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Tomb Raider 2
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| Gesamt (25 votes) | | 2+ |
 |   | | 1.6 |
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| Name: | Tomb Raider 2 |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 1997/11 |
| Publisher: | Eidos |
| Entwickler: | Core Design |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | Mapsite |
| Links: | LaraWeb.de |
| Hardware: | 133Mhz, 16MB RAM, keine 3D-Karte nötig, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, NT/2000/XP, DX5 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | nein |
| Addon: | ja |
| Serie: | ja |
| Bemerkung: | auch für Playstation |
| USK: | 16 |
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Nach dem großen Erfolg von Tomb Raider
war es nicht verwunderlich, dass Core Design einen Nachfolger lieferte. 1997 wurden die Fans
damit beglückt. Diesmal nicht mehr unter DOS, sondern in schönster 3D Grafik über DirectX unter
Windows 95. Was das Spiel ansonsten an Features und Inhalt bot, soll der folgende Text klären.
Tomb Raider vollzog einen Wandel, der nicht allen gefiel…
Während der zweite Teil der Reihe offiziell den Untertitel "The Dagger of Xian" bekam, wurde
dieser in Deutschland sinnfrei in "Staring Lara Croft" umgewandelt. Wie schon bei Tomb Raider
1, so wurde der Nachfolger im Nachhinein in einer Gold-Edition mit einigen Bonusmaps ausgestattet.
Insgesamt fünf Maps werden geboten, die es allerdings auch zum kostenlosen Download gibt. Installation
und Spielstart verläuft auch unter WinXP ohne große Probleme.
Der Dolch von Xian
Wieder einmal ist Miss Croft hinter einem magischen Artefakt her. Genauer gesagt sucht nicht
nur Lara, sondern auch eine weitere Partei nach dem Dolch von Xian. Dieser Dolch verleiht demjenigen,
der sich diesen in die Brust rammt, die Macht des Drachen. Wie groß die Macht ist und wie schnell
sie auch wieder schwinden kann, wird im Renderintro gezeigt. Anfangs ahnt Lara jedoch noch recht
wenig über die auf sie zukommenden Probleme, als das Abenteuer auf der Chinesischen Mauer beginnt…
Die Abenteuer des zweiten Teils werden im Gegensatz zum Vorgänger mit etwas mehr Zwischensequenzen
präsentiert und bis zum Ziel gilt es eine ganze Reihe an Gefahren in bekannter Jump & Run und
Action-Manier zu bewältigen. Das Abenteuer führt dabei um den kompletten Globus, vom Tibetanischen
Hochland bis hin zu einem Schiffswrack auf dem Meeresboden, wird einiges geboten.
Auf der Mauer…
… beginnt das Abenteuer. Hier zeigt Miss Croft schnell, dass sie in der kurzen Pause zum
Vorgänger nichts verlernt hat. Kaum die Rampe runtergerutscht, da taucht auch schon der
erste Gegner in Form eines Tigers auf. Scheinbar hat die Natur noch immer nicht begriffen, wer
hier das sagen hat. Schnell sind die beiden Pistolen aus dem Halfter und in Richtung Gegner
gezogen. Dieser gibt entsprechend bald Ruhe. Während durch ein Loch in der Höhlendecke ein Hubschrauber
zu sehen ist, zeigt sich gleichzeitig der einzige Ausgang aus dem dunklen Loch. Zeit, die Kletterkünste
wieder ein wenig aufzuwärmen. Es geht durch das Wasser, an den Steinblöcken hoch und dann mit
einigen Sprüngen und Saltos weiter nach oben in Richtung frische Luft. Mit einem gewagten Sprung
geht es auf die andere Seite, Lara ergreift gerade noch rechtzeitig die Kante und zieht sich
nach oben und ist nun auf der großen Mauer. Weitere Lockerungsübungen folgen und nach einem
Sprung ins kühle Nass geht es mit dem dort gefundenen Schlüssel "tiefer" in die alte Mauer hinein.
Lara zieht Steinquader aus dem Weg und beseitigt schwächere Gegner wie Ratten und Adler. Doch
schließlich passiert es. Lara hat das alte Fallensystem der Mauer ausgelöst und hinter ihr kommt
von hinten ein riesiger Stein heran gerollt. Jetzt heißt es aber schnell hier weg. Über die
Rampe rutscht die Heldin nach unten, überspringt dabei gekonnt die Stachelfallen und landet
in einem kleinen Raum. Es bleibt gerade noch etwas Zeit, die auf dem Boden befindliche Statue
zu schnappen und über das Loch an der Seite zu verschwinden, bevor die beiden Wände sie zerquetschen.
Doch die Gefahr ist noch nicht vorbei. Vor ihr bricht der Gang zusammen und außerdem kommen
Stacheln aus der Seitenwand, die sich auch noch in ihre Richtung bewegen. Also wieder schnell
die Beine in die Hand genommen und möglichst lebend versuchen diesen Platz zu verlassen…
18 umfangreiche Level
Wieder einmal kämpft und klettert der Spieler durch eine große Anzahl weitläufiger Level.
In insgesamt 18 Abschnitten gibt es höchst unterschiedliche Schauplätze. Neben einem Abstecher
nach Tibet, einem Kloster und einem Eispalast wird eine Bohrinsel unsicher gemacht und ein längerer
Tauchgang zum Wrack der Maria Doria unternommen. Das Schiff liegt tief auf dem Meeresgrund,
stellenweise aufgerissen und auf dem Kopf, so dass sich Möbel an der Decke befinden, Türen somit
eine Stolperstufe haben oder Lampen "kopf" stehen. Aber auch Venedig steht auf dem
Programm, Markisen müssen erklimmt, Gebäude gesprengt und Turnübungen in der Oper veranstaltet
werden. Selbst surreale Landschaften, wie schwebende Inseln, werden nicht ausgelassen und ein
großer Tempel ebenfalls erkundet werden. Gerade auch in Sachen Spiellänge hat Tomb Raider 2
merklich zugelegt. Für die Levelerkundung inklusive Ladezeit vergeht schon recht viel Zeit
und gut 30 Stunden sollten schon für den ersten Versuch eingeplant werden. An der simplen Aufzählung
der Schauplätze ist jedoch auch schon ersichtlich, in welche Richtung das Spiel geht. Vorbei
ist die Zeit, in der überwiegend Höhlen und Tempel besucht wurden. In Tomb Raider 2 kommen eine
ganze Reihe natürliche Schauplätze ins Spiel. Während Venedig noch mit den ganzen Wasserstraßen
und Gebäuden zu gefallen weiß, bietet das auf dem Meeresboden verrostende Schiff spannende Tauchgängen,
leider gibt es auch weniger schöne Passagen. So präsentiert sich die Bohrinsel recht eintönig
und aufgrund der Blockstrukturen sind die Baumöglichkeiten etwas dünn ausgefallen. Auch haben
solche Level selten die Ausmaße und beeindruckende Größe des Vorgängers, bei dem erst nach einer
anspruchsvollen Kletterpassage hoch oben auf einem schmalen Vorsprung das volle Ausmaß so mancher
Halle zu erkennen war. Gerade der Bohrinsel fehlen diese "Wow"-Momente. Kletterte der Spieler
in Tomb Raider an Felswänden hoch und vollführte eindrucksvolle Sprungeinlagen, fällt dies im
moderneren Setting nicht so spektakulär aus. Einhergehend damit ist das größere Manko des Spiels
die Glaubwürdigkeit des Gameplay. Während es in irgendwelchen Höhlen und alten Gräbern logisch
erscheint, viele Orte nur durch Kletterpassagen und kleinste Tunnel erreichen zu können,
lässt sich das auf Teil 2 nicht so ganz übertragen. In einem Haus über einen eingestürzten Balkon
nach oben, an einer Leiterwand entlang und schließlich über die Markise weiter zum nächsten
Gebäude, um dann per Rückwärtssalto nach hinten zu springen, um in einer Luke zu landen, ist
nicht besonders glaubwürdig. Auch Kletterpassagen an Kronleuchtern, die sich in der Höhe
verstellen lassen, um dann letztendlich dort einen Schlüssel zu finden? Kein Arbeiter wird,
nur um an eine Schlüsselkarte zu kommen, erst fünf Blöcke verschieben, eine Tauchpassage absolvieren
und dort zwei Schalter umlegen, um dann schließlich den Strom für eine Kreissäge abstellen zu
können. Sicherlich hatte der Vorgänger auch konstruierte Passagen, Schlüsselpositionen und Wege.
Doch wenn ein modernes Setting gewählt wird, dann wirken solche konstruierten Passagen
wenig glaubhaft. Es macht zwar Spaß an Dächern entlang zu hangeln und sich bis zur Hausdecke
vorzuarbeiten, doch in Folge des noch immer gleich gebliebenen Leveldesign wundert sich der
Spieler doch öfters, wie es nun weitergehen soll. Einfach, weil man auf einige Sachen gar nicht
kommt. Der Spieler bekommt zwar die Denkweise nach und nach heraus, so dass man vermutet, wo
es weitergehen könnte, allerdings bleibt es dabei, dass schlicht und ergreifend einfach der
Levelausgang gesucht werden muss. Wo er ist und wie er erreicht werden kann, muss der Spieler
selber herausfinden. Insgesamt klingt dies nicht sonderlich berauschend für einen Nachfolger.
Doch so schlimm war es zum Release des Spiels nicht, denn es gab deutlich weniger Konkurrenz
in Form ähnlicher Spiele und man hatte einfach Lust, neue Abenteuer mit Miss Croft zu bestreiten.
Insgesamt wurden dennoch - trotz der genannten Schwächen - sehr anspruchsvolle Level und Kletterpassagen
geboten. Es mangelte nicht an Abwechslung und nutzbare Fahrzeuge lockerten das Gameplay gekonnt
auf. Die weniger gelungenen Abschnitte, wie die Bohrinsel, machten außerdem nur einen geringen
Teil des Spiels aus. Waren die Secrets im Vorgänger noch einfach Munition oder Medipacks, die
irgendwo versteckt herumlagen, so hat sich das in Tomb Raider 2 etwas gewandelt. In jedem Level
sind drei kleine Drachenstatuen versteckt. Findet der Spieler alle Statuen in einem Level, erhält
er eine durchaus sinnvolle Belohnung in Form von Munition. Allerdings sollte der Spieler gut
aufpassen und alles gründlich absuchen. Einige Statuen können übersehen werden und sind
in späteren Levelabschnitten nachträglich nicht mehr zu erreichen.
Die fünf Bonuslevel sind sehr durchwachsen und legen dem Schwerpunkt deutlich auf Action.
Bis zu etwa 150 Gegner müssen in einem Level besiegt werden, für den Mammutlevel "Das Königreich"
sind daher durchaus etliche Stunden Spielzeit nötig. Zudem haben Level wie z. B. "Hochofen
der Götter" extrem schlechte Texturen. Es wird Lava gebraucht? Einfach eine gelbe Textur an
die Wand oder den Boden geklatscht und fertig ist der Raum. Hier meint man stellenweise erste
Gehversuche mit dem Editor vor sich zu finden. Als kostenloser Download jedoch auf jeden Fall
einen Blick wert, weil auch einige schöne Passagen in anderen Bonusleveln enthalten sind.
Mehr Waffen, mehr Gegner, mehr Möglichkeiten
An der grundlegenden Steuerung hat sich auch in Tomb Raider 2 nicht viel geändert. Etwas
geschmeidiger lässt sich die Helden durch die Level dirigieren, Sprünge vollführen und gleichzeitig
die Feinde aufs Korn nehmen und beseitigen. Ein Dauerlock auf den Feind macht es möglich. Neben
bekannten Waffen wie Pistolen mit unendlich viel Munition, gibt es auch wieder Magnum, Shotgun
und Co mit limitierter Munition, die in den Leveln versteckt sind. Dazu gibt es auch neue Waffen
wie eine M16 oder Harpune für Unterwasserkämpfe gegen Froschmänner. Außerdem kann Lara in dunklen
Ecken oder unter Wasser Magnesiumfackeln entzünden und so den wichtigen Schalter oder das gut
versteckte Secret finden. Auch Fahrzeuge wie Schneemobil oder Motorboot können vom Spieler benutzt
werden. Entsprechend sind auch damit einhergehende Aufgaben vorhanden, so dass der Weg fürs
Gefährt frei geräumt und passierbar gemacht werden muss. Tierische Gegner in Form von Löwen
und Yetis gibt es zwar noch immer, doch zusätzlich bevölkern viele menschliche Soldaten, Schläger
und Wachposten die Level. Ausgerüstet mit Pistolen, Uzis und Co machen sie Lara das Leben schwerer
und zwingen zur Suche von Medipacks. Allerdings ist die KI dabei nicht die beste. Feinde sind
auf direkte Konfrontation aus. Entweder sie nehmen Lara mit Schusswaffen aus der Ferne aufs
Korn oder verfolgen sie gnadenlos. Ausweichen, Deckung, gemeinsames Vorgehen oder taktische
Manöver sind Fremdworte. Allerdings haben Feinde ein 100% Lock und treffen immer. Wer sich geschickt
anstellt, der kann jedoch beispielsweise auch in Tibet die Mönche auf seine Seite bekommen,
so dass die Herren sich um die anderen Feinde kümmern. Unter Wasser sollte sich Lara vor Froschmännern
und allerlei Fischen in Acht nehmen.
Neben der Tastatur wurde auch ein Gamepad als Steuergerät unterstützt. Allerdings reagierten
die drei getesteten Pads nur auf Laras Bewegungen, andere Aktionen wie Springen, Feuern, etc.
wollte mit keinem Button gelingen.
Präsentationssprung
War der erste Teil der Reihe noch ausschließlich auf DOS ausgelegt, bietet der Nachfolger
jetzt alle Möglichkeiten der DirectX Unterstützung. Höchste Auflösungen und alle 3D Beschleuniger
werden angesprochen. Das Ergebnis kann sich sogar noch heute gut sehen lassen. Am Auffälligsten
sind die starken Blockstrukturen, aus denen die Level aufgebaut sind. Selbst auf dem Wasser
sind die Kanten der Wasserkacheln zu sehen. Während Feinde merkwürdig an Stufen liegen bleiben
sind Laras Animationen noch immer eine Augenweide. Gerade wenn das Spiel in hoher Auflösung
und FSAA gespielt wird, hat es wenig von seinem Charme verloren. Auch sollte es inzwischen auf
jeden Rechner flüssig laufen. Tomb Raider typisch gibt es Sprachausgabe wieder nur ausschließlich
in den Zwischensequenzen und ansonsten die drei bekannten Töne "ah", "no" und "*zensiert*".
Mehr Spaß nach dem Einzelspielermodus - Generelle Infos für alle Tomb Raider Teile bezüglich
des Editors
Mit Tomb Raider 5: Die Chronik bekamen viele Tomb Raider Fans endlich das, was sie sich schon
lange gewünscht hatten: einen Editor, den es auch einzeln zum Download
gibt. Damit war es nun möglich, selber eigene Level für Tomb Raider zu erstellen. Allerdings
erforderte dies doch einiges an Einarbeitungszeit und das Lesen vieler Tutorials. Eine sehr
gute Anlaufstelle, wenn man sich damit näher beschäftigen will oder auf der Suche nach Leveln
ist, ist "Laras Levelbase".
Wichtig ist es, wenn man Custom-Level spielen will, sich die entsprechenden Infos durchzulesen.
Es gibt da doch einige wissenswerte Aspekte. Zur einfacheren Handhabung sollte auch der "Tomb
Raider Level Manager" installiert werden. Auf der Seite selbst findet der geneigte Spieler
knapp 1500 Level, die sich auch nach Bewertungen sortieren lassen. Wie bei allen Mapdatenbanken
gibt es auch hier einige schwächere Exemplare, doch wer etwas genauer hinschaut und die Such-
& Sortierfunktion benutzt, findet echte Perlen im Fan-Sortiment. Auch ganze Episoden, bestehend
aus fünf oder mehr Maps, stehen zum kostenlosen Download bereit. Schade nur, dass der Editor
erst veröffentlicht wurde, als das Interesse der Spieler schon deutlich nachgelassen hat.
Meinung
Im Text dominieren die "negativen" Punkte des Leveldesign, davon sind jedoch nicht alle Level
betroffen und der "schlimmste" Schauplatz, die Bohrinsel, nimmt nur einen Teil des Spiels ein.
1997 war das kein Thema. Da gab es neues Futter und keine Alternativen in diesem Genre. Außerdem
gab es über Windows nun sehr ansehnliche 3D Grafik "out of the box". Es macht auch heute noch
Spaß, durch die abwechslungsreichen Level zu turnen und das umfangreiche Abenteuer zu genießen.
Mal über das Dach der Oper, dann unter Wasser vorbei an Riesenfischen und ein Abstecher nach
Tibet. Da kommt wenig Langeweile auf. Die menschlichen Gegner mögen zwar zu zahlreich sein,
doch insgesamt bietet das Spiel eine Masse an Kletterpassagen, die die Schwächen schnell vergessen
lassen und auch heute noch sehr zu motivieren wissen, außer man braucht mindestens 80.000 Polygone
pro Frame.
Geschrieben am 02.06.2006, Testkonfiguration: AMD64-3500+, 1GB, GeForce 6800GT, SB Audigy2ZS
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