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Terrorist Takedown 2
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 | Info |
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| Autor | | 5 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (5 votes) | | 5 |
 |   | | 1.1 |
 |   | | 1 |
 |   | | 0.4 |
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| Name: | Terrorist Takedown 2 - Das Spezialkräftekommando |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2008/02 |
| Publisher: | City Interactive |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 2Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 3000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000/Vista, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| USK: | 18 |
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| Terrorist Takedown 2 - Das Spezialkräftekommando (review von nali_warcow) |
Auch 2008 geht der Kampf gegen Terroristen nicht nur in der Realität, sondern auch virtuell
weiter. Nach insgesamt vier Ablegern der "Terrorist Takedown"-Serie haben sich die Entwickler
dazu entschlossen eine "2" in den Titel zu setzen. Ob sich dadurch spielerisch etwas geändert
hat und die Serie in die nächste Generation geht oder nur wieder ein mauer Kampf gegen virtuelle
Terroristen dieser Welt geboten wird, soll das folgende Review zeigen.
Wie schon der letzte Teil der Serie (Covert
Operations), so steht auch "Terrorist Takedown 2: Das Spezialkräftekommando" als Budgetversion
für etwa 20€ in den Läden. Neben der Spiel-DVD liegt lediglich ein sieben Seiten dünnes Faltblättchen
in der DVD-Box. Technische Probleme oder Abstürze gab es nicht.
Das wird keine "Routine"-Anti-Terroroperation…
…sagt zumindest der Einleitungstext im Handbuch. Mit der Präsentation einer schönen und fesselnden
Geschichte haben gerade die Shooter einige Probleme, aber bei Terrorist Takedown 2 fällt die
Hintergrundgeschichte noch dürftiger aus. Ohne große Einleitung verschlägt es den Spieler zum
ersten Einsatzort, in dem der 25 jährige "Jürgen Schröder" die Gegend nach Hinweisen auf die
entführten deutschen Geisel und einen Informanten absuchen soll. Wie sollte es auch anders sein,
bei der Operation kommt es schon wenig später zu Feuergefechten mit den bösen Buben, der angebliche
Informant führt das Sonderkommando in einen Hinterhalt und auch ein übergelaufener Widersacher,
Coburn, macht Jürgen das Leben schwer, ohne allerdings irgendwie in Erscheinung zu treten. Bis
zum überraschenden und abrupten Ende des Spiels unterhält sich der Chef der Einsatztruppe lediglich
per Funk mit Coburn, wie auch mit der Einsatzleitung. Mehr als einige kurze und knappe Wortwechsel
gibt es dabei nicht und auch die Verbindung der einzelnen Missionen ist recht lose.
Schröder auf Terroristenjagd
Kaum ist der Spieler aus dem Wagen gestiegen, wird auch schon die aktuelle Missionsbeschreibung
eingeblendet. Es gilt in den Straßen und Gassen der staubigen Stadt die Zielperson Salim zu
finden. Aber die Terroristen lassen nicht lange auf sich warten und empfangen den Soldaten der
Bundeswehr mit einer Ladung Blei. Aus dem Haus stürmt schon bald der erste Angreifer, weitere
folgen aus den umliegenden Gassen und auch auf der einen oder anderen Veranda zeigen sich die
Mitglieder der Terrororganisation. Ohne Tutorial, ohne Einweisung und ohne Hilfestellung beginnt
der Kampf… Das Gameplay orientiert sich dabei genau an dem, was Spieler auch schon aus vielen
anderen Actionspielen kennen. Überall tauchen - fast schon moorhuhnartig - die Angreifer auf
und nehmen den Spieler meist augenblicklich unter Feuer. Die Entwickler haben sich dabei beim
Leveldesign nicht nur auf Feinde beschränkt, die auf den Spieler zulaufen, sich in einem Gebiet
aufhalten oder auf Dächern erscheinen, sondern hatten auch sehr viel Gefallen daran gefunden,
immer mal wieder einige Angreifer in den Rücken des Helden zu spawnen, was - wenn man die Stelle
nicht kennt - meist im virtuellen Bildschirmtod endet. Entsprechend gilt es einfach vorsichtig
voranzuschreiten, um zu bemerken, wann der nächste unsichtbare Trigger aktiviert wird und die
Angreifer kommen. Manche Feinde gehen zwar einigermaßen brauchbar in Deckung oder vollführen
eine plötzlichen Ausfall, aber ansonsten reagiert die KI meist sehr stumpfsinnig und vorhersehbar.
Ist erst einmal eine Deckung gefunden, dann bleiben die CPU-Kämpfer auch dort. So wird dann
einfach nach und nach (und mit ein wenig Geduld) ein Angreifer nach dem anderen ausgeschaltet,
wobei die Anzahl der Feinde immer begrenzt ist. Dauerrespawn wie bei Call of Duty gibt es nicht,
große Abwechslung allerdings auch nicht. Durchweg wird gegen einige wenige unterschiedliche,
menschliche Angreifer ins Feld gezogen und bis auf einen Endgegner, der nicht mehr Treffer aushält
als der Rest seiner Mitstreiter, präsentiert sich die Action ohne Höhepunkte.
Die erste von sieben Missionen beginnt in den Straßen, Gassen und Gebäuden einer stauben
Stadt, später geht es durch einen Canyon, eine Gefängnisanlage, stark abgegrenzte Außenbereiche,
große Gebäudekomplexe, einen Palast und ein Tunnelsystem. Abgesehen von einer ganz kurzen Fahrpassage
geht es immer nur geradlinig und zu Fuß durch die Welt. Hier einige Terroristen ausschalten,
dort einige spawnenden Angreifer abwehren und schließlich den Levelausgang erreichen. So präsentiert
sich das Spiel in den etwa sechs bis sieben Spielstunden. Der Spielfluss beschränkt sich dabei
stur auf Ballerei. Ob man nun einen NPC durch den Level eskortieren muss oder allein unterwegs
ist, ist spielerisch genau gleich. Der Kollege wartet einfach immer, bis der nächste Bereich
"frei" ist und kommt dann automatisch nach. Um nicht zu eintönig zu werden, wird der Spieler
mit simpler Standardkost unterhalten. Hier ein Dokument finden oder dort einen Schalter drücken,
sollte nun keinen Shooterspieler überfordern. Um den Spielspaß außerdem ein wenig zu verlängern,
darf man sich zudem auch in einem Level vom "Ende" wieder zurück zum Anfang durchkämpfen. Spannung
gibt es somit meist wenig. Der Spieler ist zwar eigentlich Teil eines Teams, aber für die Kollegen
sind lediglich Statistenrollen herausgesprungen. Kurz stehen diese an einer Stelle rum, greifen
aber nicht wirklich ins Geschehen ein. So darf sich Schröder mit den ganzen Angreifern und Verrätern
beschäftigen und muss ab und zu auch mal schnell reagieren, um kein Game Over zu erleben. Im
zweiten Level etwa rast ein mit Terroristen und Sprengstoff beladener Lastwagen durch eine schmale
Gasse und die Anweisung lautet, durch die komplett schwarze Windschutzscheibe den Fahrer auszuschalten.
Schaft es der Spieler nicht, dann kracht der "Klotzwagen" an die Mauer, es passiert nichts,
aber auf dem Schirm erscheint Game Over. Wird dagegen der nicht sichtbare Fahrer getroffen,
fährt der Wagen zwar noch immer gegen die Mauer, aber der Spieler kann weitergehen und sich
um die nächsten Angreifer kümmern.
In Terrorist Takedown 2 stimmt jedoch nicht nur die Inszenierung nicht, auch das eigentliche
Leveldesign ist alles andere als sonderlich motivierend. Die recht kurze Einzelspieler-Kampagne
besteht aus einer wilden Aneinanderreihung unterschiedlicher Raum-Gang-Raum-Konstellationen.
Generell sind die Areale sehr klein und überschaubar gehalten. Gerade die Außengebiete werden
durch viele Häuser und Mauern stark eingegrenzt. An einigen Stellen gibt es zwar links und rechts
einen Gang, der Spieler kann zusätzlich durch eine Hintertür gehen oder es gibt auch mal eine
kleine Sackgasse im Tunnellabyrinth, insgesamt präsentiert sich der Shooter aber durchweg extrem
linear. Dabei macht es oftmals keinen Unterschied, ob der Spieler nun durch ein Tunnellabyrinth
im Abwasserkanal, Gassen einer Stadt oder den Weg in einer Canyonlandschaft marschiert. An vielen
Stellen er auch merklich eingeengt, was gerade in Außenbereichen unschön ist. So hat der angesprochene
Canyon lediglich eine Himmelstextur, ist aber auch nicht breiter als eine ganz normale Gasse
in einer Stadt. Besonders unschön - gerade auch optisch - sind die zahlreichen Verbindungen
zwischen größeren Arealen oder Räumen. Hier hat man das Gefühl durch einen rechteckigen, aber
sehr hohen, Lüftungsschacht zu laufen, aber nicht durch eine Stadt oder ein Gebäude. Einige
Räume sind zwar ein wenig größer ausgefallen und es gilt sich durch ein mehrstöckiges Haus zu
arbeiten oder einen weitläufigen Palast zu durchqueren, aber Größe allein reicht eben nicht
aus. Ganz besonders in diesen Arealen sind laufend bekannte Levelelemente verwendet worden.
Etagen und Räume ähneln sich so stark, dass Unterschiede teilweise mit der Lupe zu suchen sind.
Im Palast-Abschnitt etwa wurde ein größer, zerstörter Bereich einfach nur dreimal aneinander
kopiert.
Wer irgendwann, nach etwa sechs bis sieben Stunden, den plötzlichen Abspann auf dem Schirm
sieht und Lust auf mehr hat, kann sich im Mehrspielermodus austoben, wenn er genug Mitstreiter
findet. Je nach Tageszeit sind an die zehn Spieler auf drei oder vier Servern zu finden. So
überschaubar wie die Onlinespieler, so übersichtlich ist auch der ganze Multiplayerinhalt ausgefallen.
Bis zu 16 Spieler können sich im LAN oder über das Internet auf drei Karten in Deathmatch, Team
Deathmatch und Capture the Flag betätigen. Vor dem Spielstart lassen sich zudem einige
rudimentäre Optionen, wie Zeitlimit, Punkte oder Kartenrotation einstellen. Die Wahl der Nation/
Fraktion bestimmt im Spiel dann das Waffenarsenal.
Präsentation
Wie sollte es auch anders sein, auch Terrorist Takedown 2 orientiert sich an der bekannten
Shootersteuerung, wie sie jeder Action-Fan kennen sollte. Mit der Maus wird gezielt und geschossen,
über die Tastatur der Charakter bewegt und Aktionen ausgeführt, wie etwas das Öffnen von Türen.
Auch wenn einige Schreiber etwas anderes behaupten: auch in Terrorist Takedown 2 kann der Spieler
springen. Allerdings hatten die Entwickler die kuriose Idee und die Funktion nicht auf eine
Taste gelegt. Wer hopsen möchte (und dies auch muss, um später im Spiel voranzukommen), wird
erst einen Abstecher ins Optionsmenü machen müssen. Dort kann man dann auch gleich weitere fehlende
Aktionen wie Rennen, Nahkampfangriff oder Anzeigen der Missionsziele auf entsprechende Tasten
legen. Gespeichert werden darf jederzeit und auch Quicksave haben die Entwickler implementiert.
Die Suche nach Medipacks ist nicht notwendig, da sich der Charakter nach kurzer Zeit wieder
regeneriert. Neben unterschiedlichen Waffen, wie Pistole, MG und Co darf der Spieler auch zu
Granaten greifen. Nachschub gibt es von den verstorbenen Angreifern, allerdings teils bunt gemischt
für verschiedenste Waffentypen. Somit steht immer mal wieder ein Zwangswaffenwechsel auf dem
Programm, da die Munition für die aktuelle Waffe nicht zu finden ist. Auch geht so manche hinterlassene
Munition ein wenig in der Grafik unter. Da der Titel auf der inzwischen nicht mehr ganz taufrischen
Lithtech-Engine basiert, darf man natürlich keine Grafikwunder erwarten. Der Gesamteindruck
insgesamt ist sehr mau. An einigen Stellen haben es die Entwickler gut hinbekommen und schön
gestaltete Levelpassagen gebaut. Da wirken Räume realistisch und Außengebiete stimmig. Oftmals
findet sich der Spieler aber auch in Bereichen wieder, die unglaublich schlicht und öde designt
wurden. Einige verstreute Möbelstücke und ein Licht an der Decke sollen ein Büro darstellen,
eckige und lange Gänge führen von einem Raum zum nächsten und Lichteffekte sind auch eine Seltenheit.
Dazu kommt, dass die ganze Kulisse mitunter aus unglaublich wenigen Poylgonen besteht und extrem
trist daher kommt. Bot "Terrorist Takedown: Covert Operations" noch unterschiedlichste Schauplätze
und diverse Settings, so gibt es in Takedown 2 durchweg nur eine grau/braune Kulisse. Zu allem
Überfluss sind die Ladezeiten teilweise wirklich extrem lang und die Performance unter aller
Kanone. Auch der Sound und die gelegentlich eingespielte Musik können da wenig verbessern, sind
allerdings auch nicht ganz so schrecklich, wie die teils sehr gewöhnungsbedürftige Sprachausgabe.
Meinung
Am Ende bleibt eigentlich nur ein zu sagen: Finger weg. Auch wenn der Titel durchaus problemlos
spielbar ist, ist man z. B. mit dem Vorgänger Covert Operations merklich besser bedient,
wenn es ein Teil aus der "Terrorist Takedown"-Serie sein soll. "Das Spezialkräftekommando" sticht
fast nur durch Schwächen hervor und präsentiert sich grauenhaft. Die Handlung ist kaum zu erkennen,
die Missionen eintönig und langweilig, die Level unspektakulär und die Umsetzung mit der Lithtech-Engine
grauenhaft. Das triste Geruckel muss man sich nicht wirklich antun. Auch wenn der Vergleich
mit ehemaligen Vollpreistiteln, wie etwa Ghost Recon Advanced Warfighter 1 /2 oder Rainbow Six
Vegas nicht ganz fair ist, so bieten die Titel für inzwischen weniger Euros deutlich mehr Spielspaß,
den man dann auch noch im Coop genießen kann. Wer einen preiswerten und aktuellen Shooter will,
der dürfte an Übersoldier 2 deutlich mehr Spaß haben
als mit dem Spezialkräftekommando.
Geschrieben am 04.04.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
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