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Tak: Geh.d.g.Kristalls
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 | Info |
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| Autor | | 4 |
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| Gesamt (2 votes) | | 2 |
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| Name: | Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/11 |
| Publisher: | THQ |
| Entwickler: | Blitzgames |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | Playstation2 |
| System: | Playstation2 |
| Multiplay: | Splitscreen |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Multilingual |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | auch für Wii, Minigames als Mehrspielermodus |
| USK: | 6 |
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| Tak: Das Geheimnis des glühenden Kristalls (review von yak) |
Videogamer sollten sich mittlerweile an Fortsetzungen gewöhnt haben, hoffen sie doch, altbekannte
und lieb gewonnene Spielmechanismen und Figuren in der Qualität des Vorgängertitels wieder zu
finden. Serienanhänger sind zumeist auch treue Fans (und für die Publisher eine kalkulierbares
"Risiko") und verzeihen hin und wieder kleinere Ausrutscher, wenn der nächste Teil dann zumindest
Besserung verspricht oder sich dem alten und bewährten Spielprinzip wieder annähert. Ein gutes
Beispiel dafür ist die Tomb Raider Serie, die sich nach Angel of Darkness dank "Back to the
Roots" zumindest Qualitativ wieder verbesserte. Andere Serienspiele werden aber mit jedem neuen
Teil schlechter und schlechter, wie z. B. die Spyro Serie. Und damit diese ausladende Einleitung
auch Sinn macht, darf man die Tak Serie nun ebenfalls zur Kategorie "Schlechter mit jedem neuen
Teil" zählen ... und das sogar extremer, als bei vielen anderen Spielserien.
Ob die schlechte Qualität am neuen Entwickler oder an den Vorgaben der Produzenten liegt,
um ein möglichst "mainstreamiges" Game anbieten zu können, kann nicht beantwortet werden.
Fakt ist jedoch, dass Entwickler Blitz Games in der Vergangenheit (Taz
Wanted!) zumindest in der Lage war, ein unterhaltsames Gamedesign und Lizenzfiguren zu einem
stimmigen Spielerlebnis zu kombinieren.
Die graphische Präsentation ist zufriedenstellend, liegt aber sicher unter dem, was mit der
doch langsam in die Jahre gekommene PS2 zu realisieren ist, wenn man z. B. Titel wie God of
War betrachtet. Bei einem Spiel mit Comiclook kann man aber durchaus Abstriche machen, da hier
ja kein Photorealismus gefragt wird, sondern eher eine putzig bunte Welt mit charmanten Figuren.
Das geht auch soweit auf, reduziert sich aber im Vergleich zu den Vorgängertiteln auf ein Minimum,
da im neusten Teil lediglich die Hauptfigur Tak diese Rolle für sich in Anspruch nimmt und die
paar unterschiedlichen Gegnertypen mit Ausnahme der Endbosse, wenig dazu beitragen, Atmosphäre
aufzubauen. Das liegt auch daran, das eine Interaktion mit anderen Spielfiguren im neusten Teil
nicht vorkommt, mit Ausnahme, dass man sich an 2-3 Stellen im Level von Affen von Ast zu Ast
schleudern oder von Papageien durch die Luft tragen lassen darf. Mit Interaktion wie in den
Vorgängern darf man aber nicht rechnen, da man sich hier lediglich auf vorgefertigten Pfaden
bewegt. Durch diese Defizite verliert das Game grundsätzlich an Charme.
Die Level sind graphisch zwar noch recht abwechslungsreich gestaltet, aber weit von der offenen
und erlebbaren Welt der ersten Teile entfernt. Das abgespeckte Spielprinzip verursacht auch
einen Mangel an Animationsvielfalt. Bis auf eine "Umfallanimation" und folgender "Aufrappelphase"
bietet das Spiel wenig Abwechslung, denn viel mehr kann dem kleinen Burschen auch nicht passieren.
Denkt man an die großartigen Szenen der Vorgänger, in denen Tak an Hühnern baumelt, Schafe umherträgt,
in eine seiner vielen Verkleidungen springt oder die mit Pfeilen bespickten Mumien zurück, weis
man, woraus gute Spiele gemacht sind. Im neusten Teil leider komplette Fehlanzeige.
Die Steuerung zählt ebenfalls zu den Problemkindern. Sie ist insgesamt viel zu schwammig
und unpräzise, so dass es mehr als einmal vorkommt, dass man in den Abgrund fällt. Tak reagiert
viel zu spät auf den Sprungimpuls und seine Schritte sind so "wabbelig", dass man gerne das
Ziel verfehlt. Das endet zwar nicht grundsätzlich am Verlust eines Spielerlebens, da die Kollisionsabfrage
viel verzeiht, aber für ein rundes Spielerlebnis sorgt es keinesfalls. Oft schlägt man dadurch
am Gegner vorbei oder man kann sich nicht genau vor ihm positionieren. Die Doppelbelegung der
Sprungtaste mit der Funktion, an kleinen Felswänden rennen zu können, wirkt sich ebenfalls
negativ aus, denn oft rennt man an einer Wand hoch, statt wie geplant nur an den Vorsprung zu
springen, wodurch ein Rückwärtssalto ausgeführt wird, der nicht selten im Abgrund endet.
Hinzu kommt auf technischer Seite auch noch das Fehlen der Kamerasteuerung, die wohl zu Gunsten
der Wii-Kompatibilität gestrichen wurde. Eine freie Rundumsicht und das Drehen der Kamera ist
somit passe. Dadurch sind Bonusgegenstände schlecht zu sehen und auch Entfernungen in der 3D
Welt schlechter auszumachen, weil die Kamera grundsätzlich den gleichen Bildausschnitt zeigt
und man den Vorteil der drehbaren Kamera, um das Umfeld genauer zu inspizieren, nicht mehr nutzen
kann. Oft ist der vorgegebene Bildausschnitt auch extrem ungeeignet, um das Geschehen auf dem
Screen ordentlich verfolgen zu können. Ein Schatten fehlt dem kleinen Mann dazu ebenfalls, und
somit kann man bei Plattformsprüngen oft auch nicht erkennen, wo man landet. Ärgerlich ist zudem
die lange Animationsphase, wenn Tak sich wieder aufrappelt, nachdem er an einem Rücksetzpunkt
respawnt. Das dauert zu lange und der Spieler muss warten, bist diese vorbei ist. Ungeduldige
Spieler wie ich, drücken dann schon vorab in die entsprechende Richtung, um schnell weiter spielen
zu können, was oft durch die schwammige Steuerung dann darin endet, dass man erneut herunterfällt,
gepaart mit der oft unvorteilhaften vorgegebenen Kameradrehung.
Eindeutig auf der Habenseite ist der Ton, zumindest wieder in der Synchronisation. Die altbekannten
Sprecher sind wieder dabei und legen eine tollte Sprachausgabe hin. Erstaunlich ist die Vielzahl
an Sprüchen, die Tak meist absolut passend zur Situation vom Stapel lässt, was aber auch mit
der strengen Linearität des Games zu erklären ist. Dennoch gibt es kaum einen Spruch, den Tak
mehrmals verwendet und somit scheint das Spiel durch die gesamte Zeit "durchsynchronisiert",
klasse! Die Musik ist nett und unterstützt das Spielgeschehen, mehr aber sicher nicht.
Einen wählbaren Schwierigkeitsgrad gibt es nicht, dafür aber unendliche Leben und mit einigen
Ausnahmen, großzügige Rücksetzpunkte. Gespeichert wird automatisch nach Erreichen von bestimmten
Levelabschnitten.
Die Geschichte ist kurz erzählt, Tak hat beim Saubermachen einen Kristall zerstört, der vier
riesige Monster freigelassen hat, die er jetzt wieder bändigen muss. Fertig!
Das Gameplay hat sich, wie schon erwähnt, von einem Spielprinzip mit einer offenen angelegten
Spielwelt, einer Vielzahl an Rätseln und kniffeligen Aufgabenstellungen hin zu einem äußerst
linearen und einfältigem Spielprinzip entwickelt - leider. Im Prinzip rennt Tak durch einen
vorgegebenen Levelschlauch, springt an Vorsprüngen, kann ein wenig an Wänden im Matrixstil entlanglaufen,
darf ein paar Schalter betätigen und muss Gegner zu Brei hauen, die er mit seinem Stab verprügelt
oder mit Magie in Schach hält. Das war es dann auch fast schon. Einige Zwischeneinlagen, in
denen er mit einem Fahrzeug fährt oder auf einem Snowboard reitet, lockern das Spielprinzip
zwar auf, machen es aber dennoch nicht viel interessanter. Auch die vier simplen Minigames ,
die man absolvieren Muss, um die neue Juju-Magie zu erlernen, ändern daran nichts. Taktisch
sind weder die Kämpfe anspruchsvoll, auch wenn Tak sich jetzt über den Gegner schwingen darf,
um ihn von hinten angreifen zu können, noch der Einsatz von Magie, dafür ist alles einfach zu
vorgegeben, um einen gewissen spielerischen Anspruch zu erfüllen.
Musste man in den Vorgängerspielen noch die richtige Magieart oder Verkleidung wählen, um
voran zu kommen, haben es die Spieledesigner dem Spieler jetzt komplett vorgegeben, wie er agieren
muss, denn pro Level gibt es nur noch eine wählbare Magieart, die im Prinzip aber nur eine "Schalterfunktion"
ausübt, um den Weg freizuräumen, so z. B. die Schmelzkäsemagie, die bestimmte Levelbereiche
aus Käse schmelzen lässt, damit Tak weiter kann oder die Stinkmagie, die Dornenbüsche vernichtet.
Einzige Ausnahme bildet da noch die Magie, die Tak in eine klebrige Kugel hüllt, um ihn dadurch
an klebrigen Untergründen rollen zu lassen. Spielerisch anspruchslos, da man ohnehin, sollte
man irgendwo keinen begehbaren Weg finden, nur die eine Magieoption zur Verfügung hat. Im Prinzip
wechselt sich das Game zwischen simplen Klettereinlagen ab, bis man wieder in eine Art kleine
Arena tritt, in der es gilt, Gegner zu plätten.
Der Kampf an sich reduziert sich auch auf simples Draufgehaue, oder auch schon mal den Einsatz
eines Spezialangriffes, der sich durch das Erlegen von Gegner aufladen lässt. Damit hat es sich
dann aber auch schon. Rech witzig ist die Idee, dass die Levelbosse insgesamt auch den Level
darstellen, so muss man z. B. den Käseboss Gorgonzilla erklimmen, durch seine Höhlen klettern
und die Spitze erreichen, um ihm letztendlich gegenüberzutreten. Die Idee scheint zwar ein wenig
von "Shadow of the Colossus" entliehen,
ist aber dennoch lustig. Hier zumindest bietet das Game ein wenig mehr Abwechslung, wenn es
darum geht, die Bosse klein zu kriegen, wenn man ihre Angriffe abwehrt, per Wandrennen an ihre
Augäpfel springt, um sie zu blenden und ihnen dann den Gar aus zu machen. Insgesamt rettet dies
das Spiel dennoch nicht von seinen Unzulänglichkeiten. Enttäuschend und auch frustrierend ist
besonders das Finale. Hier muss man, in einer Fahrzeugfahrt unter extremer Zeitbegrenzung das
Ziel erreichen. Die Zeit ist kurz bemessen, die Zeitboni durch die schwammige Steuerung schlecht
zu erreichen, keinerlei Rücksetzpunkte und sollte man einmal vom Kurs abkommen oder ein Hindernis
rammen, kann man getrost neu anfangen, da man dadurch einfach zuviel Zeit verliert. Absolut
unpassend zum ansonsten moderaten Schwierigkeitsgrad. Wie in den Vorgängern kann man auch spezielle
Boni freischalten, indem man die Level im Herausforderungsmodus absolviert, um Zeitrekorde oder
alle Bonusgegenstände einzusammeln. Eigentlich zähle ich mich schon dazu, solche Herausforderungen
erneut anzugehen, aber bei diesem Game ist schon beim Absolvieren im ersten Durchlauf so dermaßen
die Luft raus, dass ich kaum motiviert bin, es nochmals zu probieren.
Fazit:
"Tak bleib weg", kann man leider nur sagen. Denkt man zurück, wie einmalig und stimmig der
erste Teil war, ist es schon eine Schande, was aus dieser Serie geworden ist, hatte sie doch
alles, was ein gutes Spiel ausmacht. Tolle Charaktere, forderndes, durchdachtes und besonders
auch ein abwechslungsreiches Gameplay, eine offene Spielwelt, viel Humor, Interaktion mit anderen
Spielfiguren und eine gute Gesamtspielzeit. Doch das reduzierte sich bei jedem neuen Teil und
erreicht mit "Tak - Das Geheimnis des glühenden Kristalls" seinen "glanzvollen" Tiefpunkt. Das
Spiel ist absolut linear, einfallslos und hat fast alles von seinem ursprünglichen Charme, mit
Ausnahme der guten Synchronisation, verloren. In der relativen kurzen Spielzeit von ca. 5-6
Stunden kommt daher schnell Langeweile auf, da sich ein Level wie der vorherige spielt. Etwas
Klettern, etwas Monsterprügeln, ungenaue Steuerung, schlechte Kameraführung und das war's dann
schon. Da reicht es auch nicht, das Spiel im Mid-Price Bereich zu veröffentlichen, denn selbst
für Fans der Vorgängerspiele ist es keine Empfehlung wert. Kennt man die Tak Games bisher noch
nicht, sollte man lieber versuchen, noch irgendwo den ersten Teil zu ergattern. Das war für
mich jedenfalls der letzte Versuch, den ich der Serie gegeben habe, denn schon der dritte Teil
war von der Qualität so, dass ich mich nicht mehr so recht auf weitere Fortsetzungen freuen
wollte.
Geschrieben am 23.11.2008, Testkonfiguration: Playstation2
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