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Tribes 2
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
 |   | | 2.5 |
 |   | | 2 |
 |   | | 0.5 |
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| Gesamt (14 votes) | | 1 |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 1.8 |
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| Name: | Tribes 2 |
| Genre: | 3D-Online-Action |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2001/04 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Dynamix |
| Links: | Tribalwar |
| Hardware: | 400Mhz, 64MB RAM, 8MB Open-GL, HD 250 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| FFeedback: | ja |
| Sprache: | Deutsch/Englisch |
| zensiert: | nein |
| Serie: | ja |
| Patch: | 25034 |
| USK: | 16 |
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| Tribes 2 (review von ronin) |
- Team Combat on an Epic Scale -
Ob dieser wohlklingende Untertitel hält was er verspricht, vor allem
bei dem eher mäßigen Erfolg des Vorgängers in Deutschland?
Diese Frage soll im folgenden beantwortet werden.
Starsiege Tribes, der Vorgänger, scheiterte hauptsächlich an der mangelnden
Publikmachung und den hohen Onlinegebühren in Deutschland. Eine kleine
aber feine Community hat es nichts desto trotz in den hiesigen Landen
gegeben und ich kann mich voller Stolz dazuzählen :).
Die eigentliche Story ist ziemlich unspektakulär und eine thematische
Fortsetzung aus Teil eins. Verschiedene Erdfraktionen, sogenannte Tribes,
haben sich im 40. Jahrhundert in der gesamten Galaxis ausgebreitet.
Wie sollte es anders sein, man kommt sich ins Gehege und bekriegt sich
gegenseitig. Hier setzt sich die Story des ersten Teils fort. Eine neue
Bedrohung, die Bioderms, dringen in den von den Menschen besetzten Gebieten
ein und verwüsten diese. Was folgt ist ein erbitterter Kampf um Planeten
und Ressourcen. Soweit zum Hintergrund. Nun zum eigentlichen Spiel.
Tribes 2 = Reiner Onlinetitel mit Schwerpunkt auf Teamplay, Taktik
und Clanbildung.
Für Unreal Tournament-Zocker oder Quaker wird das eine ziemliche Umstellung
darstellen. Das beginnt schon bei der Steuerung, denn der Spieler ist
nicht nur auf seine zwei Beine beschränkt. Der Jetpack ist wohl eine der
wichtigsten Innovationen, welches dieses Spiel so interessant und "ungewöhnlich"
macht. Hat man sich einmal an diese Art der Fortbewegung gewöhnt will
man ihn gar nicht mehr missen, denn ohne Jetpack wäre der weite Marsch
zur feindlichen Basis auf den riesigen Karten sowieso unmöglich. Damit
möchte ich auf die Besonderheit des Slidens eingehen. Tribes 1 verlieh
dieses Feature sehr viel Geschwindigkeit. In Teil 2 wurde das arg
beschränkt, ist aber immer noch möglich.
Zur Erklärung: Um zu Sliden rutscht man auf den kartentypischen Abhängen
hinunter um eine hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Einfach einen Hügel
runter und dabei die Jump-Taste gedrückt halten. In Teil 1 wurden
dadurch die Fahrzeuge unnütz, weil man durch Sliden weitaus schneller
beim Feind ankam. In Tribes2 sollen durch die Entschärfung die Panzer
und Transporter wieder einen Sinn ergeben. Aber dazu später mehr. Ansonsten
unterscheidet sich die Steuerung nicht großartig von den handelsüblichen
3D-Shootern. Hier hören die Unterschiede natürlich noch lange nicht auf.
Die Möglichkeit drei verschiedene Rüstungen zu tragen bringt bedeutende
taktische Tiefe und vor allem Spielmotivation mit sich.
Ein "Scout" bewegt sich sehr schnell und verbraucht im Flug nicht annähernd
soviel Energie wie zum Beispiel der "Juggernaut", die schwerste Rüstungsklasse
im Spiel. Die Panzerung läßt dagegen bei Ersteren stark zu wünschen übrig.
Hier genügen schon zwei Schuß aus dem Disclauncher, der Standardwaffe
eines jeden Kämpfers, und man ist ein weiterer Frag. Ein guter Kompromiß
zwischen Geschwindigkeit und Panzerung stellt der "Assault" dar. Er steckt
einiges an Feindbeschuß ein und ist immer noch ziemlich mobil. Neben den
Rüstungsklassen gibt es sogenannte "Packs", die auf dem Rücken des Spielers
geschnallt werden. Da wären unter anderem das Repairpack, um sich selbst
oder beschädigtes Base-Equipment zu reparieren, ein Shieldpack, das Cloakingpack,
um unsichtbar die Feindbasis zu infiltrieren und das wohl am meisten benutzte
Energypack. Damit erhält das Jetpack mehr Power, was es für Capper (oder
auch "Flagholer") sehr interessant macht. Neben diesen Kombinationsmöglichkeiten
zwischen Armor und Pack gibt es noch Verteidigungstürme zur Basisverteidigung,
Sensoren, um getarnte Feinde aufzuspüren oder Kameras zur Feindspionage
und natürlich diverses Vernichtungsgerät, auch Waffen genannt ;). Insgesamt
10, die allerdings nicht von jedem Armor getragen werden können. Eine
Sniperrifle ist nur dem Scout in Verbindung mit einem Energypack vorbehalten.
Der Rocketlauncher (mit ferngelenkten Raketen) kann nur von Assault oder
Juggernaut getragen werden und der Mortar wird nur dem schwersten Armor
gewährt. Hinzu kommt noch ein Blaster, ein Disclauncher (ähnelt dem UT-typischen
Raketenwerfer), die ELF-Gun (um Energie vom Jetpack abzuziehen), ein Granatwerfer,
ein Maschinengewehr, eine Schocklanze (für Attentäter perfekt) und die
Plasmakanone (für Basiskämpfe). Eine ausgewogene Auswahl sollte allerdings
schon getroffen werden, da jeder Armor nur eine begrenzte Waffenanzahl
aufnehmen darf. Zu den Waffen kommen noch vier Arten von Granaten sowie
ein Minentyp.
All diese Ausrüstungsgegenstände und Waffen machen das Spiel natürlich
sehr komplex. Selbst mir als Tribes 1 Veteran fiel es am Anfang sehr
schwer aus diesem Wirrwarr eine effektive Auswahl zu treffen. Um das Ganze
noch interessanter UND verwirrender zu gestalten haben sich die Entwickler
von Dynamix noch Fahrzeuge einfallen lassen. Durch die schon erwähnte
Entschärfung des Slidens sind diese auch bitter nötig. Mit dem Panzer
kommt man relativ schnell zur Feindbasis, wobei zwei Insassen benötigt
werden, einer der fährt, sowie einer am Geschützturm. Hinzu kommen noch
Bomber für drei Insassen, ein mobiler Vorposten und Transporter. Mit den
insgesamt sechs Fahrzeugen ist wirklich für Abwechslung gesorgt. Mit 8 verschiedenen
Spielmodi ist Tribes 2 im Vergleich zu genretypischen Titeln angenehm
umfangreich ausgestattet. Neben den aus Teil 1 bekannten Typen Capture
and Hold, Deathmatch (der meiner Meinung nach sinnloseste Typ) und Capture
the Flag sind noch fünf weitere Modi dazugekommen. Die ehemals für Tribes 1
von findigen Tribeszockern programmierten Mods wurden von Dynamix mit
eingefügt. Da wären einmal Bounty (ähnlich dem Deathmatch, aber man darf
immer nur eine bestimmte Person angreifen, sonst gibt es Punktabzug),
Hunters (jedesmal wenn ein Gegner gefraggt wurde erhält man eine Flagge
die, um zu Punkten, an einem bestimmten Abschnitt abgelegt werden muß),
Teamhunter (im Prinzip wie Hunters nur im Team), Rabbit (Eine Flagge-
viele Spieler. Wer sie am längsten für sich behält kassiert Punkte) und
zu guter letzt Siege (ähnlich dem Assault von UT nur komplexer). Ich persönlich
spiele schon seit Teil 1 nur Ctf da dieser Modus die umfangreichste
taktische Finesse erfordert. Die Serverauswahl unterstützt aber alle Modi.
Apropo Server. In Europa werden durch Gamesurf und Barrysworld ausreichend
Server angeboten und die Verbindung ist durch den Tribes 1-erprobten
Netzwerkcode ausgesprochen gut. Wer will kann auch im LAN mit Bots üben.
KI-mäßig stehen sie zum Beispiel den Quakebots in nichts nach. Zum Üben
ausgesprochen praktisch, auch wenn manche gutgezielte Treffer wirklich
nur von Bots stammen können. Anfangs schon habe ich die Wichtigkeit von
Teamplay angesprochen. Einzelspieler sind absolut fehl am Platz und werden
auf keinen grünen Zweig kommen. Mit dem folgenden Beispiel möchte ich
das verdeutlichen. Ziel ist, wie soll es anders sein, die gegnerische
Flagge zu stibitzen und dabei erfolgreich die eigene zu verteidigen. Die
gegnerische Basis ist mit Luftabwehrtürmen geschützt und verhindert effektiv
ein Luftbombardement. Das allerdings ist nötig, um die feindliche Flagge
von den Verteidigern zu befreien. Ein Scout mit Cloakingpack schleicht
sich daraufhin in die Basis und vernichtet den Generator. Der Luftweg
ist frei, da ohne Energie auch kein Turm funktioniert. Der Angriff beginnt.
Die Bomber räumen das Gebiet um die Flagge auf und ein Scoutflieger bringt
den Capper ins Zielgebiet. Mit Hilfe des im Spiel integrierten Sprachprogramms
fällt es leicht, dem Capper den richtigen Zeitpunkt zum Zuschlagen mitzuteilen.
Ein weitere Spieler hat hinter der Feindbasis ein kleines Hovercraft bereitgestellt
und wechselt mit dem Capper den Fahrersitz, der daraufhin entkommt. Etwaige
Verfolger werden von der vorgeschobenen Luftabwehr abgefangen. So ungefähr
sieht eine Spielsituation unter Clanspielern oder im Werbevideo aus.
Auf den öffentlichen Servern hat sich das Spielniveau, was Taktik und
Koordination im Team betrifft, mittlerweile stark verbessert. Es sind
meistens genügend erfahrene Clanspieler auf dem Server die ein ausgeglichenes
Spielen zwischen beiden Teams ermöglichen. Natürlich kommt es an und wann
mal zu chaotischen Spielverhältnissen, aber so etwas läßt sich bei einem
taktischen 3D-Shooter wie Tribes 2 kaum verhindern. So passiert es
teilweise, daß das Offence-Defence Verhältnis so unausgeglichen
ist, daß schnell Frust aufkommen kann. Wer das Spielerlebnis Tribes 2
noch intensiver erleben möchte, der sollte sich einen der zahlreichen
Clans anschließen. Mit wöchentlichen Trainings und sogenannten Scrimms
gegen andere Clans, kann man seinen Skill gut verbessern und einfach mehr
Spaß haben. Vor allem Nueinsteiger werden zu Bginn Schwierigkeiten haben
sich an die ungewöhnliche Art des Spielens zu gewöhnen. Ist diese Hürde
aber einmal genommen, sollte uneingeschränktem Spielspaß nichts mehr im
Wege stehen.
Ich kann nur jedem raten, der gern ein Onlinespiel für mehrere Jahre
sucht, nicht zu schnell den Disclancher in die Ecke zu werfen und weiterzuspielen.
Es lohnt sich :). Im Spiel selbst hat Dynamix zum Einstieg ein fünf Maps
umfassendes Tutorial verfaßt. Ich persönlich finde diese Einführung für
einen Anfänger zu kurz und knapp gehalten. Vor allem die Erklärung der
Flugsteuerung ist mangelhaft und macht es unnötig schwer. Nicht nur das
mangelnde Teamplay auf Servern bringt Frust. Die meisten wird wohl der
gewaltige Hardwarehunger des Spiels abschrecken. Unter einer CPU mit 600
MHZ macht das Spiel keinen Spaß. Voodoo-Besitzer können gleich auf eine
neue Karte sparen. War Teil 1 noch Glide optimiert, ist jetzt eine
Nvidia-Karte Pflicht. Selbst auf einem P3 900 läuft Tribes 2
mit einer Voodoo 4 unspielbar langsam. Auch wenn die mittlerweile
erschienenen Patches einiges mehr aus der Voodoo herauskitzeln, empfehle
ich persönlich mindestens eine Gforce 1. Ausgerüstet mit dieser Hardware
reicht eine CPU ab 600 Mhz aus, obwohl man auf einiges an Grafikpracht
verzichten muß. Mit allen Details sieht Tribes 2 wirklich schick
aus. Prachtvolle Explosionen, weite Außenareale und riesige Basen verwöhnen
das Auge. Mit einer Q3-Engine kann das natürlich nicht mithalten und soll
es auch nicht. Nach einer Weile interessiert die Grafik eh nicht mehr,
allein das Spielerlebnis mit seinen Kameraden zählt.
Auch das in letzter Zeit leider übliche Nachpatchen macht vor Tribes2
nicht halt. Kurz nach der Veröffentlichung im April 2001 erschienen eine
Vielzahl von Patches um häufige Abstürze zu unterbinden. Mittlerweile
ist das Schlimmste überstanden, aber von bugfrei kann noch immer keine
Rede sein. Vor allem Besitzer von Voodookarten werden es schwer haben.
Eine Besonderheit bietet das ins Spiel integrierte Sprachprogramm. Selbst
auf Publikservern kann man jederzeit mit seinen Teamkollegen per Sprachkommunikation
das weitere Vorgehen koordinieren. EAX und EAX 2 Unterstützung erweitern
das Audioangebot. Vor allem die Soundtracks unterstützen mit ihren Industrialklängen
ungemein das Spielgeschehen. Hinzu kommt noch eine Force Feedback Unterstützung
für Mäuse (Immersion). Auch die Integration von News, Chats und Foren
direkt in die Spieloberfläche sind eine Neuerung im Genre. Damit
ist der Community eine gute Plattform in die Hand gegeben um Clans zu
organisieren, Ligen einzurichten und allgemein das Tribesleben angenehmer
zu gestalten.
Wer Lust hat seine eigenen Maps zu kreieren, der kann das mit dem mitgelieferten
Mapeditor versuchen. Leider ist der im Vergleich zum ersten Teil nicht
unbedingt komfortabler geworden, aber wer sich Zeit nimmt, kann sicher
einiges herausrauskitzeln. In wieweit sich all das viele neue Equipment
und die Features wie Fahrzeuge durchsetzen werden, kann nur die Zeit entscheiden.
Tribes 1 war kurz nach seinem Release ähnlich aufgebaut, wenn man
das Spiel hingegen heute ansieht hat sich der ganze Ablauf verändert.
Das beweist wie stark solche reinen Onlinetitel von den Spielern abhängen.
In Tribes 2 wird das nicht anders werden und ich hoffe darauf, daß
viel von dieser Komplexität in Teil 2 erhalten bleibt. Neueinsteigern
kann ich nur raten, das Spiel mal ein paar Tage ausführlich zu zocken.
Der Lernfaktor ist enorm. Erforscht die Maps, spielt teamorientiert und
vergeßt den Ramboinstinkt. Wenn ihr das schafft öffnet sich euch ein Spieleuniversum
mit wahrlich epischen Ausmaßen :) und einer Langzeitmotivation von mindestens
zwei Jahren.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews ,
der bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 13.04.2001, Testkonfiguration: AMD1200, GeForce2 Ultra, 256MB Ram, SB Live
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