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Tony Hawks A. Wastel.
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 | Info |
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| Gesamt (8 votes) | | 2 |
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| Name: | Tony Hawks American Wasteland |
| Genre: | Sport |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2006/05 |
| Publisher: | Aspyr |
| Entwickler: | Neversoft |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Tony Hawk |
| Links: | Dt. Publisher DTP |
| Hardware: | 1.2Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 3500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch/Englisch |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | auch für GC/ PS2/ Xbox/ Xbox360 |
| USK: | 12 |
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Nicht nur Sportspiele bekommen jährlich eine neue Version, auch die Tony Hawk Serie kann
inzwischen auf zahlreiche Ableger zurückblicken. Nach Tony Hawk Underground 1 & 2 hört der neuste
Streich auf den Namen "American Wasteland". Während die Fassung für Konsolen schon Ende 2005
von Activision veröffentlicht wurde, folgt nun - knapp 6 Monate später - auch eine Fassung
für den PC. Portiert und veröffentlicht wird diese Version von Aspyr Media. Wie gut die Konvertierung
ist und wie viel Spaß es auf dem PC macht, soll das folgende Review etwas näher beleuchten.
Ein Spiel für zahlreiche Systeme, so lautete auch die Designentscheidung bei "Tony Hawk's
American Wasteland" und so gibt es das Spiel mittlerweile für Playstation 2, Gamecube,
Xbox, Xbox 360 und aktuell auch für PC. Da stellt sich natürlich wieder einmal die Frage, ob
nicht einige Systeme durch die Multiplattformentwicklung zu leiden haben. Das Review bezieht
sich auf die erst kürzlich erschiene PC Fassung und geht lediglich in einigen Passagen auf die
Konsolenfassungen ein. Abstürze gab es keine, das Spiel lief problemlos. Allerdings war das
Beenden des Spiels eine sehr zeitaufwendige Angelegenheit, da es jeweils gut eine Minute dauerte,
bis es auch wirklich beendet war und der Desktop wieder angezeigt wurde.
Neu in der Stadt…
In American Wasteland schlüpft der Spieler nicht in die Rolle von Tony Hawk, wenn gleich
dieser auch im Spiel auftaucht, sondern er spielt einen unbekannten Newcomer. Dieser ist gerade
in Los Angelas angekommen und noch nicht einmal ganz aus dem Bus ausgestiegen, da fängt er sich
schon Ärger mit den örtlichen Skatern ein. Die fahren ihn über den Haufen und schnappen seine
Tasche. Doch zum Glück ist Mindy in der Nähe. Sie hat den Vorfall gesehen und will ihm helfen,
sich hier etwas "einzuleben". Nachdem sich der Charakter dann auch ein wenig Respekt verschafft
hat, bekommt er Zugang zur Skate Rance. Iggy Van Zandt ist zwar nicht ganz so begeistert vom
Neuzugang, den Mindy angeschleppt hat, aber zumindest wäre das eine weitere helfende Hand für
den Aufbau und die Verschönerung des Skateparks. Doch damit fangen die Probleme erst an…
Die Story ist zwar nicht sonderlich originell, wird allerdings recht ansehnlich präsentiert
und kann auch mit einigen netten Wendungen aufwarten. Zumindest ist die Präsentation auch nicht
so abgedreht wie in Amped 3, bei dem man sich die Zwischensequenzen gar nicht mehr anschaut,
sondern abbricht.
Hey du!
Auch im neusten Tony Hawk hat sich das Gameplay nicht sonderlich gewandelt. Eine der größeren
Neuerungen ist die Spielwelt. Statt wie in den Vorgängern jeweils aus einem Menü den nächsten
Stadtteil auszuwählen, wird in American Wasteland eine in sich geschlossene Welt präsentiert.
Als Abkürzung gibt es zwar optional einen Bus, der den Spieler in andere Stadtteile bringen
kann, doch ansonsten bekommt der Spieler nach dem ersten Start keinen Ladebalken zu Gesicht.
Auf der einen Seiten ist dies natürlich eine feine Sache und wirft den Spieler nicht immer wieder
aus dem Spiel raus, doch auf der anderen wird diese Welt durch unschöne "Tunnelverbindungen"
zwischen den Gebieten erkauft. Während der Spieler hier durchskatet, wird im Hintergrund der
nächste Abschnitt geladen. Diese Tunnel sind wenig ansprechend und können auch in Sachen Detailgrad
nicht sonderlich überzeugen. Nach und nach muss sich der Spieler jedoch erst den Zugang zu weiteren
Stadtteilen freischalten, was meist durch gewagte Aktionen gelinkt. Sei es, dass eine Horde
Demonstranten mit einem Dinosaurierkopf verjagt oder aber die Polizeistreifen aus dem Parkhaus
gelockt werden müssen, indem das nahe gelegene Hotel zum Einsturz gebracht wird. Neben ganz
normalen Großstadtabschnitten, wie Hollywood oder Beverly Hills, verschlägt es den Spieler auch
auf ein Pier, eine Ölplattform und ins Kasino. Mit dem Skate Park werden insgesamt über acht
unterschiedliche Schauplätze geboten. Die Aufgaben laufen nach bekanntem Muster ab. In den einzelnen
Stadtteilen warten unterschiedliche, gekennzeichnete Auftraggeber auf den Spieler. Diese werden
einfach angesprochen und nach einer kurzen Einweisung geht es dann auch schon los. Entweder
gilt es sich einfach nur etwas Respekt zu verschaffen oder eine gestellte Aufgabe zu meistern,
um weitere Aufgaben freizuschalten. Mitunter gibt es auch neue Tricks, die der Spieler erlernt.
Gerade der Anfang ist recht einsteigerfreundlich gehalten und führt den Spieler in die Grundlagen
des Spielprinzips ein. Mitunter werden auch mehrere kleine Aufgaben mit meist steigendem Schwierigkeitsgrad
oder mit Trick-Varianten gestellt. Viele Aufgaben lassen sich nach einigen Versuchen recht problemlos
und einfach lösen, wozu der Spieler auch nicht unbedingt Kenner der Serie sein muss. Bis zum
Ende des Spiels gibt es jedoch zwischendurch auch immer wieder Aufgaben, die einen doch merklich
höheren Schwierigkeitsgrad besitzen und nur durch viele Versuche und reichlich Übung zu schaffen
sind. Es sieht beispielsweise wahnsinnig einfach aus, wie der NPC den Dreifachflipp die Treppe
runter vollführt, doch der Spieler sitzt eine ganze Weile daran, bis genau er der richtige Winkel
und Absprungpunkt gefunden wurde, so dass der Trick rechtzeitig ausgeführt wird und der Charakter
ordentlich landet und nicht auf den Asphalt aufschlägt. Aber auch Hochgrinden an drei Rohren
auf der Bohrinsel war eine exzellente Bellastungsprobe für Spieler und Gamepad. Bei diesen genannten
Beispielen weiß der Spieler jedoch zumindest genau, was gemacht werden soll und hat einen groben
Anhaltspunkt. Bei einigen Aufgaben ist dies jedoch weniger der Fall und es ist etwas Raten angesagt.
Ärgerlich, wenn der Spieler dazu auch noch falsche Informationen bekommt. Im Stadtteil "East
LA" soll der Proskater Stevie Williams mit einem "Nollie" beeindruckt werden. Wie dieser gemacht
wird, wird vorgeführtund danach ist der Spieler dran. Nur wird der richtig ausgeführte
Trick nicht angenommen. Es geht nicht weiter. Auch nach mehreren Neustarts wird die Aufgabe
nicht als geschafft angesehen. Bis der Spieler dann - vielleicht aus Frust - einfach weiterspielt
und immer wieder Nollies über den Abgrund macht. Dann stellt sich heraus, dass nicht ein Nollie,
sondern drei Stück über den Abgrund gemacht werden müssen. Ein Stückchen weiter haben sich außerdem
einige sehr merkwürdige Algorithmen eingeschlichen. Da werden plötzlich Stürze so angenommen,
als ob die Aufgabe geschafft sei, was sich allerdings nicht immer reproduzieren lies.
Neben einigen Frustmomenten bietet das Spiel allerdings auch sehr viele einfacher zu bewältigende
Aufgaben, die jedoch teilweise sehr eindrucksvoll präsentiert werden. Gewagte Sprünge, unglaubliche
Tricks und interessante Objekte sorgen für ein angenehmes Spielen. Doch so schön es auch ist
auf Hochhäusern zu turnen, auf einer Achterbahnschiene zu grinden oder allerlei Objekte einstürzen
zu lassen, etwas mehr als nur zusammenhanglose Aufgaben wären schon eine feine Sache gewesen.
Gerade nach der Einführung bringt das Spiel zwei recht lange Passagen, in denen eher willkürliche
Aufgaben gestellt werden. So soll der Spieler allerlei Objekte für den Skatepark beschaffen,
was jedoch immer mehr darauf hinausläuft, irgendwelche Tricks an den Objekten zu vollführen.
Dreimal über die Rolltreppe grinden, das Ding bricht zusammen und steht schon im Skatepark,
ist sicher nicht so stimmig umgesetzt, wie die Beschaffung einer Statue., bei der es gilt, den
Weg hinter eine Absperrung zu finden, an den Schlüssel zu gelangen, der über der Statue
hängt (womit das Tor geöffnet werden kann), um schließlich mit einem Grinde um die Statue
herum ein Seil anzulegen, so dass ein Wagen das Objekt wegziehen kann. Auch die Aufgabem, eine
ganze Reihe an Profis zu beeindrucken, hätte etwas mehr Abwechslung vertragen können. So
ist dies meist nur ein Abarbeiten unterschiedlicher Aufgaben bzw. kleiner Tricks zu bewältigungen.
Wer jedoch einfach nur Skaten und geforderte Tricks wie in den Vorgängern ausführen möchte,
den wird das wenig stören.
Was kann man neben den Aufgaben sonst noch alles machen?
Je nach Skill, Erfahrung und wie schnell die etwas kniffligeren Aufgaben erledigt sind, ist
der Spieler nach etwa 15 Stunden mit der Storykampagne fertig. Bis dahin hat er einen Großteil
der Welt erkundet und nahezu alle Aufgaben erledigt. Lediglich einige wenige Aufgaben waren
nicht zwingend für die Kampagne notwendig. Nicht nur in den Stadtteilen, sondern auch im inzwischen
sehr weit ausgebauten Skate-Park kann sich der Spieler mit Skateboard und MBX Rad austoben.
Im Spiel gibt es zahlreiche Shops und Läden, in denen sich der Charakter nicht nur die unterschiedlichsten
Klamotten, sondern auch eine Vielzahl an Tattoos und Frisuren zulegen kann, das nötige Kleingeld
natürlich vorausgesetzt. Geld kann bzw. muss sich der Spieler auch in kleinen Teilen für die
Kampagne bei unterschiedlichen Charakteren verdienen. Weitere Aufgaben halten die sogenannten
"Sponsor Challenges" bereit. Jeden Tag gibt es eine neue Auswahl an Zielen, die der Spieler
zu erreichen hat. Als Belohnung winken Statistikpunkte für den Charakter, worüber sich Eigenschaften
& Fertigkeiten wie Air-Tricks oder Geschwindigkeit steigern lassen. Insgesamt 70 solcher "Aufgabenpacks"
stehen bereit. Zudem sind in jedem Level um die 40 Gaps versteckt. Dabei handelt es sich um
Aktionen bzw. Tricks, die der Spieler im jeweiligen Abschnitt zu absolvieren hat. Eine Liste
gibt darüber Auskunft, in welche Richtung der entsprechende Trick geht. Was man wo genau machen
muss, muss der Spieler selber herausfinden. Wem das immer noch nicht reicht, der kann sich nicht
nur in einem höheren Schwierigkeitsgrad versuchen, sondern auf den Klassikmodus zurückgreifen.
Nach und nach können dadurch sechs kleine aber kompakte Karten freigeschaltet werden, auf
deenen jeweils zehn Ziele vorgegeben sind. In jedem davon gilt es eine bestimmte Punktzahl zu
erreichen, mit einem Kombo entsprechend viele Punkte zu holen oder aber im Level verstreute
Buchstaben zu finden. Während die Buchstaben SKATE noch mit Unterbrechungen eingesammelt werden
können, müssen die Buchstaben COMBO, wie es der Name schon sagt, in einer Tour eingesammelt
werden, ohne den Trick zwischendurch zu beenden. Außerdem ist in jedem Level ein geheimes Videoband
versteckt und es gilt Tricks an bestimmten Objekten im Level zu vollführen. Der Spieler hat
jeweils ein knappes Zeitlimit, um diese Ziele zu erfüllen. Allerdings reicht es, ein Ziel einmalig
zu erledigen, danach gelten diese auch im neuen Versuch als gemeistert. Auch hier sind entsprechende
Gaps in den Leveln vorhanden.
Außerdem ermöglicht das Spiel neben einem Zwei-Spieler-Modus auch Onlinepartien. In diesem
können sich bis zu acht Spieler auf allen Karten austoben. Unterschiedliche Spieltypen ermöglichen
spannende Partien mit unterschiedlichen Zielen, wobei der Host ganz einfach Spieltyp, Optionen
und den Sprung zur nächsten Karte im Spiel konfigurieren und ändern kann.
Steuerung
Die wichtigste Voraussetzung für Spaß am Spiel ist ein angeschlossenes Gamepad am PC. Zwar
ermöglicht die Konvertierung auch den Einsatz der Tastatur, doch ist dies ein unglaublicher
Krampf und geht alles andere als locker von der Hand. Vor dem ersten Start gilt es daher das
Gamepad sinnvoll zu belegen. Leider lassen sich die Tastenbelegungen im Spiel selbst nicht ändern.
Bis das Pad daher optimal belegt ist, vergeht einige Zeit. Da der Spieler insbesondere nach
und nach erst weitere Tricks beigebracht bekommt, kommen Tony-unerfahrene Spieler nicht umhin,
immer mal wieder das Game zu beenden, um die Steuerung anzupassen. Das größte Manko an der Portierung
ist jedoch, dass im Spiel durchweg immer nur die Tastaturbefehle eingeblendet werden. Gerade
Einsteiger und Gelegenheitsspieler werden dadurch sehr stark im Spielfluss gebremst und kommen
deutlich schwerer ins Game. Sehr ärgerlich, weil auch sehr viele Aufgaben entsprechende Einblendungen
der Tasten besitzen. Die eigentliche Hilfe geht im Spiel teilweise so weit, dass direkt in der
Spielwelt kleine Texte erscheinen, die angeben, welche Taste gedrückt werden muss. Nur hier
werden, wie schon gesagt, immer nur die Tastaturkommandos angegeben. Je weiter der Spieler dann
jedoch ins Spiel hineinkommt, desto leichter gehen die zahlreichen Tricks und Combos von der
Hand. Das bislang schon sehr umfangreiche Repertoire an Aktionsmöglichkeiten wurde erneut erweitert,
so dass nun u. a. neue Grindvarianten möglich sind oder der Charakter an Wänden hochlaufen kann.
Um hohe Punktzahlen zu erreichen gilt es wieder die Tricks zu möglichst langen Combos zu verbinden
und erfolgreich wieder auf dem Bord zu landen. Gamepad vorausgesetzt, geht dies auch fast durchgehend
recht eingängig von der Hand. Nicht so schön sind jedoch Kollisionen mit Objekten bei geringer
Geschwindigkeit. Gerade in etwas engeren Bereichen kracht der Spieler von einer Kollision mit
der Wand in die nächste. Etwas steinzeitlich wirken viele Zeitvorgaben. Eigentlich sollte der
Spieler in den meisten Fällen einfach so lange an der Aufgabe probieren können (Außer ein Zeitlimit
würde wirklich Sinn machen, wie eine festgelegte Punktzahl in X Minuten erreichen.). Dennoch
haben alle Aufgaben in American Wasteland ein Zeitlimit. Selbst wenn der Spieler einfach nur
einen einzelnen Trick machen soll, tickt im Hintergrund bzw. am oberen Bildschirmrand die Uhr.
Bei Aufgaben, in denen mehrere gestellte Tricks hintereinander ausgeführt werden sollen, gibt
es zwar immer wieder Zeit dazu, doch so ganz einsichtig ist dies trotzdem nicht. Scheitert der
Spieler beispielsweise bei der dritten Aufgabe des NPCs, weil die Zeit abgelaufen ist, so müssen
die beiden ersten - schon erledigten Aufgaben - auch neu gemeistert werden. Dies ist zwar kein
Beinbruch, weil sich die meisten Aufgaben recht schnell erledigen lassen und mit einem kleinen
Trick kann man sich auch behelfen, doch überflüssig erscheint das Zeitlimit dennoch in vielen
Fällen. Startet der Spieler dagegen die Aufgabe manuell neu, dann wird nur der letzte, noch
nicht geschaffte Teil der Aufgabe neu gestartet und gleichzeitig wieder das Zeitlimit auf den
Anfangswert zurückgesetzt. Dies funktioniert mit einer Ausnahme, auch im gesamten Spiel. Bei
dieser Aufgabe gilt es zuerst drei Sprünge zu absolvieren und danach muss eine Kombo vom Start
bis zum Ziel ohne Unterbrechung hingelegt werden. Da der Spieler jedoch extrem akkurat reagieren
muss, wenn der Charakter vom Sprung in einen Manual übergeht (um den Sprung zu verlängern und
den Kombo nicht zu verlieren), ist dies keine leichte Aufgabe. Scheitert der Spieler, dann ist
ein manuelles "Zurücksetzen" nicht mehr möglich. Somit stehen wieder die drei ersten, leichteren
Sprünge auf dem Programm (etwa drei Minuten dauert es, diese zu erledigen) und dann erst kann
der nächste Versuch beim langen Combo in Angriff genommen werden. Profis und Fans der Vorgänger
werden da nur drüber lachen können und es einfach erneut versuchen. Doch es soll ja auch Einsteiger
und Gelegenheitsspieler geben. Etwas vermisst wurde auch eine "Neustart"-Taste der aktuellen
Aufgabe. Auf dem Gamepad wäre auch noch eine Taste dafür frei gewesen und der PC hat ja nun
Tasten im Überfluss. Dennoch muss der Spieler in allen Versionen ins Menü gehen, um dort den
Neustart entsprechend zu bestätigen. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber dennoch umständlich,
weil es in Extremsituationen häufig gebraucht wird. Um komplexe Tricks und schwierige Situationen
besser meistern zu können, gibt es einen Zeitlupenmodus. Durch ausgeführte Tricks lädt sich
der entsprechende Balken auf und kann dann für begrenzte Zeit bei der genauen Koordinierung
der Spielfigur helfen.
Präsentation
Grafisch macht das Spiel überwiegend einen recht stimmigen Gesamteindruck, wenn gleich es
wirklich mal langsam Zeit für eine angemessene Next-Gen Optik wird. Insbesondere die neuen Verbindungstunnel
können die Entwicklung für die PS2 nicht verleugnen. Aber auch viele Texturen sind nicht sonderlich
hochauflösend und die Charaktere verfügen über wenig Polygone. Auch einige Hintergrundtexturen
werden extrem matschig und pixelig dargestellt. Die einzelnen Stadtteile sind abwechslungsreich
und stimmig, wobei der Spieler auch die höchsten Punkte erkunden und dort atemberaubende Stunts
einlegen kann, ohne an irgendwelche künstlichen Grenzen zu gelangen. Lediglich bei Stürzen ins
Wasser oder beim Sprung aus dem Skatepark wird der Spieler zurückgesetzt. Sehr ärgerlich sind
immer wieder auftauchende Ruckler in der PC Version. Insbesondere wenn der Spieler durch die
Verbindungstunnel fährt und im Hintergrund nachgeladen wird. Bis dann der neue Stadtteil vollständig
nachgeladen wurde, tauchten leider auch immer wieder weitere, kleine Ruckler auf. Die Deaktivierung
der hohen Schattenqualität brachte ein wenig, aber nicht sonderlich viel mehr Performance. Selbst
Nebel zu Verbesserung der Performance 10 Meter vor dem Charakter sorgte nicht für Abhilfe.
Auf der Xbox 360, die auch noch alle Daten von der DVD einliest, traten diese Ruckler dagegen
nicht auf. Die Akustik des Spiels kann da schon eher überzeugen. Die Musik ist stimmig und auch
die englischen Sprecher sind durchweg sehr gelungen. Die deutsche Version beinhaltet lediglich
Textübersetzungen und Untertitel.
Meinung
American Wasteland macht recht viel Spaß, wenn nicht gerade eine der etwas unausgewogenen
Aufgaben gemeistert werden soll. Aufgrund der zahlreichen Aufgaben, Secrets, dem Klassikmodus,
unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, einem Zweispieler- und Onlinemodus kann das Spiel einige
Zeit unterhalten. Da kann verschmerzt werden, dass ansonsten eher nur hier und da Feintuning
betrieben und "nur" ein weiteres Tony Hawk Spiel auf den Markt gebracht wurde. Insgesamt stören
eigentlich nur Kleinigkeiten, wie umständlicher Neustart, einige etwas zu schwere Aufgaben mittendrin,
überflüssige Zeitlimits und andere Mankos für Erbsenzähler den Spielspaß. Mit der Konsolenversion
von Tony Hawk's American Wasteland wird insgesamt ein spaßiges Spiel geboten, bei dem auch nicht
Tony Freaks einen schnellen Zugang finden. Die PC Version kommt allerdings deutlich ins Stolpern.
Nur Tastaturkommandos werden eingeblendet, Ruckler im Spiel und extrem lange Wartezeiten beim
Beenden dämpfen doch etwas die Freude über das Spiel und den günstigeren Preis im Gegensatz
zu den Konsolenfassungen. Gameplaytechnisch wird insgesamt zwar bekannte, aber sehr stimmige
Kost geboten.
Geschrieben am 27.06.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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