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Thief Deadly Shadows
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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 |   | | 2.5 |
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| Gesamt (203 votes) | | 1 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.9 |
 |   | | 2.4 |
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| Name: | Thief Deadly Shadows |
| Genre: | Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/06 |
| Publisher: | Eidos |
| Entwickler: | Ion Storm |
| Hardware: | 1.5Ghz, 256MB RAM, 64 MB D3D T&L, HD 3000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.1 |
| Bemerkung: | auch für Xbox |
| USK: | 12 |
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1998 wurde mit Dark Project/Der Meisterdieb aka Thief 1 von Warren Spector der erste Teil
einer Schleich-Action-Serie auf den Markt gebracht, die damals einzigartig war. In einer mittelalterlichen
Umgebung huschte man von Schatten zu Schatten und erleichterte die wohlhabenden Bürger um Geld
und Schmuckstücke. Doch trotz viele Auszeichnungen (u. a. Spiel des Jahres) war das Spiel
leider nicht der Verkaufsschlager, aber wer es gespielt hatte wusste, was für eine gute Wahl
er getroffen hat. Auch der Nachfolger Dark Project 2 - The Metal Age war spielerisch wunderbar,
wenn auch nicht viele Neuerungen eingebaut wurden.
Erst im Jahre 2003 wurden Stealth-Action-PC-Games massenmarkttauglich,
wenn auch die Metal Gear Solid Reihe schon auf Konsolen Erfolge feiern
konnte. Ende 2002/Anfang 2003 erschien dann Splinter
Cell. Das Grundprinzip erinnerte sehr an Thief, auch wenn man jetzt
als Spezialagent allerlei Undercovermissionen bewältigen musste,
war auch hier der Schatten der beste Freund des Spielers. Nachdem nun
Splinter Cell schon in die zweite Runde ging, erscheint endlich der von
vielen langersehnte dritte Teil der Thief-Reihe und versucht erneut, die
Gunst der Spieler zu erringen.
Thief 3 erscheint in Deutschland nur auf DVD und auch ein Windows 2000
oder XP als minmimales Betriebssystem mit verbauter 3rd Generation Grafikkarte
(ab GF 3/Ati 8500), legt die Meßlatte bei den Gelegenheitsspieler recht
hoch. In der etwas schmucklosen und einfachen DVD Hülle liegt dem Spiel
ein etwa 30 Seiten dickes, farbiges Handbuch bei. Darin werden alle wichtigen
Punkte wie Ausrüstung, Gegner und das Spielprinzip erklärt.
Bugwarnung: Leider muss an dieser Stelle eine Bugwarnung
ausgesprochen werden, worunter insbesondere Käufer der X-Box Fassung eventuell
zu leiden haben. Bei dem Bug handelt es sich zwar nur um eine Kleinigkeit
mit der man dennoch das Spiel beenden kann, doch je nach Spielweise wirkt
sich dieser unterschiedlich stark aus. Es geht um den Schwierigkeitsgrad.
Man kann zwar vor jeder Mission einen Schwierigkeitsgrad auswählen, allerdings
spätestens, wenn man einen gespeicherten Spielstand lädt oder zurückkehrt
in ein bereits besuchtes Gebiet, wird dieser teilweise zurückgesetzt.
Die Anzahl der Gegner und die für jeden Schwierigkeitsgrad unterschiedlichen
Ziele bleiben zwar erhalten, doch die Stärke der Gegner (Schaden den sie
austeilen, wie gut sie hören, etc.) wird immer auf "normal" zurückgesetzt.
Wer also auf "Leicht" oder einem der beiden höheren Schwierigkeitsgrade
spielt, bekommt einen zu starken bzw. zu leichten Schwierigkeitsgrad serviert.
Für den PC gibt es zwar schon eine Fan-Fix, wobei dieser jedoch im Hintergrund
läuft und den Schwierigkeitsgrad permanent wieder einstellt. Außerdem
ist damit zu rechnen, dass Ion Storm einen Patch veröffentlichen wird,
was bei der X-Box jedoch problematisch wird, da Thief 3 auch keine Xbox-Online
Funktion besitzt. Ein Patch wäre damit so einfach nicht möglich, lediglich
über Heft DVDs, etc. Konsolenspieler sollten gut überlegen, ob sie nicht
eine hoffentlich korrigierte Nachproduktion abwarten.
Update: Ein Patch für die PC Version wurde am 18.06.04
veröffentlicht und behebt das Problem (Link im Reviewkasten).
Garrett lebt
Garrett sollte kein Vorbild in der Berufswahl sein- er ist ein Dieb.
Kein kleiner einfacher Taschendieb, sondern er klaut bei den wohlhabenden
Leuten in einer mittelalterlich anmutenden Stadt alles, was nicht niet-
und nagelfest ist. Kein Schloss ist vor ihm sicher und bislang wurde er
noch nie von den Stadtwachen gefangen. Doch Garrett hat noch eine andere
Gabe, er gerät immer wieder bis zum Hals in Schwierigkeiten, was man als
Spieler schon in den ersten beiden Teilen erleben konnte. Die Handlung
des dritten Teils schließt direkt daran an, so dass es Kenner nicht wundert,
wieso er so ein glühendes, mechanisches Auge besitzt, welches er am Ende
des ersten Teils bekommen hat. Auch im neusten Abenteuer beginnt alles
so einfach. Garrett wird neugierig, was Lord Julian so sehr behütet und
beschließt, ihm im "Blue Heron Inn" etwas zu erleichtern. Doch sein Interesse
wurde weiter gereizt, als er von einem Opal hörte und das ist der Anfang
aller Probleme. Nachdem er von den Hütern zwei Aufträge bekommen hat,
kommt er in den Genuss die Prophezeiung zu hören, die sich alles andere
als gut anhört und zudem nicht sehr eindeutig ist.
Im neusten Teil der Thief Reihe ist die Story einer der Hauptbeweggründe
weiterzuspielen. Die Story ist unglaublich dicht, unvorhersehbar und baut
eine enorme Spannung auf. Wem kann man trauen, welche Interessen haben
die einzelnen Personen/ Gruppen und welches düstere Geheimnis verbirgt
sich in der Stadt. Immer wieder wird in Zwischensequenzen und vielen Dialogen
die Handlung vorangetrieben, bis zum dann jedoch etwas schwachen Showdown.
Nichts ist unmöglich - Garrett
Hier also steht Garrett nun nur noch wenige Schritte vom angesprochenem
Opal entfernt, doch es wird wohl noch etwas dauern, da einige Wachen und
Diener im Gebäude sind. Noch vor dem Eingangstor fällt einem die Wache
mit der Fackel in der Hand unangenehm auf, doch im Moment ist diese ja
in ein Gespräch mit einem Diener vertieft. Aber es gibt ja glücklicherweise
mehrere Wege ins Gebäude. Wer sich nicht in dieser ungünstigen Position
anschleichen und die beiden Wachleute beseitigen will, was unbemerkt und
lautlos, also nur durch einen KO-Schlag, kaum machbar ist, der kann sich
auch einen alternativen Weg suchen. Beispielsweise steht an der rechten
Gebäudeseite ein Fenster offen, was doch schon deutlich einfacher und
fachmännischer wäre. Wer außerdem in der letzten Mission aufgepasst hat,
weiß, dass man die Fackel mit einem Wasserpfeil ausmachen kann, was den
Diener dazu veranlasst, eine Seitentür zu öffnen. Damit wäre man
dann schon im Gebäude. Glücklicherweise wird hier auf Fackeln vertraut
und mittels Wasserpfeilen zum Ausschießen der Fackeln und recht viele
dunkle Ecken, findet man genügend Verstecke. Im ersten Raum findet man
auch schon gleich einige glitzernde lohende Wertgegenstände.die man auch
gleich mitgehen lässt. Auch ein Schreiben an Lord Ember deckt interessante
Neuigkeiten auf. Da die gesamte Belegschaft wohl nicht gerade sehr vertrauenswürdig
ist und der Hausherr Diebe fürchtet, wurde im Keller eine spezielle Schutzvorrichtung
eingebaut, damit keiner an den Opal kommt. Und so wird das Gebäude nach
weiteren Hinweisen abgesucht, die Wachleute einer nach dem anderen lautlos
mit dem Knüppel von hinten ausgeschaltet und in der nächsten dunklen Ecke
versteckt. Neben recht viel Diebesgut findet man schließlich auch eine
Info, dass im Zimmer des Hausherren eine Fackel als Schalter dient, um
im Keller die Sicherheitstür öffnen zu können. Nun also auf leisen
Sohlen und mit Hilfe der Karte zum Arbeits- und Wohnzimmer des Lords.
Hier findet man dann auch recht schnell die entsprechende Vorrichtung,
die sich drehen lässt. Auf dem Weg nach draußen wird auch noch der andere
Hausflügel ausgeräumt und alles Wertvolle in die geräumigen Taschen des
Diebes gesteckt. Sehr schön auch, dass die Wachleute teilweise schon im
Bett liegen und damit einfach und lautlos umgangen werden können. Endlich
erreicht der Held den Keller und hält den Opal in den Händen. Ein wunderbares
Stück, das wird gleich morgen beim nächsten Hehler verscheuert… Doch damit
fangen die Probleme an.
Dynamische Stadt
Nach seinem ersten Bruch geht es in Garrett's Wohnung in der Stadt weiter.
Hier bemerkt man dann auch gleich die erste große Neuerung im Spiel. Die
Missionen werden nicht einfach nur lose hintereinander gereiht, sondern
das Spiel wird als atmosphärisches Ganzes präsentiert. Nachdem Garrett
nun einiges geklaut hat, sollte man sich auf den Weg zum nächsten Hehler
machen, wo man die kleinen und großen Schätze in klingende Münze wechseln
kann. Mit dem Geld kann man dann in unterschiedlichen "Diebesläden" die
Ausrüstung erweitern. Wer also mehr sammelt und sparsamer mit der Ausrüstung
umgeht, der hat es in den nächsten Missionen leichter. In den "10 Tagen",
die man in der Stadt erlebt, ist diese jedoch nicht einfach nur eine statische
Umgebung, sondern verändert sich im Laufe der Zeit. Garrett macht sich
in den Missionen nicht nur neue Freunde und Feinde, sondern die Handlungen
des Spielers haben Einfluss darauf, wie vorsichtig man in der Stadt agieren
muss. Wer als Meuchelmörder umherzieht und alles und jeden tötet, der
darf sich nicht wundern, wenn bald an allen Wänden Fahndungsplakate prangen
und die Bürger mit einem Aufschrei "Da ist er" zu den nächsten Wachen
laufen, die dann auch verstärkt umherlaufen. Aber man kann sich auch auf
leisen Sohlen durch die Stadt schleichen - die Stadtwachen mögen generell
keine Diebe - und an so manchen Ständen etwas klauen oder den Leuten ihre
Goldsäcke vom Gürtel nehmen, ohne dass sie etwas bemerken. Genauso kann
man aber auch in etliche Häuser einsteigen oder im späteren Verlauf Leute
bedrohen, so dass sie Schmuckstücke an den Händen ablegen. Wichtig zu
wissen ist, dass nach jedem Tag die geklauten Objekte ersetzt werden.
Wer also weiß, dass hinter Stein X ein Moospfeil liegt, der findet am
nächsten Tag dort wieder einen. Natürlich bekommt man auch etwas vom Stadtleben
mit. Da gibt es allerlei Gespräche zu belauschen, wo sich zwei Leute beispielsweise
streiten, wie und wann sie in die Kirche der Hammeriten einbrechen. Wer
dann ganz genau aufpasst, kann ihnen dann beispielsweise eine Karte selbiger
stehlen, was eine spätere Mission erleichtert. Wer ansonsten möglichst
alles erkundet, kann auch die ein oder andere lukrative Nebenaufgabe finden.
Da kann man einem Goldschmied helfen, seinen Laden wieder zu öffnen, indem
man jemand anders beseitigt und danach steigt man bei dem Herrn ein und
steckt sich die Taschen voll. *g* Das Garrett beispielsweise bei seinem
Vermieter einsteigt und dort erfährt, dass dieser sein Geld in einem Kanaldeckel
deponiert und man sich selbiges danach gleich unter den Nagel reißt, ist
ein natürliches Tagesgeschäft, was jedoch bitte nur virtuell nachgemacht
werden sollte. ;)
Die Stadt erstreckt sich über etliche Karten, die nach und nach dazukommen.
So ist man anfangs nur auf ein kleines Gebiet beschränkt und am Ende stehen
dann die Altstadt, der Friedhof, die Garnison, die Docks, die Bibliothek
der Hüter und Auldale offen. Da man viel erkunden kann und sollte, und
die Aufträge nicht alle nebeneinander liegen, bekommt man sehr viele Ladebildschirm
zu sehen. Das wird noch ärgerlicher, wenn man gar nicht weiß, wo man hingehen
soll, da insbesondere die "Startpunkte" mitunter etwas schwammig formuliert
sind. Da soll man beispielsweise in den Glockenturm eindringen und in
den Erklärungen steht "Über ein Rohr eines Gebäudes auf dem Stonemarket-Plaza
eindringen". Da schaut man dann auch mal in die wenig hilfreiche und lediglich
zur groben Orientierung geeignete Karte. Wunderbar - Stonemarket ist in
zwei Abschnitte unterteilt und das Wort "Glockenturm" steht genau in der
Mitte. Dazu wird auf der "linken" Karte der Turm angezeigt und auf der
"rechten" der Eingang, der zu ist. Ein rotes Kreuz, etc. hätte da doch
schon etwas geholfen. Nach einer längeren Sucherei hat man dann einen
Turm mit Rohr gefunden und dort ist auch das "blaue Zeichen" für die Mission.
Doch wie kommt man da hoch? Über das Gebäude funktioniert es nicht, springen
geht auch nicht und nur per Zufall kommt man drauf.
Neu sind in Thief 3 Kletterhandschuhe, mit denen man fast alle Arten
von Steinmauern erklimmen kann. Allerdings findet man diese nur im Laden
in den Docks. Wer also nicht in diesen Laden gegangen ist oder die Handschuhe
nicht gesehen/ gekauft hat, der steht später ziemlich dumm da. Leider
sagt Garrett auch nichts, wenn man sich dem Turm nähert, in der Art, dass
er jetzt Kletterhandschuhe bräuchte. um zumindest etwas zu helfen.
Dafür bekommt man an anderen Stellen laufend eher unwichtige Infos gesagt.
Aber auch, wenn man später in die Bibliothek muss, die über den bekannten
Weg nicht zugänglich ist, steht man wie der Ochs vorm Berge. Dass
die magischen Durchgänge nicht funktionieren, weiß man durch die Story,
dass jedoch, recht gemein, etwa 10 Meter über dem magischen Eingang ein
Durchgang ist, darauf muss man auch erst mal kommen, genauso, wenn man
später das Geheimversteck von Bösewicht X suchen muss. Da sagt Garrett
nur in der Zwischensequenz "Ich habe da ne Idee", doch diese wird dem
Spieler erst mitgeteilt, wenn man einen ganz bestimmten Gegenstand aufgenommen
hat, in einem ganz bestimmten Gebiet. Unschön war im Spielverlauf eine
unsichtbare Wand, die einem darin hinderte, in der Kanalisation weiterzugehen.
Dort ging es in ein Gebäude, das jedoch erst gegen Ende einer bestimmten
Mission an der Reihe war. Insgesamt bleibt noch zu sagen, dass die Stadt
mit sehr viele Liebe zum Detail gestaltet wurde und dem Spiel ernorm viel
Atmosphäre verleiht.
10 + 9 Einsätze
In 33 Abschnitten warten eine ganze Reihe an Aufträgen auf den Spieler.
In der Stadt gibt es zwar immer neue Zwischenaufgaben zu erledigen, wie
"t Verkaufe das Beutestück", "Triff dich mit Personen",
etc. und den natürlichen Diebestagesgeschäft, doch vom Aussehen bleibt
alles gleich. Lediglich die Gegner werden stärker und die im weiteren
Verlauf hinzukommenden Parteien können sich mitunter nicht ganz leiden,
was man sich auch zu Nutze machen kann und diese gegeneinander ausspielen
kann, so dass man Ruhe hat. In den zehn sehr abwechslungsreichen Missionen
besichtigt der Spieler eine ganze Reihe beeindruckender Schauplätze. Mal
in einem adeligen Wohnhaus unterwegs, ein anderer Auftrag führt auf ein
Geisterschiff, auf dem Untote ihr Unwesen treiben, da soll ein Strandhaus
eines ehemaligen Kapitäns geplündert werden, unterirdische Höhlen wollen
erforscht werden, ein Glockenturm wird zum Einsturz gebracht, ein Kathedrale
der Hammeriten wird besucht und eine wahre Fundgrube für Diebe, ein Museum,
wird geplündert. Man sieht also selten ein Setting erneut und hat damit
zwar abwechslungsreichere Missionen als im Vorgänger, doch auf der anderen
Seite sind es stellenweise nicht mehr ganz so thieftypische Missionen.
Untote hatte man auch schon in den Vorgängern, doch dort waren es ansonsten
überwiegend sehr große Grundstücke oder ein nächtlicher Streifzug über
die Häuserdächer. Zwar hat Thief 3 das gleiche Manko wie DeusEx2
und die Level sind nicht so groß, wie man es gerne hätte oder aus dem
Vorgänger kennt. So ärgert über die Levelübergänge
während der Missionen in Form eines blauen Nebels, doch im Vergleich
zu DX 2 sind die Abschnitte erstaunlich groß geworden. Lediglich die Ladezeiten
stören, was zwischen den Abschnitten zu ertragen ist, aber ein Quickload
zieht sich ewig hin und man wird ihn stellenweise sehr häufig brauchen
(Dazu später mehr). Insgesamt hat man doch einige Zeit an einer Mission
zu knacken und kann daher auch mit einer Spielzeit von ca. 20 Stunden
rechnen, wobei es darauf ankommt, wie lange man sich "zwischen" den Missionen
in der Stadt aufhellt. Außerdem tritt in den Missionen das gleiche Problem,
wie schon in der Stadt auf. Manche Aufgaben sind sehr ausführlich und
andere sehr, sehr schwammig formuliert. Da soll man im Strandhaus ein
Objekt finden, durch Hinweise weiß man, dass man dazu einen Geheimraum
öffnen soll. Doch die Karte ist kaum als solche zu bezeichnen (Überdies
fehlt dort der ansonsten übliche Ladestrich) und in den Anweisungen steht
lediglich, dass man im Arbeitszimmer gegenüber der Bibliothek den Geheimschalter
drücken und dann in der Galerie durch die Geheimtür gehen soll , bevor
sich diese schließt. Problem 1 ist es, überhaupt das Arbeitszimmer zu
finden. Nachdem man dann praktisch zwei Abschnitte lang jeden Raum nach
einem Schalter abgesucht hat und den Geheimschalter in einem eher schlafzimmerähnlichen
Raum, welchen man aufgrund des fehlenden Zonenübergang auf der Karte nicht
ordentlich lokalisieren konnte, unter einem Tisch gefunden hat, beginnt
die Suche nach der Galerie, die eher wie eine kleine Bibliothek aussieht.
Warum so umständlich? Ein ähnliches Problem ergab sich noch in der wohl
atmosphärisch beeindruckendsten Mission des Spiels: Shalebridge-Wiege.
Einst war es ein Waisenhaus, später eine Irrenanstalt und dann brennt
das Gebäude eines Nachts aus. Aus nicht näher zu nennenden Gründen muss
sich Garrett dorthin begeben, wo der Spieler gut 1 bis 1,5 Stunden gruseligste
Atmosphäre erlebt, die jederzeit mit Silent Hill konkurrieren kann. Hier
ist alles dunkel, düster und verfallen. Dazu hört man Schreie, Stöhnen,
etc. und später trifft man auch noch auf einige Überbleibsel aus früherer
Tagen. Wieso das Spiel mit dieser Mission eine Freigabe ab 12 bekommen
hat, ist mir dann etwas unerklärlich, zumal es hier alles andere als zimperlich
zugeht. Da wurde ein Mädchen von einem Irren auf dem Boden brutal umgebracht
und Experimente mit Kindern verübt. Hier soll man eine ganze Reihe an
Gegenständen finden, wozu man fast auch immer gute Hinweise bekommt. Doch
als fast letzte Aufgabe soll man einen Fleck mit einer Liquidationsflüssigkeit
beseitigen, doch man hat keine Ahnung, wo man beim Durchstreifen des dunklen
und sehr verwinkelt aufgebauten Gebäudes dieses Fläschchen übersehen hat.
Die Missionsziele sind, wie schon geschrieben, sehr abwechslungsreich
und werden im Laufe der Mission ständig erweitert. Da lernt man beispielsweise,
dass es einen besonderen Schatz gibt und schon kommt ein neues Ziel dazu
oder andere ändern sich. Nicht jedes Ziel ist in Stein gemeißelt. Da gilt
es beispielsweise, ein Fundstück zum Hehler zu bringen, doch als man dort
endlich ankommt, findet man diesen ermordet vor und muss sich nun anderswo
in Sicherheit bringen, tappt jedoch in eine Falle, etc. Dadurch kommt
sehr viel Spannung in den Missionen auf. Etwas schade ist es jedoch, dass
sich die Ziele nicht mehr so sehr am Schwierigkeitsgrad orientieren. War
es beim Vorgänger so, dass man auf "Leicht" beispielsweise nur
X Gold und einen Dolch klauen sollte und im Expertenmodus zusätzlich weitere
Ziele, wie z. B. eine Nachricht zu finden, so hat sich das geändert. Der
Schwierigkeitsgrad in Deadly Shadows bestimmt neben der Anzahl und Stärke
(Schaden, Reaktion, etc.) lediglich die Anzahl der Goldwertgegenstände,
die Anzahl der "speziellen Objekte" (wie Statuen, etc.) und ob man Leute
umbringen darf oder nicht. Wer etwas die Augen offen hält, der sollte
keine Probleme haben gut 50 bis 80% der Schätze zu finden. Hier wird geklaut,
was nicht angenagelt ist. Von kleinen Münzen über Schmuckkästen und Kerzenständern
bis hin zu großen Bildern, stopft der Held alles in seine Monkey Island
großen Taschen.
Ausrüstung
Garrett hat ein doch recht umfangreiches Arsenal an Waffen und Geständen,
die ihm beim tödlichen Kampf im Beruf weiterhelfen. Die am meisten benutzte
Waffe ist zweifelsohne der Knüppel. Im Dunkeln lauert man den Wachen und
Posten auf, schlüpft hinter diese und schlägt zu. Die brutalere Art wäre
ein Stich mit dem Dolch in den Nacken hinein, womit man sich auch im Nahkampf
verteidigen kann. Dank seines mechanischen Auges kann Garrett auch wunderbar
auf die Zoomfunktion zurückgreifen und so die Gegend ungestört und mit
einer Art mittelalterlichen Nachtsichtgerätes erkunden. Aus den Vorgängern
bekannt und noch immer im Sortiment sind Blitzbomben, womit man Gegner
kurzzeitig blenden kann, Gasbomben für eine Vollnarkose und Tretminen,
die jeden Gegner umhauen. Der Heiltrank darf natürlich ebenso wenig fehlen,
wie die vielen Pfeile im Köcher. Neben den 0815 Breitkopfpfeilen, womit
man Gegner mit etwas Glück geschickt ausschalten kann, gibt es eine ganze
Reihe weiterer hilfreicher Pfeile. Der Wasserpfeil löscht Lichtquellen,
wie Fackeln, die man im Gegensatz zu Kerzenleuchtern nicht mit den Fingern
ausdrücken kann. Erstaunlicherweise kann man jedoch längst nicht alle
möglichen Lichtquellen ausschalten. Einige Kerzen sträuben sich mit Erfolg.
Mit dem Gaspfeil kann ein Gegner betäubt werden, die Feuerpfeile explodieren
nicht nur schön, sondern machen einen für den Gegner auch sehr schön sichtbar.
Mit dem Moospfeil kommt man auch auf lauten Unterböden, wie Metall, ganz
leise voran und mit dem Lärmpfeil kann man Gegner ablenken, was man jedoch
auch mit einem billigen Breikopfpfeil erledigen kann oder aber man wirft
mit einen der vielen Gegenstände. Weihwasser sollte auf Untote geschüttet
werden, damit diese nicht wieder aufstehen und mit einer Ölflasche kann
man schöne Pfütze erzeugen und mit dem Feuerpfeil anzünden. Neu sind die
Universalkletterhandschuhe, womit Garrett eine ganze Reihe an Mauern erklimmen
kann, was sehr viele (Flucht-)Wege eröffnet. Nicht mehr vorhanden sind
dafür die Seilpfeile und der Dietrich wird automatisch auf ein Schloss
angewendet, was man dann knacken muss. Es gilt dabei dann bis zu sechs
"Ringe" jeweils in die offene Stellung zu bringen, indem man den einen
Dietrich so auf der 360° Scheibe anordnet, dass der Ring wackelt und dann
aufspringt. Dies kann man über die Tastatur (WASD) oder mit der Maus machen.
Bis auf zwei Schlösser kann man alle bequem und schnell mit W, WA, A,
AS, etc. öffnen (8 möglichen Stellungen). Lediglich zwei Mal ist Feingefühl
angesagt. Bis auf die letzten Level ist der Schwierigkeitsgrad auch sehr
schön ansteigend, doch danach wird es doch recht hart, da man auch mit
den Waffen bzw. dem Knüppel stellenweise wenig erreichen kann.
Handhabung des Spiels
Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist leider nicht ganz durchgängig
gelungen. So hakt Garrett immer wieder an kleinen Hindernissen und läuft
praktisch auf der Stelle oder nur sehr langsam. Ähnlich leicht verfängt
man sich auch in einer Leiche (z. B. zwischen den Füßen). Springen kann
der Held mit "Space" und auch das ist nicht immer eine Wonne, ganz abgesehen
von der etwas unfreiwillig komisch aussehenden Bewegung. Da bleibt er
gerne mal an Kleinigkeiten hängen oder verfängt sich am Boden. Normalerweise
sollte man, wenn man vor einem Fenster steht und Springen gedrückt hält,
hochklettern. Klappt aber nicht bei allen. Da scheitert der Meisterdieb
beim Hochklettern an einem 30cm Vorsprung, schafft es aber, sich an einer
2 Meter hohen Kiste hochzuziehen, was anderswo wieder nicht geht. Da scheint
es an einigen Stellen vordefinierte Punkte zu geben, wo das Klettern funktioniert
und an allen anderen Stellen nicht. Auch "Leiter runter" ist
nicht immer einfach und ungefährlich. Will man Gegenstände aufnehmen oder
Schalter aktivieren/ Türen öffnen, dann muss man sich lediglich so hinstellen,
dass der Gegenstand im Sichtbereich durch einen Blauschimmer markiert
wird. Bei Gegenständen ist dies nur eine kleine, stellenweise leicht zu
übersehenden Umrandung. Türen leuchten jedoch in einem knalligen Hellblau
auf, was sehr unpassend wirkt. Ärgerlicher wird es da bei kleinen Gegenständen.
Zum einen sind diese mitunter sehr schlecht anzuvisieren, wie beispielsweise
Schalter bei Aufzügen oder beim Goldsäcken Aufheben oder Abnehmen. Egal
wie man sich wendet, der Gegenstand wird nicht erfasst. Ärgerlich dann,
wenn man statt des Goldbestecks nur die Holzvariante erwischt und man
den Gegenstand wieder ablegen muss, wofür Garrett jedoch "mehr Platz"
braucht. Steht man also vor einem Tisch, hat den Teller aufgenommen, dann
kann man diesen nicht ablegen ohne sich zu bewegen. Genau das gleiche
Problem, wenn man Gegner in dunkle Ecken packen will, hier muss man einen
guten Abstand zur Wand haben. Außerdem sind die wertvollen Gegenstände
mitunter sehr schlecht zu erkennen. Zwar blinken und glitzern sie etwas,
aber längst nicht so sehr, dass man zwei Gegenstände, die nebeneinander,
gut unterscheiden kann. Ganz neu in Deadly Shadows ist nun die Möglichkeit
optional in die 3rd Person Ansicht zu wechseln. Ein Wechsel zwischen den
Ansichten ist jederzeit möglich. In der Außenansicht hat man jedoch
eine deutlich bessere Übersicht und kann den Charakter viel einfacher
durch den Level steuern, hinter Kisten langkriechen und sich an Gegner
heranschleichen. Außerdem hat man dadurch ein deutlich größeres Sichtfeld.
Das HUD ist wie gewohnt sehr gut und zeigt nur die wichtigsten Infos,
wie linke und rechte Hand, den Lichtkristall und natürlich ein Kompass,
der jedoch wenig hilfreich ist. Je nach Helligkeit des Kristalls ist man
für die Gegner ein leuchtender Tannenbaum oder der unsichtbare Meisterdieb.
Leider merkt man Thief auch wieder die Konsolengemeinschaft an, was sich
insbesondere in der viel zu großen Schriftart bemerkbar macht. Wenn man
zum Ansehen der aktuell wichtigsten und unerledigten Ziele eine ganze
"Ecke" nach unten Scrollen muss (man kann die erledigten leider
nicht ausblenden), dann kommt man irgendwann darüber hinweg, genauso,
dass alte Infos und Hinweise stellenweise längst hätten entfernt werden
können und einem nur die Übersicht nehmen. Doch das die Untertitel fast
in der Mitte des Schirms mit Schriftgröße 20 oder mehr zu sehen sind,
ist weniger lustig. Wer jedoch dem Englischen nicht so mächtig ist, der
wird ohne Untertitel nicht klar kommen. Genauso wie schon DeusEx2 gibt
sich Thief 3 optionsarm. Es sind nur wenige Sound und Grafikoptionen vorhanden
und erschweren die Anpassung auf das jeweilige Rechnersystem.
Gegner & andere Gefahren
Was wäre das Leben eines Diebes ohne Feinde? Langweilig. Der ärgste Feind
ist das Licht, weshalb man immer schauen sollte, wie gut man im Schatten
verborgen ist und störende Lichtquellen sollten bei Bedarf beseitigt werden,
sei es mit einem Wasserpfeil oder per Schalter den Strom abdrehen. Die
Gegnerpalette ist sehr umfangreich und umfasst alle möglichen Kreaturen
von Menschen bis mystischen Gestalten. Nicht nur die Stadtwache hat etwas
gegen Garrett, sondern auch allerlei andere Wachleute mit Schwertern oder
Bögen, Untote, Tiermenschen, Hammeritenkrieger und Magier, Heidenanhänger,
Halsabschneider und Vollstrecker. Die Wachen tragen nicht nur Waffen,
sondern mitunter auch Fackeln, was sehr ungünstig für das beste Versteck
ist. Doch egal wie stark ein Gegner ist oder wie gut er bewaffnet ist,
die Gegner haben alle eine Schwäche: KI Gerade bei einem Spiel wie Thief
wäre eine perfekte KI etwas sehr Schönes, doch leider gibt es eine
ganze Reihe an Schönheitsfehler. Je nach Schwierigkeitsgrad entdecken
die Feinde denSpieler unterschiedlich schnell und heften sich mehr oder
weniger erfolgreich an seine Fersen. Wenn der Gegner nicht gerade an einer
Kiste, etc. hängen bleibt - und ein in den Weg gestelltes Fass ist schon
ein gutes Hindernis- dann muss man nur kurzzeitig aus deinem Blickfeld
verschwinden und hinter eine Kiste in Nebenraum hocken und die Wache gibt
schon auf, auch wenn es eine Sackgasse ist. Genauso reicht es, an der
Wand hochzuklettern und schon resigniert die Wache bald darauf. So bemerken
sie es lediglich an einigen Stellen, dass ein anderer Posten nicht mehr
da ist oder Gegenstände gestohlen wurden. Zwar flüchten die Bürger vor
Dieben und Kämpfen, doch schmale Durchgänge sorgen immer wieder für Staus.
Auf der anderen Seite sind die Kerle jedoch auch wahre Blitzmerker und
bemerken den kleinsten bzw. keinen Mucks. Da kann man sich noch so leise
an den Gegner anschleichen, steht man auch nur ein kleines bisschen schräg,
schon wird man bemerkt oder aber der Knüppel schaltet den Gegner nicht
aus. Daher kommt sehr viel "Glück" mit ins Niederknüppeln. Eine fast 100%
Chance hat man, wenn Garrett den Knüppel hebt, doch im Dunkeln kann man
dies mitunter kaum sehen und außerdem sind die Wachen zum Teil in Bewegung
und da ist das Timing schwierig. Laut Anleitung soll auch ein Pfeilschuss
in den Kopf oder den Bauch tödlich sein, doch auch hier überleben viele
Gegner den Treffer. Was sehr gut bei den Gegner funktioniert ist Weglaufen
- eine gute Alternative, wenn man entdeckt wurde. Dies kann man auch in
der Stadt machen bzw. sind später so viele Gegner dort, dass man
zwangsläufig mal gesehen wird und eine Wache die Verfolgung aufnimmt.
Allerdings wird der alte Abschnitt und die Gegner gespeichert. Kommt man
also 1 Stunde später wieder zurück und es ist noch der gleiche Tag, dann
ist der Gegner immer hinter uns her. Manchmal laufen die Gegner wegen
Kleinigkeiten wie aufgescheuchte Hühner umher und kommen gar nicht wieder
aus ihrem Dauerlauf zur Ruhe. An einer Stelle wurde ein Soldat von zwei
Vollstreckern angegriffen, metzelte beide nieder und sagte dann "Was ist
hier passiert? Wer hat dieses Massaker veranstaltet?". An einigen Stellen
hat die KI jedoch auch deutlich bessere Moment. Die NPCs flüchten zur
nächsten Wache bzw. melden verdächtige Aktivitäten. Außerdem kommen stellenweise
sogar recht genau Positionsangaben, da ruft dann schon eine Wache mal
„Da unten an der Treppe ist er“. Genauso passend grüßen die Leute in Stadt
die Wachen oder führen ein zumindest in sehr eingeschränkten Maßen ein
virtuelles Leben in der Stadt. Jedoch gibt es zwei Bereiche im Abschnitt,
wo sie sich alle "verstecken" und immer zu diesen beiden Bereichen laufen,
was alles recht vorhersehbar macht.
Grafik & Hardwareanforderungen
Obwohl Thief 3 auf der gleichen Engine (Unreal Warfare) inklusive Verbesserungen
von Ion Storm beruht, so macht Deadly Shadows den weitaus besseren Endruck.
Die Welt wirkt sehr überzeugend und es gibt etwas mehr Frischluftbereiche,
wenn auch komplette Level über den Dächern einer Stadt - wie im Vorgänger
- nicht mehr vorhanden sind. Es wurde viel Details in die Levels gepackt.
Da sieht fast jeder Raum anders aus und dank der Dunkelheit fallen weniger
stark dekorierte Ecken nicht auf. Die Texturen sind zwar nicht so hochauflösend
und haben leider in der Nahansicht etwas wenig Details, doch tolle Bumpmappingeffekte
machen es aus etwas größerer Entfernung sehenswert. Dazu kommt schon die
aus DeusEx 2 bekannten Licht und Schattenspielchen, welche hier noch besser
passen und der düsteren Atmosphäre des Spiels sehr zu Gute kommen. Ebenfalls
vorhanden ist eine Physikengine, zumindest in Teilen. Die Gegner haben
ein recht grobes Knochen- und Kollisionssystem, welches zu aberwitzigen
Verrenkungen führt (z. B. mit dem Kopf an der Barkante angelehnt). Von
den anderen Objekten reagieren nur einige wenige überhaupt und dann meist
sehr eingeschränkt. Kisten lassen sieht nicht einfach wegkicken wie bei
DeusEx 2, dafür reagieren jedoch insgesamt kaum welche. Auch viele andere
Objekte sind starr und die am Seil hängende Puppe bewegt sich fast überhaupt
nicht. Doch der Haken an der Sache ist die Hardwareanforderung. Gut 2,
besser 3 GHz sollte der Rechner schon haben und wenn dann nicht noch eine
HighEnd Grafikkarte im Rechner steckt, dann hat man auch mit geringer
Auflösung, schlechten Lichteffekten und möglichst allen Optionen ausgeschaltet
nur seine 19 bis 32 fps. Es traten auf dem Testrechner viele Ruckler auf
und dabei läuft ein FarCry
mit recht hohen Details darauf wunderbar.
Sound & Musik
Die Stimmung hört bei Thief Deadly Shadows nicht bei der Grafik auf,
dazu kommt noch eine 1A akustische Untermalung. Die Soundtracks sind passend
und dezent im Hintergrund gehalten, wenngleich die vielen Hintergrundgeräusche,
wie Gespräche zwischen Personen, Schritte, etc. für eine lebendige Umwelt
sorgen. Wer einmal die "Wiegen-Mission" mit entsprechendem Soundequipment
gespielt hat, der weiß, was hier alles an Details drinsteckt. Auch die
Sprachausgabe - in der deutschen Version komplett englisch - ist hervorragend
gelungen. Sicherlich wäre es für viele schön gewesen, eine ähnlich umfangreiche
Übersetzung zu bekommen, wie bei DeusEx 2, statt sich hier mit Untertiteln
zu begnügen. Doch so toll sind selbst die Untertitel nicht geworden und
da ist man mit der englischen Sprachausgabe wunderbar bedient. Leider
hinken die Untertitel oft unschön dem Gespräch hinterher.
Meinung
Ich hatte meine Befürchtungen nach DeusEX
2, dass Thief 3 ähnlich enden wird. Doch zum Glück konnte einen schon
die Demo eines Besseren belehren. Thief 3 ist zwar nichts sonderlich Neues,
sondern beschränkt sich auf überwiegend bekannte Dinge. Doch was verändert
wurde, ist gelungen. Die Grafik ist keine Referenz und die Hardwareausnutzung
hätte besser sein können, doch insgesamt ein mehr als stimmiges Szenario.
Da macht sich besonders die Stadt sehr positiv bemerkbar und alles wirkt
wie aus einem Guss. Hier ist schon ein klein wenig interaktives Leben
und dank der tollen und abwechslungsreichen Missionen, die in eine überraschende
und fesselnde Story eingebunden sind, erlebt man gut 20 Stunden schönster
Diebesunterhaltung. Wenig schön sind da KI Aussetzer, der Bug im Schwierigkeitsgrad,
die schwammige Steuerung und die mitunter etwas unpräzisen Anweisungen.
Mit aussagekräftigeren Karten würden die Missionen noch mehr Spaß machen
und mit einem schnelleren Quickload würde man nicht so lange aus dem Spielgeschehen
gerissen. Hat man nämlich einmal angefangen, so will man einfach wissen,
wie es weitergeht. Dank super Sprachausgabe und der sehr hilfreichen 3rd
Person Ansicht macht das Schleichen viel Spaß. Man geht richtig in dieser
Welt auf und daher ist die Endwertung trotz einer Reihe an Schwächen dank
Spielspaß, den Möglichkeiten im Spiel und der überzeugenden Atmosphäre
durchaus gerechtfertigt. Thief 3 ist sowohl für Einsteiger, als auch Kenner
der Serie ein wunderbarer Nachfolger und mit der Demo kann sich jeder
selbst von der Qualität überzeugen.
Geschrieben am 14.06.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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