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Uebersoldier 2
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 | Info |
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| Gesamt (4 votes) | | 3 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 1.6 |
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| Name: | Uebersoldier 2 |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2007/12 |
| Publisher: | City Interactive |
| Entwickler: | Burut |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 2.4Ghz, 512MB RAM, 128 MB D3D T&L&PixSha., HD 6000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| zensiert: | ja |
| Serie: | ja |
| USK: | 18 |
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Der 2. Weltkrieg ist zwar schon lange vorbei, die virtuelle Ausschlachtung jedoch erst am
Abklingen. Während Infinity Ward mit Call of Duty 4 Ende 2007 endlich einen Schauplatzwechsel
vollzogen hat, hängen andere Spiele noch in der Vergangenheit. Nachdem EA im letzten Jahr noch
mit Medal of Honor Airborn versuchte, WW-Spieler anzusprechen und dabei eher ein bescheidenes
Ergebnis ablieferte, kam zum Jahresende auch noch "Übersoldier 2" auf den Markt. Entwickler
Burut schickt den Spieler dabei wieder in den 2. Weltkrieg, um das dritte Reich endgültig zu
besiegen. Ob sich der Budget-Shooter lohnt, wird das folgende Review klären.
Wie schon angesprochen, steht Übersoldier 2 zum günstigen Preis von etwa 20€ in den Läden.
Entsprechend darf man auch keine große oder aufwendige Verpackung erwarten. In der DVD Box befindet
sich neben der eigentlichen Spiel-DVD lediglich ein 10 Seiten dünnes Heftchen, welches jedoch
in Farbe gehalten ist. Die USK hat auch im zweiten Teil wieder nur ein 18-er Siegel, sprich
"keine Jugendfreigabe", vergeben und es wurde ein wenig für den deutschen Markt gekürzt. Darunter
fielen nicht nur einige Gewaltdarstellungen oder NS-Symbole, sondern auch beim Untertitel des
Nachfolgers wurde auf den Zusatz "The End of Hitler" verzichtet.
Die Übersoldatenfabrik wurde zerstört? Ätsch, wir haben doch eine zweite!
Mit der Zerstörung der ZE1-Produktionsfabrik durch den übergelaufenen Übersoldaten Karl
Stolz, dachte die Opposition eigentlich, dass die entscheiden Wende im Krieg gekommen wäre.
Doch da hatten sich die Anführer gründlich getäuscht. So schnell gibt das deutsche Oberkommando
nicht auf, insbesondere wenn es neben der erwähnten ZE1-Fabrik auch noch eine zweite Produktionsstätte
gibt, die zwar eine andere Bezeichnung trägt, aber ebenfalls aus gefallenen Soldaten willenlose
und pflichtbewusste Kämpfer macht…
Karl ist also Back in Action und darf sich wieder einmal darum kümmern, dass die Pläne der
Deutschen scheitern und auf dem Reichstagsgebäude möglichst bald eine andere Flagge weht. Aber
der Weg zum Ziel ist lang und beschwerlich. Außerdem haben Ernst, Dietrich und Klaus auch etwas
dagegen…
Die Handlung ist sicherlich kein Knüller, könnte aber durch eine ansprechende Inszenierung
durchaus ansprechend rübergebracht werden. Leider hapert es daran jedoch ein wenig. Zur Präsentation
der leider wenig fesselnden Geschichte greifen die Entwickler zu Videos und Standbildeinlagen,
sowie Textfenster vor dem Missionsbeginn und Ingamedialogen. Insgesamt wirkt die Geschichte
aber sehr steif und wird eher fragmentarisch und bruchstückhaft erzählt. Selbst interessante
Entdeckungen und Ereignisse oder eine Verfolgungsjagd kommen recht öde rüber. Aber vielleicht
kann der Shooterpart über die Schwächen in der Handlung hinweghelfen…
Reise um die Welt
Kaum ist das Rendervideo vorbei, beginnt das Spiel auch gleich mit einer der schlechtesten
Spielpassagen aus Übersoldier 2. Der Held Karl steht am Geschützturm des Jeeps und darf sich,
wie in etlichen anderen Shootern auch, darum kümmern, dass kein Gegner lange überlebt oder eine
Gefahr darstellt, während die Begleiterin das Fahrzeug mehr oder wenig geschickt durch die Landschaft
steuert, kein Hindernis auslässt und - wie sollte es auch anders sein - der Motor mindestens
einmal kurz ausfällt. Danach beginnt der eigentliche Shooterpart, der für Kenner des Genres
keine große Überraschung darstellt. Überwiegend allein kämpft sich der Spieler durch die Levels,
beseitigt Gegner, verteidigt die Stellung, sucht nach Schaltern, um eine in der Nähe befindliche
Tür zu öffnen oder kämpft sich langsam durch ein von Feinden besetztes Gebiet. An einigen Stellen
gibt es zudem ein paar Mitstreiter, um eine bestimmte Zeit durchzuhalten, bis etwa die Verstärkung
da ist oder eine Tür vom NPC geknackt wurde. Solche "Stellung halten und Verteidigen"-Aufgaben
sind nicht sicher nicht jedermanns Sache, was besonders dann wenig Spaß macht, wenn solche Situationen
oft und dann auch noch stark eingeschränkt präsentiert werden. Gerade in den ersten Abschnitten
gilt es immer wieder die anstürmen Gegnerhorden zu besiegen, was in monotoner "Arbeit"
ausartet. Die Feinde kommen durch Türen, Mauerlöchern und Fenster, bis der Serious Sam
ähnliche Angreiferstrom versiegt. Bis dahin ist es dem Spieler nicht gestattet, den Bereich
zu verlassen. Unsichtbare Wände blockieren die Durchgänge und der Spieler darf auch keinen Blick
hinter die Tür oder in den Gang werfen, aus dem die Feinde kommen. In einigen Fällen steht zwar
keine unsichtbare Barriere im Weg, aber die Mitstreiter sterben augenblicklich, wenn der Raum
auch nur für den Bruchteil einer Sekunde verlassen wird. Und dabei wollte man als Spieler doch
nur so schlau sei und die Angreifer ausschalten, bevor sie in den Raum gelangen…
Neben den eintönigen Massenkämpfen gibt es leider auch noch einige andere Designschwächen,
die den Spielspaß merklich reduzieren. Wie fast alle Shooter heutzutage, so ist auch Teil 2
von Übersoldier sehr linear gehalten. Im Prinzip machen es viele andere Actionspiele nicht anders,
aber auch hier sind die Einschränkungen im ersten Drittel des Spiels extrem groß. Teilweise
ist kaum genug Platz vorhanden, um den Feinden auszuweichen bzw. die Räume so klein gehalten,
dass die Gegner sofort anfangen zu feuern, sobald der Spieler durch die Tür kommt. Wer jedoch
Geduld hat, wird auch belohnt. Im späteren Spielverlauf werden die Areale auch mal deutlich
größer und der Spieler darf sich auch noch durch einen Zug ballern, mit Kameraden einen Panzer
durch eine Wüstenstadt in Afrika eskortieren, in luftige Höhen klettern, bei strömenden Regen
in den Straßen Berlins kämpfen und Bosskämpfe bestreiten, der Entwickler hatte durchaus einige
Ideen, von der Verfolgungsjagd bis hin zu kleinen Jump & Run und Schalterspielchen. Das Problem
an der Sache ist in vielen Fällen nur, dass die Umsetzung an Kleinigkeiten, wie Balancing oder
Atmosphäre krankt und die eigentlich schöne Idee eher spielerisch zäh umgesetzt wurde. Beispiel
der Zuglevel: In vielen Spielen gab es schon solche Passagen, ín denen der Held einen
Zug "abarbeiten" muss. Die Widersacher kommen dabei von allen Seiten, über die Dächer, vom Nachbarzug
und der Spieler muss immer wieder Hindernissen ausweichen oder alternative Routen suchen. Im
Fall von Übersoldier stimmt zwar die Action auf Zug A, doch Zug B, der auf dem Nachbargleis
fährt, erfüllt dagegen lediglich die Aufgabe für unendlich oft respawnenden Gegner zu sorgen.
Selbst am Levelende, wenn mit einem großen Geschütz die Lok des anderen Zuges zerstört werden
soll, fährt die Lok auf der Gegenseite mindestens fünf bis sechs mal zurück, um mit "neuen Gegner"
wieder zu kommen, um schließlich nach geschätzten 50 Flaksalven einen eher unspektakulären Abgang
hinzulegen. Solche Designmängel ziehen sich leider durch das komplette Spiel. Freut man sich
über ein neues Setting oder einen anderen Schauplatz, fallen meist sehr schnell immer wieder
ähnlich aussehende Bereiche oder andere Unannehmlichkeiten auf. Mit den Feinden werden altbekannte
Versteckspielchen getrieben, wie etwa immer um eine Säule laufen oder dahinter verstecken und
zum Angriff kurz hervorschauen. Der Rest der Nazi- und Gegnerschergen erfüllt sonst nur die
rudimentären Angriffsfunktionen. Treffen können die teils zahlreich und von allen Seiten auftauchenden
Feinde mit der Zeit immer besser, aber sehr viel mehr haben die KI-Soldaten nicht auf dem Kasten.
Taktische Manöver oder kluges Vorgehen sucht man vergebens. Oftmals stehen die Angreifer selenruhig
an einer Stelle oder laufen immer wieder eine kurze Strecke hin und her. Je nach Skill und gewählter
Schwierigkeitsstufe (Leicht, Normal und Schwer) wird Übersoldier 2 den Shooterfreund zwischen
acht und neun Stunden beschäftigen.
Ballern mit RPG-Einlagen
Auch in Übersoldier 2 kommt es ganz besonders auf die Reflexe des Spielers an, um möglichst
wenig Schaden im Kampf zu nehmen und die überall im Level verteilten oder heranstürmenden Angreifer
auszuschalten. Die grundlegende Gameplaymechanik orientiert sich dabei am Ego-Shooter-Standard.
Gesteuert wird mit der Tastatur, Befehle werden über das Keyboard gegeben und die Maus dient
zum Umsehen und Feuern. Anfangs erfordert das Spiel jedoch ein wenig Eingewöhnungszeit, da sich
der Charakter leicht schwammig und ungewohnt steuern lässt. Auch hat man irgendwie nicht immer
ausreichendes Feedback (visuell / akustisch), um Treffer beim Gegner genau einschätzen zu können.
Die Palette an Schießprügeln ist mit Flammenwerfer, Panzerfaust, MG, Pistole, Scharfschützengewehr,
sowie Molotov Cocktail und Granaten dagegen breit gefächert, bietet aber auch keine Überraschungen
für Kenner. Im Gegensatz zum aktuellen Trend, dass sich die Gesundheit des Spielers nach einiger
Zeit wieder regeneriert, setzt Übersoldier 2 weiterhin auf die klassische Art und Weise die
Gesundheit des Helden durch Medipacks wieder nach oben zu bringen. Wer will, kann zudem auch
jederzeit frei speichern. Wer einfach nur hinter der nächstbesten Kiste hockt und die Angreifer
nach und nach ausschalten will, wird nicht weit kommen. Das liegt nicht nur daran, dass die
Feinde einem auch gerne einmal in den Rücken fallen, sondern es gilt die Überkräfte in Form
des Berserkermodus und Überschützenmodus zu nutzen. Nach jeweils drei Kopftreffern oder Kills
mit dem Messer innerhalb einiger Sekunden, schaltet der Spieler in einen besonders starken Angriffsmodus.
In diesem ist dann jeder Treffer bzw. Stich mit dem Messer tödlich, die Angreifer fallen in
Scharen und das Geschehen läuft verlangsamt ab. Dieser Modus wird dabei nicht nur optisch ansprechend
hervorgehoben, sondern hat auch spielerische Auswirkungen. Als Belohnung für drei Treffer/ Kills
gibt es am Missionsende jeweils einige Erfahrungspunkte, welche in Attribute wie Stärke oder
Gesundheit investiert werden können. Um also in späteren Leveln mehr als nur den anfänglichen
Lebensbalken zu haben, gilt es immer wieder drei Headshots oder Messerkills in Folge zu erledigen.
Doch nicht nur die Gesundheit lässt sich so aufbessern, auch andere Werte wie etwa der jederzeit
nutzbare "Schild" können durch einige Punkte ausgebaut werden. Schon im Vorgänger konnte Karl
Stolz auf Knopfdruck einen Schutzschild errichten, der entweder die feindlichen Schüsse abblockt
oder aber in der Luft anhält, um diese danach in Richtung Gegner zurückzuschleudern. Ein wirklich
interessantes Feature, welches allerdings sehr stark im Hintergrund bleibt. Hier wäre eine stärkere
Einbindung ins Gameplay durchaus schön gewesen.
Wer den Einzelspielermodus absolviert hat, kann sich auch im Mehrspielermodus austoben. Vorausgesetzung
allerdings, dass er auch Server findet. Im Test war auch in mehreren Anläufen kein einziger
Onlineserver zu sehen. Multiplayerzocker werden da wohl auf den LAN-Modus ausweichen müssen,
wenn sie sich an einer Partie DM oder TDM wagen sollten.
Präsentation
Optisch kann Übersoldier 2 keine Bäume ausreißen. Auch hier fällt der Ersteindruck unglaublich
bescheiden aus. Nach recht kurzer Zeit wird die Optik jedoch 'ne Ecke besser und wirkt insgesamt
durchaus stimmig. Die Texturen sind in Ordnung, es gibt schön anzusehende Innen- und Außenarela,
gelungene Feuereffekte und abwechslungsreiche Schauplätze. Eigentlich fällt lediglich die durchgehend
bescheiden gehaltene Beleuchtung ins Auge, wodurch der Shooter eigentlich perfekt für schwächere
Systeme wäre. Nur leider kommt es trotz der nicht aktuellen Grafikpracht teilweise zu massiven
Slowdowns und Performanceeinbrüchen. (Empfohlen sind 2,4 GHz) Kurioserweise sind besonders zum
Ende hin in einigen "Bossfights" (aber auch normalen Gebieten) extrem ärgerliche, einstellige
FPS-Zahlen aufgetreten, wodurch jeder Kampf zur Diashow wird. In Falle eines Bosskampfs wurde
die Auseinandersetzung lediglich in einem kleinen Raum ausgetragen und nichts zu sehen, was
irgendwie die ganze Rechenleistung verschlingen könnte. Sehr eigenartig, wie auch die anfangs
sehr langen Ladezeiten, die in keinem Verhältnis zur gebotenen Optik stehen. Da die Ruckler
und Einbrüche nur an einigen Stellen auftraten, war es noch zu verschmerzen. Anders sieht es
dagegen bei der Akustik aus. Die Musik ist noch einigermaßen in Ordnung, hier vermisst man primär
Abwechslung.Bei den Soundeffekten wurden keine großen Geschütze aufgefahren, jedoch annehmbar,
was man von der Sprachausgabe leider nicht mehr sagen kann. Die Sprecher klingen wenig überzeugend
und sprechen meist sehr emotionslos. Entsprechend kommt wenig Atmosphäre auf und die Charaktere
bleiben eher blass.
Meinung
Übersoldier 1 hatte mir noch recht
gut gefallen und bot eine nette Mischung aus ordentlicher Optik, Superkräften und viel Action.
Aber so ganz wollte der Funke im Nachfolger nie überspringen. Der Start und auch die Sprachausgabe
sind grauenhaft. Elendig kämpft man sich durch kleine Räume im immer wieder gleichen Settings.
Doch mit der Zeit kommen neue Schauplätze, andere (bessere) Level und stärkere Feinde hinzu.
Auch macht es Spaß die Attribute zu steigern und einen schnörkellosen Ballerspaß zu konsumieren,
auch wenn die Luft dann doch recht schnell raus ist. Für einen 20€-Shooter bietet der Titel
durchaus einige nette Momente und der Titel steigert sich auch noch mit steigender Spielzeit.
Ein wirklich großer Wurf ist der Nachfolger jedoch nicht. Insgesamt jedoch noch ein knapp befriedigendes
Spielerlebnis.
Geschrieben am 01.03.2008, Testkonfiguration: AMD X2 6000+, 4GB, GeForce 8800GTS, SB Audigy2ZS
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