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World War Zero
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 | Info |
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| Autor | | 3+ |
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| Gesamt (6 votes) | | 2+ |
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| Name: | World War Zero |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2005/12 |
| Publisher: | Reef Entertainment |
| Entwickler: | Rebellion |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 1Ghz, 128MB RAM, 64 MB D3D T&L&PixSha., HD 1500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | ja |
| Bemerkung: | Remake von Iron Storm, auch für PS2 |
| USK: | 18 |
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 | | Zensurbeispiel |
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| World War Zero (review von jan) |
Vorwort: Gedankengänge des Reviewautors
World War Zero… da der Erste Weltkrieg in dieser fiktiven Geschichte nie beendet wurde, bekommt
er den Zahlenwert Null zugewiesen, oder wie soll man das verstehen? Oha, ich hab schon Probleme
beim Titel des Spiels, das kann ja heiter werden. Aber gehe ich das mal kurz für mich durch,
da gibt es ein Spiel, das zu meinen Lieblingsshootern gehört: "Iron
Storm", dieses PC Spiel bekam eine Überarbeitung für die PS2 von einem meiner Lieblingsentwickler
"Rebellion" (Sniper Elite) und diese
Version wurde jetzt zurück auf den PC konvertiert und soll nun ein Review bekommen. Nur die
Unterschiede der beiden Spiele aufzuzeigen, würde dem Leser nicht viel bringen, denn Iron Storm
ging damals doch ziemlich unter, viele werden das Spiel nicht kennen und einfach auf das Review
verweisen, ist auch suboptimal, da es ja von einem anderen geschrieben wurde, der natürlich
seine Sicht darlegte. Aber auf der anderen Seite, kann ich so ausführlicher als es mir mit einem
Teamvoting möglich ist, Iron Storm noch einmal loben…, hmm.
Einmal PS2 und zurück
Die Konvertierung des PC Spieles Iron Storm auf die Playstation 2 war eine bemerkenswerte
Sache. Besonders, wenn man die damaligen Reviews betrachtet, das Konsolenspiel World War Zero
wurde durchweg erheblich besser bewertet und wie oft liest man schon, dass für ein Konsolenspiel
die Grafik gegenüber der PC Version "kräftig aufgemotzt/aufgebohrt" wurde (ok, jetzt mit den
Next Gen Konsolen kann das schon mal vorkommen, aber hier geht es um 2004 und die Playstation
2). Die Konvertierung von Konsole zurück auf den PC hingegen wirkt sehr lieblos. Ein PC Multiplayer
wurde nicht eingebaut, der für PS2 typische Splitscreen wurde ersatzlos gestrichen. Erwähnt
wird er auf der Verpackung aber trotzdem, scheinbar wurde nur das Layout der PS2 Verpackung
übernommen und um die Hardwareanforderungen ergänzt. Nun ja, World War Zero PC ist von
Anfang an im 20 € Midprice Sektor platziert, Iron Storm findet man aber schon für fünf.
Da mir in den BWL Vorlesungen etwas von Bequemlichkeit, oder neudeutsch "convenience"
als Kaufgrund erzählt wurde, soll nicht unerwähnt bleiben, dass man bei der Iron Storm Installation
CDs wechseln (2 Datenträger) und beim Spielen die CD eingelegt sein muss und World War Zero
auf einer DVD ausgeliefert wird und diese nach der Installation nicht mehr erforderlich ist.
Dafür ist es nach der Installation von Iron Strom noch im Spiel möglich, die Sprache für Menüs
und Untertitel (in Zwischensequenzen und Funksprüchen wird englisch gesprochen) umzustellen,
bei World War Zero muss man sich bei der Installation entscheiden, in welcher Sprache man die
Texte haben möchte.
Grafik und Sound
Ja, ich sah einen optischen Unterschied, aber nicht ausschließlich Verbesserungen gegenüber
Iron Storm. Die gemodelten Landschaften und die Texturen der Gebäude, Schützengräben etc. sind
über den Daumen gleich geblieben, verändert wurden die Figurenmodelle, diese haben ein paar
Polygone mehr bekommen, besonders die Iron Storm Gesichter sind ja sehr kantig. Vergleichbar
ist die Grafik mit der von Gothic, wenn man die Bäume und die Verschalung der Schützengräben
so ansieht konnte man meinen, es müssten doch bald die Umrisse des Alten Lagers auftauchen.
Große Änderungen gab es bei den Farben, Iron Strom besteht im Grunde nur aus 2 Farben, alles
was man sieht sind Braun- und Grautöne. Ich kam damit gut zurecht und es trug auch zur Gesamtatmosphäre
des Spieles bei. Andere Spiele mit Kriegsthematik wie RtCW und CoD und Filme wie James Ryan,
Serien wie Band of Brothers griffen auch zu diesen Tönen, bzw. setzten für diesen Look bestimmte
Filter ein. In Word War Zero wird das Farbenspektrum um Blau und Rot (und um genau zu sein auch
Weiß) erweitert, nur treten diese Farben nicht in verschiedenen Tönen auf, sondern genau so,
wie man sie von den Flaggen der Franzosen, Amerikanern und Briten her kennt. Es gibt jetzt überall
Plakate und Graffitis in diesen Farben, und auch die Uniformen der Westmächte bekamen ihren
Teil ab. Das "überall" muss ich aber schnell revidieren, in der mir vorliegenden Version findet
man nur am Anfang, wenn man sich auf Alliiertengebiet befindet, jene Plakate, im Feindesgebiet
sieht man keine mehr, sie wurden alle gegen Wandtexturen ausgetauscht (siehe Screen 5). Leider
wurde dies anscheinend in einer fünf Minuten Aktion durchgeführt, nie wurde die richtige Textur
getroffen und so sieht man überall Wände in denen ein recheckiges "anderes" Stück
Mauerwerk (meist heller) steckt. Es stand anscheinend dabei auch kein Editor zur Verfügung,
denn diese Plakate sind anscheinend eigenständige dünne 3D Objekte, die man eigentlich hätte
leicht entfernen können. Unzweifellos machen jetzt die Bewegungen der Soldaten in World War
Zero einen optisch besseren Eindruck und für das Umfallen der Feinde ist nun eine Physikengine
zuständig, die auch ein, zwei andere kleine Spielereien mit sich bringt. So brennen Flaggen,
die Feuer gefangen haben langsam ab und an manch festem MG/Granatwerfer kann man nicht nur den
Feinden Schaden zufügen, sondern auch hier und da ein paar (ausgewählte) Steinsäulen ramponieren.
Die Figurenanimation in Iron Storm ist wirklich das große optische Manko des Spiels, diese war
schon damals weit schlechter, als man es von anderen Shootern gewohnt war und erinnert an Slapstick
der Stummfilmzeit. Allerdings sollte man anführen, dass eine Animation damals ziemlich gelungen
war, und zwar die Handhabung der Waffe. Blickte man mit gezogener Waffe nach oben und nach unten
(wo es übrigens auch Füße zu sehen gab), veränderte sich etwas die Haltung der Waffe, in World
War Zero hingegen wirkt die gehaltene Waffe eher wie eine Bordkanone bei Aquanox. Die auf der
Verpackung erwähnten Partikeleffekten müssen ausschließlich die vielen Blutspritzer sein. Man
hat dadurch jetzt eine gute (oder vielleicht schon übertriebene) Anzeige, dass man gerade getroffen
wird. Bei Iron Storm war so etwas ja im Grunde nicht nötig, so gut wie jeder Schuss war tödlich,
man übersprang das Bluten (was da auch nur ein paar Spritzer waren) meist und lag sofort am
Boden. Dazugekommen ist der Blureffekt (wer ihn mag, er scheint ja seit 2 Jahren Mode zu sein),
weggefallen ist Lens Flare, was sehr schade ist, war dies in Iron Storm doch schon ziemlich
ansehnlich und vor allem auch für das Gameplay relevant, da man gegen das blendende Licht, das
auch noch vom Schnee reflektiert wurde, versuchen musste, den feindlichen Scharfschützen z.
B. bei der Kathedrale ausfindig zu machen. Verändert hat sich die Levelgröße, aber nicht in
der Hinsicht, dass neue Gebiete dazu gekommen sind, im Gegenteil, hier und da wurde die Schere
angesetzt und die Bereiche einfacher gestaltet, aber die Anzahl der Ladescreens hat sich deutlich
verringert. An verschiedenen Stellen, wie zwischen zwei riesigen Schiebetüren, mitten in einem
Stollen oder einer Verbindungsstraße, wurde in Iron Storm nachgeladen (Dauer etwa 1- 2 Sekunden,
ähnlich wie in Half Life), diese Stellen sind in World War Zero durchgängig. Dies ist ähnlich
bemerkenswert wie das schon erwähnte "Aufpeppen" der Grafik, ist man doch gewohnt, dass für
eine Konsolenfassung zusätzliche Lademöglichkeiten geschaffen werden müssen. Die Hardwareanforderungen
sind im Vergleich zu Iron Storm nur leicht höher, die Performance beider Spiele ausgezeichnet.
Unverändert gut ist der Sound, er wurde von Iron Storm übernommen, die Waffen haben einen
kräftigen Klang und die Hintergrundgeräusche, die Töne die von den anderen Kampfgebieten herüberhallen,
schaffen eine gelungene Atmosphäre. Musik gibt es nicht, würde bestimmt auch die Atmosphäre
etwas zerstören. Auch die Funksprüche wurden übernommen, nur hier und da mussten kleine Änderungen
vorgenommen werden, die mit der veränderten Präsentation der Geschichte zu tun haben. Weggefallen
(oder zumindest deutlich geringer geworden) sind die Zurufe der Gegner und ihre Gespräche untereinander
(halb russisch, halb deutsch, mongolisch hört man nicht).
Story
Auch bei der Story gab es große Unterschiede zwischen den Reviews zu Iron Storm und denen
zu World War Zero (Konsole), wo sie deutlich mehr punkten konnte. Es wird in beiden Versionen
das gleiche erzählt, nur die Präsentation des Ganzen ist etwas anders und für meinen Geschmack
in Iron Storm wesentlich besser. Es wird ein fiktives Szenario geschildert, und zwar, dass der
erste Weltkrieg zum Zeitpunkt des Spieles 1964 immer noch andauert. Die Oktoberrevolution in
Russland (die in der Wirklichkeit zum Kriegsende führte) wurde vom estnischen Baron Ugenberg
blutig niedergeschlagen. Ugenberg schwang sich zum Herrscher eines Russisch Mongolisches Großreiches
auf und strebte auch die Macht über das weltliche Europa an, wogegen sich Frankreich, England
und die USA wehrten. 50 lange Jahre dauert der Krieg also schon, die Frontlinie hat sich von
Frankreich nach Deutschland verlagert. Die Deutschen kämpfen entweder auf Seiten des Barons
oder vereinzelt im Widerstand gegen ihn. Im Laufe der Zeit hat sich in Sachen Kriegsgerät einiges
getan, so sieht man schon zum Spielstart Helikopter kreisen, andere Gerätschaften wie Stand-MG´s
weisen aber noch Züge der 20er Jahre auf. Auch der für den Ersten Weltkrieg typische Grabenkrieg
ist zu finden, sowie der Einsatz von Senfgas (in Iron Storm, in World War Zero kommt eher halluzinogenes
Gas zum Einsatz). Die Kosten für den Krieg haben dazu geführt, dass man sich für die Weiterfinanzierung
in die Hände Börsen notierter Konzerne begab. Dies ist auch der sozialkritische Fingerzeig der
Geschichte. (Leider wurde das Zitat von Victor Cambon in der Endsequenz von World War Zero gestrichen,
in Iron Storm bekommt man "Es gibt nichts Naiveres, als an den Patriotismus des Kapitals zu
glauben. Kapitalisten können vielleicht patriotisch sein, das Kapital aber nicht" zu lesen)
Man erfährt dies alles im Eingangsmonolog der Spielfigur Lt. Armstrong, wobei schon der erste
Unterschied in der Präsentation zu nennen wäre. In Iron Storm gibt es drei Einführungsvideos,
der mit ruhiger, aber sarkastischer Stimme vorgetragene Monolog ertönt während eines Kamerafluges
über die verschneite, von Schützengräben durchfurchte Frontlinie. Danach folgt eine Actionsequenz,
in der ein Trupp gegen eine MG Stellung anrennt und sich 2 Scharfschützen duellieren, gefolgt
von einer Einsatzbesprechung, in der Armstrong seinen Auftrag erfährt: Es ist der westlichen
Seite die Entwicklung einer Superwaffe zu Ohren gekommen, also gilt es die Pläne zu stehlen
und wenn man schon direkt im Feindesland agiert, soll auch gleich versucht werden, Baron Ugenberg
auszuschalten. In World War Zero fehlt die Kamerafahrt, der Monolog wird während der Actionsequenz
erzählt, die auf alt getrimmt wurde, d. h. vergilbte Bilder und Kamerawackler, damit es nicht
so ins Auge sticht, dass dort die Soldaten noch in Iron Storm Modellen und vor allem mit der
alten Bewegungsanimation umher laufen. Die Einsatzbesprechung erfolgt nur akustisch in den ersten
Spielminuten. Besonders dies finde ich sehr schwach, da man dadurch weder Cecile Newcastle noch
Oberst Mitchell optisch präsentiert bekommt und somit im Grunde gegen Spielende, wo einer der
beiden in einer Zwischensequenz einen wichtigen Auftritt hat, die Zusammenhänge gar nicht so
deutlich mitbekommt. Was ebenso völlig unter den Tisch fällt ist die Verhaftung. In Iron Storm
gibt es eine, sagen wir interaktive Zwischensequenz, in der man in eine Falle tappt, Waffen
abgibt, eingesperrt wird und nach einem Tumult fliehen kann. In World War Zero läuft man voll
bewaffnet und nichts ahnend durch eine Tür, beendet so einen Abschnitt und startet dann beim
Tumult des nächsten Abschnitts. Desweiteren gibt es auch keine Zwischenszene beim Zug mehr.
Es fehlen aber auch andere kleine Sachen, so heißt es in beiden Versionen über Funk, dass es
nach Wolfenburg kein Reinkommen gäbe, die Stadt sei abgeriegelt. In Iron Storm muss man sich
darum in ein Lager schleichen, damit einem dort der Feind persönlich per Gefangenentransporter
in die Stadt fährt. In World War Zero heißt es nur: kämpf dir den Weg zum Transporter im Lager
frei, ein Widerstandskämpfer fährt dich in die Stadt. Den Widerstandkämpfer bekommt man übrigens
im Gegensatz zu den Mitgefangenen in Iron Strom nicht zu Gesicht, und natürlich fehlt auch die
Zwischensequenz in der Wolfenburg vorgestellt wird, da man dort ja den Gefangenkonvoi sieht.
Auch schon am Spielanfang von World War Zero fehlten die Soldaten, die mit durch das Tor kommen
(und wo sich einer gleich mal übergeben muss). Ebenso wurde der Feind auf dem Klo später im
Spiel gestrichen. Diese Sachen sind zwar nicht bedeutend, aber sie trugen schon zur Atmosphäre
bei. Durch Zwischensequenzen in den überall zu findenden TV Geräten (wichtig, bei Iron Storm
muss immer erst per Tastendruck vom Börsenticker zu den Berichten umgeschaltet werden) erfährt
man in beiden Spielen etwas zu den sibirischen Brüdern, aber nur in Iron Storm haben diese dann
auch wirklich ihre Auftritte als Zwischengegner. Auch sonst wurden Zwischengegner gestrichen,
aber auf das Gameplay wird später genauer eingegangen. Das einzige Neue, ist der Newsticker,
der jetzt statt den Börsenwerten in den TV Geräten durchläuft. Dort kann man mehr oder minder
lustige Anspielungen auf die Geschichte lesen, wie die Zweifel der Gegenseite, dass der Westen
wirklich auf dem Mond war oder dass eine Ausstellung des Künstlers Adolf H bald eröffnet wird
(der Teppichbeißer wollte ja wirklich anfänglich in München als Künstler leben…).
Steuerung
Neben den genreüblichen Standardfunktionen haben beide Spiele doch Besonderheiten, auf die
hier kurz eingegangen werden soll. Bei World War Zero wäre dies im Grunde nur das Waffenswitchen,
das auch dringend nötig ist, weil man zum Wechseln der aktiven Waffe nur das Mausrad zur Verfügung
hat und nicht optional wie sonst üblich auch die Zifferntaste. Ähnlich wie bei Half Life muss
übrigens nach dem Mausraddrehen die neue Waffe noch mit der linken Taste bestätig werden. Damit
man nicht immer in Hektik verfällt, wenn man z. B. den Raketenwerfer benutzte und jetzt schnell
das Sturmgewehr für die anstürmenden Feinde braucht, ist es möglich, eine Waffe zum Schnellwechseln
"bereitzulegen", zu der man mit einfachem Tastendruck greifen kann. Ansonsten unterscheidet
sich die World War Zero Steuerung nicht von anderen Shootern, mehrere Möglichkeiten, die es
in Iron Storm noch gab, wurden aber gestrichen. Eine davon ist das Umschalten von Ego- in Verfolgerperspektive,
eine andere das zur Seite lehnen (zum um die Ecke Schauen, Schießen ist dabei nicht möglich).
Eine weitere, ebenso gestrichene Besonderheit der Iron Storm Steuerung ist das Bereithalten
von Granaten, ist dies angewählt, trägt man die Granate in der linken und das Gewehr mit der
rechten Hand. Per linken Mausklick wirft man in dieser Situation die Granate, per rechten Klick
wird sofort die Granate weggesteckt und das Gewehr wieder in Vorhalte gebracht. Erwähnt soll
noch werden, dass in den Menüs beider Spiele das Autoaim, die Zielhilfe, angeboten wird, sie
aber in World War Zero nicht aktivierbar ist, ein weiterer Hinweis, dass der Konvertierung von
Konsolen- zur PC Version nicht wirklich viel Sorgfalt beigemessen wurde.
Gameplay
Schon in den ersten Spielsekunden von World War Zero merkt man, dass sich einiges verändert
hat. So wurde die Etappe deutlich verkleinert, galt es in Iron Storm erstmal im Lager herumzulaufen
und die Ausrüstung zusammen zu suchen, startet man in World War Zero gleich bewaffnet und das
Scharfschützengewehr liegt nicht zu verfehlen beim Ausgang zur Front bereit. Auch das Geflecht
der Schützengräben ist entwirrt, der Spielweg ist jetzt deutlich geradliniger. Wo es in Iron
Storm noch hier und da Sackgassen gab, in denen man Medizintaschen und Munition finden konnte,
sind diese Abzweigungen nun nicht mehr passierbar. Ist auch nicht nötig, denn Ausrüstung liegt
jetzt direkt am Weg und das mehr als ausreichend und in kurzen Abständen postiert. Das ganze
Gameplay hat sich deutlich verändert, interessant ist, dass dies das Resultat nur weniger Detailänderungen
war. In Iron Storm ist das Speichern jederzeit möglich, World War Zero hat ein Speicherpunktsystem,
wozu die überall herumstehenden TV Geräte genutzt werden. Diese Art des Speicherpunktsystems
ist schon sehr komfortabel, das Spiel speichert nicht, sobald man eine bestimmte Stelle erreicht
hat, sondern der Spieler entscheidet ob, wann und wie oft er an dieser Stelle speichern möchte.
So kann er, wenn er gerade einen Teilerfolg hatte, aber der nächste Speicherpunkt noch etwas
entfernt ist, zum vorherigen laufen und dort erst noch einmal sichern. An Speicherslots wurde
leider gespart, es gibt nur fünf. Für das Speicherpunktsystems wurde der immens hohe Schwierigkeitsgrad
von Iron Storm für World War Zero deutlich gesenkt. Es gibt immer noch 3 Stufen, leicht, mittel
und realistisch und auch die Merkmale der Stufen sind gleich (so heilen die Medizintaschen auf
leicht deutlich mehr, richten die eigenen Waffen mehr, die feindlichen weniger Schaden an, usw.)
aber über den Daumen kann man sagen, realistisch bei World War Zero ist in etwa gleich dem,
was man auf leicht bei Iron Storm abverlangt bekommt. Um da keine Missverständnisse aufkommen
zu lassen, World War Zero ist kein kinderleichtes Spiel, sondern "normal", es ist in etwa auf
dem Niveau von MoH und CoD 2, spielt sich im Grunde auch wie diese beiden. Iron Storm bekam
in den Reviews aufgrund seiner Schwierigkeitsgrade von den Testern, die einen unbekannten Titel
natürlich so schnell und mit geringem Aufwand wie nur möglich abarbeiten wollten, richtig Prügel.
Versucht man Iron Storm wie ein MoH zu spielen, ist das Scheitern vorprogrammiert, man muss
deutlich ruhiger spielen, in Deckung bleiben, bis der Feind ausgemacht ist und ihn dann mit
einem präzisen Schuss ausschalten. Besonders gegnerische Scharfschützen stellen eine große Gefahr
dar, aber besetzte MG-Stellungen und Hunde (mal mit, mal ohne Sprengladung am Halsband) sollte
man auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Der einfache und überall auftauchende Sturmsoldat
ist die geringste Sorge, aber auch er kann mit wenigen Treffern die Lebensanzeige des Spielers
auf Null bringen. Bei "überall auftauchend" muss leider auch kritisch angemerkt werden, dass
hin und wieder Sturmsoldaten aus dem Nichts gespawned werden und einen dabei auch schon mal
auf den falschen Fuß erwischen. In World War Zero ist der Schaden, den gegnerische Sniper und
MG Stellungen (und Deckengeschütze) anrichten, deutlich geringer (aber immer noch auf dem Niveau
der meisten Shooter). Die größte Gefahr geht in World War Zero von Granaten- und raketenwerfenden
Soldaten aus, die also etwas mit Sprengkraft in den Händen halten. Die Zahl der Hunde ist deutlich
zurückgegangen, vereinzelt mal ein Exemplar, aber nirgends kommt wie in Iron Storm ein ganzes
Rudel auf den Spieler zu. Weggefallen sind wie schon erwähnt die Auftritte der sibirischen Brüder,
auch muss man keine Kampfhubschrauber mehr mit dem Raketenwerfer vom Himmel holen und ebenso
wurde der flinke Sniper in der Fabrikhalle in den Urlaub geschickt. Die kurze Schleichpassage
ins Gefangenlager wurde ebenso gekippt, man ballert sich in World War Zero einfach den Weg zum
Transporter frei. Stellen, in denen Senfgaswolken über den Boden schweben, gibt es nicht mehr
und auch mit Sprengminen gepflasterte Abschnitte sind nicht mehr zu finden. An manchen Stellen
liegen jetzt statt der stets tödlichen Sprengminen Exemplare mit halluzinogenem Gas aus. Bei
diesem Gas wurde übrigens die Bewegungs- und Sichtbeeinflussende Merkmale überarbeitet. War
es in Iron Storm eine Sicht, ähnlich dem Blick durch eine Lavalampe (ja genau, so wie im Film
das High sein immer dargestellt wird), wobei das Bild etwas umher schwankte, so griff man in
World War Zero zum alten Trick aus Jedi Knight und invertiert einfach die Mausbewegungen eine
gewisse Zeit, dazu wird das Bild in verzerrten Perspektiven dargestellt, sobald man sich bewegt.
Verändert hat sich auch die Situation vor dem Rathausplatz, musste man sich in Iron Storm noch
Minen besorgen und diese in den Weg des dort Runden drehenden Panzers legen, so feuert man in
World War Zero einfach mit dem Raketenwerfer ein paar Mal drauf. Man muss auch nicht mehr das
Sturmgewehr ablegen, um einen Raketenwerfer oder ähnliches aufnehmen zu können. Es gibt keine
Beschränkung auf eine schwere Waffe wie in Iron Storm, sondern man führt jede einmal aufgenommene
Waffe mit sich (Ausnahme, wenn das Scharfschützengewehr, das Sturmgewehr, der Raketenwerfer
gegen ein besseres Exemplar ausgetauscht wird, dies macht das Spiel automatisch an entsprechender
Stelle). Dies hat dazu geführt, dass sich das Gameplay schon stark geändert hat, war Iron Storm
doch an vielen Stellen etwas taktisch, wie etwa Operation Flashpoint oder Codename
Outbreak, so ist World War Zero ein reiner Arcadeshooter. Um es an Beispielen deutlich zu
machen, bei Iron Storm läuft man, bevor man sich schlussendlich der Kathedrale von vorn nähert,
viel durch die Schützengräben. Da läuft man links, bekommt so eine gute Schussmöglichkeit auf
ein paar der verschanzten Soldaten, dann Stellungswechsel nach rechts, um einen der Scharfschützen
im Bunker oder den auf dem Turm zu erwischen, dies macht man mehrere Male, um so langsam die
Gegnerschaft zu verkleinern. Ein einfaches Anrennen und alles über den Haufen schießen wird
keinem gelingen - im Gegensatz zu World War Zero, wo man aber immerhin noch die Wahl hat, ob
man den Weg übers Feld nimmt oder durch einen Tunnel, erst den Bunker stürmt und vor dort die
Kathedrale in Angriff nimmt. Oder das Beispiel Wolfenburg, in Iron Storm galt es sich dort sehr
vorsichtig zu bewegen, da auf den Dächern und hinter den Giebelfenstern überall Scharfschützen
lauerten, in World War Zero fehlen 3/4 aller Sniper (dafür gibt es mehr von den Raketen- und
Granatenjungs in den Straßen). Auch so wird nicht mehr verlangt sich die Spielwelt genauer anzusehen.
Mancher Platz konnte in Iron Storm nur überquert werden, wenn man vorher durch die Häuserruinen
aufs eingefallene Obergeschoß stieg und jenen Platz von erhöhter Position aus säuberte. In World
War Zero ist dafür kein Grund (und hier und da auch keine Klettermöglichkeit) gegeben. Besonders
bei der Annäherung zum Rathausplatz benötigte man in Iron Storm etwas Geschick und Überlegung,
in World War Zero läuft man im Schutz einer Barriere bis kurz vor den Panzer und hält mit dem
Raketenwerfer einfach drauf. An diesem Punkt muss ich auch anführen, dass doch ziemlich gekürzt
wurde. Im vorherigen Abschnitt, wo es im Grunde nur eintönig durch die Schützengräben ging,
fällt es nicht so ins Auge und ins Gewicht, dass man dort um etwa ein Drittel kürzte, aber gerade
beim Wolfenburger Rathausplatz ist es wirklich sehr schade drum. In Iron Storm muss man nicht
nur die Minen suchen gehen, auch der stark bewachte Platz will erstmal gesäubert werden. Darum
geht es in die Kanalisation, um durch diese mehrere Punkte um den Platz herum anzulaufen, um
z. B. ein Snipernest auszuräuchern (und von dort aus auch gleich die Scharfschützen im Rathaus
und in der gegenüberliegenden Häuserfront zu erwischen), um den Trupp der im Wirtshaus lauert
von hinten zu überraschen, usw. Dies ist eine ziemlich aufwendige, aber nach meinem Geschmack
schön zu spielende Angelegenheit. In World War Zero läuft man wie gesagt leider nur auf den
Platz, schaltet schnell den Panzer, den einen einsamen Sniper und das MG aus und hetzt weiter
zur Fabrikhalle und der Forschungsanlage. Ach ja, die unterirdische Forschungsanlage, hier ist
der Unterschied zwischen den beiden Spielen wie Tag und Nacht. Storymäßig geht es um einen Ausbruch,
da man vorher festgenommen wurde. In World War Zero bekommt man gleich am Anfang Schusswaffen
zu fassen und ballert sich durch die Gänge zum Bahnhof. In Iron Storm hingegen ist der Abschnitt
hart, sehr hart, um nicht zu sagen, der härteste Abschnitt, der mir in einem Shooter bis jetzt
untergekommen ist. 2/3 der Zeit hat man nur seinen Säbel, man muss aufpassen, dass Wissenschaftler
nicht zum Alarmschlagen kommen und es gilt die richtigen Zeiten abpassen, damit man nicht ins
Sichtfeld der hin und her schwenkenden Deckengeschütze kommt. Viel Zeit verbringt man mit dem
Herumsteigen in Lüftungsschächten und ständigem Hin- und Herlaufen. Es muss erst vor Soldaten
geflohen (töten geht nicht, da unverwundbar), dann ein explosiver Behälter gefunden und auf
einen Labortisch gelegt werden, um das Ganze dann aus sicherer Entfernung per Laserstrahl zu
zünden und sich so einen Ausgang zu sprengen. Das diese Dinge natürlich nicht alle auf dem Weg
liegen, sondern man jeden Raum, jeden Gang (und damit natürlich auch jedes Deckengeschütz) in
etwa drei Mal passieren muss, versteht sich. Das Ganze erinnert beim Spielen schon etwas an
System Shock 2. Im nächsten Abschnitt sind die Unterschiede zwischen Iron Storm und World War
Zero geringer, doch gekürzt, geradliniger und einfacher gemacht wurde auch hier. So wird man
in Iron Storm durch den Zug gehetzt, um an verschiedenen Stellen Helikopter und Scharfschützen
auszuschalten, damit man danach (und nach einem Stromausfall, weshalb man sich im Dunkeln zurück
kämpfen muss) noch mal von ganz hinten über die Dächer laufen kann. Bei World War Zero wird
nicht so viel verlangt, trotzdem ist auch hier der Zugabschnitt nicht so linear, wie man dieses
Setting von anderen Shootern her kennt. Immerhin hat dieser Zug zwei Ebenen (mit Dach drei),
zwischen denen man auch oft wechseln muss. Der World War Zero Spieler muss sich hier zum ersten
Mal etwas umschauen, an verschiedenen Orten Schalter drücken, damit an anderer Stelle eine Tür
aufgeht. Die Lösung wie man schlussendlich an den Isolationsbehälter kommt, ist aber deutlich
simpler gehalten. Den letzten Überraschungsangriff hat man wiederum gestrichen. Dafür gibt es
später beim Bahnhof eine Überraschung, musste man sich in Iron Storm mal wieder vorrangig mit
Snipern auseinander setzen, rollt bei World War Zero ein Panzer rein, was aber, da man Raketenwerfer
immer dabei hat, nicht wirklich ein Hindernis ist. Der letzte Abschnitt, der Reichstag, ist
der mit Abstand komplexeste in World War Zero. Ich freue mich immer über Leveldesign, in dem
man auf verschlungenen Pfaden durch die Spielwelt geführt wird, mal raus aus dem Gebäude, dann
geht's da nicht weiter, da Stacheldraht gespannt ist, also an anderer Stelle wieder rein, später
wieder ein kurzes Stück draußen an der Fassade klettern, um in einen weiteren Bereich zu kommen
usw. Mancher kennt dies vielleicht von Jedi Knight 1 und 2. Trotz allem geht dies bei World
War Zero alles "in einem Rutsch" vor sich, ganz im Gegensatz zu Iron Storm, denn dort hat man
erstmal zu tüpfeln, wie man die Stromversorgung handhabt. Schaltet man den Strom in einer Etage
aus, hat man Ruhe vor den Deckengeschützen, bekommt aber die Fahrstuhltür nicht auf. Um dieses
"Rätsel" zu lösen muss man sich schon ein paar Mal durch die Stockwerke schlagen (Keller, Erdgeschoss
und 4 Etagen). In World War Zero hat man inklusive Keller nur drei Stockwerke, um Strom braucht
man sich nicht kümmern, die Deckengeschosse werden wie in den vorherigen Gebieten einfach durch
Alarmknöpfe ausgeschaltet, aufs Dach kommt man hier ganz zum Schluss, wo im Gegensatz zu Iron
Storm ein richtiger Endkampf stattfindet. Klassisches Schema, ein dick gepanzerter Endgegner
mit enormer Schusskraft taucht auf und will niedergerungen werden, bevor die Endsequenz abgespielt
wird (von der ich aber natürlich nichts verrate, Iron Storm Kennern will ich aber sagen, dass
es die gleiche ist). Bei Iron Storm muss man schon vorher mal aufs Dach, um erst an einem Gashahn
zu drehen und um später mal über die Elektrozäune zu steigen, es wartet mit einem Hubschrauber
zwar ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Gegner (für dessen Bekämpfung man erst die Stockwerke
für einen Raketenwerfer abklappern muss), dies ist aber halt nicht das Ende vom Lied, sondern
nur eine Zwischenaufgabe. Ja, ja, verschiedene Schaltungen für den Strom durchprobieren, mal
hier Gas abstellen, dort einen Raketenwerfer besorgen, dazu im gesamten Haus umher rennen wie
Asterix und Obelix in der Behörde bei "Sieg über Cesar", trotz mehr als einer möglichen Route
ist der letzte Abschnitt in Iron Storm für den guten Lt. Armstrong ein enormer Aufwand, bei
dem er leicht Blasen an den Füßen (und vielleicht der Spieler an den Fingern) bekommen kann.
Ich bin ja bei solchen Spielsituationen, wo es gilt sich zu orientieren, sich mal wirklich mit
der Spielwelt auseinander zu setzen, auch mal ne Weile zu suchen etc, immer Feuer und Flamme,
für mich bedeutet das richtiges Eintauchen in die Spielwelt. Aber ich will ausdrücklich warnen,
bei Iron Storm nimmt es Ausmaße an, die viele schier in die Verzweiflung treiben könnten. Dazu
sollte auch noch erwähnt werden, dass es vor "dead ends" nur so wimmelt, und dabei sind nicht
nur, wie in den vorherigen Abschnitten, Sackgassen gemeint, in denen man halt Goodies einsammeln
kann, sondern man stirbt einfach wenn man um die Ecke biegt. Hier und da hört man noch kurz
"Such dir lieber einen anderen Weg, dieser scheint zu schwer bewacht", aber dann ist es meist
schon zu spät, oft hört man nur einen Knall, oder mehrere Schüsse und merkt so, diese Etage,
dieser Winkel ist anscheinend erst passierbar, wenn man an einer anderen Stelle dieses oder
jedes geregelt hat. Diese ganzen für den einen mehr für den anderen weniger schlimmen "Spielspaßbremsen"
und möglichen "Frustquellen" wurden allesamt für World War Zero gestrichen, der Vollständigkeit
halber soll aber auch angeführt werden, dass zur Auflockerung des im World War Zero deutlich
geradlinigerem Gameplays in allen Abschnitten "Nebenmissionen" eingeführt wurden. Dies aber
nur zur Vollständigkeit, denn bedeutend ist dies nicht. Da wird z. B. im Anfangsabschnitt mal
über Funk mitgeteilt, dass man zu einem MG in der Nähe laufen soll, um anstürmende Gegner in
Schach zu halten und den eigenen Truppen Schutz zu geben. Für das Erfüllen gibt es Bonuspunkte
(auf realistisch bekommt man auch Abzüge wenn man Nebenmissionen nicht erfüllt) für eine unbedeutende
Missionsstatistik. Viele Sachen, wie auch die MG Sache, sind sowieso schon in Iron Storm vorhanden
gewesen, nur gibt es da keine Punkte und keine Mitteilung, dass dies ein Nebenziel sei, man
macht es halt einfach so und bekommt nur über den Funk ein Dankeschön der Jungs von der Front
zu hören.
Fazit
World War Zero ist ein solider Arcadeshooter. Das Balgen mit den Gegnern macht Spaß und hat
auch durch das Speicherpunktsystem einen gewissen Reiz. Man findet aber nichts darin, was man
nicht auch in Iron Storm serviert bekommt. Auf der anderen Seite ist aber auch festzuhalten,
dass alle Stellen, die in Iron Storm ein hohes Frustpotenzial bargen (sollte der Spieler nicht
von dem Typus sein, der so etwas eher als Herausforderung ansieht) entfernt wurden und auch
allgemein der Schwierigkeitsgrad auf ein Niveau gesenkt wurde, womit mehr oder minder entspanntem
Spielen nichts mehr im Wege steht. Wem also der Sinn nach gewohnter Ballerkost für zwischendurch
steht und sich mit der Optik arrangieren vermag, kann schon zugreifen. Die Spielzeit ist nicht
sonderlich lang, wie beschrieben wurden ja doch mehrere Passagen gestrichen und durch das geänderte
Gameplay spielt man sich deutlich schneller durch die Spielwelt. (Das Extrembeispiel wäre natürlich
die Forschungsanlage, für die man in Iron Storm 3-4 mal so lang benötigt). In 5-6h hatte ich
World War Zero durch, ob es eine Rolle spielte, dass ich Vorwissen hatte, kann ich nicht einschätzen,
aber durch die Geradlinigkeit sollten auch Neulinge nicht deutlich länger benötigen. Wer durch
den Text Lust bekam, sich hingegen an Iron Storm zu versuchen, sollte aber noch mal deutlich
gewarnt werden, für dieses Review habe ich es zum wiederholten Male gespielt und bin, trotzdem
ich im Grunde "alles kannte", bestimmt 40 mal virtuell gestorben. Gut möglich, dass es für einen,
der es das erste Mal spielt, in den dreistelligen Bereich geht. Das Spiel ist wirklich nicht
ohne, aber macht zumindest mir richtig Freunde. Leute, die Iron Storm kennen (und mochten) könnten
aber auch mal einen Blick auf World War Zero werfen, vielleicht nicht für 20 Euro, aber später
vielleicht, denn es ist wirklich interessant, was die Änderungen alles bewirkten. Auch muss
ich gestehen, dass man sich beim Vergleichen der beiden Missionen irgendwie wie Mulder mit seinen
X Akten vorkommt. Man fragt sich: Steckt da mehr dahinter? Gab es einen Masterplan? Bei Iron
Storm läuft im ersten Haus, dass man in Wolfenburg betritt, ein Koch mit einem Messer auf den
Spieler zu, man knallt ihn da einfach über den Haufen, in World War Zero ist daraus "der Schlächter"
geworden und man kann drei Gefangene aus seiner Gewalt befreien. Noch mysteriöser ist es im
Reichstag, in Iron Storm gibt es da in verschiedenen Räumen merkwürdige Pulte mit Steuerknüppeln,
die keine Funktion zu haben scheinen oder defekt sind. Bei World War Zero hingegen kann man
an diesen Pulten selbst die Kontrolle über Deckengeschütze übernehmen und die Feinde mal richtig
ärgern. War das schon alles 2-3 Jahre zuvor von 4x Studio (von langer Hand) geplant? Das würde
jedoch nicht mit dem Deckengeschütz-Stromabschalten Konzept übereinstimmen… gibt es vielleicht
außer den beiden Spielkonzepten Iron Storm und World War Zero vielleicht sogar noch ein drittes,
das uns irgendwann einmal präsentiert wird? Fragen über Fragen...
Geschrieben am 14.02.2006, Testkonfiguration: AMD1700+, 512MB, Geforce3, OnboardSound
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