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Woody Woodpecker
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 | Info |
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| Autor | | 3 |
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 |   | | 0.5 |
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| Gesamt (4 votes) | | 3 |
 |   | | 1.1 |
 |   | | 0.7 |
 |   | | 1 |
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| Name: | Woody Woodpecker - Die Flucht aus Buzz Buzzard's Park |
| Genre: | Jump n Run |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2001/12 |
| Publisher: | Modern Games |
| Entwickler: | Ekosystem |
| Hardware: | 300Mhz, 64MB RAM, 8MB 3D-Karte D3D, HD 400 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME, 2000, DX8 |
| Steuerung: | Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Sprache: | Deutsch |
| Bemerkung: | auch für PS2 erhältlich |
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| Woody Woodpecker - Die Flucht aus Buzz Buzzard's Park (review von yak) |
Ok, ok, ich geb's ja zu, ich hab einen Vogel, aber jetzt kann ich ihn
auch offiziell auf meiner Festplatte nachweisen und brauche dazu kein
Attest vom Couchdoktor.
Ein alter Bekannter aus der Cartoonwelt gibt sich die Ehre in seinem
ersten Jump & Run PC-Computerspiel. Die Rede ist von Woody Woodpecker,
dem Specht mit der irren Lache und viel schrägem Humor. Alles könnte so
schön sein in der ornithologischen Welt, gäbe es da nicht den Erzbösewicht
Buzz Buzzard, der die Nichte und den Neffen von Woody entführt hat, was
er recht zeitgemäss machte, denn er hat die Lösegeldforderung bereits
in Euro umgerechnet, was zugleich einen Patch zum Jahreswechsel erübrigt
;-).
So macht sich unser guter Woody nun auf die Suche nach Knothead und Splinter,
wobei ihn eine ziemlich heisse Spur direkt in den Vergnügungspark von
Gevatter Buzzard führt. Cryo hat sich von Universal die Lizenz zum
Schnäbeln und Hacken besorgt und ein reinrassiges Jump & Run Game abgeliefert.
Ob sich die Reise mit Joypad und Buntspecht durch die Attraktionen des
Vergnügungsparks lohnt, zeigt der folgende Reiseführer.
Warum sich nicht auf bewährte Techniken im Jump & Run Genre verlassen,
wenn dies schon lange im Ego-Shooter-Bereich die Regel ist? Genau, deswegen
hat man auch auf die bewährte und technisch perfekte Engine von Gifty
zurückgegriffen, die schon damals für "Ohhs und Ahhs" bei mir sorgte.
Die Installation erfolgte problemlos. Negativ fällt leider nur auf, dass
die Spiel- und Steuerungsoptionen nur ausserhalb des Hauptprogrammes modifiziert
werden können, was nicht mehr dem heutigen Standard entspricht.
Woody kann in Auflösungen von 400 x 300 bis 1600 x 1200 in 16 und 32
Bit Farbtiefe und wahlweise auch mit T&L Unterstützung sein Unwesen treiben.
Gespielt werden kann frei konfigurierbar über Tastatur, Joystick/Joypad
in analoger oder digitaler Variante, wobei ich jedoch dringend zu einem
Analogjoypad rate. Nur so kann man das Spiel richtig geniessen. Die Graphik
ist über jeden Zweifel erhaben und sticht selbst noch Sheep
Dog n Wolf in der Cartoonumsetzung aus, wenn auch Ralph der Wolf die
Nase in der Animationsvielfalt und Witz weit vorne hat. Woody dagegen
hat detailliertere Figuren und auch der Lichteinfall auf den Figuren erreicht
in etwa die Qualität wie damals die Figuren im "Roger Rabbit"-Film. Grandiose
Lichteffekte mit jeweils korrektem Schattenwurf, geschmeidige Animationen
und quitschbunte Level werden problemlos auf den Screen gezaubert. Detailliebe
wie umherschwirrende Schmetterlinge, Fische im See, beginnender Regen,
eine von Blitz und Donner durchzogene Nacht oder Fussspuren im Sand zeigen
die Liebe zum Detail. Insgesamt darf sich Woody in drei Themenparks bewegen,
die graphisch auch nicht unterschiedlicher hätten sein können. So geht's
in den Weltraum, auf eine Pirateninsel und in ein Geisterhaus.
Der Sound steht dem nicht nach. Witzige Musik, wie man sie aus einem
Cartoon erwartet und die mich thematisch an den Spielhallenklassiker Marble
Madness erinnert, runden mit der gelungenen Sprachausgabe und Geräuschkulisse
das Bild ab. Sprachausgabe ist eigentlich übertrieben, denn richtig gesprochen
wird nicht. Vielmehr handelt es sich um ein Comic-Kauderwelsch ohne Bedeutung,
wobei aber trotzdem jeder weiss, was gemeint ist und im Zweifelsfalle
auch kein Universalübersetzer hilfreich wäre. Die Soundeffekte sind ebenfalls
witzig und einfallsreich. So hört man z. B. irgendwann in einem Weltraumlevel
ohne Vorwarnung mal das einem so bekannte Kommunikator-Gepiepse. Fehlt
nur noch der Befehl " Zwei zum Raufbeamen Scotty!". Unterstützt wird,
wenn auch undokumentiert, die Soundausgabe über 5.1 Boxensysteme mit entsprechender
Soundkarte. Die Steuerung ist präzise und für ein PC Jump & Run so gut
getuned, wie man es sonst nur von Konsolengames gewohnt ist. Hier gab
es keinerlei Probleme und dies zeigt, wie man es im Gegensatz zu der vermurksten
Steuerung in Evil
Twin richtig machen kann. Die Kameraführung ist ebenfalls bis auf
2-3 kleine, jedoch unproblematische Stellen, gut realisiert und man behält
problemlos die Übersicht. Leider ist die Kamera nicht frei drehbar, kann
jedoch mittels einfachem Knopfdruck in Richtung Woody's Schnabel justieren
oder aber auch auf Ego-Rundumblickfunktion umgestellt werden, um so jeden
Winkel erforschen zu können, wobei dann aber die Fortbewegung untersagt
ist.
Kommen wir nun zum Herzstück- dem Gameplay. Woody Woodpecker ist ein
pures Jump & Run, vergleichbar am ehesten mit den alten Mario Spielen
auf dem SNES oder dem Igel Sonic, jedoch im Gegensatz zu den Klassikern
grösstenteils im 3D Gewand, wobei einige Levelabschnitte jedoch im klassischen
"Seitenscrollerdesign" realisiert wurden. Verzichten muss man weitestgehend
auf Adventure- oder Rätselelemente, wie man sie vielleicht aus Zelda 64
oder Bugs
Bunny auf Zeitreise her kennen sollte, was jedoch kein Nachteil ist,
da es ein reiner Fun & Jump Runner ist, also möglichst viele Gegenstände
aufnehmen, Freileben abzocken und Gegnern eins mit der Schnabelattacke
aufs Dach geben, bis man einen der Endfuzzis begegnet, bei denen man nur
mit unterschiedlichen Strategien zum Ziel kommt. So kann man unterwegs
z. B. ein Special finden, das es unserem Held ermöglicht, eine ultimative-fast-atomare-Schnabel-Fallout-Kamikaze
aufs Parkett zu legen und alle im Umkreis befindlichen Schergen niederstreckt.
Woody's Aufgabe besteht ja darin, Knothead und Splinter zu befreien,
die von Buzz gefangengehalten werden. Hat Woody dies einmal geschafft,
stehen dem Spieler diese Figuren auch im Spiel zur Verfügung, wobei sie
jedoch nicht Zugang zu den gleichen Abschnitten haben, sondern jeweils
in eigenen ihr Unwesen treiben dürfen, wobei es jedoch nicht grundsätzlich
neue Leveldesigns sind, sondern nur leicht modifizierte, wie sie schon
Woody durchreisen durfte. Diese Level sind ihren Spezial-Fähigkeiten angepasst
(weiter, bzw. höher springen) und wären von Woody so auch nicht spielbar.
Schade ist nur, dass sich das Handbuch, welches eher schlecht als recht
ist, über diese Spezialfähigkeiten ausschweigt und man praktisch selbst
herausbekommen muss, wie man diese aktiviert, da man ansonsten nicht weiterkommt,
was besonders anfangs wirklich ärgerlich ist.
Insgesamt darf man durch 15 Level reisen (das Handbuch spricht zwar von
"über 30" , was ich jedoch nach dem kompletten Durchspielen nicht bestätigen
kann) und sichert sich damit ca. 10-12 Stunden Spielspass. Schön ist die
Idee, dass man nach dem Spielen eines Levels eine Bewertung und entsprechende
Punkte bekommt und sich damit evtl. für einen Highscoreeintrag qualifiziert.
Hier kann man auch jeweils den Spielstand speichern. Hat man z. B. alles
"abgesahnt" und die Zeit war auch noch ok, wird dies mit Woody-Dollars
belohnt, die man auch im Level an einem Einarmigen Banditen verzocken
kann und sich somit Freileben verdienen kann. Dies ist besonders hilfreich,
wenn man spätestens ab der Piratenwelt den doch knackigen Schwierigkeitsgrad
bewältigen will und sich somit eine kleine Altersversorgung anlegen will.
Dies kann man aber auch dadurch tun, wenn man bereits erledigte Level
erneut besucht und sich dort die Freileben "abholt". Das Highscoresystem
trägt auch enorm zur Motivation bei und erhöht sogleich den Wiederspielfaktor.
Zusätzlich haben die Designer einige nette Features eingebaut. So
kann Woody im Weltraumlevel kurzzeitig auf einer Rakete durch den Level
jagen, in der Piratenwelt Münchhausen-like eine Kanonenkugel reiten oder
er muss sich im Geisterschlosslevel rechtzeitig, bevor der Blitz einschlägt,
an einem Blitzableiter unterstellen, ansonsten verwandelt er sich ungewollt
in ein Brathähnchen. Im Spiel findet man auch kein normales Leiterklettern-
wer ein richtiger Specht ist und was auf sich hält, der "tackt" sich mittels
seines Schnabels an Holzwänden empor.
Ist die Woody-Kampagne noch halbwegs spielbar, erfährt man jedoch nach
dem Freispielen der anderen Charaktere einen etwas zu hohen Anstieg des
Schwierigkeitsgrades. So sind die Knothead und Splinter- Missionen wirklich
harter Tobak und eher was für die Profis, wobei sie jedoch nicht so umfangreich
sind, wie die Woody-Mission. Sie bestehen aus nur einem Jump & Run Level
pro Szenario. Sahnehäubchen sind jedoch die Rennlevel der beiden Kids.
So gibt es jeweils pro Welt einen Rennlevel, in dem die beiden auf einer
Art Düsenskateboard durch den Piraten-, Weltraum oder Geisterlevel rasen.
Sehr schwer, aber auch sehr spassig, wenn man per Sprung Raketen ausweichen
muss oder vor Energiebarrieren in Deckung geht. Hat man alle Charaktere
durchgespielt, erhält man als Bonus eine Art Gameboy mit Spielmodul, was
man dann auch gleich ausprobieren darf. Ein Spiel im Spiel sozusagen.
Programmfehler konnte ich im Spiel keine finden. Einzig die Vibrationseffekte,
die man im Spiel einstellen konnte, blieben bei zwei Force Feedback Modellen
ohne Erfolg.
Abschliessend kann ich sagen, dass Woody Woodpecker ein spassiger, kurzweiliger
Jump & Run Tripp ist, den man auch aufgrund des Preises von ca. 25 €
(für PC und PS2 Version) sicher empfehlen kann, wenn man auf rätsellastige
Jump & Run verzichten will und eher was zum "nur so zwischendurchzocken"
sucht. Das Programm wird in DVD Verpackung und wie schon erwähnt leider
mit unzureichender, multilingualer Anleitung ausgeliefert. Wer sich nicht
sicher ist, sollte sich die verfügbare Demo anschauen, die wirklich Lust
auf mehr macht, alle anderen Jump & Run Anhänger dürfen bedenkenlos zugreifen.
Anmerkung: Dies ist eine überarbeitete Version meines Reviews, der
bereits auf der Seite GUN veröffentlicht wurde.
Geschrieben am 13.12.2001, Testkonfiguration: AMD1200, Geforce-3, 512MB Ram, SB Audigy
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