliche Lager "aufzumischen". Interessanter
wird es auch noch durch die sekundären Missionsziele, die den Wiederspielwert
des Games erhöhen. So kann ein sekundäres Missionsziel sein, die Primärmission
vollkommen von Feind unentdeckt zu bewältigen oder aber auch eine kleine
Submission erfüllen, wie z. B. eine Personenbefreiungsaktion. Die Vielzahl
der möglich steuerbaren Fahrzeuge erhöht zudem den Spielspass.
Jedoch gibt es auch einige Mängel im Spiel. So ist die Steuerung gewöhnungsbedürftig.
Bodenfahrzeuge bekommt man schnell in den Griff und kann mit ihren unterschiedlichen
Fahreigenschaften nach etwas Übung ohne Probleme fahren. Die Flugfahrzeuge
sind jedoch eine Klasse für sich. Sie sind viel zu schwer und kompliziert
steuerbar, so dass ein gezieltes Lenken zum Glücksspiel wird und man nur
hofft, diesen Missionsabschnitt schnell zu schaffen, was etwas den sonst
sehr gelungenen Spielablauf ausbremst. Hier hätte man etwas mehr Feinarbeit
leisten müssen. Im Verhältnis zu den bodengebundenen Missionen spielen
jedoch die Flugmissionen eher einen kleineren Part im Spiel. So sind von
den 23 Missionen insgesamt nur ca. 4-5 Lufteinsätze dabei. Auch die Steuerung
in der Egoperspektive scheint mir etwas zu "ruckelig". Sie entspricht
wahrscheinlich der selben Justierung/Übersetzung wie in der 3rd Person-Sicht,
ist jedoch dafür bei einigen Fahrzeugen zu unpräzise. Ein anderer Kritikpunkt
ist das etwas dürftige Missions-Briefing. So bekommt man seine Aufgabe
nur mittels eines Briefings per Text und Sprachausgabe vermittelt. Gerade
hier hätte man Potential gehabt, die eher dürftige Identifikation mit
der Spielfigur zu verstärken, indem man z. B. Zwischensequenzen (es gibt
keine) oder auch mittels der Engine "erzählte" Verbindungen zwischen den
Missionen eingefügt hätte. Wie gut so was "wirkt" kennt man ja erfahrungsgemäss
aus der Diablo Serie oder aber auch aus der Command & Conquer Reihe. Man
vermittelt dadurch etwas viel "wichtigeres" als es im vorliegenden Spiel
der Fall ist. Es wirkt alles zu anonym. Ein ähnliches Problem, an dem
auch Aquanox leidet, auch wenn die eigentlichen Missionen spannend sind.
Vielleicht hat dies auch mit dem Budget zu tun, unter dem Stealth Combat
entwickelt wurde, erschien es doch gleich im Mid-Price Segment. Jedenfalls
sind auch die Abschluss-Sequenzen einer Kampagne mehr als enttäuschend
und nach ein paar spärlichen Sekunden bereits vorüber. Eine "Belohnung"
für den Spielfleiss gibt es so leider kaum. Damit wird es das Spiel
auf dem internationalen Markt, gerade auch in Amerika, sicher schwer haben,
sind die Amerikaner doch "filmverliebter".
Gestört hat mich auch ein Aspekt innerhalb einer Mission. Konnte man
sonst seine Begleitfahrzeuge immer befehligen, wird einem in der Mission
"Datensuche im Bergwerk" für die finale Flucht die "Befehlsgewalt" unnötigerweise
entzogen und man ist gezwungen, mit dem verwundbarsten Fahrzeug das Ziel
zu erreichen. Das mag zwar erzählerisch und spieltechnisch die bessere
Wahl gewesen sein, jedoch fühlte ich mich hier als Spieler zu Unrecht
"beschnitten". Etwas, dass man auch anders hätte lösen können. Auch hatte
ich einen Bug im Spiel, der häufig vorkam. So gab es oft Probleme mit
einen korrupten Quicksave, das beim Neuladen jedesmal mit einer Fehlermeldung
das Programm beendete und nicht mehr benutzbar war. Umgehen konnte man
dies jedoch, wenn man auf die Quicksavefunktion verzichtete und über die
normale Savefunktion speicherte. Ansonsten lief das Programm aber problemlos
und stabil. Weiter ärgerlich: Der Tarnmodus war für mich im Spiel
kaum nutzbar, diente er mir lediglich zum "Stilllegen" derzeit nicht benutzter
Fahrzeuge . So hatte dieser Modus, von dem ich eigentlich eine etwas bessere
Wirkung erwartet hätte, keine andere Wirkung, als normales Stehenbleiben,
auch wenn man damit vom Radar des Feindes verschwand.
Das Spiel ist ein reines Single-Player-Game. Wünschenswert wäre zumindest
die Möglichkeit, ein paar Missionen im kooperativen Multiplay spielen
zu dürfen, was sicher sehr viel Spass gemacht hätte.
Insgesamt aber machte mir Stealth Combat sehr viel Spass, erinnerte es
mich doch teilweise an die Atmosphäre vergangener Zeiten. So fällt
mir da "Schleichfahrt" und "Extreme Assault" ein, wenn Stealth Combat
auch nicht ganz ihre atmosphärische Tiefe aufzuweisen hat. Wer ein Action-Spiel
mit anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad und abwechslungsreichen Missionen
sucht, wird von Steath Combat sicher nicht enttäuscht. Für ein Spiel,
das zum Release im Mid-Price-Segment von ca. 25€ angesiedelt ist, bekommt
man für 13-15 Stunden angemessenen Spielspass geboten, da auch der Wiederspielfaktor
durch Sekundärmissionen gesichert ist und es zudem einfach noch mal reizt,
eine Mission noch etwas besser oder mittels eines optimierten Weges erneut
zu bewältigen.
Geschrieben am 15.06.2002, Testkonfiguration: AMD1200, Geforce-3, 512MB Ram, SB Audigy
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