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Van Helsing
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
 |   | | 2 |
 |   | | 1.5 |
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| Gesamt (4 votes) | | 2+ |
 |   | | 2.1 |
 |   | | 1.8 |
 |   | | 2 |
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| Name: | Van Helsing |
| Genre: | 3rd Person Action Adventure |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2004/05 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Saffire |
| Hardware: | Playstation2 |
| System: | Playstation2 |
| Sprache: | Multilingual |
| Bemerkung: | auch für Xbox |
| USK: | 16 |
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 | | Herstellerscreens |
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| Van Helsing (review von yak) |
Leute meiner Altersklasse können das sicher noch nachempfinden, auch wenn es bei der heutigen
medialen Reizüberflutung kaum nachvollziehbar erscheint. Als Boris Karloff in seiner damals
revolutionären Maske als Frankensteins Monster Furcht und Schrecken auf dem heimischen Schwarzweissfernseher
verbreitete und eine grandiose schauspielerische Leistung vollführte, die heute noch ihresgleichen
sucht, jagte es mir mehr als einmal einen Schauer über den Rücken. Heutzutage sind Kinder damit
sicher kaum noch zu erschrecken, ist es doch schon im Vormittagsprogramm der japanischen Mangazeichentrickfilme
Gang und Gäbe, dass Köpfe rollen und sicher würden die Kids von heute nur darüber lachen, dass
einem die Tischtennisballaugen der Morlocks aus dem Film "Die Zeitmaschine" schlaflose Nächte
bereitet haben.
Besonders ein Filmstudio wurde in den 30igern durch Horrorfilme berühmt und mauserte sich
dadurch vom kleinen "B-Film" Anbieter neben den großen Studios wie MGM langsam nach oben: die
Universal Studios. Mit einem kleinen Budget entstanden dort Filme wie Dracula, Frankenstein,
Frankensteins Braut, Der Wolfsmensch oder Die Mumie, die heute den Status der Horrorfilmklassiker
einnehmen, im Besonderen die Frankenstein Filme von Regisseur James Whale. Aber kein Licht ohne
Schatten und wie für ein B-Film-Studio üblich, werden Kulissen, Ideen und mögliche Serien so
lange gemolken, bis die Kuh keine Milch mehr gibt. So war es nicht verwunderlich, dass das Frankensteinmonster
mehr als einmal wiederbelebt wurde und zu erlesenen "filmischen Blüten" Marke "Frankenstein
trifft auf den Wolfsmenschen" führte, mit denen Urmonster Boris Karloff dann auch nichts
mehr zu tun haben wollte. So traf Frankensteins Monster auf den Wolfsmenschen und nebenbei auch
noch auf Dracula. Ein Monstersammelsurium wurde veranstaltet, um die Leute vom Fernseher wieder
ins Kino zu bekommen, jedoch war die Qualität der Filme nicht mehr mit den ursprünglichen Filmen
zu vergleichen. In den 50igern nahmen dann die klassischen Horrorfilme langsam mit dem 3D Film
"Der Schrecken vom Amazonas" oder "Tarantula" Abschied.
Aber Hollywood ist ähnlich einfallsreich wie Mode und Musikindustrie. Alles Gute kommt mal
wieder und was einmal das Publikum begeistern konnte, wird sicher auch mit einem zeitgemäßen
Remake funktionieren, auch wenn es nicht gerade einfallsreich erscheint. Die Rechnung ging jedoch
mehr als auf, als Regisseur Stephen Sommers "Die Mumie" neu verfilmte und damit den Sommerblockbuster
1999 ablieferte. Eine Fortsetzung war daher fast nicht zu vermeiden. Und weil bei Universal
auch die Rechte der alten Verfilmungen liegen, warum nicht erneut das Thema der alten Horrorklassiker
recyceln. Gesagt getan, eine Vielzahl von Monstern in einen Film gepackt und ein alter/neuer
charismatischer Held dazu, der auf Monsterhatz geht., denn der neue Van Helsing ist im Vergleich
zum früheren zerstreuten Gelehrten jetzt eher eine Mischung aus Indiana Jones und ein mit
Wunderwaffen ausgestatteter James Bond. Jedoch muss man sich von dem Gedanken trennen, einen
Horrorfilm zu erleben, vielmehr bekommt man reines Popcorn-Kino mit furiosen Actioneinlagen,
flotten Sprüchen und massig Computer-Spezialeffekten. Und was im Kino funktioniert, sollte auch
für die Videospieler annehmbar sein, besonders, wenn man nicht erst die Lizenz zum jeweiligen
Blockbuster teuer erwerben muss, da man sie bereits selbst besitzt :-). Alles aus einer Hand.
Ob jedoch die "Spiel zum Film Umsetzung", für viele Spieler immer noch ein Schreckenswort, überzeugen
kann, soll unser Review zeigen.
Zur Technik: Um es kurzum zu sagen: Ich bin begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass
man aus der Playstation 2 noch so beeindruckende Graphiken quetschen kann und auch Hunderte
von Gegenständen auf dem Screen die Engine nicht merkbar in die Knie zwingen kann. Hier hat
Saffire eine tolle Engine in Eigenentwicklung geschaffen. Dabei hat man den Stil des Filmes
weitestgehend beibehalten können, was Setting und auch Farbgestaltung betrifft. Alles hat diesen
altgotischen, grünstichigen Look, was besonders bei den alten Gebäuden, Schlössern usw. auffällt.
Detailreich wurden die Handlungsorte umgesetzt, sei es zu Beginn Notre Dame, die Katakomben
unter der alten Mühle, Frankensteins altes Labor oder das Schloss von Dracula. Fackeln erleuchten
dunkle, von Nebelschwaden durchzogene Grüfte oder die Säulen der Kapelle spiegeln sich auf dem
blank polierten Marmor. Ebensoviel Mühe hat man sich bei der Umsetzung der Spielfiguren gegeben,
die allesamt ihren Filmvorbildern wie aus dem Gesicht geschnitten scheinen. Scheinbar "durften"
die Akteure bei Unterzeichung des Filmvertrages gleich ihr Alter Ego für die Spielumsetzung
mit "lizensieren", was zugleich auch für die Spielsynchronisierung galt, denn alle wichtigen
im Spiel vorkommenden Figuren werden von den Originalschauspielern gesprochen und auch die deutsche
Fassung klingt verdächtig nach den original deutschen Synchronsprechern. Doch zurück zu den
Figuren. Hugh Jackman sieht im Spiel nicht minder cool aus, als im Film. Gestik und Bewegung
gleichen dem Original, was leider auch für den Dracula Darsteller gilt, den ich für eine
der schlimmsten Fehlbesetzungen der letzten Jahre halte, von der deutschen "Ich versuche wie
Bela Lugosi zu sprechen Synchronisierung" im Film ganz zu schweigen, die leider auch nicht ganz
vor dem Spiel halt macht. Die Animationen und weiteren Spielcharaktere sind mehr als gelungen,
besonders der riesige Werwolf hat Eindruck hinterlassen.
Genauso professionell wie die Sprache präsentiert sich auch der Sound, wobei man auch hier
sicher aus dem Filmfundus schöpfen durfte. Der Wind rauscht einem um die Ohren, die kleinen
Vampirfledermäuse kreischen und die Waffen klirren realistisch beim Angriff. Besonders gelungen
ist jedoch die Musik, die mit einem kompletten Orchester, begleitet von einem Chor und Solostimmen,
eingespielt wurde. Die Musik steht dem hervorragenden Filmscore von Alan Silvestri nicht nach.
Das Komponistenteam bestehend aus Steve Kutay, Cris Velasco und Tom Zehnder haben Großartiges
geleistet. Bombastische Orchestermusik mit Choreinlagen begleiten Van Helsing's Abenteuer, wobei
die Musik sich stilistisch gut an der original Filmmusik orientiert, dennoch immer absolut eigenständig
und keinesfalls "abgekupfert" wirkt. Dies zeigt einmal mehr, dass Orchestermusik durch nichts
zu ersetzen ist und zudem die Wirkung besitzt, dass alles viel größer und bombastischer empfunden
wird. Die Musik zum Spiel Van Helsing sollte wirklich eine CD Veröffentlichung erfahren.
Die Steuerung ist einfach und durchdacht auf dem Gamepad belegt. Hier gibt es absolut nichts
zu beanstanden.
Technisch kann man dem Spiel höchstens die nicht immer perfekte Kameraführung anlasten, wobei
ich diese jedoch, im Gegensatz zu anderen Reviewern, keinesfalls als Gameplaybremse empfunden
habe. Es gab zwar Szenen, in denen man nicht immer die perfekte Übersicht hatte, doch man kam
niemals in Situationen, in denen man alle Nase lang in Abgründe stürzte, weil während eines
Sprungs die Kamera ungewolltes Eigenleben entwickelte.
Zum Gameplay: Van Helsing erfindet jedoch das Gameplay nicht neu und orientiert sich
an bekannten 3rd Person Action Adventure Vorbildern. Eine Prise Devil May Cry und etwas aus
dem Soul Reaver Töpfchen kann sicher
nicht schaden und so präsentiert sich Van Helsing als ein durchweg gelungenes Actionspiel mit
gut inszenierten Kampfeinlagen und einem kleinen Charakterupgradesystem für zusätzliche Eigenschaften,
Waffen und Komboattacken. Und wie im Film startet man auch in der Kuppel von Notre Dame, um
dem blutrünstigen Mr. Hyde das Handwerk zu legen, wobei dieser Level zugleich als kleines Tutorial
dient, um sich mit dem wichtigsten Funktionen und Eigenschaften vertraut zu machen. Van Helsing
kann Nah- und Fernkampfwaffen im Kampf gegen das Böse einsetzten, springen, sich abrollen, um
dem Gegner auszuweichen oder aber auch mit einem harpunenähnlichen Geschoss an bestimmten Ankerpunkten
seine "Leine", ganz wie Indiana Jones, festklammern und wie Tarzan umherschwingen, bzw. sich
an höhere, sonst nicht zu erreichende Plattformen emporziehen. Aber nicht nur zum Umherklettern
eignet sich dieses Geschoss, auch für den Kampf gegen die Unholde später kaum verzichtbar. Einfach
den Hacken auf einen Untoten schleudern und ihn zwecks Einzelbehandlung aus der Monstergruppe
zu sich heranzuziehen, um ihn dann mit den Klingen einen neuen Look zu verschaffen, ist taktisch
höchst sinnvoll. Auch fliegende Gegner, die durch die üblichen Fernkampfwaffen wenig Schaden
nehmen, sollte damit mal vom Himmel holen, um sie aus der Nähe zu bearbeiten. Startet unser
Held anfangs noch in der Standardausführung, kann er durch die Aufnahme von grünen Bonuspunkten,
die im Level verteilt liegen oder von erlegten Gegnern gedropt werden, seine Fähigkeiten erweitern.
So darf man die gesammelten Bonuspunkte nach jedem der 13 Level in einem Shop auf den Kopf hauen.
Mehr Lebensenergie, einen höheren Vorrat an Alternativangriffskraft, neue Komboattacken, Lebensauffüller
oder Tempobeschleuniger. Wobei man sich aber hier besser auf die Charaktererweiterungen beschränken
sollte, da man Gegenstände wie Lebensauffüller oder Tempobeschleuniger auch in den Leveln versteckt
findet.
In den Leveln findet man auch neue Waffen, bzw. Waffenupgrades. Darf man anfangs lediglich
mit Tojo Klingen und Pistolen das Abenteuer beginnen, gesellen sich später Maschinengewehr,
Elektrokanone, Armbrust und Schrotgewehr dazu. Die Waffen haben jeweils, das entsprechend gefundene
Upgrade dazu vorausgesetzt, eine alternative Feuerkraft, die wesentlich durchschlagskräftiger
ist und den Feinden ordentlich einheizt. Diese alternative Feuerkraft ist jedoch limitiert und
setzt einen entsprechenden Vorrat an blauer Energie voraus, die sich jedoch durch das Kämpfen
mit normalen Angriffen oder durch Nutzung eines entsprechenden Items wieder auffrischt.
Besonders reizvoll wurden in Van Helsing die Secrets gestaltet. So gibt es sehr viel versteckte
Orte, an denen man besondere Items findet, die beispielsweise die Lebensleiste erweitern oder
auch Cheats freischalten. Die Cheats sind jedoch mehr oder weniger ein Gimmick. So kann man
den Held mit einem riesigen Wasserkopf umherlaufen oder die Feinde schrumpfen lassen. Sehr ähnlich
den freigeschalteten Cheats aus Shadowman.
Daneben gibt es aber auch versiegelte Tore, die nur durch eine bestimmte Angriffsart oder Waffenform
zu öffnen sind. So lassen sich manche Türen nur mit der Attacke eines Explosivgeschosses öffnen
oder durch Dauerberieselung mit Blei. Viele der Türen lassen sich nicht bei der "ersten Begegnung"
öffnen und müssen darauf warten, bis man die richtige Waffe erhalten hat, was nicht zwingend
im ersten Spieldurchlauf geschehen muss, da man nach dem Beenden des Spiels ein neues Game mit
den alten Charaktereigenschaften und Waffen erneut beginnen kann. Besonders gut versteckt, und
hier kommen die vereinzelt kleinen Puzzles dazu, sind die goldenen Eier, die man auf speziellen
Säulen platzieren kann, um Bonuslevel frei zu schalten. Hier muss man dann kleinere Aufgaben
lösen, wie z. B. in vorgegebener Zeit ein Labyrinth zu verlassen oder eine bestimmte Gegnerzahl
innerhalb eines Zeitlimits zu besiegen.
Der Levelaufbau gestaltet sich sehr linear, jedoch kann man innerhalb des Levels, bei Gegner-Respawn,
vor und zurück, was man teilweise auch taktisch ausnutzen kann, denn neue Gegner bedeuten neue
Bonuspunkte und Lebensenergie. Hat man einen schweren Gegner im nächsten Abschnitt, lohnt schon
mal die Flucht zurück, um sich dort ein wenig "aufzutanken", nicht zu schweigen davon, dass
man durch das Respawnen auch mehr Bonuspunkte erhält, die man nach Levelende in neue Charakterupgrades
umsetzten kann, damit man möglichst alle Komboattacken "erlernt", was einen Grossteil des Spielspasses
ausmacht. Die Kämpfe gehen so locker von der Hand, wie nur selten in einem vergleichbaren Spiel
und das bei einer sehr guten und sinnvollen Belegung des Gamepads. In anderen Spielen muss man
fast eine Tabelle auswendig lernen, um alle Kombos und Tastenfolgen umsetzten zu können. Bei
Van Helsing ist das nicht nötig, Hier zieht man den Gegner mit dem "Lasso" vom Himmel, bearbeitet
ihn nachfolgend mit einer Nahkampfkombo, rollt sich danach ab um die nächsten Monsterhorden
mit einem Rundumschlag aus dem Sprung zu begrüßen. Besonders Highlight sind dazu noch die fordernden
Bosskämpfe. Hier muss man sich erst die richtige Taktik überlegen, um sie zu besiegen, auch
die Waffenwahl und der gezielte Einsatz von Alternativangriffen ist hier elementar. Die Bossfights
sind dafür jedoch sehr gut in Szene gesetzt. Es macht einfach Spaß, den Werwolf durch die Stadt
zu jagen, Igor auf der verschneiten Bergspitze das Fürchten zu lehren oder den Vampirbräuten
das Herz zu brechen :-).
Nach dem Beenden eines Level erhält man neben der Möglichkeit, seine Bonuspunkte umzusetzten
auch eine statistische Übersicht, wie man den Level beenden konnte. Auch ein "Hut aufbehalten
Bonus" gesellt sich dazu, denn sollte der Held mal von den Bösewichten überrannt werden, kann
es vorkommen, dass sein cooler Hut herunterfällt. Hart gesottene Spieler bringt es aber deswegen
nicht davon ab, selbigen auch bei großem Feindaufkommen wieder aufzuheben und aufzusetzten.
Was Indiana Jones kann, ist auch für Van Helsing kein Problem.
Gespeichert wird automatisch, was kein Problem darstellt, denn dies geschieht bei jedem Nachladen
ca. alle 3-4 Screens. Jedoch steht hierfür nur ein Saveslot zur Verfügung. Ein manuelles Speichern
ist daher nicht möglich.
Gespielt werden kann in drei Schwierigkeitsgraden, wobei der mittlere schon recht fordernd
ist und man mit einigen Gegnern recht taktisch ins Gefecht gehen muss, was besonders bei den
Luftangriffen notwendig wird.
Kritik: Eigentlich gibt es an dieser Filmumsetzung wenig auszusetzen, da sie angemessen
und technisch höchst zufriedenstellend in Szene gesetzt wurde. Lediglich die Kameraperspektive,
die nicht vom Spieler selber kontrolliert werden kann, ist an manchen Stellen nicht optimal
und so hat man in einigen Bereichen nicht immer die beste Sicht auf das Geschehen. Jedoch ist
die Kameraführung bei weitem keine Spielspassbremse. Ärgerlicher war es da schon, dass es einige
Levelgrenzen gab, die Van Helsing mehr oder weniger gegen eine Glaswand laufen ließen, was besonders
im letzten Abschnitt ärgerlich war. Da konnte man Eingänge zu kleinen Katakomben und Räumen
sehen, die eigentlich begehbar erschienen, es jedoch nicht waren. Das hat ein wenig an der ansonsten
sehr stimmigen Atmosphäre gekratzt. Etwas mehr Spielzeit hätte es auch sein dürfen, denn nach
ca. 6-7 Stunden sieht man das Finale. Ein kleiner, jedoch nicht 100% nachvollziehbarer "Wermutstropfen":
Das Spiel ist mir an gleicher Stelle (altes Frankensteinlabor) zwei Mal abgestürzt und ich musste
die Konsole ausschalten. Etwas schade fand ich, dass man auf einen wichtigen Charakter aus dem
Film ganz verzichten musste. So hat der Mönch Carl leider keinen Auftritt im Spiel. Wünschenswert
wäre es auch gewesen, beim finalen Fight, ohne jetzt spoilern zu wollen, auch die "transformierte"
Spielfigur steuern zu dürfen. Hier bekommt man den Kampf "nur" als, mit der Spieleengine
dargestellten, Film zu sehen. Da wäre sicher mehr möglich gewesen.
Fazit: Van Helsing ist eine gelungene und sehr unterhaltsame Umsetzung der Filmvorlage.
Sehr positiv fällt es dabei auf, dass man die Filmstory nicht 100% nacherzählt, sondern sich
dabei auf einige Schlüsselszenen, die zudem leicht verändert wurden, beschränkt. Dabei hat man
dann, auch wenn man den Film bereits kennt, immer noch das Gefühl, etwas Neues zu erleben und
nicht stupide die Filmstory nachzuspielen, etwas, woran einige Film zum Spiel Umsetzungen oft
kranken. Die technische Präsentation ist dabei höchst gelungen und das Spielprinzip zwar einfach,
aber dennoch fordernd gestaltet. Mainstreamspieler und Profis werden so gleichermassen befriedigt.
Die Kämpfe und vielen Komboattacken machen hier besonders viel Spaß und die Option, mit dem
"Enterhaken" den Feind vom Himmel zu holen, um ihn unten im Nahkampf fertig zu machen, hebt
sich hier besonders positiv hervor. Zwar nagt die kurze Spielzeit ein wenig an dem ansonsten
sehr guten Eindruck, doch durch die vielen Secrets und die Option, das Spiel mit dem alten Charakter
in einem neuen Game weiterzuspielen, erhöht den Wiederspielwert ungemein, zumal einige
Secrets auch erst beim zweiten Durchlauf erreicht werden können. Für mich ist Van Helsing eine
der gelungensten Filmumsetzungen im Bereich Action Adventure der letzten Zeit, besonders im
Vergleich zu den "Herr der Ringe" Spielen,
die ich eher enttäuschend fand. Van Helsing bietet hier ein viel ausgewogeneres und frustfreiers
Spielvergnügen.
Geschrieben am 05.07.2004, Testkonfiguration: Playstation2
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