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XIII
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 | Info |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 1 |
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| Name: | XIII |
| Genre: | Egoshooter |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2003/11 |
| Publisher: | Ubisoft |
| Offiz. Sites: | Game, Demo |
| Hardware: | 700Mhz, 128MB RAM, 32 MB D3D T&L, HD 2500 MB, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 95/98/ME/XP, DX9 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur/ Joystick/ Gamepad |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Multilingual |
| zensiert: | nein |
| Patch: | 1.3 |
| Bemerkung: | auf für Xbox/PS2/ GameCube |
| USK: | 16 |
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Wenn man sich die vielen Ego-Shooter heutzutage anschaut, dann sind es
zwar viele, aber leider auch nicht gerade sehr unterschiedliche. Entweder
in möglichst realistischer Umgebung wird mit authentischen Waffen geballert
oder aber es verschlägt den Spieler in ein Science-Fiction Thema. Tron
2.0 (siehe
Review) hatte jedoch schon gezeigt, dass auch Spiele abseits des "Mainstreams"
sehr viel Spaß und frische Ideen bringen können, doch leider war der kommerzielle
Erfolg nicht sehr berauschend. Doch auch ein anderes Spiel sollte nicht
unter den vielen Shootern untergehen: XIII
Hier wird statt auf ultrarealistische Graphiken auf den Cell Shading
Grafikstil gesetzt, wie er schon in Dragon's
Lair 3D, Zelda
The Wind Waker oder aber auch in Tsunami
2265 zu finden war. Man hat beim Spielen also immer das Gefühl, sich
eigentlich in einem Comic zu befinden. Doch reicht diese Besonderheit
aus, um aus der Masse hervorzustechen und gleichzeitig ein gutes spaßiges
Games zu präsentieren? Wie sieht die Story aus und wie stark wurde das
Spiel davon beeinflusst, dass es nicht nur auf dem PC, sondern auch für
NextGen-Konsolen erscheint? Doch bevor sich dieses Review dem eigentlich
Spiel zuwendet, noch einige Worte zur Verpackung und Ausstattung des Spiels.
Immerhin gut 45 € musste man anfangs (nun etwa nur noch 35) auf den Ladentisch
legen, um die Software sein Eigen nennen zu können. Doch bei solchen Preisen
will bzw. sollte man auch eine angemessene Aufmachung bekommen. Wozu so
viel Geld ausgeben und dann am Ende nicht mehr als bunt bedruckte Rohlinge
in der Hand halten? Bei XIII setzt Ubi Soft auf eine - äußerlich betrachtet
- hübsch aufgemachte Packung, wobei die Vorderseite durch zwei Ebenen
und Transparenz ansprechend gestaltet wurde. Leider wurde hingegen jedoch
beim Handbuch (10 Seiten SW) und bei den vier CDs, die sich alle nur in
Plastikhüllen befinden, gespart - und damit hatte Ubisoft doch nach eigenen
Ankündigungen vor ca. einem Jahr, die guten Vorsätze einer hochwertigen
Verpackung, wie man sie z. B. von Splinter
Cell kannte, wieder über Bord geworfen. Ein Kopierschutz ist
In der heutigen Zeit zwar unerlässlich, doch leider wirkt sich dieser
auch negativ auf die ehrlichen Käufer aus. So muss man - trotz Vollinstallation
von etwa 2700 MB - während des Spiels mehrfach die CDs wechseln,
mit atmosphäretötendem Blick auf den Desktop, obwohl sich alle
Daten bereits auf der HD befinden - nachgeladen wird nichts.
Ein Schuss, ein Treffer, ein Präsident weniger
Verwirrend ist genau das Wort, welches die Story und die ersten Momente
des Spielers treffend beschreibt. Am Strand wacht der Spieler auf und
kann sich an rein gar nichts erinnern. Lediglich die auf dem Rücken eintätowierte
römische Zahl "XIII" gibt Anhaltspunkte. Als wenn dieser Gedächtnisverlust
noch nicht schlimm genüg wäre, so wird der Spieler beschuldigt, den Präsidenten
der Vereinigten Staaten erschossen zu haben. War er es und was steckt
hinter der ominösen Tätowierung auf dem Rücken? Allerdings muss er sich
auch bald gegen einige übel gesinnte Gestalten wehren, die in das Strandhaus
eindringen und seine Retterin kurzerhand ermorden. Im Laufe des Spiels
kommen langsam die Erinnerungen zurück und in einigen Visionen, die passend
dazu in Schwarzweiß gehalten sind, erkennt XIII so manche Orte, Personen
und Zusammenhänge wieder, wenn auch vieles anfangs noch sehr unklar ist.
Dazu gibt es auch jeweils überleitende Zwischensequenzen vor und nach
jeder Mission, welche die Handlung vorantreiben und für eine sehr gute
Atmosphäre sorgen.
Lauschangriff
Ein geheimes Treffen zwischen mehreren Mitgliedern der Organisation (zwecks
Spoiler entfernt) soll abgehört werden. Doch es ist große Eile angesagt,
da das Treffen jeden Moment beginnt und außerdem gilt es, sich unbemerkt
zum Hotelzimmer auf der gegenüberliegenden Seite zu bewegen, um das Gespräch
per Richtmikrofon anhören zu können (Chaser
lässt grüssen). Raus aus dem Lift und erst einmal in der Abstellkammer
mit etwas lautlosen, wie dem Besen bewaffnen. So ausgerüstet geht es vorsichtig
den Gang entlang, um eine Ecke und da bahnt sich schon die erste Wache
an, wie an den "Tap, Tap, Tap" Geräuschen zu erkennen ist. Kein rechter
Profi, die Wache einen an der Wand nicht bemerkt. Die Wucht des Aufpralls
vom Besen wird zwar wahrgenommen, aber danach nichts mehr. Zum Glück gilt
es jetzt nur die bewusstlose Person zu verstecken und nicht noch die Splitter
vom Besen zu beseitigen. Abstellkammern gibt es ja zum Glück genügend
in Hotels und so geht es mit einem Stuhl in der Hand weiter. Im Waschraum
scheint sich nur eine Wache zu befinden und diese ist so unaufmerksam,
dass sie nicht mehr den Alarmschalter erreicht, bevor der Stuhl zerscheppert.
Auch diese Person wird schnell versteckt und weiter geht es. Doch was
ist nun? Schritte und keine Möglichkeit sich zu verstecken? Doch die aufschwingende
Tür verdeckt uns bei entsprechend eingenommener Position. Damit stellt
auch die nächste Wache kein Risiko dar. Da sind ja auch schon die Zimmer,
wo ist nur das gesuchte? Die Suche nach der richtigen Zimmernummer hat
für genügend Unaufmerksamkeit gesorgt und eine Wache tritt unbemerkt
mit gezogener Waffe aus einem anderen Raum. Es hilft nichts - hier muss
nun auch schnell zur Knarre gegriffen werden, wenn die Mission nicht scheitern
soll. Glücklicherweise hat kein anderer etwas mitbekommen und nach einer
kleinen Aufräumarbeit ist das Hotelzimmer gefunden. Nun schnell das Richtmikrofon
ausgepackt und schon kann der Informationsstrom fließen. Läuft auch alles
recht gut, nur leider bemerken die anderen kurz vor dem Ende den Spion.
Chaos bricht nun im Hotel aus, als das FBI zuschlägt. Auch dem Spieler
geht es an den Kragen und im Flur sind schon Schritte zu hören. Vorbei
also mit dem leisen Vorgehen, nun ist es das oberste Ziel die Aufzüge
abzuschalten, damit keiner der Gangster entkommen kann. Danach wird dem
FBI beim Säubern des Gebäudes geholfen. Nach einigen heftigen Kämpfen
auf den Fluren des Hotels sitzen die Anführer in der Falle, allerdings
scheint keiner etwas Sprengstoff oder ähnliches zu haben und so versperrt
eine simple Holztür den "Zugriff". Doch es gibt ja zum Glück noch einen
anderen Weg. Über Treppen und Gänge ist schnell das Dach erreicht und
hier sind die eingesperrten Typen durch das große Dachfenster gut zu sehen.
Nach einigen Schüssen zerbricht selbiges und der Anführer kann beseitigt
werden. Glückwunsch, wieder etwas mehr Licht in die Geschehnisse gebracht
und das nächste Ziel steht auch schon fest.
Gedächtnisschwund in 34 Stücken
Ingesamt erwarten den Spieler in XIII 34 Missionsabschnitte, wobei manche
Missionen nur aus einem Abschnitt, andere dagegen aus 3 oder 4 Abschnitten
bestehen. Nachdem der Spieler am Strand wieder zu sich gekommen ist, führt
die erste Spur zur Bank. Danach warten noch viele weitere sehr abwechslungsreiche
Schauplätze auf den Spieler, wie z. B. FBI Gebäude, Hochhausdächer, Militärbasen,
Berglandschaften, Canyons, U-Boot-, Hafen- und eine Klosteranlage. Alle
diese Schauplätze wurden wunderschön und insbesondere abwechslungsreich
umgesetzt. Dies ist jedoch nicht nur auf die jeweilige Ausstattung und
graphische Gestaltung bezogen, sondern zeigt sich auch in den vielen unterschiedlichen
Zielen. Auch wenn man irgendwie immer "nur" das Ende des Abschnitts erreichen
muss, so sind die Aufgaben doch sehr breit gefächert. Mal sind es einfach
nur Ballerabschnitte, doch oftmals muss oder sollte man viel subtiler
vorgehen. Unnötigen Lärm forciert nur die Bekanntschaft mit unnötigen
Gegnern. In manchen Missionen ist sogar jeglicher Alarm oder Entdeckung
verboten. Da gilt es in einer Mission, sich durch ein Lager zu schleichen
und im Zelt ein Gespräch abzuhören oder aber unbemerkt in einen Stützpunkt
eindringen und jemanden befreien, bevor dieser exekutiert wird. Im U-Boot
gilt es beispielsweise hinter den Besatzungsmitgliedern herzukriechen
und diese leise und unauffällig zu beseitigen und ein sicheres Versteck
im Boot zu finden. In anderen Missionen ändern sich die Ziele dann schon
mal im Verlauf der Mission und der ein oder andere Situationswechsel kommt
überraschend und macht die Sache recht abwechslungsreich. Aber auch einige
Eskortaufgaben stehen auf dem Programm. So gilt es gemeinsam aus der Basis
zu entkommen und über mehrere Abschnitte verstreut eine sichere Flucht
zu ermöglichen. Hier sind leider die Begleiter etwas schwierig unter Kontrolle
zu halten, da man auf diese so gut wie keinen Einfluss hat. Befehle kann
man ihnen nicht geben, sondern sie laufen immer los, wenn man bestimmte
Punkte erreicht hat und dann oftmals direkt ins gegnerische Feuer. Sowohl
bei diesen Abschnitten, als auch wenn man absolut leise und ohne Alarm
auszulösen vorgehen muss, macht sich das merkwürdige Speichersystem unangenehm
bemerkbar. Auch wenn man jederzeit speichern und sogar einen Quicksave
anlegen kann - ein Quickload gibt es jedoch nicht- so wird man beim Laden
immer an den Levelanfang bzw. Checkpoint zurück gesetzt. (Wobei es bei
Schleichmissionen keinen Checkpoint gibt). Allerdings ist es auch nicht
so, dass diese Schleichmissionen nun so schwer sind, dass man zwingend
X mal speichern muss. Nach einigen Versuchen sollte man schon raus haben,
wo welche Wachen sind und wie sie ausgeschaltet werden können bzw. sollten,
wenn überhaupt nötig. So lang sind die einzelnen Abschnitte
nicht, dass man nun sagen müsste. dass das Spiel dadurch künstlich gestreckt
erscheint. Bis auf ein/zwei Stellen kommt man mit den Checkpoints wunderbar
hin. In einer Mission soll man sich unbemerkt in eine Basis schleichen
und den Wachen und Überwachungskameras ausweichen und das über gut zwei
Abschnitte. Dabei hat es insbesondere der zweite Abschnitt ins sich und
das auch nur wegen der Logik. Hier muss man ALLE Wachen ausschalten und
verstecken, ansonsten wurde immer ein Alarm ausgelöst. So abwechslungsreich
die Missionen auch sind, so sind sie leider alle sehr linear und ein Verlaufen
ist eigentlich nicht möglich, wie bei fast allen Shootern. In vielen Abschnitten
wird es jedoch recht großzügig freigestellt, wie man vorgehen will. Oftmals
führen mehrere Vorgehensweisen zum Ziel. Nicht immer ist man mit der Knarre
in der Hand am besten beraten und oftmals wurde sogar an kleine alternative
Vorgehensweisen gedacht. Seinen es z. B. "Ösen" in der Decke, um sich dort
entlang zu schwingen (Mit einem kleinen Enterhaken am Seil) oder aber,
dass man auch in den späteren Leveln Stühle, Flaschen, etc. für ein leises
Gegnerbeseitigen findet. Aber auch mit einem Schuss aus der Armbrust ist
es deutlich einfacher, sich durch die Abschnitte zu bewegen, zoomen, feuern
und im oberen Bildschirmrand wird - ungeschnitten - der Treffer in bester
Comicbook-Manier angezeigt. Neben Ballern und Schleichen gibt es auch
das ein oder andere kleine Rätsel, was sich jedoch darauf konzentriert,
den richtigen Schalter zu finden, sich an einem Objekt hoch zu ziehen
oder aber am Drahtseil entlang zu rutschen. Auch gibt es - die obligatorischen
- Missionen, wo man vor Feuer, etc. flüchten muss. Manchmal hat es Probleme
gegeben, den ein oder anderen versteckten Schalter zu drücken (z. B. wenn
man das Kreuz in der Kapelle umkippen muss) oder aber etwas aufheben soll
(Dokumente im Zelt). Da wird dann zwar das Benutzen-Icon angezeigt, es
tut sich jedoch nichts bzw. im Zelt fehlten die Dokumente und es war nur
der weiße Rahmen zu sehen, der immer angezeigt wird, wenn es irgendwo
wichtige manipulierbare oder aufnehmbare Objekte gibt. Dadurch geht kein
noch so kleiner Schlüssel im Kampf verloren, den ein Gegner eventuell
hinterlassen hat. An vielen Stellen sieht man auch beim Spielen kleine
Einblendungen am Bildschirmrand, die zeigen, was gerade woanders passiert
bzw. was die Aktionen des Spielers bewirkt haben. Neben der Veranschaulichung
von Treffen am Kopf oder abstürzenden Gegnern, sieht man hier z. B. in
Schleichmissionen Wachen, die man ansonsten aus dem Blickwinkel nicht
sehen könnte. Somit ist es kein Ratespiel, wie bei vielen andern Shootern,
"Wann kommt die Wache", sondern man kann die Aktionen ganz genau Timen
und hat immer den Überblick. Nach etwa 15 Stunden hat man es dann wohl
auch geschafft und freut sich auf den Abspann, allerdings entpuppt sich
das interaktive Extro leider nur als "Fortsetzung folgt" Ankündigung und
hinterlässt einen etwas unbefriedigten Nachgeschmack.
Stühle, Flaschen und der Sechste Sinn
Im Laufe des Spiels bekommt XIII eine ganze Reihe an mehr oder weniger
durchschlagskräftigen Waffen in die Hand. Pistolen, Schrotgewehr, Maschinenpistole,
Kalashnikov, Sturmgewehr, Bazooka und Scharfschützengewehr. Kurz darf
man auch mal eine Harpune benutzen, wohingegen man mit der Armbrust recht
häufig hantieren darf, was zum einen am "ein Schuss und weg" Effekt und
zum anderen am nützlichen Zoom liegt. Eine weitere Art die Gegner lautlos
auszuschalten sind Wurfmesser und für größere Gruppen empfiehlt sich eine
Granate. Doch auch eine ganze Reihe an Gegenständen in den Leveln lassen
sich als Waffe umfunktionieren. Seien es Stühle, Besen, Aschenbecher oder
gar Glasflaschen, die sich oft in Reichweite befinden. Dazu gibt es noch
eine ganze Reihe an nützlichen Tools im Spiel. Medipacks kommen in zwei
Größen vor und geben je nach Fertigkeit zwischen 25 und 50 bzw. 50 und
100 Lebenspunkte zurück. Mit dem Dietrich können blitzschnell Schlösser
geknackt werden, jedoch benötigt man an einigen Stellen dennoch den ein
oder anderen Spezial-Schlüssel einer Wache. Für besser gesicherte Bereiche
gibt es dann auch noch eine Reihe an Magnetkarten, um weiter zu kommen.
Mit dem Enterhaken kann sich der Spieler an Vorsprüngen und Ösen an der
Decke hochziehen bzw. abseilen. Wie bei anderen Games auch (z. B. James
Bond Nightfire, Zelda,
Half
Life Opposing Force) kann der Enterhaken nur an einigen wenigen Punkten
eingesetzt werden, diese werden bei XIII, wie alle anderen wichtigen Objekte
auch, jeweils durch einen weißen Rahmen angezeigt. Per Knopfdruck kann
man sich dann das Seil verlängern oder verkürzen. Neben der Gesundheit
sollte der Spieler auch dafür sorgen, dass er möglichst gut gepanzert
ist. Dafür gibt es Kopf- und Körperpanzerung in den Leveln versteckt.
Nach und nach erlernt XIII Fertigkeiten im Spiel, die mit der Rückkehr
seiner Erinnerung zusammenhängen. So zeigt einem dann schon bald der "Sechste
Sinn" an, ob Gegner in der Nähe sind, indem ein kleiner Punkt links unten
im HUD erscheint. Aber auch die Kapazität der Medipacks steigert sich
im Laufe des Spiels oder aber die Zielgenauigkeit mit dem Sniper. Leider
hat der Spieler jedoch keinen Einfluss darauf, was gesteigert wird und
es gibt alle Fertigkeiten nur in einer Stufe.
Soldaten und Kämpfer
XIII bzw. der Spieler bekommt es mit allerlei menschlichen Gegnern zu
tun. Wachpolizisten, Gangstern und Soldaten wollen ihn in die ewigen Jagdgründe
befördern. Diese kommen in den unterschiedlichsten Varianten daher und
man kämpft zwar innerhalb einer Mission überwiegend gegen immer nur einen
Gegnertyp, doch vom Aussehen gibt es deutliche Unterschiede und die Gegner
sind an die jeweilige Umgebung angepasst. Sprich- ein Soldat außerhalb
der Basis im Schnee sieht anders aus, als einer im nächsten Level innerhalb
des Zellenblocks, etc. Oftmals kann man auch Gespräche zwischen den Gegnern
abhören, wie man es beispielsweise aus NOLF
oder Deus
Ex kennt. Hier gibt es ab und zu witzige Geschichten oder aber Missionsinfos
zu hören. Aber auch die frühe Erkennung der Gegner wird dadurch ermöglicht.
Die KI der Gegner pendelt zwischen dumm und recht ordentlich. Mit Granaten
können sie gut umgehen und an einigen Stellen wird gut Deckung genommen.
An anderen Stellen rennen die Gegner aber auch eher ins offene Messer
oder aber sie reagieren nicht, wenn man den Kumpel direkt neben ihnen
beseitigt. Manchmal reicht jedoch schon der kleinste Sichtkontakt und
man wird angegriffen. Die Gegner werden im Verlauf des Spiels auch durchaus
dem steigenden Schwierigkeitsgrad angepasst und nehmen einen geschickt
unter Feuer. Lediglich an einigen Stellen fragt man sich, wo die Gegner
bitte herkommen sollen, da man dort ja schon alles gesäubert hat. Auch
so manche Stellen sind für die Gegner unerreichbar und sie finden keinen
Weg zu einem bzw. sie hängen an oder hinter einem Objekt. An einigen Stellen
warten auch recht starke Gegner auf den Spieler, wie z. B. ein Kampf gegen
einen Hubschrauber und auch recht viele Personen mit ebenfalls eintätowierten
Ziffern müssen ordentlich Blei fressen. Leider sind diese Kämpfe jedoch
nur reines "Draufhalten" oder irgendwelche Besonderheiten, dass man den
Gegner nur auf bestimmte Arten schädigen kann. Es ist allerdings mitunter
der kleine Adrenalinstoß am Ende, da man ja nicht frei speichern kann
bzw. am letzten Checkpoint startet.
Bin ich im Comic?
Bei der Grafik ist es bei XIII primär erst einmal eine Sache, ob man
sich mit dem Cell Shading Stil überhaupt anfreunden kann. Man sollte keine
High-Res Texturen wie beispielsweise in UT2003
oder Max Payne
erwarten. Hier spielt man einen Comic und dementsprechend ist die Grafik.
So wirken manche großen Hallen oder Gänge etwas eintönig und farbarm,
doch atmosphärisch tut dies dem Spiel keinen Abbruch. An vielen anderen
Stellen sind deutlich mehr Details vorhanden. Dabei schwanken die Levels
etwas zwischen comichaft und realistisch. Obwohl Cell Shading für eine
erhöhte Rechenleistung bei der Grafik schreit, lief das Spiel absolut
flüssig und Slow Downs waren nicht vorhanden. Mit den wunderschönen Effekten
bei Explosionen und eindrucksvollen Licht- und Schatteneffekten entsteht
eine wirklich wunderbar "frische und recht unverbrauchte" Optik. Dazu
kommt noch die gelungene Einbindung der Comicsounds. Statt die Geräusche
der Gegner im Lautsprecher zu hören, sieht man auf dem Schirm entsprechende
"Tap, Tap" Schriftzüge. Genauso gibt es aber auch "Booom"s oder "Arrrrg"s
für die jeweils passenden Situationen. Außerdem werden entsprechende Gesprächstexte
als Sprechblase eingeblendet.
Sound & Musik
In Sachen Sound und Musik gibt es nichts zu bemängeln. Das Spiel kommt
in der Deutschen Version komplett multilingual daher und jeder kann sich
aussuchen, was er hören will. Die Musik selber spielt nur eine etwas untergeordnete
Rolle und setzt eher nur an bestimmten Stellen bzw. Leveln ein, dafür
dann aber auch absolut stimmig. Da kann man sich dann auf die jeweiligen
Geräuscheffekte im Spiel konzentrieren und spürt den Kampf sozusagen fast
um einen herum, wenn auf dem Schirm mal wieder die Hölle ausbricht. Der
deutsche Part von XIII wird von Ben Becker gesprochen und es ist hier
lediglich schade, dass XIII leider nicht so viel Text im Spiel bekommen
hat, wie manch andere Charaktere. Es spricht somit nichts gegen die Deutsche
Version.
Geteilter Bildschirm?
Was mag das wohl auf dem PC sein fragt man sich, wenn man den Punkt Mehrspielermdous
anwählt? Dahinter verbirgt sich in Wahrheit das Botmatch, was jedoch aus
der Übersetzung für Konsolen resultiert. Diese können gegen die Bots auch
im Splitscreen spielen, nur auf dem PC gibt es so was nicht. Neben dem
Botmatch kann man XIII auch im Mehrspielermodus (LAN & Internet) gegen
menschliche Gegner spielen. Zur Auswahl stehen dabei neben bekannten Spieltypen
wie Deathmatch, TeamDeathmatch und CTF auch Geisterjagd, Sabotage und
PowerUp. Bei der Geisterjagd huscht eine kleines Männchen durch die Level
und man sollte tunlichst vermeiden, selbiges zu berühren, was den Tod
bedeuten würde. Es gilt hier, den Geist und die anderen Mitspieler
zu beseitigen. Sabotage ist ein Art CounterStrike Light für XIII. Hier
gilt es Bomben zu legen bzw. dies zu verhindern. Dabei gibt es unterschiedliche
Klassen und der Bombenträger muss beschützt werden, so dass er die Bombe
legen kann (Dauert ne ganze Weile). Mit Bots ist dieser Modus so gut wie
unspielbar, dazu sind sie zu schlecht und wenn sich dann der Bombenträger
neben dem Plazierungsort der Bombe hinter einer Kiste verschanzt und auf
die Gegner wartet - die aber nicht kommen - und die Bombe partout nicht
legen will, dann hört der Spaß auf. Im PowerUp Modus liegen in den Level
sehr viel Kisten herum, die jeweils für Waffen oder Power Ups stehen und
per drüberlaufen aufgesammelt werden können. Für CTF gibt es 5 Maps, für
Sabotage 3 und für die anderen Spieltypen jeweils 18. Wem das nicht genug
ist, der kann jederzeit mit dem mitgelieferten Editor (UnrealED) neue
Maps bauen und auch im Netz sollten bald neue Usermaps auftauchen. Die
mitgelieferten Maps orientieren sich dabei an Stellen aus der Singleplay-Kampagne
und bieten eine gute Auswahl, wenn man mal von der geringen Menge bei
Sabotage und CTF absieht. Leider ist der Detailgrad mitunter doch eine
Ecke niedriger als im Einzelspielermodus, was auch daran liegen mag, dass
die Level auf Konsolen im 4er Splitscreenmodus spielbar sein mussten.
Meinung
An XIII gibt es wahrlich wenig zu bemängeln. Wer will, kann sich ja über
die Quicksavefunktion aufregen, die aber eigentlich gar nicht mal so schlecht
ist, da die Checkpoints lnicht so weit auseinanderliegen und in den Schleichmissionen
hat man sich auch schnell daran gewöhnt, zumal diese Level meist nicht
so lang sind. Außerdem würde einem ein Quicksave auch nichts bringen,
wenn die "Leiche" wenige Sekunden nach dem Save von einer Wache gefunden
würde. Allerdings hätte man dann schon das Savemenü ganz weglassen können
und statt dessen einfach die Levelabschnitte zur Wahl stellen können,
so dass man auch bereits erledigte Missionen erneut spielen kann. Ansonsten
bietet XIII gut 15 Stunden wirklich erstklassige Unterhaltung, sehr abwechslungsreiche
Schauplätze und unterschiedlichsten Missionsziele. Dazu eine stimmige
Sprachsausgabe und absolut überzeugende und erfrischend "unverbrauchte"
Graphik. Die Gegner sind zwar nicht top, aber dennoch fordernd, wobei
lediglich bei den Zwischengegnern etwas mehr als nur "Ballern" angebracht
gewesen wäre. Hier fallen lediglich der Doktor und der Hubschrauber positiv
auf. Erstaunlich positiv auf den Spielspaß wirken sich auch die unterschiedlichen
Vorgehensweisen aus. Mal Ballern, mal Schleichen und oftmals auch mit
Wahlmöglichkeit. So besteht auch durchaus in späteren Abschnitten
noch die Möglichkeiten zum "leisen" Vorgehen, auch wenn dies nicht gefordert
wird. Die Story ist spannend und gut präsentiert, allerdings ist das Ende
eine Frechheit. Hier kommt man sich so vor, als wenn der letzte Level
rausgenommen wäre und für den Nachfolger als "Anfang" dienen wird. Aber
bis dahin können Fans selbst mit dem Editor für Kartennachschub sorgen
und insbesondere für CTF und Sabotage neue Karten basteln. Doch leider
bietet der MP bzw. das Botmatch nicht so viele Optionen und einige Mutators
wären beispielsweise nicht schlecht gewesen. Aber für ein spaßiges Spielchen
zwischendurch ist der MP auf jeden Fall gut zu gebrauchen. Mittlerweile
gibt es das Spiel ja auch schon recht preisgünstig und da bekommt man
wirklich mal wieder etwas erfrischend anderes (insbesondere in Sachen
Optik) und statt den Xten Shooter mit Realismusgrafik und ballern, ballern,
ballern, solltet ihr XIII eine Chance geben. Das Spiel hat es mehr als
verdient.
Geschrieben am 19.01.2004, Testkonfiguration: AMD2700+, 1GB, Geforce 4, SB Live 5.1
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