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Syberia 2  


Info
Autor 2
 1.5
 1.5
 2
Gesamt (62 votes) 2+
 1.2
 1.7
 2.1
Name:Syberia 2
Genre: Adventure
Produkt: Vollversion
Release: 2004/05
Publisher: Atari
Entwickler: Microids
Offiz. Sites: Game
Hardware: 350Mhz, 64MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, HD 400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte
System: Win 98/ME, 2000, XP, DX8
Steuerung: Maus/ Tastatur
Sprache: Deutsch
Serie: ja
Bemerkung: auch für Xbox, PS2
Syberia 2 (review von nali_warcow)

Dass das Adventure-Genre tot ist, kann inzwischen wohl kaum noch einer glauben. So sind in diesem bislang ja mehr gute Adventures als Shooter erschienen und der Strom scheint gar nicht abreißen zu wollen. Nachdem schon Black Mirror (Review) zeigte, dass 2D Adventures mit einer guten Story und stimmiger Atmosphäre viel Spaß machen können, so ist inzwischen auch endlich der Nachfolger zu Syberia (Review) aus dem Jahr 2002 endlich erschienen. Während die deutsche Presse immer wieder Gründe findet, bei Adventures auf 60% und weniger runterzugehen, so sieht es zum Glück international anders aus, wo die beiden Teile jeweils eine Durchschnittswertung von 80% bekommen haben. Wie sich Teil 2 nun im Vergleich zum Vorgänger schlägt wird im folgenden Review geklärt.

Gerade einmal 2 CDs benötigt das Spiel, welches in einer Doppel-DVD Box ausgeliefert wird. Doch glücklicherweise sind die CDs nicht gestapelt, so dass sie sich nicht gegenseitig zerkratzen können und die oberste Disk sowieso immer aus der Halterung fällt. Gespart wurde dafür beim Handbuch, welches mit etwa 10 Seiten sehr mager ausgefallen ist. Für mehr als die absoluten Grundlagen, wie Hauptmenü, Optionen und Steuerung hat es nicht gereicht. Weder werden Charaktere vorgestellt, noch die ersten kleinen Aufgaben erklärt. Das Spiel ist mit dem aktuellsten StarForce Kopierschutz versehen, welcher jedoch beim Testen keinerlei Probleme verursachte. Genauso wenig kam es zu Abstürzen, Hängern oder Bugs im Spielverlauf.

Die Handlung geht weiter

Wer den Vorgänger gespielt hat, der weiß schon ganz genau, was einen erwartet. Die Reise von Kate Walker geht genau dort weiter, wo beim Vorgänger noch die Credits über den Schirm liefen. Aber für den Fall, dass jemand den Vorgänger nicht gespielt hat, was jedoch allein schon wegen dem Hintergrundwissen empfehlenswert wäre, hier noch einige Worte zur Handlung des Vorgängers. Außerdem kann man sich über den Punkt "Syberia 1" im Hauptmenü die Handlung in einem kurzen Video zu Gemüte führen. Die Anwältin Kate Walker wird von ihrer Kanzlei in die französische Stadt Valadiene geschickt. Kate soll den Verkauf der Automatenfabrik von Anna Voralberg unter Dach und Fach bringen, der Käufer wartet schon ungeduldig. Doch aus dem 48 Stunden-Job entwickelt sich eine längere Reise. Bei Kates Ankunft wird die ehemalige Besitzerin gerade zu Grabe getragen und der anstehende Verkauf wird weiter dadurch kompliziert, dass es einen Erben geben soll - Hans Voralberg. Allerdings hat dieser die Stadt verlassen und sich gen Osten aufgemacht. Mit der Hilfe des von Hans konstruierten Automatenlokführers Oskar begibt sich Kate auf seine Spur und findet Hans schließlich am Ende von Teil 1. Der Verkauf ist perfekt, doch als Hans sich auf den Weg macht seine "Vision" zu erfüllen und die Mammuts in den Steppen von Syberia aufzusuchen, bevor er stirbt, beschließt Kate ihn zu begleiten und springt auf den Zug auf. Und hier geht die Geschichte nun weiter. Es gilt dafür zu sorgen, dass Hans am Ende seines langen Lebens, in dem er viel erreicht hat, seinen letzten Wunsch erfüllt bekommt. Dabei gibt es wieder allerlei Probleme, die es zu meistern gilt. Das erste Problem in der letzten Stadt vor dem eisigen Norden, Romansburg, sollte Kennern des Vorgängers mehr als bekannt sein. Die Lok streikt mal wieder und muss gewartet, sprich aufgezogen, werden. Doch Kate kämpft im Verlauf des Spiels nicht nur mit technischen Problemen, auch einige Halunken haben es auf das Trio Hans, Kate und Oscar abgesehen. Die Story wird, wie man es kennt, zum einen in Zwischensequenzen, wie z. B. Telefongespräche mit der "lieben" und bekannten Mutter oder der Anwaltskanzlei, vorangetrieben. Außerdem gibt es eine ganze Reihe an sehr gut gestalteten Videosequenzen, welche meistens dann eingespielt werden, wenn Kate sich auf den Weg zu einer neuen Umgebung macht.

Die ersten Schritte

Da ist man also in Romansburg angelangt. Der Bahnhofsvorsteher begrüßt einen kurz und verzieht sich dann schnell wieder in seinen Laden. Wenn es nach Hans Vorstellungen gehen würde, dann könnte der Zug gleich weiterrollen. Mal sehen was der Lokführer Oscar dazu sagt. Nach einem kurzen Gespräch am Bahnsteig mit ihm ist das Problem bekannt und sollte für Kate, da sie es zum Xten-Mal machen muss, leicht zu lösen sein. Die Lok muss wieder neu aufgezogen werden. Da alle Bahnhöfe eine Art Universalausführung haben, gibt es selbst im hinterletzten Kaff eine entsprechende Vorrichtung. Also fluchs die Stange ausgefahren und mit dem Hebel wird diese gedreht, so dass die Lok aufgezogen wird. Nun kann es weitergehen Oscar. Da es jedoch zunehmend immer kälter wird, wird dringend noch etwas Kohle benötigt, damit es Hans im Waggon auch angenehm warm hat, dem armen geht es sowieso schon nicht gut. Der Bahnhofsvorsteher sagte einem in der Hinsicht zwar, dass man einfach den Schalter beim Kohlebeladungsautomaten benutzen soll, doch da der Automat nicht will und der Wartungsdienst erst in einigen Wochen vielleicht mal vorbeischaut, muss Kate das Problem selber in die Hand nehmen. Man müsste mal einen Blick auf die Maschine des Beladungsautomaten werfen, welche sich unterhalb der Gleise bei der Siedlung befindet. Doch weil sich hier der Bahnhofsvorsteher und die Leute "unten" nicht so gut zu vertragen scheinen, ist das Tor nach unten abgeschlossen. Zuerst will er den Schlüssel nicht rausrücken und nach weiteren Fragen stellt sich heraus, dass der Schlüssel sowieso nach unten gefallen ist. Hier kann man wohl also nichts weiter machen, als den kleinen Schlüssel vom Tisch zu nehmen, der jedoch am Tor leider nicht passt. Aber man sieht unten ein kleines Mädchen rumlaufen. Nach einigen Gesprächen würde es sich bereiterklärten, einem den Schlüssel zu geben, wenn man im Gegenzug etwas zu geben würde. Im Laden gab es doch einen Bonbonautomaten. Also zurück in den Laden. Leider hat Kate jedoch kein Geld und der Verkäufer rückt nichts raus. Doch glücklicherweise passt der kleine Schlüssel hier bei den Automaten und Kate findet einige Münzen. Ein Automat spuckt einen Fisch aus und der andere Bonbons. Damit geht es wieder nach draußen und wenig später hat man endlich den Schlüssel in der Hand. Im unteren Stadtbereich kann man sich nun mit dem Mädchen etwas länger über alle möglichen Themen unterhalten, genauso wie in der kleinen Kneipe hier. Nach einigen Infos und Untersuchung des Automaten der Kohlebeladung ist der Fehler lokalisiert. Es wird Benzin benötigt. Da jedoch der Ersatzkanister neben der Maschine leer ist, muss man sich wohl auf die Suche machen. Im Laden gibt es keins, doch hinter einer Abzäunung brummt ein Motor und Rauch steigt auf. Leider sind die beiden Typen auf der anderen Seite des Zaunes nicht gerade sehr freundlich und wollen nichts abgeben. Für Kate steht jedoch fest, da muss sie rein. Also mal etwas außerhalb der Absperrung umschauen und tatsächlich, ein hier hängendes Poster verdeckt ein Loch in der Absperrung, so dass Kate auf das Gelände kommt. Nun muss man nur noch einen Weg finden die beiden Typen abzulenken und den leeren Kanister mit dem der beiden Typen zu vertauschen. Die Freilassung des eingesperrten "Hundes" ist da eine gute Abwechslung und Kate kann sich in Ruhe bedienen. Damit kann man nun die Maschine betanken und die Kohle in den Tender füllen. Es könnte nun eigentlich weitergehen, wenn nicht Hans verschwunden wäre...

Ein langer Weg bis nach Syberia

Wie in anderen Adventures, so gibt es immer eine begrenzte Anzahl an Schauplätzen, wo es eine Reihe an Aufgaben zu lösen gibt, bevor es weitergeht. In Syberia 2 startet der Spieler in der Stadt Romansburg und bevor es weitergeht, steht auch ein Besuch im Kloster der Stadt auf dem Programm. Danach verschlägt es Kate in eine verschneite Waldgegend, sie gelangt zu Stadt der Youkol, besucht einen bekannten Ort des Vorgängers, steckt im Eis fest und erreicht später hoffentlich Syberia. Die Schauplätze sind dabei unterschiedlich groß und linear. Romansburg erweitert sich "Schritt für Schritt", wenn Kate Aufgaben meistert und neue Probleme hinzukommen. Andere Abschnitte wie z. B. im Eisigen Wald sind deutlich linearer gehalten. Leider sind die Schauplätze am Ende sehr kompakt gehalten. Jeder Abschnitt besteht aus einem Bildausschnitt, welcher in manchen Gebieten auch zur Seite oder nach oben und unten weiterscrollt. Die Aufgaben des Nachfolgers sind so, wie man es vom Vorgänger und von anderen Spielen kennt. Es gibt in den Screens eine Anzahl an Gegenständen, welche die Heldin einstecken kann. Dabei ist zu beachten, dass diese Gegenstände nur sehr begrenzt zu finden sind. Selten trägt man mehr als 3 oder 4 Stück mit sich. Da gibt es auch einige Abschnitte/ Screens, welche nur dazu dienen für Atmosphäre zu sorgen oder den Spieler weiter zum nächsten Schauplatz zu bringen. Etwas ärgerlich ist es, dass man leicht einen Gegenstand übersieht, weil die benutzbaren Gegenstände sich nicht vom Hintergrund abheben. Auch kommt es vor, dass Gegenstände erst später erscheinen (z. B. eine Schere auf dem Zementsack in der Schubkarre im Kloster). Viele "wichtige" Punkte lassen sich außerdem in einer Nahansicht betrachten. Sei es nun ein Lemming in einem Eistunnel, welchen man dazu bringen muss, eine Beere zum Ausgang zu bringen oder aber den Inhalt von Kisten oder Truhen. Man weiß daher schon, dass man Dinge die man näher betrachten kann, auch wichtig sind. Das ist in sofern recht schade, da es nur Objekte und Sachen im Spiel gibt, die man anfassen kann oder zu denen Kate etwas sagt, was auch wirklich für das Spiel wichtig ist. Sehr viele Aufgaben erfordern auch, dass man für andere NPC eine Gegenleistung erbringt, damit man etwas bekommt. So will das Mädchen eine Beere haben, Hans will erst abfahren, wenn man etwas für einen Freund repariert hat, etc. Da die Handlung recht linear ist, gibt es nur wenige Aufgaben, welche man parallel machen kann. Soll man beispielsweise einen Weg über die Brücke im Wald finden, so muss man eine Axt finden. Dazu muss man einen Baum fällen, das Haus finden, einen Fisch angeln, dafür sorgen, dass der ständige Begleiter "Youki" (eine Mischung aus Hund und Eisbär) einem den Fisch nicht wegisst und damit den Braunbären vertreiben und dann mit der Axt das Seil durchhacken. Mehr gibt es abseits des Weges nicht zu tun. Es gilt daher überwiegend in Erfahrung zu bringen, was muss ich als nächstes machen bzw. was ist mein Ziel. Da will man Hans beim Schamanen besuchen. Der Weg ist versperrt. Ergo muss man nun eine Möglichkeit finden hineinzukommen. Leider sagt Kate nichts zu den aktuellen Aufgaben, was an einigen Stellen hilfreich wäre. Doch insgesamt sind die Aufgaben nicht allzu schwer ausgefallen und alle mit logischer Überlegung zu meistern, wenn man verstanden hat, was es zu tun gilt. Da gilt es einen Braunbären vor dem Haus abzulenken. Doch womit? Da man hinter dem Haus wunderbar angeln kann, muss man diesem nun wohl einen Fisch servieren. Doch die Bären sind wählerisch und erst mit Hilfe eines Zettels, welchen man im Haus findet, weiß man, welchen Fisch so ein Bär mag und außerdem welchen der vielen Köder man zu benutzen hat. Damit dann nicht genug, man muss auch noch an einer ganz bestimmten Stelle, wie auf dem Zettel beschrieben, angeln. Da Kate auch in Gefahrensituationen nicht sterben kann, kann man ganz beruhigt spielen. Sollte man jedoch stellenweise mal etwas umher irren und nicht weiterwissen oder suchen, weil man irgendwo einen Gegenstand übersehen hat, dann fällt es etwas unangenehm auf, dass man immer erst Animationen abwarten muss und auch größere Entfernungsüberbrückungen etwas dauern. Da kann man sich beispielsweise immer wieder ansehen, wie Kate eine Treppe hochgeht oder muss warten bis sich die Gesprächspartner einen zu- und abgewendet haben. Durch einen Doppelklick läuft Kate zwar, aber wenn man beispielsweise von einem Punkt aus, das Schiff in weiter Ferne sieht, dann kann man dies nicht anklicken, sondern muss sich in mehreren Screens dorthin vorarbeiten. Bis auf sehr wenige Aufgaben, wie beispielsweise am Anfang in Romansburg, sind jedoch wenig Laufaufgaben vorhanden, wo man von A nach B geschickt wird. Wieder mit dabei sind auch im Nachfolger allerlei mechanische Aufgaben. Da muss man beispielsweise die richtigen Schalter bewegen, damit der Zug abgekoppelt wird, oder es gilt in einem abgestürzten Flugzeug die Frequenz des Piloten zu ermitteln oder aber mit dem Dampf der Lock einen Eisberg zum Schmelzen zu bringen. Das sind dann auch mit die schwersten Aufgaben, weil man leider überhaupt keinen Plan hat, wie diese Geräte funktionieren. Irgendwelche Anleitungen in Form von Büchern oder Ähnlichem findet man nicht.

Es gibt aber auch kleinere Logikfehler: Warum kann Kate seit Tagen mit dem Handy telefonieren, ohne dass eine Sendestation in der Nähe ist oder wieso kann Kate keinen dünnen Tampen ziehen, welche dann beim Festzurren (ähnlich einem Spanngurt) mit wenigen Hebelbewegungen gespannt ist, aber der gespannte Tampen nicht zu sehen ist? Ebenfalls etwas mysteriös fällt auch die Art auf, wie Kate an der Klippe gerettet wird. Da steht sie unten und zwei Typen werfen Steine auf sie. Was passiert? Zufällig stürzt ein Flugzeug genau auf die beiden.

Profis und Kenner von Syberia werden das Spiel sicherlich gut an einem Wochenende durchspielen können, während Neueinsteiger und Anfänger eine Weile länger daran zu knobeln haben.

Handhabung des Spiels

Syberia wird, wie schon der Vorgänger, ganz einfach gesteuert. Der Mauszeiger verändert seine Form entsprechend, ob man irgendwo hingehen will (Kreis), einen Abschnitt verlassen (leuchtender Kreis mit Richtungspfeil), etwas nehmen will (Krone), Gespräch führen oder ansehen (Lupe) oder benutzen (eine Art Zange). Man muss dann nur die linke Maustaste drücken und Kate agiert entsprechend. Über die rechte Maustaste kommt man ins Inventar, wo man die Gegenstände anwählen kann, so dass man sie beim nächsten Linksklick im Bild benutzt. Aus dem Inventar heraus kann man jederzeit speichern oder sich aufgesammelte Dokumente ansehen. Auf Wunsch kann man auch mit einer Tastatursteuerung spielen. In den Menüs springt der Zeiger dann von Schaltfläche und Objekt zum nächsten. In der Landschaft steuert man Kate mit den Pfeiltaste so, wie man es aus Monkey Island 4 oder Grim Fandango kennt. Ist man an einem Ausgang oder kann Interagieren, leuchtet unten links ein entsprechendes Icon auf. Umständlicher wird es dann schon, wenn man mit den Pfeiltasten den Bildschirm nach unbekannten Objekten absuchen will, muss man pixelgenau steuern. Die Optionen des Spiels sind nicht sonderlich umfangreich. Die Auflösung ist fest bei 800 x 600 Pixeln, dazu kann man optional Kantenglättung, unterschiedliche Detailstufen oder Untertitel aktivieren.

Grafik & Hardware

Auch wenn Syberia 2 auf 2D Grafik setzt, so ist diese Grafik atemberaubend. Die gerenderten Bilder sehen einfach umwerfend aus und die Landschaft wurde mit sehr viel Liebe zum Detail entworfen und in der Detailansicht wird das Ganze noch einmal überboten. Da fliegen Vögel in der Luft, Flaggen oder Poster wehen im Wind, die Charaktere spiegeln sich im Wasser und es spritzt, wenn man durchläuft. Es gibt ansehnliche Schatteneffekte, Fußabdrücke im Schnee (leider nicht immer so gut) und die Qualität der Videos ist sehr gut. Die Animation der Charaktere ist etwas schwächer, was insbesondere dann zu sehen ist, wenn Kate kurz vor einem Abschnittsausgang steht und sie dann rennen soll oder rennend ankommt und abbremst. Aber das wird beispielsweise wieder durch die sehr schönen Animatonen von Kates treuen Begleitern, ein Youki, ausgeglichen, wenn er sich beispielsweise schnell rumwälzt oder schläft. Im Gegensatz zur Umgebung sind alle Charaktere als 3D Modelle vorhanden. Diese heben sich dadurch doch etwas von der Umgebung ab und wirken nicht so sonderlich detailliert. Da sowieso nie viele gleichzeitig auf dem Schirm zu sehen sind, hätten einige Polygone mehr nicht geschadet. Nicht erwähnen bräuchte man eigentlich, dass das Spiel immer ausreichend schnell auf dem Testsystem lief. Die Ladezeiten sind sehr schnell (kaum vorhanden) und es traten weder Bugs noch Hänger im Spiel auf.

Sound & Musik

Die Akustik des Spiels trägt einen Großteil der Atmosphäre. Die dezente Musikuntermalung ist sehr stimmig und die vielen unterschiedlichen Stücke passen bestens zum jeweiligen Schauplatz. Dazu kommen viele Hintergrundgeräusche. Sei es, dass man Maschinen im Hintergrund hört, es heult der Schneesturm oder das Rauschen des Wasserfalls. Bei der Sprachausgabe ist alles beim Alten geblieben, sprich, es sind die gleichen Sprecher vorhanden, welche schon für Teil hergehalten haben und die machen ihr Arbeit recht gut und Ausrutscher gibt es wenige. Auch die deutsche Übersetzung ist recht ordentlich gelungen und man hat nie das Gefühl der Art "Hä?, da wurde im Englischen aber was anderes gesagt, so ergibt das wenig Sinn."

Meinung

So sieht ein würdiger Nachfolger aus, gut gemacht Microids! Syberia macht genauso weiter, wie Teil 1 aufgehört hat. Die Story ist sehr abwechslungsreich, es gibt Erinnerungen und Charaktere aus dem Vorgänger. Auch die Grafik ist über jeden Zweifel erhaben und ein "WOW" erwartet einem in jedem Bild. Da stört es wenig, dass die Charaktergraphik etwas besser hätten ausfallen können. Schade ist es, dass das Spiel sehr linear gehalten ist. Es gibt immer nur eine Sache zu erledigen und die Anzahl an aufsammelbaren Objekten ist sehr gering. Auch sonst kann man sich wenig ansehen und bei den Gesprächen kann man nur alles abfragen. Bis auf ein oder zwei Maschinenrätsel sind diese jedoch durchweg logisch gestaltet und nicht zu schwer zu lösen. Wenn man weiß, wo es weitergeht, bzw. was erwartet wird, dann geht das Spielen locker von der Hand. Fans des Vorgängers sollten auf jeden Fall zugreifen, man will ja wissen wie es weitergeht und auch das neue Ende ist offen - das Abenteuer kann in Syberia 3 weitergehen. Für alle anderen lohnt es sich, die Demo anzutesten und wenn man den Vorgänger noch nicht hat, dann sollte man damit anfangen. Er ist bereits zum Budgetpreis erhältlich und man sollte ihn vor Teil 2 schon gespielt haben, damit man die eindrucksvolle Maschinenwelt von Beginn an erleben kann.


Geschrieben am 19.07.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
 



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