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UFO: Aftermath
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| Name: | Ufo - Aftermath |
| Genre: | Runden-Strategie |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/10 |
| Publisher: | Vidis |
| Entwickler: | Altar Interactive |
| Offiz. Sites: | Game |
| Links: | X-COM Tactical Command |
| Hardware: | 500Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 1250 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 1.4 |
| USK: | 16 |
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Wir schreiben das Jahr 1995.
In einer nett eingerichteten 3-Zimmer Wohnung wird der erste PC des sich
später einmal nennenden Firestarter aufgebaut. Völlig unbedarft mit diesem
eigenartigen Gerät, bekommt der kleine Firestarter zwei Spiele geschenkt.
Eins davon war das Spiel X-COM-Terror from the Deep von der Firma Microprose.
Nach anfänglichem Zögern (wie, man spielt mit ner Maus, wo kommt denn
der Joystick dran? :-)) machte ich meine ersten Erfahrungen mit diesem
rundenbasiertem Klassiker. Was folgte war nicht etwa die Faszination an
einem PC zu spielen. Nein, dies fand ich in etwa so interessant wie Hans
Meiser nackt in einer seiner Talk Shows zu sehen. Es war dieses Spiel,
das mich immer wieder zu jeder Tageszeit und Nachtzeit an den PC lockte
und mich in die Theorie der Alienbekämpfung einweihte. Selbst 9 Jahre
später erinnere ich mich immer wieder gerne daran. Wie glücklich ich war,
als ich erfuhr, dass es hierzu noch einen Vorgänger gab und noch zwei
Nachfolger produziert werden sollten, brauche ich wohl nicht mehr erwähnen.
Während X-COM-Terror
from the Deep ein reines Sequel zum Vorgänger UFO-Enemy
Unknown war, welches die Story lediglich von der Erdoberfläche ins
Wasser verlagerte, ging Microprose mit X-COM Apocalypse einen Schritt
weiter, indem der rundenbasierte Modus um einen Echtzeitstrategie Modus
ergänzt wurde. Der vierte Teil, X-COM Interceptor, der von vielen Fans
gar nicht beachtet wurde, bzw. schnell in Vergessenheit geriet, spielte
sich dann nur noch im Weltraum ab, und sollte wohl (ziemlich erfolglos)
ein wenig Wing Commander Atmosphäre verleihen. Trotzdem habe ich auch
den vierten Teil gerne gespielt, weil das Spielprinzip immer das gleiche
war, nämlich, dass böse Aliens versuchen die Menschen zu vernichten, diese
sich wehren, die fremden Technologien erforschen, sie nach bauen und am
Ende die Königin der außerirdischen Invasoren vernichten.
Mit UFO-Aftermath brachte Altar Interactive nun den inoffiziellen Nachfolger
der X-COM Reihe heraus. Der Andrang war groß und auch ich, der bis eine
Woche vor dem Release gar nicht mitbekommen hatte, dass dieses Spiel geplant
war, wollte mich unbedingt in meine PC Anfangszeiten zurückversetzen lassen.
Die Frage war nun, ob Altar Interactive es tatsächlich geschafft hat,
einen würdigen Nachfolger zu präsentieren.
Die Story: Wie in der X-COM Reihe auch, versuchen Aliens die Menschheit
auszulöschen und den Planeten Erde für eigene Interessen zu nutzen. Hierzu
wurden diesmal jedoch Sporen ausgesetzt, welche die Menschheit mit einem
Schlag vernichten sollten. Glücklicherweise gab es Menschen, wenn auch
nur sehr wenige, die diesen Angriff überlebt haben und sich nun gegen
die bevorstehende Bedrohung zur Wehr setzen und genau hier beginnt das
Spiel. Ihr habt die Aufgabe, mit Hilfe von Soldaten die Invasoren aufzuspüren,
zu vernichten und herauszufinden, wie diese für immer verjagt werden können.
Mit zunehmendem Spielverlauf werdet ihr herausfinden, was passiert ist
und weshalb. Unterstützt werden die Außerirdischen von Mutanten, den sogenannten
Transgenanten. Diese entstanden durch den Sporenangriff und stellen einen
Mix aus irdischen und außerirdischen Lebensformen dar, die zwar hässlich
und nicht sehr schlau sind, aber oft wirkungsvoll eure Soldaten außer
Gefecht setzen können. Die Transgenanten sind eure anfänglichen Gegner,
die echten Aliens kommen erst im späteren Verlauf dazu. Bis zum Ende des
Spiels, wo wieder mal die Königin der Aliens vernichtet werden muss, dürft
ihr Stadt um Stadt befreien, Orte wie der Area 51 einen Besuch abstatten
und euch sogar mit freundlich gesinnten Aliens verbünden.
Der Ablauf: Nach dem Tutorial, in dem ihr eure ersten zwei Soldaten
erhaltet, werdet ihr mit verschiedenen Aufträgen versorgt. Hierzu gehören
beispielsweise Eliminierungs-, Entführungs- und Rettungsmissionen. Da
euer Einsatzgebiet anfänglich sehr klein ist, müsst ihr zur Erweiterung
neue Basen einnehmen. Jede neue Basis erhöht euren Wirkungsbereich. Außerdem
benötigt ihr neue Basen, um Forschungsprojekte starten zu können und neue
Technologien zu entwickeln, später zudem besondere Basen, welche die sogenannte
Biomasse in Schach hält. Diese wird von den Aliens verbreitet und nimmt
mit zunehmender Spieldauer immer mehr von der Erde ein. Solltet ihr dieses
Phänomen nicht rechtzeitig erforscht haben, werden eure hart erkämpften
Basen von der Biomasse vernichtet, ohne dass ihr eingreifen könnt. Die
Aufträge erhaltet ihr automatisch, jedoch läuft dies nach einem Zufallsprinzip
ab. Die Dringlichkeit der zu erledigen Aufträge steigt mit zunehmender
Spielzeit. Solltet ihr Aufträge nicht annehmen können, z. B. weil ihr bereits
einen anderen Einsatz begonnen habt, oder war die Dringlichkeit zu hoch,
könnt ihr die Erledigung auch dem Computer überlassen. Dieser erledigt
sie dann für euch, jedoch erhaltet ihr dann keine Erfahrungspunkte für
eure Soldaten. Dennoch kann dies besser sein, als wenn der Feind in eurem
Gebiet eingedrungen ist und irgendwann eure Basen übernimmt, was nach
dem Zufallsprinzip abläuft. Mal gewinnt der Computer für euch, mal
verliert er. Im Zweifel reicht es, das Spiel kurz vorher zu speichern
und bei Bedarf noch einmal zu laden, um ein anderes Ergebnis zu erhalten.
Dies gilt vor allem bei Luftkämpfen, die in einem nett, sich aber ständig
wiederholenden animierten Video verfolgt werden können. Merkwürdigerweise
haben sich bei mir auch spätere Verbesserungen an meinen Abfangjägern
nicht sonderlich ausgewirkt. Mal gewonnen, mal verloren. Bei letzterem
einfach noch mal geladen und weiter ging es. Die Basen werden bei UFO-Aftermath
nur noch für einen einzigen Zweck genutzt. Es handelt sich entweder um
Militär, Forschung, Technik oder AntiBiomasse Basen. Jede der vier Arten
erfüllt ihren Zweck. Von Militär Basen starten allgemeine Einsätze oder
Angriffe gegen Ufos. Forschung und Technik Basen sind selbsterklärend,
die Antibiomasse verdrängt die zunehmende Biomasse und wird nur in bedrohten
Gebieten benötigt. Je mehr Technik oder Forschungsbasen ihr habt, desto
geringer ist die Zeit, bis ein Ergebnis erzielt wurde. Erforscht oder
entwickelt werden kann immer nur eine Sache. Zu wenig oder schlecht platzierte
Militär Basen erhöhen die Zeit bis zum Eintreffen eurer Mannschaft im
anvisierten Gebiet, wodurch andere Aufträge verloren gehen. Zudem wirken
sich viele Militärbasen positiv auf Einsatze in der näheren Umgebung ab,
welche ihr weiterdelegieren möchtet. Hier gilt es gut abzuwägen, welche
Basen ihr wo einsetzen wollt. Der Typ lässt sich glücklicherweise jederzeit
ändern, so dass z. B. Forschungsbasen später auch in Technik Basen umgebaut
werden können. Die benötigte Zeit hierfür ist immer gleich.
Forschung und Entwicklung: Habt ihr genug Basen eingenommen (mindestens
2) kann eine Basis umgebaut werden. Erforscht werden meist die verschiedenen
Arten der Transgenanten, außerirdische Technologien oder aber auch verschiedene
spielbestimmende Aufträge wie z. B. den Kontakt mit den Außerirdischen
herstellen. Entwickelt und produziert werden überwiegend neue Waffen,
Verbesserungen an den Abfangjägern, Panzerungen usw. Hier greifen Forschung
und Entwicklung ineinander über. Es kann nun mal keine neuen Waffen geben,
wenn die Technologie dazu noch nicht erforscht wurde. Daher sollten gerade
am Anfang mehr Forschungsbasen zur Verfügung stehen, welche dann später
in Technologiebasen umgebaut werden. Im Gegensatz zu X-COM werden keine
unterschiedlichen Raumschiffe erforscht um eigene nachzubauen. Dieser
Teil wurde leider total vernachlässigt, auch die verschiedenen Ränge der
Aliens sind quasi bedeutungslos, es hat lediglich Auswirkung auf die verschiedenen
Schutzpanzer, die irgendwann gebaut werden können.
Die Soldaten, ihre Fähigkeiten und ihr Spielzeug: Ihr beginnt
mit zwei Soldaten, erhaltet mit zunehmender Spieldauer aber neue Einheiten
dazu. Die Fähigkeiten sind dabei sehr unterschiedlich. Da diese aber mit
zunehmender Erfahrung der Soldaten trainiert werden können, sind die meisten
Einheiten irgendwann gleich gut. Dabei ist es egal, ob ihr weibliche oder
männliche Soldaten habt. Ihr könnt auch Soldaten wieder entlassen, dies
sollte aber aufgrund eines hohen Unfallrisikos eurer Mannschaft vermieden
werden. In Spitzenzeiten machten bei mir locker 8-10 Soldaten Urlaub auf
Staatskosten. Sollten dann noch Soldaten wegen Trainingseinheiten ausfallen,
ist das Kontingent schnell aufgebraucht. Maximal 7 Soldaten könnt
ihr in einen Einsatz schicken- in Rettungsmissionen auch weniger. Die
Standard-Waffen orientieren sich an "echten" Waffen. So könnt ihr eure
Soldaten mit einem G3, G11, AK47, MP5/7 usw. ausstatten. Diese werden
im Laufe des Spiels gefunden, bzw. euren Gegnern abgenommen, die natürlich
immer als erste über neue Waffen verfügen. Kaum, dass ich eine neue Waffe
hatte, mit der ich endlich dachte, dass diese mutierten und außerirdischen
Kohlköpfe nur Kanonenfutter sind, verbrachte ich mehr Zeit damit, die
Medipacks anzuwenden, als meine Waffen abzufeuern. Erst mit Einsatz von
Scharfschützengewehren konnte ich einige Einsätze mal entspannt angehen.
Aber irgendwann reichten auch die nicht mehr. Weiter möchte ich da aber
nicht vorgreifen. Da es in diesem Spiel keine Regierungen mehr gibt, gibt
es auch niemanden der eure Mittel für den Kampf finanzieren muss. Von
daher bekommt ihr die Grundausrüstung, wie Granaten, ein paar Pistolen
und Medipacks für "lau". Allerdings könnt ihr im Gegensatz zur
X-COM Reihe auch keine überflüssigen Gegenstände mehr verhökern, was das
Waffenarsenal sehr schnell unübersichtlich werden lässt. Es gibt so viele
verschiedene Waffen, von denen ich etwa nur 10% genutzt habe. Der Rest
war nur was für das Glossar. Selbst die anfänglichen Alienwaffen habe
ich kaum genutzt, da deren Werte einfach zu schwach waren.
Die Steuerung: Sie wurde als Symbiose aus Echtzeit und rundenbasiertem
Modus angepriesen. Was herauskam war für mich teilweise das Nervtötendste
an dem Spiel überhaupt. Wie oft meine Soldaten starben, weil das Spiel
mal anhielt, mal nicht, oder es mal wieder schneller weiterlief, obwohl
ich es auf langsam eingestellt habe, kann ich gar nicht mehr nachvollziehen.
Da die verschiedenen Landschaften sehr groß waren, war ein rein rundenbasierter
Modus sicher nicht möglich. Zu lange hätten die Aufgaben gedauert. Dennoch
spürte ich immer wieder den Wunsch in mir aufkommen, einfach nur die ersten
beiden X-COM Teile in neuer angepasster Grafik spielen zu dürfen.
Die Level: Die verschieden Level waren zwar anfänglich sehr nett
anzusehen, wiederholten sich aber irgendwann nur noch. Dass dennoch nur
wenig Langeweile aufkam, lag an den immer stärker werdenden Gegnern, welche
oft nur durch eine neue Taktik und vielen Ladevorgängen zu besiegen waren.
Vor allem mit Einsatz von Psi-Waffen wurde es oft richtig hart. Graphisch
waren die Level nett anzuschauen. Die drehbare Kameraeinstellung verhalf
den Landschaften zu einem wirklich interessanten Äußeren, wenngleich spielerisch
nur die Ansicht von oben wirklich zweckmäßig war. Leider bewegte sich
alles nur auf einer Ebene, durch mehrstöckige Häuser zu laufen, ging bei
UFO-Aftermath nicht mehr, was mir aufgrund der Steuerung aber auch ganz
recht war.
Die Missionen: Wie ist nun der Ablauf einer typischen Mission:
Ich erkläre es mal am Beispiel einer Ufo-Bergungsmission.
Hier gibt es zwei Arten:
1. Das Ufo landet irgendwo und muss quasi "nur" erobert werden.
2. Das Ufo fliegt durch die Gegend und Abfangjäger schießen es ab. Hierzu
müssen die Abfangjäger von einer Militärbasis aus starten.Einfluss auf
den Kampf habt ihr außer speichern/laden keinen.
In beiden Fällen ist es ein Zwei-Phasen Kampf (vorausgesetzt, ihr habt
erforscht, wie man sich Zugang zum Raumschiff verschafft). Die erste Phase
ist ein Kampf auf offenem Feld, entweder in einer Stadt oder einer sonstigen
Landschaft wie Berge, Flachland, usw. Hier besteht die Aufgabe darin,
einen bestimmten Bereich zu erreichen. Ist dies geschafft, gibt es die
Möglichkeit, die zweite Phase zu beginnen. Natürlich ist der Weg mit Aliens
gepflastert, die etwas dagegen haben. Sind diese erledigt und der Bereich
betreten, geht es ins Innere des Raumschiffs. Je nach Größe des Raumschiffs
ist das Innenlevel entsprechend eingerichtet. Jedoch ist selbst das größte
Raumschiff sehr klein und bietet kaum Bewegungsfreiheit. Hier gilt es
nun, entweder eine bestimmte Anzahl von Gegnern zu eliminieren oder aber
mindestens einen Gegner bewusstlos zu ballern und zum Eingangsbereich
zu bringen. Beides sind harte Nüsse, da die Gegner beim ersten Sichtkontakt
von allen Seiten angerannt kommen und ihr nettes Waffenarsenal an euren
Leuten testen. Solltet ihr dennoch überlebt haben, gibt es viele Erfahrungspunkte,
ein paar Waffen, aber das war es dann in der Regel auch schon wieder.
Die KI der Gegner ist weitgehend durchschaubar. Die Transgenanten
greifen je nach Typus mal einzeln mal im Rudel an. Sie bewegen sich von
ursprünglich festgelegten Punkten selten weg. Jedoch folgen die Gegner
immer einem Lockvogel. Die Aliens hingegen greifen meist in Rudeln an.
Hat ein Alien die Soldaten erspäht, dauert es meist nicht lange, bis seine
Brüder ebenfalls erscheinen. Das ist in offenen Geländen sehr vorteilhaft,
weil dann die Runden schnell vorbei sind. Schnell vorbei ist die Runde
auch, wenn sich das ganze in einer Alienbasis oder in einem Ufo abspielt,
jedoch mit ungewolltem Ausgang für den Spieler. Hier ist man geradezu
erleichtert, wenn immer nur ein Alien angetroffen wird. Und auch dann
besteht noch eine sehr große Gefahr, dass dieser das Team stark dezimiert.
Gut ist es, sich nach Möglichkeit eine Ecke zu suchen, welche nur einen
Eingang bietet. Leider ist der Weg dahin meist sehr schwer. Einfacher
ist es, wenn ihr über Psi-Waffen verfügt, die den Gegner kontrollieren
lassen. Dieser Eingriff ist jedoch in UFO-Aftermath nur von begrenzter
Dauer. Ist der Gegner wieder Herr seiner Sinne, greift er munter weiter
an.
Fazit: UFO-Aftermath hat sich vieler Elemente der X-COM Reihe
bedient und kann meiner Meinung nach als fast würdiger Nachfolger bezeichnet
werden. Die Erforschung hat mich wie früher in den Bann gezogen, oft habe
ich das Spiel einfach weiterlaufen lassen, nur um endlich zu erkennen,
welche Auswirkungen welche Forschung, bzw. Entwicklung hat. Die Story
ist gelungen, mit ein paar Neuigkeiten wie der Biomasse gespickt und beinhaltet
zudem klassische Außerirdischen Theorien. Grafisch ist es nett anzuschauen,
jedoch hätten ein paar Videos mehr in Form von Zwischensequenzen sicher
nicht geschadet, z. B. beim "ersten Kontakt" mit den freundlich gesinnten
Aliens. Meine Soldaten sind mir wieder mal ans Herz gewachsen, so dass
ich keinen zurückließ, sondern eher die Mission noch mal spielte, bevor
mir einer verreckte. Den Einsatz realer Waffen fand ich ebenfalls sehr
gut, auch wenn die meisten, wie bereits erwähnt, bei mir nicht zum Einsatz
kamen. Letzten Endes habe ich die meisten Missionen mit einem Scharfschützengewehr
und einer guten Pump Gun gespielt. Das Spiel bietet viele Höhen und Tiefen.
Langeweile kam nur gegen Mitte des Spiels auf, als sich die Missionen
nur noch wiederholten und es nicht Neues zu entdecken gab. Da der Gegner
meist über die besseren Waffen verfügte, gab es allerdings auch viele
Frust Momente. Die letzte Mission hab ich nach mehreren Stunden und Versuchen
abgebrochen und mir Tipps aus einem Forum geholt. Zugegeben, danach war's
dann tatsächlich schon wieder zu leicht, aber das war mir dann auch egal.
Hauptsache endlich geschafft. Das immer nur ein Einsatz gleichzeitig erledigt
werden konnte, weil es immer nur einen Transporthubschrauber gab, habe
ich auch nicht verstanden. Glücklicherweise half die Teleportation zwischen
den Militärbasen für etwas Abhilfe was die Zeit anging, Dennoch gingen
mir so einige Missionen verloren und somit auch wichtige Erfahrungspunkte
für meine Soldaten. Der Schwierigkeitsgrad ist manchmal unverhältnismäßig
gewesen. Während anfangs nur Kämpfe in der Stadt relativ angenehm waren,
waren es hinterher die außerstädtischen Missionen. Gegnerische Basen oder
Ufo´s einzunehmen war ein Albtraum, da auf engstem Raum die Aliens mit
netten Waffen regelmäßig ein Gemetzel unter meinen Soldaten anrichteten.
Aber es kam dadurch wie gesagt auch selten Langeweile auf. Selbst gegen
die Transgenanten musste man immer vorsichtig sein, da diese teilweise
in Kamikaze Aktionen schnell ein halbes Team trotz Panzerung bewusstlos
sprengen konnten. Insgesamt habe ich viele Stunden mit diesem Spiel verbringen
dürfen, was aber auch mit meinen neugierigen Vorgriffen auf irgendwelche
Forschungsergebnisse oder fehlendem Zwischenspeichern zusammenhing. Die
Spielzeit würde ich mit ca. 30 Stunden angeben, auch wenn es bei mir durchaus
etwas mehr war. Mit höherem Schwierigkeitsgrad dürfte dies noch ein wenig
steigen. Alles in allem viel Spiel fürs Geld, aber eher was für Fans der
X-COM Reihe. Daher liegt meine Bewertung auch eher im mittleren Bereich
Geschrieben am 08.11.2003, Testkonfiguration: AMD2100+, Ati 9600 Pro, 768MB Ram, SB Live
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