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World of Warcraft B.Cr.
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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| Gesamt (23 votes) | | 2 |
 |   | | 1.6 |
 |   | | 1.5 |
 |   | | 1.9 |
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| Name: | World of Warcraft - Burning Crusade |
| Genre: | Online Rollenspiel |
| Produkt: | Add-On |
| Release: | 2007/01 |
| Publisher: | Vivendi Games |
| Entwickler: | Blizzard |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 800Mhz, 512MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 10000 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win XP/2000, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Internet (zzgl. Monatsgebühr) |
| Sprache: | Deutsch |
| Serie: | ja |
| Patch: | 3.3.0 |
| USK: | 12 |
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| World of Warcraft - Burning Crusade (review von ronin) |
Im Januar des Jahres 2005 startete das erfolgsverwöhnte Entwicklerstudio Blizzard Entertainment
den Versuch ein Online-Rollenspiel auf die Beine zu stellen. Schon kurz nach Release war klar,
daß die hohen Erwartungen erfüllt wurden. Mittlerweile hat World
of Warcraft die 8 Millionen Grenze an aktiven Accounts überschritten und es ist kein Ende
in Sicht. Das Phänomen World of Warcraft (von einem lapidaren Spiel kann man eigentlich nicht
mehr sprechen) hat es geschafft, durch die Kombination aus grandioser Einsteigerfreundlichkeit,
hoher Komplexität im Highlevel-Bereich, permanenter Content-Erweiterung durch Patches und nicht
zuletzt wegen des hohen Suchtpotentials ein breites Publikum anzusprechen. Ob nun Hack & Slay
Spieler, Sims Fan oder gar "Killerspieler", alles ist vertreten. Mit dem Addon The Burning Crusade
bringt Blizzard neues Rollenspielfutter und läßt das alte Suchtproblem wieder aufkommen ;-).
Ob es sich für mittlerweile abstinent gewordene Spieler lohnt, erneut in die World of Warcraft
abzutauchen und was treue Fans erwartet, soll das folgende Review klären.
Vorab noch ein paar Worte zum den beiden verfügbaren Versionen. Zum Start am 16. Januar gab
es die übliche Version, die mit ca. 35€ zu Buche schlug, und die Collectors Edition. Letztere
kostete 90€, war sehr schnell ausverkauft und brachte bei Ebay unglaubliche Preise. Enthalten
war neben dem üblichen Fanart- und Making of Geplänkel ein exklusives Haustierchen. Obwohl sich
mir der Sinn eines solchen völlig entzieht, gibt es mehr als genug willige Käufer. Leider ging
die Freischaltung weniger leicht von der Hand und mancher Nutzer mußte umständlich eine Kopie
seines Kaufbeleges nach Frankreich! schicken, um letztendlich sein Tierchen Gassi führen zu
können. Man kann sich sicherlich endlos über die überzogenen Preise aufregen, letztendlich hat
sich gezeigt, daß genug Kunden vorhanden sind.
Kurz etwas zur Technik: Bei der Grafik hat sich verständlicherweise zum Hauptspiel wenig
getan. Noch immer herrscht der farbenfrohe Comicstil vor. Dieser mag nicht jedermanns Geschmack
sein, ich selber mag ihn allerdings. Die Hardwareanforderungen sind dementsprechend mehr als
moderat und meines Erachtens nach kaum gestiegen. Die neuen Gebiete sind, außer vielleicht die
Startzone auf der Höllenfeuerhalbinsel, ausgesprochen abwechslungsreich und fantasievoll. Das
Scherbenweltthema wurde sehr gut umgesetzt und bietet für jeden Geschmack etwas. Mondlandschaften,
traumhafte Präriegebiete oder eine felszerklüftet unwirtliche Bergregion. Zwar sind die Texturen
immer noch recht grob und blaß, aber durch die geschickte Farbgestaltung bekommt man als Spieler
kaum etwas davon mit. Auch die vielen Details wie selbstständig wischende Schrubber bei den
Blutelfen oder tanzende Murlocbabys machen die Umgebung lebendig.
Gleiches gilt für die Musik. Die bekannten Themen wurden überarbeitet und orchestral aufgewertet.
In den neuen Gebieten wird der Spieler mit zum jeweiligen Areal passenden Melodien auf die Szenerie
eingestimmt. Einfach toll! Leider sind die auf Dauer nervenden Trommelschläge während der PvP-Matches
noch immer die gleichen. Etwas Variation wäre hier nicht verkehrt gewesen.
Bei der gewohnt eingängigen Bedienung hat sich wenig getan. Die meisten Neuerungen wurden
schon mit vorangegangenen Patches eingeführt. So bekommt man zum Beispiel über dem gegnerischen
Portrait den gerade gewirkten Zauber angezeigt. Leider wird dadurch der sowieso schon recht
niedrige Anspruch im PvP noch weiter heruntergesetzt. Auch die Schlachtzugoptionen wurden erweitert,
reichen aber noch lange nicht an spielereigene Scripts wie CT_Raid etc. heran. Apropos Scripts
und Co. Seit Patch 2.01 sind viele Spielerprojekte nicht mehr nutzbar und es wird noch eine
Weile dauern, bis diese an die neue Patchsituation angepaßt wurden. Alles in allem gibt es im
technischen Bereich wenige, aber oftmals sinnvolle Neuerungen.
Nun zu den Gameplayneuerungen. Die wohl einschneidendste Neuerung ist die Erhöhung des Levelcaps
auf Stufe 70. Mühsam erlangte Gegenstände werden einfach zu Altmetall. Schon durch Quests auf
dem Weg zur Maximalstufe werden so manche Gegenstände einfach und ohne viel Aufwand ersetzt.
Vor allem die Vielspieler wird diese Tatsache verärgert haben, bedenkt man die Menge an Zeit,
die in so manchem stundenlangen 40 Mann Schlachtzug verbracht wurde. Wer allerdings einen Neuanfang
starten will, ist mit dem Addon gut beraten, sollte aber bedenken, daß in einigen Monaten die
Vielspieler wieder die Nase vorn haben werden. Ich persönlich betrachte die erhöhte Levelgrenze
mit gemischten Gefühlen. Bei Dark Age of
Camelot ist man mittlerweile beim fünften Addon angekommen und das ohne eine Stufenerhöhung.
Es geht also auch ohne. Allerdings ist es durchaus spaßig, weitere zehn Stufen aufzusteigen
und damit weitere Talentpunkte und neue Fähigkeiten zur Verfügung zu haben. Die zehn Stufen
hat ein Durchschnittsspieler in spätestens drei Wochen hinter sich. Selbst als Einzelspieler
sollte das kein Problem sein. Die unglaubliche Fülle an Quests macht's möglich.
Apropos Quests. Nachdem schon im Hauptspiel an diesem Bereich Kritik geäußert wurde, war
ich auf das Addon ganz besonders gespannt. Die vielen Quests Marke "Sammle 10 Schnurbarthaare
von getarnten Tigern" waren mir noch leidlich in Erinnerung. Erfreulicherweise hat sich Blizzard
bemüht hier nachzubessern. Es gibt viel mehr Quests, bei denen lediglich eine bestimmte Menge
an Gegnern getötet werden muß, oder man einen bestimmten Boss zu Strecke bringen soll. Auch
sind die Aufgaben untereinander besser verknüpft und man führt den Spieler immer an die richtigen
Questaußenposten. Man hat also weniger das Gefühl, Wichtiges übersehen zu haben. Besonders gefallen
hat mir, daß bei Gruppenaufgaben, dir mehrere Spieler voraussetzen, angegeben wurde, wie viele
Mitspieler nötig sind. Außerdem hat man versucht ein wenig Abwechslung in die Erfahrungssammelei
zu bringen. So kann man gleich im ersten Scherbenweltgebiet auf einen Flugdrachen steigen und
Gegner aus der Luft bombardieren. Oder man wird in einen Vogel verwandelt und erkundet vorerst
unerreichbare Gebiete. Natürlich wiederholen sich die Aufgaben mit der Zeit, aber aufgrund der
schönen und abwechslungsreichen Umgebung sieht man darüber hinweg, zumal der Online-Rollenspieler
hier weitaus Schlimmeres gewöhnt ist.
Vor dem Addon mußte sich Blizzard immer wieder gefallen lassen, daß der Highlevel-Content
auf Vielspieler ausgelegt war. Die besten Items gab es in 40 Mann Schlachtfeld Instanzen und
wer nicht genug Zeit hatte, ging dementsprechend leer aus. Die neuen Instanzen sind zahlreich,
für kleinere Gruppen gedacht und vor allem nicht so endlos lang. Die wenigen Instanzen, die
ich bis jetzt besuchen konnte, waren fordernd, grafisch aufwendig und durchweg spaßig. Wie es
in den großen Dungeons für 25 Mann (40 Mann Instanzen gibt es im Addon nicht mehr) aussieht,
bleibt natürlich dahingestellt. Nichtsdestotrotz kann man nun als Gelegenheitsspieler auch mal
ein, zwei Stündchen in einer Instanz zubringen, ohne daß man von seiner Umwelt als Freak
oder "Killerspieler" abgestempelt wird ;). Ähnlich komfortabel sieht es mit den Rufpunkten aus.
Früher mußte man mühselig und vor allem zeitintensiv wiederholbare Quests absolvieren, um bei
einer Fraktion im Ruf aufzusteigen. Seit Burning Crusade erhält man schon allein durch die Quests
bis Stufe 70 einen recht hohen Ruf und es gibt viel mehr Möglichkeiten, in eben diesen aufzusteigen.
Die wiederholbaren Quests gibt es natürlich immer noch ;).
Ein in World of Warcraft stets stiefmütterlich behandeltes Thema ist der Spieler gegen Spieler
Kampf (pvp). Seit Patch 1.12 wurde am Ehrekonzept geschraubt und man kann nun ganz einfach,
ähnlich der Erfahrung, Ehrenpunkte sammeln und sich diese ansparen. Das nervige Rangkonzept,
bei dem jede Woche neu berechnet wurde, entfällt. Mit den gewonnen Punkten können die jeweiligen
PvP-Belohnungen gekauft werden. Wieder ein kundenfreundlicher Schritt für den Gelegenheitsspieler.
Allerdings braucht man für diese Neuerung kein Burning Crusade, leider wird man aber schnell
auf Spielermangel in den Schlachtfeldern stoßen, da der Großteil in der Scherbenwelt herumwuselt
;). Lediglich das neue Schlachtfeld "Das Auge des Sturms" ist erst ab Stufe 61 betretbar.
Der Mix aus Eroberung und Capture the Flag spielt sich ganz nett, allerdings finde ich ein neues
Schlachtfeld einfach zu wenig. Gleiches gilt für die PvP-Inhalte die außerhalb der Schlachtfelder
stattfinden. So kann man zum Beispiel auf der Höllenfeuerhalbinsel drei Türme einnehmen und
bekommt dadurch für seine Fraktion einen Schadensbonus in diesem Gebiet. Das mag ganz nett sein,
wenn man gerade in diesem Gebiet Quests erfüllt, aber spätestens danach kümmert sich kein Mensch
mehr darum. Hiervon hatte ich mir eindeutig mehr erhofft.
Zusätzlich hat man die sogenannten Arenakämpfe eingeführt. Mit Stufe 70 kann man ein
Team bilden (2v2, 3v3, 5v5) und hier fleißig Punkte sammeln. Theoretisch eine tolle Idee, zumal
mit den gewonnen Punkten weitere spezielle Gegenstände gekauft werden können. Leider offenbaren
sich hier die untereinander schlecht ausbalancierten Klassen. Bestimmte Klassenkombinationen
sind in der Arenaumgebung einfach zu unausgeglichen. Hoffentlich bessert Blizzard schnell nach.
Bei den nur acht Klassen und dem enormen Budget von Blizzard kann man das wohl erwarten. Abschließend
sollte noch erwähnt werden, daß die fraktionsspezifischen Klassen Paladin und Schamane nun für
beide Völker verfügbar sind. Durch die Einführung der zwei neuen Völker (Drenai und Blutelfen)
hat man sich ein weiteres Balancingproblem vom Hals geschafft. Sehr schade.
Fazit
Das Addon zum Erfolgshit World of Warcraft ist an sich grundsolide. Es gibt wenige Überraschungen,
sondern sinnvolle und größtenteils liebevoll designte Standardkost. Die neuen Quests sind abwechslungsreicher,
die vielen Instanzen und das neue PvP Konzept ansprechender für Gelegenheitsspieler, das Arenasystem
erweitert die PvP-Komponente sinnvoll und durch die vielen neuen Schlachtzugsinstanzen kommen
auch die großen Gilden auf ihre Kosten. Mir persönlich gehen die neuen Inhalte nicht weit genug.
Die zwei neuen Rassen sind eher Makulatur als sinnvoll. Bei so wenigen Klassen hätte eine mehr
nicht geschadet. Auch verstehe ich nicht, wie man haufenweise neue Instanzen einfügt und lediglich
ein neues PvP-Schlachtfeld. Auch das Balancingproblem bei den Klassen frustriert mit der Zeit.
Nichtsdestotrotz hat mich durch das Addon die Sucht wieder gepackt. Es war spaßig, zehn weiter
Level aufzusteigen und anschließend Arenakämpfe zu bestreiten. Auch auf lange Sicht haben die
Spieler viel zu tun. Wer aktiv World of Warcraft spielt, kommt an diesem Addon nicht vorbei.
Wer allerdings schon vorher wenig für die bunte Warcraftwelt übrig hatte, wird auch mit der
Erweiterung wenig Freude haben. Eine 1 ist auch das Addon nicht, aber eine 2+ kann ich ruhigen
Gewissens vergeben.
Geschrieben am 21.02.2007, Testkonfiguration: Athlon 64 3700+, 2GB Ram, Geforce 7800GT, SB Live 5.1
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