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Zanzarah
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 | Info |
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| Autor | | 2+ |
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| Team (2 votes, siehe hier) | 2+ |
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| Name: | Zanzarah - Das verborgene Portal |
| Genre: | Action Rollenspiel |
| Produkt: | Vollversion |
| Release: | 2002/04 |
| Publisher: | THQ |
| Entwickler: | Funatics |
| Offiz. Sites: | Game |
| Hardware: | 500Mhz, 64MB RAM, 16MB 3D-Karte D3D, Sound: DX zertifizierte Soundkarte |
| System: | Win 98/ME, 2000, XP, DX8 |
| Steuerung: | Maus/ Tastatur |
| Multiplay: | Lan/ Internet |
| Sprache: | Deutsch |
| Patch: | 1.010 |
| USK: | 6 |
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| Zanzarah - Das verborgene Portal (review von look) |
Es war einmal und es gibt sie noch heute, eine verborgene Welt, Zanzarah,
das Land der Magie und Zauberei. Weit ab von den Sorgen der Menschen leben
dort die Kobolde, Elfen und Zwerge.
Zanzarah ist im Paradies, doch nun zerfällt dieses Paradies, die magischen
Kräfte sind verwildert und Chaos breitet sich aus, die alte Welt verlischt
und Zanzarah droht der Untergang.
Niemand weiß woher der Wandel kam und die letzte Hoffnung ist eine
Rettung aus dem Reich der Menschen...
... mit diesem doch recht pathetischen Einstieg beginnt das Spiel um
Elfen, Feen, Kobolden und Zwerge. Das Ziel ist wie üblich, eine Welt vor
dem Untergang zu bewahren. Nun geschieht dies nicht, wie üblich, durch
Waffengewalt, sondern es kommt als durch Zaubersprüche ausgestattete Feen
daher, die der Hauptprotagonistin Amy hilfreich zur Seite stehen, aber
auch die Gegnerschar darstellen. Es ist nicht alles so, wie es zu seien
scheint in diesem wunderschönen Land, es wird gebeutelt von wilden Feen,
terrorisierenden Pixies, unerklärlich auftauchenden Hindernissen, die
die Welt entzweien und bösen Schattenelfen, die das Land versuchen zu
unterwerfen. Dies gilt es natürlich aufzuklären und der Ursache auf den
Grund zu gehen, um letztendlich das Land zu befrieden und die geteilten
Welten wieder zusammenzuführen.
Dem Spielehersteller Funatics ist ein wilder Mix im Spielprinzip gelungen.
Es finden sich sowohl Elemente aus dem Rollenspielgenre, Anleihen aus
dem Adventurebereich und man höre und staune auch aus dem Egoshootermetier.
Nicht zu vernachlässigen und im Grunde das Hauptaugenmerk ist jedoch der
Jäger- und Sammlertrieb, den man schon in Spielen wie Pokemon oder Diablo
und seinen Klonen frönen konnte. Das Ziel ist natürlich die streng lineare
Handlung voran zu treiben, die nicht allzu viele Ecken und Kanten bietet.
Selbst die so beliebten Nebenquests halten sich in Grenzen, so dass man
die meiste Zeit damit verbringt, alle möglichen 77 Feen zu bekommen und
die zahlreich vorkommenden Goddies einzusammeln, die von Nöten sind, um
weitere Areale der Welt für sich freizumachen. Dies ist im Grunde auch
der Reiz des Spiels, denn um dies zu bewerkstelligen, muß man seine Feen
trainieren, um dann auch schwerere Gegner auszuschalten zu können. Amy
ist in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, da sie nur laufen
und springen kann, somit sind es die Feen, die den Weg bereiten. Dies
ist allerdings nicht so einfach wie es sich anhört.
Um das Ganze ein wenig spannender zu Gestalten, haben die Macher, alle
Feen in 12 Elementarklassen unterteilt. Diese wiederum sind gegeneinander
sehr unterschiedlich in ihrer Effektivität beim Kampf. So kann es passieren,
dass man selbst mit sehr hochleveligen Feen Kämpfe verliert, da diese
gegen ihren Gegner keine Wirkung zeigen. Um das Ganze noch ein wenig exklusiver
zu machen, kann man einige Feen zu höheren Evolutionsstufen verhelfen,
die andere Charaktereigenschaften und Stärken besitzen. Desweiteren ist
es möglich, gewissen Feen durch Evolutionssteine zu anderen Elementarklassen
zu verhelfen und somit auch ihr Aussehen und die Wirkungsweise zu beeinflussen.
Es gibt zum Beispiel die Klassen Natur, Luft, Stein, Chaos, Metall, Dunkel,
Licht, Eis usw., diese haben je nach Klasse auch ein unterschiedliches
Aussehen, so zeigen sich die Naturfeen meist in einem grünlichen Gewand,
im Gegensatz zu den Luftfeen, die wiederum Anleihen aus der Ornithologie
besitzen, oder den Wasserfeen, die im magisch blauen Antlitz daherkommen.
Jede Klasse hat somit ihr individuelles Aussehen, was sich im Kontext
über alle Feen dieser Klasse erstreckt, aber nicht nur das ist unterschiedlich,
sondern je nach Klasse, Fee, Evolutionsstufe und Level haben diese auch
unterschiedliche Fähigkeiten beim Fliegen, der Schnelligkeit der Bewegungen,
Zauberaufladung und Effektivität der selben, sowie der Höhe der Lebensenergie.
Das Aufleveln der Feen zur nächsten Evolutionsstufe bzw. Zauberspruchstufe
ist nur über den Kampf möglich. So gibt es dabei, je nach besiegter Fee,
mehr oder weniger Erfahrungspunkte, die das Leveln ermöglichen. Um auch
einen einfacheren Weg beschreiten zu können, kann man sich mit goldenen
Möhren ausstatten, diese ermöglichen es, bei Verabreichung derselben,
das Erhöhen der Erfahrungspunkte bis einen Punkt vor den nächsten Levelsprung.
Dies ist aber auch nur durch viele Kämpfe erreichbar, da diese Hilfe Unsummen
kostet. Dies ist der Rollenspielanteil, der zwar nur rudimentär vorhanden
ist, da man die Charakterwerte nicht selbst verteilen kann, was aber auch
nicht gewollt zu seien scheint, da so etwas doch stark von der Handlung
ablenken dürfte, in Anbetracht der Menge der zur Verfügung stehenden Feen.
Um Feen einsetzten zu können, muß man diese erst fangen, da sie
nur wild in der Natur zu finden sind, dazu benötigt man allerdings magische
Kugeln, ähnlich dem Prinzip bei Pokemon. Der Egoshooterteil ist nur im
Kampf vorgesehen,da man ansonsten in der 3rd Person-Ansicht spielt.
Leider gibt es nicht die Möglichkeit, dies auch im Kampfmodus beizubehalten.
Sobald einem eine wilde Fee herausfordert bzw. man gegen Gegner kämpft,
wechselt man in die spektrale Welt der Feen, wo man in verschiedenen Arenen
gegeneinander antritt. Diese sind sehr abwechslungsreich aufgebaut, aber
nicht unübersichtlich. Der Kampf läuft wie gesagt aus der Egoperspektive,
wobei man sich in allen Dimension bewegen kann und muß, denn das Fliegen
gehört zum Kampf dazu. Die verwendeten Zaubersprüche, in Verbindung mit
der gewählten Fee, sind sehr unterschiedlich in der Wirkung, Aufladezeit,
Stärke und Schußfrequenz. Dabei kommt es nicht nur darauf an, die gegnerische
Fee ausschalten zu können, man sollte dabei auch die von der Fee
ausgeworfenen Feentaler einsammeln, da man sich damit wieder neues Equipment
zulegt. Zudem muß man darauf achten, auch wirksame Feen in den Kampf zu
schicken, was manchmal zu einer Wechselorgie führen kann, da der Gegner
natürlich auch reagiert.
Wenn man in einem Kampf, die wilde Fee sehr geschwächt hat, so ist es
möglich, unter Zuhilfenahme der magischen Kugeln, diese zu fangen. Dazu
muß man einfach nur noch die gegnerische Fee berühren, was schwierig werden
kann, denn die Fee will natürlich flüchten. Da sind wir an einem weiteren
Punkt angelangt, den es zu bedenken gilt. Es gibt die Möglichkeit während
des Kampfes zu fliehen, wenn man merkt, dass man nicht gewinnen kann,
was sehr hilfreich ist und es nicht ganz so brutal macht.
Die unterschiedlichen Zaubersprüche haben auch eine direkte Auswirkung
beim Kampf auf den Gegner und uns, sowie auf das Ansprechverhalten der
Steuerung, Zauberaufladung, Beweglichkeit usw.
Nur als Beispiel anzuführen sind die Wirkungsweisen der Naturzaubersprüche.
Es gibt sowohl aktive als auch passive Sprüche, die immer zusammen in
einem der beiden Slots stecken und ausgetauscht werden können. So erstreckt
sich das Repertoire der aktiven Sprüche über das Vergiften von Gegnern,
dem Erhöhen der Schadenspunkte pro Treffer, dem Verlangsamen der Zauberaufladung
des Gegners bis zur Bewegungshemmung. Natürlich hat jede Klasse, seine
individuellen Sprüche, die auch andere Wirkungen haben können, wie zum
Beispiel das Herumwirbeln des Gegners, das Teleportieren an eine andere
Stelle in der Arena oder das Stehlen von Manapunkten. Demgegenüber stehen
natürlich auch Verteidigungssprüche, die sogenannten passiven Sprüche.
Diese sind immer automatisch aktiv und können die eigene Fee schützen,
indem sie den Schaden pro Treffer reduzieren, Statusveränderungen verhindern
z. B. beim Vergiften, Einfrieren, Teleportieren usw. oder die Effektivität
des Angriffes erhöhen.
Was leider nicht so gut gelöst wurde ist das Kampfverhalten des computergesteuerten
Gegners. So ist es möglich, dass der Gegner manchmal durch Wände schießen
kann, man an dem Gegner festklebt, was auf eine fehlerhafte Abstandskontrolle
hinweist, diesen in eine Ecke treiben kann, ohne dass dieser allein die
Möglichkeit der Flucht nach oben bedenkt, scheinbar ist die Fluchtroutine
nicht sehr ausgeprägt und wenn man häufiger in bestimmten Arenen kämpft,
bekommt man sehr schnell mit, wie die Wege des Computers aufgebaut sind.
Das Botscript ist nicht schlecht und für den Schwierigkeitsgrad angemessen,
erfahrene Spieler werden sich jedoch bald langweilen. Was sehr hilfreich
im weiteren Spielverlauf sein kann, sind die Goddies die man findet. So
kann man mit dem Feenhorn bzw. der Muschel, Feen aufwecken die schlafen,
was beim Leveln der eigenen Feen hilft und auch zum Komplettieren der
Sammlung nützlich zu seien scheint. Leider gibt es dabei manchmal Probleme,
da das Ansprechen dieser Hilfsmittel manchmal recht kurz ist, so dass
man ein paar mal hin und her laufen muss, um die Fee wecken zu können.
Außerdem kann es passieren, dass man von einem Kampf in den nächsten ziehen
muß, ohne die Möglichkeit zu haben die Geschenke aufzusammeln bzw. seine
Feen zu behandeln, da es an einigen Stellen wohl zu Überschneidungen der
Kampfbereiche kommt.
Der Adventureteil wird seinem Namen leider nicht gerecht, da es sich
dabei nur um ein paar Hüpfeinlagen handelt. Auch das Finden von Secrets
kann man sich sparen, da diese nicht in der allgemein bekannten Form vorkommen.
Das Einzige was verbleibt, ist das Einsammeln von Ausrüstungsgegenständen.
Zum großen Leid aller Rätselfans, ist dieser Teil recht unterrepräsentiert,
um nicht zu sagen unrealisiert. Die Macher waren sich wohl einig darüber,
dass solche Elemente das Vorantreiben der Geschichte behindern würde,
daher ist es auch nicht verwunderlich, dass auf der nicht sehr gut gelungenen
Karte, immer das nächste Ziel mit einem Ausrufezeichen gekennzeichnet
wird. Dafür muß es natürlich einen Ausgleich geben, der in Form von, den
Weg verstellenden Sträuchern und Felsen daherkommt. Diese kann man aber
erst beseitigen, wenn man die richtigen Feen und vor allem die dazu nötigen
Feenkarten besitzt. Somit erschließt man sich nun Areale, die man zum
Anfang des Spiels nicht bereisen konnte. Damit ist auch gewährleistet,
dass man immer wieder neue Sachen entdecken kann, die dazu benötigten
Utensilien sind in kleinen Quests zu bekommen, die aber meist nicht über
das Besiegen bestimmter Gegner hinausgehen.
Leider hat man es versäumt ein Tagebuch mit in das Menü zu integrieren,
so dass man leicht den Faden verlieren kann, da es doch einige Nebenquests
zu bestehen gilt, diese jedoch nicht auf der Karte angezeigt werden. Die
Level sind nicht allzu groß, so dass man eigentlich nicht aus dem Konzept
kommen sollte, doch ein Kompaß wäre manchmal von Nutzen gewesen.
Die Ladezeiten zwischen den einzelnen Leveln halten sich in Grenzen.
Was störender ist, ist die Tatsache, dass man beim Einkauf von Gegenständen,
diese immer einzeln bestätigen muß. Hier wäre eine Mengenangabe hilfreich,
da ein Großeinkauf somit zur Klickorgie werden kann. Was sehr negativ
aufstößt, ist die Tatsache, dass es im ganzen Spiel nur ein paar Dutzend
wirklicher NPC zu geben scheint, mit denen man in eine sehr beschränkte
Interaktion treten kann. Selbst die vollmundig angepriesene Stadt Tiralin,
in der es vor Leuten nur so wimmeln soll, ist in Wahrheit nur ein kleines
Dorf, gemessen an den Personen die dort zu finden sind. Desweiteren ist
das Feenbuch, das alle gefangenen Feen anzeigt, sehr unübersichtlich angeordnet.
So sind die einzelnen Elemente wild durcheinandergemischt und es gibt
keinerlei Möglichkeit es selbst zu ordnen. Für das normale Spiel hat man
ständig fünf Feen in seinem Deck, die man untereinander austauschen kann.
Wenn man aber eine andere Fee als die im Deck, hinzufügen möchte, so ist
dies nur durch eine Reise nach London zu bewerkstelligen, da alle gefangenen
Feen nach dort transportiert und aufgehoben werden. Dies verhilft zu einer
sehr taktischen Verhaltensweise, denn man muß auf seinen Reisen durchs
Land, darauf gefaßt sein, dass verschiedenartige Feen einen angreifen
und darauf muß man gefaßt sein. Außerdem ist es sehr schön anzusehen,
wie diese farbenfrohen Feen, in der Wohnung in London frei herumschweben
und den doch eher tristen Eindruck ein wenig aufhellen können.
Zwar nicht als perfekt, aber als ausreichend gelungen würde ich das Speichern
der Spielstände nennen. Man startet nach einer mißlungenen Aktion zwar
wieder am Levelbeginn, es sind aber keine weiten Wege zu laufen, was sich
also verkraften lässt. Grosse Strecken kann man nach Erhalt einer
Reise-Rune per Teleportation erreichen, was einige Beinarbeit erspart,
jedoch dazu führt, dass man dann auch seine Feen nicht vorranbringen
kann, da die obligatorischen Kämpfe ausbleiben. Störender ist das Fehlen
einer Schnellspeicherfunktion, sowie das Hineinlaufen in den Level durch
Amy, ohne dass man die Steuerung zum Anfang beeinflussen kann. Dies hat
zwar keine negativen Auswirkungen, aber an einigen Stellen kam einem die
Befürchtung, dass sie in einen Abgrund laufen würde, ohne dass man etwas
machen könnte. Ebenfalls negativ fällt die Zauberspruchverteilung auf.
Man kann den Feen die Zaubersprüche nicht entziehen, sondern nur austauschen,
was vor allem zum Anfang nervig ist. Jeder Elementarklasse sind bestimmte,
nur durch diese zu gebrauchende Zaubersprüche zugeordnet. Diese sind in
aktive und passive Sprüche unterteilt, die es in verschiedenen Ausführungen
gibt. So ist es zum Beispiel möglich, dass ab einer bestimmten Levelhöhe,
die gewählte Fee, auf ihren zwei Slots, die immer aktive und passive Sprüche
beinhalten, durch Jokerfelder auch Zauber anwenden kann, die nicht ihrer
Natur entsprechen, was sehr hilfreich ist.
Was man den Machern zu Gute halten muß, ist die Tatsache, dass mir in
der letzten Zeit kein Spiel untergekommen ist, dass so wenige Bugs bzw.
Fehler hatte, wenn man überhaupt von so etwas sprechen kann. Daran können
sich einige ein Beispiel nehmen. Zu den Fehlern die aufgetreten sind,
gehört das Problem mit der nicht zu vollziehenden Tastaturbelegung bei
einigen Benutzern (was aber schnell durch ein Javaprogramm der Fans behoben
wurde). Desweiteren plagen sich Besitzer einer Voodookarte mit Abstürzen
des Programms herum (wurde durch den aktuellen Patch 1.010 behoben), was
aber scheinbar nur bei Kämpfen auftaucht, wenn dort Schriften eingeblendet
werden. Somit ist dies wohl nur ein kleineres Übel und in Anbetracht des
Alters der Karten, kann man darüber ruhig hinwegsehen. Im Spiel an sich,
sind mir nur einige Sachen aufgefallen. Einmal gibt es eine Stelle im
Sumpf, wo man durch das Level fallen kann, was sich aber umgehen läßt,
zum zweiten ist das Skript im Zwergenturm etwas durcheinander, da man
dort immer noch die Befürchtung hat das dem Anführer der Zwerge etwas
zustoßen könnte, wobei man ihn doch schon befreit hat. Auch konnte man
sich im Wolkenreich am Stein vorbeischmuggeln und zuerst in die Arena
gehen. Dadurch bekommt man nicht mehr die Erdkarte vom Druiden, weil er
nicht mehr im Pavillion auftaucht.
Die Grafik des Spiels ist sehr stimmig und paßt zur Thematik bzw. zur
Altersfreigabe, genauso wie der Schwierigkeitsgrad. Die Farben sind sehr
satt und die Engine ist so aufgebaut, dass die meisten Karten damit zurecht
kommen und alle Details anzeigen können. Es wird zum Spiel zwar die Direkt
X 8.1 Version mitgeliefert, was es auch bedingt, doch ist davon nichts
mit ins Spiel integriert worden, was dazu führt, dass man auch mit älteren
Karten alles an Graphikdetails zu sehen bekommt.
Das Spiel wurde mit der Renderware-Engine
(benutzt u. a. für GTA 3, Burn out, Tony Hawks Pro Skater 3, Pro
Evolutions Soccer, Alladin, Frank
Herbert's Dune, Deep Fighter) realisiert, die keine Eigenproduktion
von Funatics ist, sondern unter Lizenz erworben wurde. Das Spiel bietet
zwar nur eine maximale Auflösung von 1024 x 768 bei 32 Bit, dafür entschädigt
sie mit reichlich Lensflareeffekten, schönen Wasseranimationen, stimmungsvoller
Beleuchtung und solange nicht anders gewollt, mit einer sehr guten Blickweite.
Auch die Animationen und Texturen der Protagonisten und der Umgebung sind
sehr gut gelungen, vor allem der Detailreichtum der Feen ist zu bewundern,
was aber auch verständlich ist, da sie im Grunde für das Leben im Spiel
verantwortlich sind. Die Partikeleffekte im Kampf von den Zaubersprüchen
könnte man vielleicht sogar schon übertrieben nennen, es paßt aber alles
zueinander, so dass man in diese Welt eintauchen kann, ohne den Realitätssinn
zu vermissen. Die Figuren könnte man am ehesten mit denen von Zelda und
ähnlich angelehnten Spielen vergleichen, nur das diese nicht in der obligatorischen
Knuddeloptik daherkommen, sondern ausgereifter sind. Zu den kleinen Schmankerln
gehören die in den Wälder herumhüpfenden Hasen, im Sumpfgebiet natürlich
die Unken und in Tiralin die frei herumlaufenden Hühner, die man gerne
jagt, auch die Bewegungsanimation der Sträucher, wenn man diese berührt,
ist ein Blickfang und auch die zu fangenden Pixies gehören zu dieser Detailverliebtheit-
den putzigen Wesen mit dem schelmischen Lachen und dem betrübten Quieken
beim Fangen derselben, ist die emotionale Verbindung zum Spiel zu verdanken,
auch wenn man eigentlich Mitleid mit diesen Figuren hat, denn das Gefängnis,
in das sie wieder gesperrt werden, ist nicht nach der Genfer Konvention
gebaut worden.
Die Areale des Spiels sind sehr unterschiedlich im Design der Levelarchitektur
und den verwendeten Texturen, Geräuschkulissen und Beleuchtungsszenarien.
So gibt es nicht nur Wälder, Sümpfe oder Städte, sondern man kann auch
in dunkle Höhlen, Bergwelten, Lavahöhlen, Katakomben, Eislandschaften
und Schattenreiche reisen. Das die anzutreffenden Feen und sonstige Figuren
den Welten angepaßt wurden, sollte selbstverständlich sein. In Verbindung
mit der Vertonung des Spiels baut sich eine Atmosphäre auf, die zum Verweilen
einlädt, ohne dass man ihrer irgendwann überdrüssig zu werden scheint.
Dies fängt mit der Hintergrundmusik der größeren Städte an. Diese ist
für jede Stadt anders, hat aber den gleichen tieferen Kontext, da sie
so ausgelegt ist, dass sie nicht nervend wirkt, sondern sehr freundlich
und einladend daherkommt und man sich somit immer wieder gerne dort aufhält.
Vor allem die Musik im Elfendorf und in Tiralin erinnert doch stark an
irisch angehauchte Musik, wogegen die Beschallung in Monagham eher an
Grieg's „In der Halle des Bergkönigs“ angelehnt zu seien scheint.
In den äußeren Arealen, wird die Soundkollage den geographischen Gegebenheiten
angepaßt, so hört man in den Wäldern Vögel singen, Blätterrascheln, in
den Sümpfen die Frösche quaken, oder in den Bergen die Winde pfeifen.
Diese Aufzählung läßt sich beliebig fortsetzen, was aber den Rahmen sprengen
dürfte. Auch die Laufgeräusche Amy´s verändern ihre Klangfarbe, je nach
Untergrund oder Laufgeschwindigkeit, genauso wie die Staubanimationen
bzw. Fußspuren. Ein sehr gute 3D-Audio Unterstützung (Miles
Sound System), die gute Klangqualität und die Soundeffekte, tun ihr
übriges, um ganz in die Welt abzutauchen zu können.
Leider gibt es auch hier etwas zu bemängeln, denn die verbale Kommunikation
beschränkt sich auf die Zwischensequenzen und die Begrüßung der NPC. Der
Rest wird über die schriftliche Form gelöst, was kein Mangel sein muß,
da man schneller lesen als hören kann. Trotzdem vermißt man eine lokalisierte
Sprachausgabe, was aber nicht verwundern darf, vereinfacht es doch maßgeblich
die Portierung in andere Sprachen und man kennt das Konzept schon von
Nintendo und anderen Herstellern.
Apropo Portierung, diese dürfte im Grunde nur eine Frage der Zeit sein,
da die Engine sehr gut mit den heutigen Konsolen zusammenarbeitet und
das Spielprinzip eigentlich nichts anderes erwarten dürfte, denn schließlich
gibt es schon ein Autoaiming, man braucht nicht mehr als acht Tasten zum
Spielen, was eine wirkliche Vereinfachung darstellt, da damit alle zurechtkommen
dürften.
Als Fazit läßt sich sagen, dass im Großen und Ganzen man mit diesem Spiel
nichts falsch machen kann, auch wenn man Neueinsteiger in den genannten
Spielprinzipen ist. Die Langzeitmotivation könnte durch das immerwiederkehrende
Ritual des Kampfes etwas leiden, was die Atmosphäre des Spiels aber mehr
als weg macht. Auch eine längere Spielzeit ist gewährleistet, da das Spiel
über einen Multiplayer verfügt, in dem man dann sogar noch Feen tauschen
kann, unterstützt durch ein eigenes Chatprogramm namens Lobby.
Was den Spielspaß hemmen könnte, ist der absolut lineare Ablauf des Spiels,
das Fehlen von Rätseleinlagen und die etwas zu kurz gekommene Interaktion
mit den weiteren Personen im Spiel. Dies hebt sich aber durch die gelungene
Atmosphäre und den Genremix, der seines gleichen sucht, eigentlich auf.
Zur Spielzeit läßt sich sagen, dass man dafür 25 bis 35 Stunden einplanen
sollte, wenn man das Spiel genießen will und den Großteil aller Feen fangen
möchte. Man kann nach dem Ende des Spiels, seine Sammlung noch vervollständigen,
auch wenn dies nicht sehr gut gelöst wurde, da man an den letzten Speicherpunkt
zurückkehrt, ohne die Levelpunkte und Feentaler aus dem letzten Kampf
angerechnet zu bekommen.
Die Steuerung ist eine Sache für sich, denn ich habe bisher noch nie
eine so einfache und doch vollkommen ausreichende Belegung gesehen. Am
besten spielt man es mit Maus und Tastatur. Die Steuerungsbefehle werden
direkt umgesetzt und wirken nicht zu schwammig, auch wenn man im ersten
Moment des Spieles seine Zweifel darüber haben könnte, denn der Mauszeiger
im Menü ist eher von der "ruckeligen Sorte", wovon im Spiel
aber nichts zu spüren ist.
Die hier und da zu findenden Jump & Run Einlagen können manchmal
Nerven kosten, denn wie schon gesagt, wenn man einen folgenschweren Fehler
begeht, startet man wieder am Anfang des Levels. Deshalb sollte man es
sich angewöhnen, nach jeder solchen Einlagen abzuspeichern, um die bereits
erhaltenen Erfahrungspunkte und Goddies nicht zu verlieren.
Alles in allem ist dieses Spiel eine recht runde Sache, mit dem auch
Genreneulinge zurecht kommen sollten, aber auch durch den Genre-Mix interessant
für erfahrene Spieler.
Wer also seiner Sammelwut mal wieder Nahrung geben will und dies nicht
durch Blut und Tote verschandeln möchte (hier sterben keine Geschöpfe
im Kampf bzw. sie sind wiedererweckbar), der sollte auf alle Fälle zugreifen,
denn er findet dies hier in einer absolut stimmigen Fantasieumgebung mit
tollem Design, Musik, Sounds und Charakteren und damit bietet diese Geschichte
soviel Potential, um sich in dieser Welt für Stunden zu verlieren.
Geschrieben am 18.05.2002, Testkonfiguration: AMD1100, GeForce2 GTS Pro, 512MB Ram, SB Live 5.1
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